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USA 2005
Originaltitel:Animal
Länge:93:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David J. Burke
Buch:David C. Johnson, Ving Rhames
Kamera:P.J. López
Musik:Chris Thomas King
SFX:Charlie Bonilla
Darsteller:Ving Rhames, Junior Alvarez, Rafa Alvarez, Jim Brown, Black Child, César Farrait, Carlos Esteban Fonseca, John Garcia, Norman Grant, Taraji P. Henson, Alfredo Herger, Hunter Howard, Chazz Palminteri, Terrence Howard, Paula Jai Parker
Vertrieb:Koch Media / Bronson
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.12.2006 (Verleih) / 23.02.2007 (Kauf)



Inhalt
Sträfling James "Animal" Allen ist die Inkarnation eines gewaltverherrlichenden, menschen-verachtenden Wesens. Dennoch gelingt es seinem Mithäftling Berwell (Jim Brown) dem hartgesottenen Kriminellen eine andere Seite des Lebens aufzuzeigen. Geläutert verlässt er nach Jahren das Gefängnis. Außerhalb der Gefängnismauern jedoch sieht die Welt ganz anders aus, denn er stellt fest, dass sein Sohn Darius (Terrence Howard) zwischenzeitlich in seine Fußstapfen getreten ist. Allens' Bemühungen, ihn davon zu überzeugen, dass er einen falschen Weg eingeschlagen hat, scheinen vergebens zu sein.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der auf Digital-Video gedrehte Film zeigt einige Mängel, welche teilweise zwar den dokumentarischen Ton des Films unterstreichen, das Bild aber nur unnötig schlechter machen. Die Schärfe ist unterdurchschnittlich, offenbart in vielen Sequenzen keinerlei Detailzeichnung und der gesamte Transfer wirkt sehr weichgewaschen, teilweise sogar extrem unscharf. Zudem trüben der schwache Kontrast und die blassen Farben den Sehgenuss ungemein. In dunklen Szenen sind kaum noch Details zu erkennen und das ewige Wechseln von sauberen, bis hin zu ausgefransten und unscharfen Konturen nervt irgendwann gewaltig. Zudem fällt je nach Sequenz ein extrem starkes Bildrauschen auf, was aber am Material liegt, worauf gedreht wurde. Die Kompressionen zeigen zudem Blockrauschen und leichte Anzeichen von Artefaktebilung. Leider wirklich alles andere als gut, Stilmittel hin, Stilmittel her. Defekte und Verschmutzungen sind keine vorhanden.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1 , DTS 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Brauchen wir unbedingt fünf verschiedene Tonspuren? Mit Sicherheit nicht, vor allem da hier nötige Speicherkapazität flöten geht. Somit sollte man endlich aufhören, neben der meist sowieso überflüssigen DTS-Spur auch noch Surround und Stereo Tracks beizupacken. Das macht nur Sinn, wenn man als Studio selbst der Meinung ist, dass die Digitalspuren nichts taugen. Doch kommen wir nun zum deutschen 5.1-Mix. Wie nicht anders zu erwarten ist dieser sehr frontlastig ausgefallen, was kein Wunder ist, bietet "Animal" doch nur äußerst selten Potenzial für mehr. Somit dürfen lediglich der Score und ein paar Umgebungsgeräusche ganz dezent aus den Rears hallen. Die Front wirkt dafür stets gut verständlich, aber insgesamt etwas gedrungen. Der Subwoofer darf zudem beim Musikeinsatz für etwas Beistand sorgen und irgendwie klingt das ganze mehr nach einer Stereofront als nach einem Dolby Digital 5.1 Track. Die DTS-Spur bietet den Vorteil, dass sie lauter und vor allem klarer klingt als der Dolby Track. Dies hört man sehr schön beim Einsatz der Musik, welche viel weiträumiger wirkt und mit sehr viel Dynamik die Front beherrscht. Leider tut sich hier in puncto Räumlichkeit auch nicht mehr.
Der englische Dolby Digital 5.1-Mix wirkt leider deutlich dumpfer und vor allem leiser. Einen sauberen Bass können wir gänzlich vergessen und zudem fehlt es hier ebenso an Räumlichkeit und vor allem Dynamik. Hier sollte man der deutschen Spur den Vortritt lassen. Auf die beiden Dolby Digital 2.0 Tracks gehe ich jetzt nicht näher ein, sie sind unnötig und bieten keinerlei Vor- und Nachteile. Optional lassen sich wie immer optionale deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (Deutsch/Englisch, 2:13 Min.)
  • Interviews:
    • Terrence Howard (3:48 Min.)
    • Paula Jai Parker (3:59 Min.)
    • Wes Studi (2:09 Min.)
    • Chazz Palminteri (3:07 Min.)
    • Ving Rhames (4:25 Min.)
  • Slideshow (15 Bilder)
  • Bio- und Filmografien:
    • Chazz Palminteri
    • Ving Rhames
    • Terrence Howard
    • Jim Brown
  • Trailershow:
    • Tal der Wölfe (1:40 Min.)
    • Black Cadillac (1:56 Min.)
    • Dark Places (2:07 Min.)
    • Uncertain Guest (1:38 Min.)
    • Evel Knievel (2:02 Min.)
    • Pale Blue Moon (2:15 Min.)
    • Child of Mine (2:03 Min.)
    • Red Dust (2:22 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras beschränken sich auf Trailer, Bio- und Filmografien der Darsteller, eine Bildergalerie und fünf kurze Interview-Featurettes.
 +-----

Fazit
Ich sehe Ving Rhames (Interner Link"Pulp Fiction", Interner Link"The Green Mile"), der für "Animal" auch das Drehbuch schrieb, jedes Mal gerne, vor allem wegen seiner markanten deutschen Synchronstimme. Bei "Animal" denkt man zu Beginn an einem typischen Knastfilm, was jedoch weit gefehlt ist. Vielmehr haben wir es hier mit einem kleinen Drama zu tun, dessen Botschaft eindeutig auf den Zuschauer eindrischt. Anfangs sieht man Ving Rhames als einen gewalttätigen James Allen, der für seine Taten in Gefängnis muss und seine Frau, sowie seinen Sohn Darius (später gespielt von Terrence Howard) allein lässt. Darius tritt derweilen in die Fußstapfen seine Vaters, was James nach Jahren der Inhaftierung gar nicht mehr gefällt. War er einst ein Menschen verachtender Gewaltverbrecher, hilft ihm das in seiner ebenso gewalttätigen Knastzeit, die er mit kleineren Jobs für den Gangster-Boss Kassada (Chazz Palminteri, Interner Link"Running Scared") absitzt. Doch die Läuterung kommt als er Berwell (Jim Brown Interner Link"Running Man", "Original Gangstas") kennen lernt, der ihm im Knast neue Perspektiven zeigt, was sein Leben nach 20 Jahren von Grund auf ändert. Doch leider findet sein Sohn diesen Lebenswandel weniger gut, wodurch sie immer stärker aneinander geraten.
"Animal" ist ein ruhiges Ghetto-Drama mit erhobenem Zeigefinger und einer tollen Darstellerriege. Doch auch wenn der Film zum einmaligen Verzehr geeignet ist, so bleibt der bittere Beigeschmack der viel zu einfachen moralischen Aussage, welche dem ganzen etwas an Vielschichtigkeit fehlt. Zwar ist das Ende konsequent, aber vorhersehbar (hier hätte es aber auch nur zwei Möglichkeiten geben können). Dennoch sollte man "Animal" eine Chance geben, allein schon wegen Ving Rhames, der zwar die Moralkeule schwingt, aber auf überhypten Ghettoslang und Charaktere verzichtet. Die "billig" wirkenden Digitalaufnahmen tragen ihr übrigens dazu bei, dass der Film den dokumentarischen Touch erhält und etwas rau wirkt. Wenn man nicht soviel erwartet, wird man zumindest kurzweilig und gut unterhalten und das ist doch mal was.

Die DVD darf qualitativ als Mittelmaß angesehen werden. Von den 5 Soundtracks hätte man ruhig 3 streichen können und sich stattdessen beim Soundmix mehr Mühe geben sollen. Das Bild leidet unter den eingesetzten Stilmitteln, bietet dadurch aber eine sehr realistische Optik. Die Extras sind leider viel zu mager.



Bilder der DVD




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