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AUS 2005
Originaltitel:Feed
Alternativtitel:Feed - Friss und stirb!
aka. Feed - Friss und stirb - der Fetisch Thriller!
Länge:96:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Brett Leonard
Buch:Kieran Galvin
Kamera:Steve Arnold
Musik:Gregg Leonard, Geoff Michael
Darsteller:Alex O'Loughlin, Patrick Thompson, Gabby Millgate, Jack Thompson, Rose Ashton, Matthew Le Nevez, David Field, Sherly Sulaiman, Marika Aubrey, Adam Hunt, Nicholas Coghlan, Yure Covich
Vertrieb:Ascot Elite / McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:07.02.2006 (Verleih) / 23.03.2006 (Kauf)



Inhalt
Phillip ist der beste Cybercrime-Ermittler Australiens. Keiner fahndet besser in den dunklen Ecken des Internets nach illegalen Pornos und Pädophilen. Eines Tages stößt er per mysteriöser Website auf die abstoßende Welt der Fetterotik, eine sexuelle Subkultur, in der dünne Männer ("Feeders") nach extrem übergewichtigen Frauen ("Gainers") lüstern. Doch einer dieser "Feeder" geht zu weit, viel zu weit ... Auf sich allein gestellt, reist Phillip in die USA, um den perversen Fett-Fetischisten dingfest zu machen, bevor noch weitere Frauen sterben müssen. Was er dort entdecken wird, sprengt jede Vorstellungskraft ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Sehr deftige Rot- und Gelbfilter liegen über dem anamorphen Bild und verfälschen die Natürlichkeit. Somit wird dem Bild dauerhaft eine sehr eigene Note mitgegeben, aber leider auch einige Probleme. Es gehört auch dazu, dass der Kontrast angezogen wurde, so dass schattige Bereiche überbordende Ausmaße annehmen und nicht wenige Szenen einen finstren Anstrich bekommen haben. Bei all der Filterung kommt es zur dezenten Abschwächung der Details. Man spürt förmlich, dass die farbliche Überlagerung nicht mehr Schärfe zulässt. Trotzdem ist die Auflösung des Bildes mindestens immer gut, stellenweise sogar feingliedrig, wie man es von einem aktuellen Titel auf DVD erwartet. Andererseits fallen hin und wieder Kompressionsprobleme in Form von Verpixelungen oder hintergründigem Blockrauschen auf, die dem guten Eindruck etwas zusetzen. Rauschen existiert nur in geringer Form bzw. in Bewegungen. Einige Aufnahmen, die eine Videokamera simulieren sollen, sehen auch dementsprechend verfremdet aus.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 , Dolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Bitte keine dicken Effektorgien erwarten, dafür wird etwas zu wenig geboten. Stattdessen ist die Akustik erstaunlich klar und präzise und wird auf den hinteren Lautsprechern von Musikeinspielungen unterstützt. Diese lockern den sonst etwas frontlastigen Klang ordentlich auf und besitzen einen angenehmen Basslevel. An Surround fähigen Einlagen bietet der Film eh nicht viel, deswegen dürfen wir hiermit schon sehr zufrieden sein.
Der englische Dolby Digital Mix unterscheidet sich kaum vom deutschen Pendant und lediglich die Stimmen wirken etwas natürlicher, insgesamt aber auch etwas leiser als in der deutschen Fassung. Die beiden Stereospuren hätten mal wieder nicht sein müssen und bieten keinerlei nennenswerte Eigenschaften. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Original-Trailer (1:23 Min.)
  • Behind the Scenes - Fat Suit Produktion (16:29 Min.)
  • Fake Marketing Spots / Fun behind the Scenes (6:40 Min.)
  • Interview mit Regisseur Brett Leonard (7:36 Min.)
  • Slideshow (27 Bilder)
  • Trailershow:
    • Shutter (2:22 Min.)
    • Smashing Machine (2:14 Min.)
    • Bugs (0:57 Min.)
    • Cool Waves (1:22 Min.)
    • Poolhall Junkies (2:10 Min.)
    • Ein Mann für geheime Stunden (2:27 Min.)
    • Party Monster (1:57 Min.)
    • City of Men (3:42 Min.)
    • Intermission (2:13 Min.)
    • Elvis Has Left the Building (1:31 Min.)
    • Terkel in Trouble (2:07 Min.)
    • Hooligans (1:45 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben der obliatorischen Traiershow, einer Bilderglerie, sowie dem deuschen Kinotrailer findet sich hier noch ein sehenswertes "Behind the Scenes - Fat Suit Produktion"-Featurette mit einer Laufzeit von knapp 17 Minuten auf DVD. Zu sehen ist die Entstehung des "Fat Suit", also dem Anzug, der die Darstellerin zur stark übergewichtigen Figur werden lässt, und die erste Anprobe. Davon hätte wir gerne mehr gesehen, vor allem die weitere Make-Up-Arbeit. Schade.
Unter "Fake Marketing Spots & Fun behind the Scenes" befinden sich knapp sieben Minuten lang Blicke hinter die Kulissen zu "Feed", wo in der Drehpause einige "fake" Werbespots, nur des Spaßes halber aufgenommen werden. Zum Schluss gibt es noch ein 8minütiges Interview mit dem Regisseur, bei dem deutsche Untertitel fest eingebrannt wurden.
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Fazit
Endlich ein Film, der mit dem Schlankheitswahn abrechnet - nur zum Frühstück passt er nicht. Denn "Feed" tut konsequent weh, entweder im Magen, wenn man der unmenschlichen Fütterung beiwohnt, bei der ein psychopathischer Sunnyboy sein devotes, längst völlig abhängig gemachtes Versuchsobjekt bis zur völligen Verfettung mästet. Oder auch im Kopf, wenn sich der gefühlsmäßig aufgeriebene Polizist daran versucht, jenem Perversen das Handwerk zu legen. Leider verläuft das nicht so einfach, da es keine Opfer gibt, daher auch keine Täter. Einem derartigen Verbrechen steht der auf eigene Faust ermittelnde Phillip völlig machtlos gegenüber, denn egal, an wen er sich wendet, er trifft auf Ignoranz oder völlige Verblendung, die psychologischen, aber auch religiösen Motiven entspringt. Diese Hilflosigkeit spiegelt sich auch in seinem eigenen Liebesleben wieder: Der Ermittler in Sachen Internet-Abartigkeiten trifft zuhause auf seine nymphomane Lebensgefährtin, die eine reichlich seltsame und brüchige Restbeziehung zu ihm aufrechterhält.
Abgesehen von diesen psychologischen Zerreißproben, die jegliche Form von Normalität auf den Kopf stellen, gelingen "Feed" einige wirklich widerliche Aufnahmen, die ohne einen Tropfen Blut auskommen. Wie eine Weihnachtsgans presst der "Feeder" die Nahrung in seine vermeintlich Geliebte hinein, füttert sie gar mit dem abgesaugten Fett seines vorangegangenen Opfers, bis die bereits Bewegungsunfähige sich fast an ihrer Nahrung erbricht. Leid und Lust sind in diesen Szenen unheimlich nah beieinander, plausibel gespielt und deswegen so erschreckend. Etwas seltsam mag der Auftakt erscheinen, bei dem unser Cop in Deutschland mitten in den Fall "Rothenburg" stürzt, aber er gibt die Richtung von "Feed" vor, der einige wirkliche kranke Ideen zu bieten hat, die interessante Schlüsse auf die Wesenszüge des Menschen aufzeigen und trotz geringem Gewaltgehalt unglaublich brutal auf den Zuschauer wirken. In meinen Augen ein Geheimtipp, bei dem alles stimmt - nur all die Coversongs bei der musikalischen Untermalung nerven ein wenig.

Die DVD bietet eine solide Bild- und Tonqualität. Lediglich bei Bonusmaterial hätte man ruhig etwas spendabler sein dürfen. Dafür sind die DVD-Menüs schön animiert und die vorliegende 18er Fassung ist völlig ungekürzt.



Bilder der DVD




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