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IT 2003
Originaltitel:Red Riding Hood
Länge:89:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Giacomo Cimini
Buch:Ovidio G. Assonitis, Andrew Benker
Kamera:Roberto Benvenuti, Sergio Salvati
Musik:Alessandro Molinari
SFX:Marta Roggero
Darsteller:Kathleen Archebald, Susanna Satta, Roberto Purvis, Marco Fiorini, Justine Powell, Iaon Gunn, Antonella Salvucci, Remo Remotti, Fabio Sonnino, Simone Dipascasio, Marialuisa Tadei, Serena Alfieri
Vertrieb:Ascot Elite / McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.11.2006 (Verleih) / 21.12.2006 (Kauf)



Inhalt
"Red Riding Hood" erzählt die Geschichte von Jenny, die sich mit einem Mann in Wolfsmaske aufmacht, um seelisch bankrotten Menschen den Garaus zu machen. Diebe, Lügner und Betrüger, keiner hat vor der kleinen Göre und seinem merkwürdigem Kumpel Schutz. Doch eines Tages kommt die Großmutter und will ihre von den Eltern verlassene Enkelin mit nach New York nehmen. Doch so leicht lässt sich Jenny nicht von ihrem Tatendrang abringen und bringt selbst die Großmutter unter ihre Gewalt ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Kontrast wurde sehr hart gewählt und neigt in hellen Flächen des Öfteren zu leichten Überstrahlungen. Dafür bekommen wir einen satten Schwarzwert, sowie sehr kräftige Farben geboten. Leider ist die Schärfe nur durchschnittlich und lässt den anamorphen Transfer etwas weich und detailarm erscheinen. Hier wurde eindeutig mit Rauschfiltern gearbeitet, welche in Bewegungen leider zu deutlichen Unschärfen führen. Zwar bekommen wir nur noch selten Bildrauschen zu sehen, doch gerade eine ausgewogene Detailschärfe hätte den Transfer aufgewertet. In dunklen Szenen zeigt sich das Bild Produktionsbedingt jedoch sehr grobkörnig und die Konturen sind sehr schwammig und lassen keinerlei Plastizität zu. Die Vorlage an sich ist sehr sauber und zeigt keinerlei Defekte oder Störungen. Dafür arbeiten die Kompressionen zwar recht ordentlich, zeigen hin und wieder aber leichte Blockbildung. In einigen Szenen wirkt es störend, dass wenn im Original Italienisch gesprochen wird (was bei der deutschen Synchronisation nicht berücksichtig wurde), fest eingebrannte englische Untertitel im Bild auftauchen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche 5.1-Spur bietet leider keinerlei Raumklang und sorgt lediglich für eine etwas dünne, aber gut verständliche Front. Wenn man sich auf die Rears konzentriert merkt man, dass die Stereofront auf die Effektkanäle gelegt wurde und die Dialoge, sowie Musik und Geräusche zugleich aus den Effektlautsprechern kommen. Das bietet keinerlei Vorteile, wurde aber dezent genug abgemischt, dass lediglich in Schock- und Action-Momenten wirklich etwas aus den Rückkanälen wahrzunehmen ist. Aber wir können von Glück sagen, dass wir noch so glimpflich davon gekommen sind, denn der englische Dolby 5.1-Mix, der neben der unspektakulären Stereospur vorliegt, bietet ebenfalls nur ein splitted Upmix, diesmal aber der übelsten Sorte. Die komplette Front hallt sehr laut aus den Rears, wodurch man einen Echoeffekt bekommt und das gesamte Klangbild sehr unnatürlich wirkt. Zudem verzerren die Stimmen im Hochtonbereich und wirken recht kratzig und dumpf. Hier kann man also getrost die Finger von lassen. Optional gibt es jedoch noch deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer (0:58 Min.)
  • Trailer zu weiteren Filmen:
    • Subhuman (1:47 Min.)
    • Corpses (1:36 Min.)
    • Dr. Chopper (1:47 Min.)
    • Scarecrow Gone Wild (1:51 Min.)
    • Skinned Deep (1:58 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mehr als den Original-Trailer und eine Trailershow mit weiteren Highlights aus dem Atomik-Films-Programm finden wir hier leider nicht. Die auf den Cover angebene Fotogalerie ist nicht vorhanden. Sehr schade.
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Fazit
Wir kennen es alle, das Märchen vom Rotkäppchen, dem liebevollen Mädchen, das seine Großmutter besucht und dort angekommen auf den großen, bösen Wolf stößt. Jedes Kind kennt und liebt diese Geschichte und schon viele Variationen hat es davon gegeben. Mit "Red Riding Hood" kriegen wir es nun mit einer ganz dunklen Version des Märchens zu tun, zumindest im weitesten Sinne. Herausgekommen ist dabei ein akzeptabel unterhaltsames Slasherfilmchen (bzw. Giallo, der italienischen Machart dieses Genres), das gefallen kann.
Schon die Inhaltsangabe lässt vermuten, dass der Zuschauer es hier nicht mit einem handelsüblichen Horrorfilm zu tun bekommt. Nein, "Red Riding Hood" ist sogar mal ein Giallo von der kreativen Sorte. Er nimmt sich ein altbekanntes Märchen als nettes Umfeld und wandelt es so ab, dass der Horrorfreak nur so seine Freude daran haben kann. Wenn auch unterm Strich nur äußerst wenig vom eigentlichen "Rotkäppchen" übrig bleibt, so sind die Referenzen, die mitunter herrlich auf die Spitze getrieben werden, doch kaum zu übersehen. Vor allem aber die Idee, dass die Figur des ach so unschuldigen Mädchens mit dem bösen Wolf hier gemeinsame Sache macht, ist mehr als gelungen, auch wenn es hier kein Tier ist, was durch die Gegend metzelt, sondern eine Person im Wolfskostüm. Schräg, mitunter herrlich absurd, hier und da sogar versucht sozialkritisch und eben wirklich so richtig schön böse, das ist "Red Riding Hood". Dabei bietet der Film vor allem eine Mischung aus blutigem Horror und pechschwarzem Humor. Zum Schmunzeln regt der Streifen vor allem immer dann an, wenn Jenny ihre bösen Sprüche loslässt und sich die Gesetze des Miteinanders so zurechtdreht, wie sie es für richtig hält. Auch wenn es mitunter schon ein wirklich dreckiger Humor sein muss, den man haben sollte, um hier und da ins Schmunzeln zu geraten, so sind die Lacher doch spürbar gewollt.
Viel mehr Punkte gehen insgesamt aber dennoch auf die Seite des Horrorparts. Denn "Red Riding Hood" ist nicht nur blutig, sondern auch schön atmosphärisch ausgefallen und bietet vor allem in seinen Nachtszenen so einiges an Gänsehaut. Dafür funktioniert die Ausleuchtung der Sets einfach prächtig und die Kameraführung schlägt mitunter einige wirklich unerwartete, aber mehr als passende Haken. Dazu natürlich die Zusammensetzung der einzelnen Farbkonstruktionen. Rote Handschuhe und rote Stiefel über dem sonst pechschwarzen Mantel gezogen wirken halt doch irgendwie beängstigend gut. Dazu kommen dann noch die einfallsreichen und ebenfalls überzeugend abgefilmten Blutszenen, die die KJ-Freigabe mehr als gerechtfertigen und beim geneigten Publikum ebenfalls für Zustimmung sorgen dürften. Ein weiteres Standbein zum Gelingen dieses kleinen Films ist dann aber noch Hauptdarstellerin Susanna Satta, die hier mit ihren jungen Jahren eine so eiskalte Performance ablegt, dass man ihr nach Filmansicht im wirklichen Leben nie mehr auf der Straße begegnen möchte. Egal ob es das schauderhafte Grinsen oder eben die wirklich beängstigend gute Interaktion ihrerseits beim Ausführen der wirklich bösen Taten der Hauptfigur ist, sie schafft es eine rundum gelungene Arbeit abzulegen, die man sich von Kinderdarstellern sonst nur wünschen kann. Aber auch der Rest des Casts geht soweit in Ordnung.

Böse, Böser, "Red Riding Hood". Die laut DVD-Cover, "dunkle Seite von Rotkäppchen" entpuppt sich als gelungene italienische Slasher-Mär, die nicht nur mit einer atmosphärischen Inszenierung und blutigen Morden überzeugen kann, sondern diesmal auch in Sachen Story so einige Ideen auf Lager hat. Dazu eine exzellente Hauptdarstellerin, die ihren bitterbösen Part wirklich exzellent zur Schau stellt. Des weiteren einige pechschwarze Humorspitzen und die Giallofans dürften wirklich rundum zufrieden sein. Bitte mehr davon! Die DVD bietet eine überdurchschnittliche Bildqualität, aber leider einen unzufriedenstellenden deutschen und vor allem englischen Ton. Das Fehlen von Extras wertet die Disc alles andere als auf.



Bilder der DVD




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