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USA 2005
Originaltitel:Desperation
Alternativtitel:Mine des Bösen, Die
Länge:125:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mick Garris
Buch:Stephen King
Kamera:Christian Sebaldt
Musik:Nicholas Pike
SFX:K.N.B. EFX Group
Darsteller:Tom Skerritt, Ron Perlman, Steven Weber, Annabeth Gish, Charles Durning, Matt Frewer, Henry Thomas, Shane Haboucha, Kelly Overton, Sylva Kelegian, Sammi Hanratty, Ewan Chung
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.03.2007 (Verleih) / 16.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Willkommen in Desperation/Nevada: Die Einwohnerzahl des Ortes beträgt praktisch Null ... und sinkt ständig weiter. Horror-Guru Stephen King verbündet sich mit einer beeindruckenden Darstellerriege, um uns im modernen, aber immer noch reichlich wilden Westen auf eine grausige Reise der bis zum Hals klopfenden Herzen und Angstschweiß-feuchten Handflächen zu entführen: Ein höllischer Koloss von Sheriff herrscht über Desperation, und die Bälle, die er uns zuwirft, sind mit Sprengstoff geladen. Ein Haufen dämonisch-besessener Wüstenkreaturen und Menschen helfen dem Gesetzeshüter, Passanten aufzugreifen und sie im Gefängnis von Desperation einem irrwitzigen Todesspiel auszusetzen. Zu den Gefangenen gehört auch ein tief gläubiger kleiner Junge, und in ihrer Verzweiflung tun sich die entsetzten Opfer zusammen, um den übernatürlichen Quälgeistern zu entkommen. Dabei wird ihnen das kleine Kind vorangehen.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der für das Fernsehen produzierte Film kann mit einer soliden Bildqualität aufwarten. Auffallend ist das ständige Rauschen, was eine Unruhe ins Bild bringt. Zudem wirkt es noch leicht grieselig. Farblich geht alles seinen Weg und erlaubt sich keine Mankos. Kompressionsseitig hat das Bild etwas mit Blockrauschen zu kämpfen. Der Kontrast ist zufrieden stellend. An der Schärfe hatte man noch etwas arbeiten sollen, da gerade im Hintergund einige Details verloren gehen, aber unter dem Gesichtspunkt der TV-Produktion dürfte das schon der Normalfall sein, da es wohl eine allgemeine Kinderkrankheit ist bei amerikanischen Fernsehfilmen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Englisch), Dolby Digital 2.0 Surround
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Holländisch
 Die deutsche Dolby Surround-Spur ist wirklich sehr gelungen. Ein perfekt abgestimmter Raumklang macht sich durch das Wohnzimmer breit. Ein wenig mehr Einsatz des Subwoofers wäre wünschenswert gewesen da das Volumen des Basses nicht sonderlich kräftig ist. Dies ist allerdings auch in der 5.1-Abmischung des Originaltons so. Fehler sind keine auszumachen und auch ein Rauschen ist nicht bemerkbar. Für die normale 2.0 Dolby Surround-Abmischung gibt's hierfür sogar die Höchstnote.
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Extras
Extras-
VerpackungKeepCase
 Es befinden sich keinerlei Extras auf der DVD.
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Fazit
Der bereits King-erprobte Regisseur Mick Garris, der mit den TV-Verfilmungen von Interner Link"Shining" und Interner Link"The Stand" einen beachtlichen Erfolg hatte, aber auch mit Kinoadaptionen von Interner Link"Riding the Bullet" und Interner Link"Schlafwandler" zeigen konnte, dass er das Können besitzt, eine Vorlage des Meisters der Horrorliteratur adäquat umzusetzen, durfte auch beim neuesten Streich die Regie übernehmen und einen Roman in bewegte Bilder transferieren. Allerdings wurde für "Desperation" direkt nur das TV-Format gewählt. Geplant war eine zweiteilige Miniserie, die aber doch als ganzer Film ausgestrahlt wurde inklusive einer Menge an Werbung, die nochmals 60 Minuten lang war und so den Film auf fast drei Stunden aufgeblasen hat. Bei der DVD braucht man deswegen ja keine Bange zu haben und bekommt nur den reinen Film. Das sollte nur erwähnt werden, bevor wieder irgendwo Gerüchte über eine 3-Stunden-Fassung in den Umlauf gelangen sollten, die es aber nicht gibt. Die hier vorliegende DVD von Warner ist absolut ungeschnitten. Ein Vergleich zum Buch kann ich nicht ziehen, da dieses noch nicht den Weg in meine Gehirnwindungen gefunden hat, und so gehe ich auch ganz unvoreingenommen an den Film ran. Entstanden ist mit "Desperation" eine zwiespältige Angelegenheit, die sehr stark beginnt, aber ab der Mitte in einer religiösen Farce endet, die stellenweise die Geduld des Zuschauers fordert. Aufgrund der Laufzeit von knapp 130 Minuten werden, wie es sich bei TV-Filmen auch gehört, die Personen ausführlich eingeführt. Eigentlich nichts besonderes, wäre es nicht Ron Perlman, der den mysteriösen Sheriff zum Besten geben darf und seine gefangene Highway-Beute in Form eines jungen Pärchens (u.a. gespielt von Henry Thomas, dem kleinen Elliott aus "E.T.") erstmal in den Knast bringen darf. Hier werden dann die restlichen Charaktere vorgestellt und die Reise in die Abgründe religiöser Art darf beginnen. Man findet heraus, dass das Städtchen Desperation von der alten Gottheit Tak heimgesucht wird und dieser die Körper der Menschen, oder sagen wir: der Ungläubigen, braucht, um diese als Wirt zu benutzen. Zusätzlich hat Tak die Gewalt über die heimische Tierwelt, was ein Entkommen der Gefangenen unmöglich machen soll. Die erste Hälfte ist also recht spannend von Garris inszeniert worden, wenn plötzlich der Bruch kommt. Da der Körper des Sheriffs sehr abgenutzt ist, will Tak den Körper einer jungen Mutter übernehmen und fährt mit dieser in die Mine des Bösen. Ab hier ist das sarkastische oder sadistische Spiel von Ron Perlman beendet, und der 12jährige Sohn der Mutter kann in der Zwischenzeit aus seiner Zelle entkommen und die restliche Truppe befreien. Dass der eigentliche Held in dieser Geschichte ein Kind ist, ist bei Stephen King ja nichts Neues (siehe "Shining" oder "Es"). Nur diesmal ist der Unterschied, dass wir es mit einem sehr religiösen jungen Menschen zu tun bekommen, dem das Beten wohl das Wichtigste auf der Welt zu sein scheint. Anfangs geht dies ja durchaus in Ordnung und wird von zynischen Kommentaren eines ehemaligen Schriftstellers (Tom Skerritt aus "Poltergeist 3") begleitet, der wie der Rest der Gruppe seinen Glauben mehr oder weniger verloren hat. Dies wird in Gruppengesprächen erläutert, da alle einen schwarzen Fleck in ihrer ansonsten weißen Lebensweste haben. So wird man der stille Beobachter über Gespräche pro und contra Gott, die abwechselnd von ein paar netten Tierangriffen unterbrochen werden, bei dem nicht jeder ungeschoren davon kommt, bis schließlich der Ort des Bösen gefunden wird und man dem mächtigen Tak gegenübersteht. Das Ende möchte ich natürlich nicht verraten, wobei es jedoch in dem üblichen Einheitsbrei verkommt. Die Kameraarbeit des Deutschen Christian Sebaldt (Interner Link"Resident Evil: Apocalypse") muss aber noch eine besondere Erwähnung finden, da er einiges zur Grundstimmung des Films beiträgt und für wirkliche schöne Landschaftsaufnahmen der Umgebung sorgt. Ist der Film also schlecht? Nein, ist er nicht, würde ich sagen, aber mehr als solide TV-Unterhaltung wird auch nicht geboten und etwas weniger religiöses Gerede hätte dem Ganzen sicherlich besser zu Gesicht gestanden. So werden gute Darsteller und ein fähiger Regisseur für einen Roman, dessen Drehbuch auch von King himself stammt, verwurstet, um dessen persönlichen religiösen Aspekt herauszuarbeiten.

Die DVD von Warner ist durchaus zufrieden stellend was die Qualität betrifft. Schade ist nur, dass man die Extras der amerikanischen DVD nicht übernommen hat und in Europa rein gar nichts als Bonus auf die Disc presste.



Bilder der DVD




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