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ESP 2003
Originaltitel:Deadhunter: Sevillian Zombies
Länge:73:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Juliàn Lara
Buch:Juliàn Lara
Kamera:Daniel Ordóñez
Musik:A. Maidero
SFX:Juliàn Lara
Darsteller:Beatriz Mateo, María Miñagorri, Julián Lara, Dan Liaño, José Manuel Gómez, Jesús Gallardo, David Ruz, José Pedro Gil, Carlos Asensio, Darío Herrero, Lloyd Kaufman
Vertrieb:Screen Power
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.05.2005 (Verleih) / 09.06.2005 (Kauf)



Inhalt
In der spanischen Stadt Sevilla treiben Zombies ihr Unwesen. Die Spezialeinheit "Deadhunter" wird vom Vatikan nach Sevilla beordert, um die Zombies auszurotten, die Stadt zu säubern und wieder sicher zu machen. Es gibt nur ein gewaltiges Problem: Die alljährliche Messe steht kurz bevor und die Menschenmassen wären ein Festmahl für die Untoten. Obwohl der Bürgermeister der Stadt um die Gefahr weiß, will er die Messe um jeden Preis stattfinden lassen. Die Bewohner Sevillas können nur hoffen und beten, dass die "Deadhunters" die Stadt rechtzeitig wieder unter Kontrolle bringen. Ein Wettlauf auf Leben und Tod tausender Unschuldiger beginnt ...

Bild
Format1,78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Bild kann wirklich nicht ernst gemeint sein, oder? Was man hier zu sehen bekommt, ist schlichtweg eine Frechheit. Der ganze Film wirkt sehr unscharf, so dass man gerade bei schnellen Kameraschwenks öfters Probleme bekommt etwas wie Details auszumachen. Die Farben wirken sehr unnatürlich und wechselhaft. Der Kontrast, wenn man überhaupt davon reden kann, überzeugt weder in hellen noch in dunklen Bereichen. Hierzu gesellt sich ein immer währendes Rauschen im Bild. Obwohl man hier eine Amateur-Low-Budget-Produktion drehte, hätte man etwas mehr Sorgfalt walten lassen können. Für eine Produktion von 2003 ist das Bild eine große Frechheit.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1 (Upmix)
SpracheDeutsch, Spanisch
Untertitel-
 Vom Originalton kann man direkt die Finger lassen, selbst wenn man der spanischen Sprache mächtig ist. Eher selten ist ein ganzer Satz zu verstehen. Dies liegt daran, dass man den originalen Kameraton verwendet hat ohne ihn zu bearbeiten. Die deutschen Tonausgaben sind zwar verständlich, können aber ebenfalls nicht überzeugen. Dies liegt an den teilweise unmotivierten Synchronsprechern und der Abmischung. Bei der 5.1-Variante bekommt man nur einen unnötigen Upmix vors Ohr und die Stereoversion ist recht leise abgemischt. Alles klingt irgendwie steril und kraftlos. Rauchen ist ständig vorhanden, wird aber durch die Heavy Metal-Musik stellenweise übertönt. Mit gutem Willen und aufgrund der vorhandenen Sprachverständlichkeit in der Synchronisation kann sich der Ton in das Mittelfeld retten, aber mit einer deutlichen Tendenz nach unten.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:07 Min.)
  • Vorwort von Lloyd Kaufman (0:35 Min.)
  • Bilder der Premiere (3:38 Min.)
  • Soundtrackauszug
  • Trailershow:
    • Death: Download (1:49 Min.)
    • Plaga Zombie - Zona Mutante (0:36 Min.)
    • Choking Hazard (0:32 Min.)
    • Limited Games (1:29 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Beste am Bonusmaterial ist wirklich die Trailershow die mit interessanten Titeln aus dem Low Budget-Bereich auf sich aufmerksam macht. Das Vorwort von Troma-Chef Lloyd Kaufman kann nicht sein ernst gewesen sein oder er wurde gut dafür bezahlt, was ich aber nicht glaube, da sicher kein Geld mehr zur Verfügung stand, oder man hat ihm die Rechte für diesen Film geschenkt. Die Bilder der Premiere sind lieblose Szenen des Eingangsbereichs des Kinos, in dem Menschen kommen und gehen. Die meisten werden wohl in einen anderen Film gegangen sein. Abschließend gibt es noch den Trailer des Films, der das ganze in verträglichen 35 Sekunden erzählt und 2 Titel aus dem Soundtrack. Die auf dem Backcover angegebenen Filmografien sind nicht auf der DVD vorhanden.
 +-----

Fazit
Es gibt gute Filme, es gibt schlechte Filme und es gibt "Deadhunter: Sevillian Zombie", der laut Covertext Interner Link"Resident Evil" das Wasser reichen kann. Das ich nicht lache. Eigentlich geh ich unvoreingenommen an einen Film ran, da meine Devise lautet "Jeder Film hat seine Daseinsberechtigung". Nach der Sichtung von "Deadhunter" muss ich gestehen, dass ich mir das doch noch mal gut überlegen sollte. Dieser Film ist einfach gesagt ein Nichts. Jeder deutsche Amateur-Wald- und Wiesen-Slatterfilm hat deutlich mehr Potential als das, was man uns hier vorsetzt. Selbst als Trashfilm, den man sich in gemütlicher Runde mit Freunden zu Gemüte führen kann, taugt er nicht. Aber der Reihe nach. "Deadhunter" ist ein Amateurfilm des Spaniers Juliàn Lara, der mit sehr wenig Budget gedreht wurde. Dies sieht man ihm nur zu deutlich an. Die gesamte Inszenierung ist einfach nur schlecht. Die Effekte sind ein ganz großer Witz, anders kann man das Gesehene nicht beschreiben, denn die Zombies wurden entweder mit Wasserfarbe angemalt oder man setzte den Darstellern einfach nur eine Halloween-Maske auf. Wenn jemand erschossen wird, gibt es kein Lauffeuer aus den Plastikgewehren oder Pistolen, man wedelt nur schnell hin und her, damit der Druck des Schusses zur Geltung kommt. Hinzu kommt der Film technische Aspekt, der ebenfalls unterste Kanone ist, denn Kameraarbeit und Schnitt lassen mehr als zu wünschen übrig. Kommen wir zu den Darstellern, die das Team der Deadhunter darstellen. Und wieder kann man nur sagen: grauenhaft. Die Leistung ist dermaßen schlecht und die Rollen absolut fehlbesetzt; so etwas gab es schon lange nicht mehr. Der Gang zum Arbeitsamt wäre in Deutschland vorprogrammiert. Warum sich Lloyd Kaufman für solchen Murks hergegeben hat, bleibt mir ein Rätsel, auch wenn seine Rolle gerade mal 6 Sekunden dauert. Aber damit dürfte der Beweis erbracht sein, dass er sich für nichts zu schade ist. Ein Film von Dilettanten gemacht, um zu beweisen, dass man nichts kann.

Und wie es sich für einen beschissenen Film gehört, wurde die Umsetzung der DVD ebenfalls sehr schlecht ausgeführt. Bildqualität ist unterstes Niveau, der Ton geht in der deutschen Synchronisation noch so eben und das Bonusmaterial ist so interessant wie ein eingewachsener Fingernagel. Beschämend für eine Produktion von 2003. Selbst die Leihgebühren in der Videothek sind für dieses filmische Debakel noch zu viel Geld. Hier heißt es wirklich: Finger weg.



Bilder der DVD




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