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D 1998
Originaltitel:Cascadeur - Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer
Alternativtitel:Cascadeur: The Amber Chamber
Länge:105:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hardy Martins
Buch:Uwe Kossmann, Uwe Wilhelm
Kamera:Markus Fraunholz
Musik:Philipp F. Kölmel
SFX:Jens Döldissen
Darsteller:Regula Grauwiller, Hardy Martins, Heiner Lauterbach, Andreas Hoppe, Eckhard Preuß, Robert Viktor Minich, Charles Régnier, Richard Beek, Mario Irrek, Michael Miensopust, Samuel Fiegler, Jan Sosniok
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.04.2007 (Kauf)



Inhalt
Kaum hat die junge Kunsthistorikerin Christin in Caracas den Schlüssel zum legendären Bernsteinzimmer in ihren Besitz gebracht, sind ihr auch schon die Gefolgsleute eines skrupellosen Geheimdienst-Offiziers auf den Fersen. Durch einen Sprung aus dem Flugzeug über dem Schwarzwald kann sie fürs Erste entkommen und landet direkt in den Armen des Ex-Stuntmans Vincent. Gemeinsam machen sich die beiden auf die gefahrvolle Suche nach dem Kunstschatz, dicht gefolgt von dem korrupten Oberst und seinen Handlangern ...

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Wie es sich für einen Action- und Abenteuerfilm gehört, spielen Farben eine wichtige Rolle, da ansonsten Explosionen und alles, was dazu gehört, an Wirkung verlieren würde. Daher kann man auch mit einem guten und natürlichen Farbton zufrieden sein. Auch der Kontrast wurde gut eingestellt, so dass es zu keinen Überblendungen kommt und fast keine Details verloren gehen. Aber auch nur fast, denn die Schärfe lässt etwas zu wünschen übrig, gerade was den Hintergrund angeht, in dem noch ein leichtes Rauschen sichtbar ist. Ansonsten ist die Vorlage frei von Defekten und Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Mit dem Ton gibt's eine kleine Schwierigkeit. Kommt der Musik- und Geräuschetrack gut verteilt und klar aus dem Boxensystem, ist die Sprachverständlichkeit nicht vollends zufrieden zu stellen, da sie sehr dumpf auf der DVD vorliegt. Gerade in Actionsequenzen geht gelegentlich etwas unter. Zudem hätte der Einsatz des Subwoofers etwas mehr mit einbezogen werden sollen, da der Film, der zu 80 Prozent aus Action besteht, relativ drucklos abgemischt wurde. Zwar immer noch guter Durchschnitt, aber das Potential zu mehr wäre da gewesen. Der Stereoton, der sich ebenfalls auf der DVD befindet, klingt etwas klarer.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Jimmy Gerum und Hardy Martins
  • Making of (66:15 Min.)
  • Kurzinterviews (4:47 Min.)
  • Produktionsnotizen
  • Biografien Heiner Lauterbach, Regula Grauwiller, Hardy Martins
  • Fotogalerie (2:02 Min.)
  • Trailer (1:28 Min.)
  • Trailershow:
    • Mr. & Mrs. Smith (0:39 Min.)
    • Die Rembrandt Connection (2:16 Min.)
    • Chaos (1:45 Min.)
    • Nikita (1:40 Min.)
    • Kinowelt TV (1:49 Min.)
    • Deutschland. Ein Sommermärchen (2:12 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mit dem Audiokommentar bekommt man einen sehr guten Einblick in die Produktion, dies wird in dem langen Making of nochmals vertieft bzw. kann als Vorgeschichte zum Audiokommentar betrachtet werden. In rund 60 Minuten werden sehr genaue Einblicke in die Produktion gezeigt und einige Anekdoten erzählt. Die unter dem Punkt Kurzinterviews gezeigten Statements der jeweiligen Personen sind zwar ebenfalls sehr nett, aber eigentlich überflüssig, da das gesamte Material auch schon im Making of gezeigt wird und somit doppelt vorhanden ist. Die Produktionsnotizen und die Biografien der drei Darsteller sind Texttafeln, die nochmals einige Details verraten. Zum Schluss gibt es natürlich noch den Kinotrailer und eine Trailershow für andere Titel aus dem Hause Kinowelt.
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Fazit
Nach der unsagbar schlechten DVD aus dem Hause MCP bringt Kinowelt nun Deutschlands Antwort auf Interner Link"Indiana Jones" endlich in einer würdigen Veröffentlichung für das heimische Wohnzimmer. Im Gegensatz zu "Indiana Jones" wird bei "Cascadeur" nicht im Dschungel, der Wüste oder an einem anderen entfernten Ort nach einer Reliquie gesucht, hier bietet eine Großstadt in Deutschland den Ort der Handlung. Es ist schlicht eine gute Idee, den Schatz quasi vor die heimische Tür zu legen. Dazu gibt es noch Stunts, wie sie eigentlich nur aus Hollywood kommen können. Dies zu verdanken hat man dem hauptberuflichen Stuntman Hardy Martins ("So weit die Füße tragen"), der für diesen Film der Verantwortliche war und neben der Regie noch produzierte und die Hauptrolle übernahm. So vergehen nach der anfänglichen Einführung der Personen keine 3 Minuten ohne dass Action angesagt ist. Etwas darunter zu leiden hat die Logik, die ein paar Löcher aufzuweisen hat und ein paar direkte Anschlussfehler. Aber dies ist man ja aus amerikanischen Großproduktionen ebenso gewöhnt. Hinzu kommt eine gehörige Portion Wortwitz - ob diese immer so gewollt ist oder nur so überzogen wirkt, lassen wir mal außen vor - die zusätzlich für die nötige Stimmung sorgt. So begeben sich dann die beiden Hauptdarsteller Regula Grauwiller und Hardy Martins auf die Suche nach dem größten Kunstschatz der deutschen Geschichte, dem Bernsteinzimmer. Über dieses Zimmer ranken sich ja einige Geschichten und Vermutungen und so ist die Auflösung des Films mit seiner Interpretation durchaus gelungen, wenn aber auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Als Gegenspieler wurde Heiner Lauterbach engagiert, was definitiv kein Fehler war, da er seine Rolle als fieser Doppelagent perfekt rüberbringen kann. Weniger gut wurden die Nebenrollen besetzt, was insbesondere beim großen Charles Régnier und Eckhard Preuß auffällt. Wobei man bei Régnier ganz klar sagen sollte, dass der Mann nicht mehr bei bester Gesundheit war und wenige Jahre später verstarb. Visuell ist das ganze dann auch recht beeindruckend, da gerade in den Actionsequenzen eine gelungene Atmosphäre durch Kameramann Markus Fraunholz eingefangen wurde, wie man sie eigentlich nur von Filmen aus dem Ausland kennt. Auch der Soundtrack passt sich dem Optischen perfekt an und so wird ein gutes Gesamtkonzept mit kleineren Mängeln abgeliefert. Man bekommt also mit "Cascadeur" einen guten Action- und Abenteuerfilm präsentiert mit einem (beabsichtigten?) Hang zum Trashfilm, der sichtlich Spaß beim Ansehen macht, aber keine große Anforderung an das Gehirn stellt.

Wie im Anfangssatz schon bemerkt sollte man der DVD von Kinowelt den direkten Vorzug geben, da sie technisch der MCP deutlich überlegen ist. Qualitativ ist der Ton zwar nicht vollends zufriedenstellend, aber allein das anamorphe Bild berechtigt einen Neukauf, sollte man die erste Auflage schon besitzen. Im Bonusbereich wurde ordentlich zugelegt und es gibt Interessantes zu erfahren.



Bilder der DVD




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