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D 1967
Originaltitel:Schlangengrube und das Pendel, Die
Alternativtitel:Blood Demon, The
aka. Castle of the Walking Dead Pendulum
aka. Snake Pit and the Pendulum, The
aka. Snake Pit, The
aka. Torture Chamber of Dr. Sadism, The
aka. Torture Room, The
Länge:79:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Harald Reinl
Buch:Manfred R. Köhler nach einer Geschichte von Edgar Allan Poe
Kamera:Ernst W. Kalinke, Dieter Liphardt
Musik:Peter Thomas
SFX:Erwin Lange, Theo Nischwitz
Darsteller:Lex Barker, Christopher Lee, Karin Dor, Carl Lange, Vladimir Medar, Christiane Rücker, Dieter Eppler
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.11.2005 (Kauf)



Inhalt
Im Jahre 1801 wird Graf Regula wegen Mordes an zwölf Jungfrauen gevierteilt. Viele Jahre später erhält der Advokat Roger Mont-Elise und die attraktive Baronesse Lilian eine Einladung in das verrufene Sandertal. Die Fahrt durch gespenstische Wälder führt sie direkt in die Ruinen des Schlosses von Graf Regula und dessen Folterkammer. Noch kann niemand ahnen, dass hier die Wiederbelebung des Grafen vorbereitet wird, doch dafür braucht dieser noch das Blut einer dreizehnten Jungfrau ...

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier hat die e-m-s versucht, das Bestmögliche aus dem vorhandenen Material herauszuholen und spendieren uns Harald Reinls Klassiker in einer anamorphen Abtastung, welche altersbedingt mit einigen Mängeln zu kämpfen hat.
Zu allererst wäre hier die Schärfe zu bemängeln, welche meist leider schwach ausgefallen ist und vor allem in Totalen und Halbtotalen sehr detailarm und teilweise sogar richtig unscharf erscheint. Das liegt unter anderen am eingesetzten Rauschfilter, welcher ganze Arbeit leistet, nur selten noch dezentes Bildrauschen offenbart, dafür aber starke Einbußen in puncto Detailschärfe mit sich bringt. Zudem wirken die Konturen meist sehr schwammig und der Kontrast wirkt teilweise sehr steil, wartet aber mit einem soliden Schwarzwert auf, welcher in dunklen Szenen meist noch alle nötigen Details offenbart. Die Farben sind dem Alter entsprechend und geben sich sehr satt und kräftig. Störend hingegen ist das leichte Ruckeln bei schnellen Kameraschwenks. Die Kompressionen arbeiten sehr sauber und zeigen keinerlei Artefaktebildung. Der Transfer wurde bis auf wenige Ausnahmen sehr schön restauriert und zeigt nur selten Defekte und Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monoton bleibt stets gut verständlich, auch wenn er im Hochtonbereich etwas verzerrt und etwas zu spitz wirkt. Hin und wieder gibt es altersbedingte Tonschwankungen, welche aber kaum ins Gewicht fallen. Dafür werden Geräusche und auch die Musik sehr schön wiedergeben, was man von der englischen Monospur nicht behaupten kann. Diese wirkt sehr dumpf und kratzig. Auch die Umgebungsgeräusche werden sehr verhalten wiedergegeben und sind teilweise gar nicht richtig zu hören. Hier sollte man also beim deutschen Ton bleiben, allein schon aus Nostalgiegründen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • 8-seitiges Booklet
  • Fernsehberichte:
    • "Ein Grusical wird gedreht" WDR / 1967, s/w (2:40 Min.)
    • "Neues vom Film" ZDF / 1967 s/w (3:50 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (3:04 Min.)
  • Super 8-Fassungen:
    • 1. Das Todespendel - Burg des Grauens (15:40 Min.)
    • 2. Die Schlangengrube des Grafen Dracula (15:21 Min.)
  • Audiointerview mit Karin Dor von 2001 (39:54 Min.)
  • Bildergalerien:
    • Aushangfotos (25 Bilder)
    • Poster (11 Bilder)
    • Pressematerial (11 Bilder)
    • Diverses (14 Bilder)
  • Bio- und Filmographien:
    • Lex Barker
    • Christopher Lee
    • Karin Dor
    • Harald Reinl
  • Weitere DVDs:
    • The Blob (2:16 Min.)
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:26 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben den üblichen Featurettes wie Bio- und Filmografien, einer Trailershow, dem deutschen Kinotrailer, sowie einer umfangreiche Bildergalerie spendiert man uns noch zwei Super 8-Fassungen des Filmes, welche jeweils knapp 15 Minuten laufen und in Die Schlangengrube des Grafen Dracula und Die Burg des Grauens umbenannt wurde. Desweiteren gibt es zwei knapp 3minütige Fernsehenberichte über die Dreharbeiten des ersten deutschen Horrorfilms der neuen Welle, welche 1967 im WDR und ZDF gezeigt wurden.
Das Herzstück ist ohne Zweifel aber das knapp 40minütige Audio-Interview mit Karin Dor aus dem Jahre 2001. Leider wurde es damals nur mit einem Diktiergerät aufgezeichnet, wodurch die Tonqualität mitunter etwas schlecht ist, aber stets verständlich bleibt. Im beiligenden 8seitigen Booklet gibt es noch weitere Informationen zum Film.
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Fazit
Die Welle des gotischen Horrorfilms ebbte gerade ab, da wollte man in Deutschland noch eine weitere schlagen und so sollte "Die Schlangengrube und das Pendel" nur der Auftakt zu einer Reihe sein, die den deutschen Horrorfilm reanimieren sollten. Leider misslang dies, solche Filme waren kurz nach Produktionsschluss kaum noch mehr gefragt und der Film zumindest finanziell ein Misserfolg. Der Funke wollte einfach nicht so richtig überspringen, dabei waren die Produktionsbedingungen recht gut: Regisseur Harald Reindl hatte sich bereits mit einigen Edgar Wallace- und Karl May-Streifen einen Namen gemacht, der bekannte Horrorfilmstar Christopher Lee durfte auch hier wieder den Bösewicht spielen; Zugpferde weiterhin die Hauptdarsteller Lex Barker und Karin Dor, welche damals auch sehr gefragt waren und das Ensemble abrundeten. Nein, an den Darstellern lag es wahrhaft nicht, wenn "Die Schlangengrube und das Pendel" auch mehr ein Film ist, der von seinen Kulissen und Bildern lebt denn von den Darstellern - und visuell reicht "Die Schlangengrube und das Pendel" an die alten Klassiker durchaus ran.
Ein "Problem" waren vielleicht die Darsteller: diese agieren zwar passabel, ein Schmunzeln ließe sich ob der darstellerischen Leistungen aber damals schon kaum unterdrücken. Ein gewisser naiver Charme durchzieht so manches: sei es der hasenfüßige Kutscher, der lauthals polternde Priester (witzig: der Kroate Vladimir Jedar) oder aber auch der Blutwald! Herrlich, da durchfahren sie einen Wald, wo in Bäumen überall abgetrennte Körperteile herumliegen, in einem anderen Abschnitt hängen Gehängte von den Bäumen und visuell sieht das ganze so richtig schön abgefahren aus - so etwas vermutet man als letztes in einem deutschen Film.
Trotz dieser "blutrünstigen" Details ist der Film aber eher gewaltarm, die heutige FSK12-Freigabe sagt schon einiges. Aber lieber solch ein altmodischer Gruselfilm als ein zeitgenössischer Effektfilm ohne Seele. Gut, aus der "Schlangengrube und das Pendel"-Thematik hätte man ein wenig mehr rausholen können. Wie bei allen Filmen, die diese Motive aus der Geschichte von E.A. Poe aufgreifen, ist von deren Ursprung noch kaum was übrig. Auch die Anfangsszene mit der Maske ist sichtlich eine Hommage an Interner Link"Die Stunde wenn Dracula kommt", Versatzstücke wie die Kutschfahrt oder das Gruselschloss bekannt aus anderen gotischen Horrorfilmen; unabdingbar und nicht störend, da die visuellen Merkmale solcher Filme auch hier wieder gut eingefangen wurden und die Stärke des bunten Filmes ausmachen. Bedingt durch die naive und altmodische Inszenierung kommt Spannung hier nur leidlich auf, gruselig wird es trotz rumlauernder Geier oder Hieronymus Bosch anmutenden Gemälden kaum, unterhalten wird man jedoch fast durchgängig. Wenn sich der Anfang auch etwas zieht - auf jeden Fall den meisten heut stereotypen Möchtegern-Horrorfilmen vorzuziehen!

Sehr schön umgesetzte DVD des deutschen Horrorklassikers. Altersbedingte Schwächen in Bild und Ton trüben das Gesamtbild in keinem Moment und die Extras sind in Anbetracht des Alters mehr als ausreichend. Zudem erscheint die DVD in einem edlen Schuber. Pflichtkauf für alle Fans von Gothic-Horrorfilmen der 60er/70er Jahre.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Schlangengrube und das Pendel, Die
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