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FR 2002
Originaltitel:Dans ma peau
Alternativtitel:Coupures
Länge:90:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Marina de Van
Buch:Marina de Van
Kamera:Pierre Barougier
Musik:Esbjorn Svensson
SFX:Dominique Colladant
Darsteller:Marina de Van, Laurent Lucas, Léa Drucker, Thibault de Montalembert, Dominique Reymond, Bernard Alane, Marc Rioufol, François Lamotte, Adrien de Van, Alain Rimoux, Thomas de Van
Vertrieb:I-ON New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:09.01.2007 (Verleih) / 09.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Durch einen Unfall verändert sich das Leben von Esther auf verhängnisvolle Weise. Zwar zog sie sich nur eine leichte Fleischwunde zu, aber eben diese Beschädigung ihres Körpers beginnt die junge Frau nachhaltig zu beschäftigen. Die Wunde schafft ein neues Bewusstsein zu ihrem Körper und dieser neue Zugang ihres frischen Blutes und dem roten Fleisch. Schon bald reicht ihr diese eine Wunde nicht mehr und sie beginnt damit sich selbst zu verstümmeln. Eine düster Obsession nimmt ihren Lauf, die besonders in Esthers Umfeld für Entsetzen sorgt ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer zeigt deutliche Schwächen im Bereich Schärfe und Kontrast. In dunklen Szenen werden nötige Bildinformationen verschluckt und das Bild wirkt allgemein sehr dunkel. Die Schärfe erreicht zudem gerade mal ein Minimum an dessen, was wir von einem aktuellen Film erwarten würden. Überwiegend wirkt der Transfer sehr weich und schwammig, was unter anderem an den stehenden Rauschmustern liegen dürfte, welche zudem noch für unschöne Bewegungsunschärfen sorgen. Zudem fransen in einigen Szenen die Kanten aus und nur selten erreicht die Kantenschärfe wirklich gute Werte. Die Farbgebung ist jedoch wirklich gut ausgefallen und überzeugt durch stets natürliche und satte Farben. Leider macht sich im Hintergrund deutliches Blockrauschen breit und auch Artfaktebildung ist hin und wieder zu sehen. Insgesamt wird uns vor allem auf kleineren Fernsehengeräten ein solides bis gutes Bild geboten, bei dem es aber deutlich an Schärfe und vor allem Tiefe fehlt. Auf Projektoren oder Großbildschirmen fallen die oben beschriebenen Mängel noch viel deutlicher ins Gewicht. Defekte und Verschmutzungen sucht man vergebens.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche 5.1-Mix spielt sich überwiegend in den Frontkanälen ab, was bei "In My Skin" auch kein Wunder ist, denn er bietet keinerlei Möglichkeiten für einen Einsatz von Effekten. Lediglich Umgebungsgeräusche werden zur Unterstützung dezent im Hintergrund wiedergegeben. Dafür wird uns eine saubere und gut verständliche Front geboten, bei dem es weder bei den Stimmen noch dem Score etwas zu bemängeln gibt. Leider werden auch beim französischen Original-Mix die Rears kaum genutzt, dafür wirkt die Front in puncto Musikuntermalung etwas weiträumiger und wartet mit einem kraftvolleren Bass auf, der in der deutschen Fassung kaum hörbar ist. Die Dialoge sind ebenfalls klar und deutlich zu verstehen und wirken zudem natürlicher und offenbaren mehr Nebengeräusche als der deutsche Mix. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Musikvideo (4:03 Min.)
  • Kurzfilm: "ALIAS" (12:44 Min.)
  • Trailer (1:42 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Kiss (1:28 Min.)
    • Cup of my blood (1:44 Min.)
    • Deepwater (1:53 Min.)
    • Mantando Cabas (2:21 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • The Crossing (2:07 Min.)
    • The Heirloom (1:35 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras beschränken sich auf einen 12minütigen Kurzfilm der Regisseurin Marina de Van, sowie ein Musikvideo und den Original-Trailer. Eine Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
Der anamorphe Transfer zeigt deutliche Schwächen im Bereich Schärfe und Kontrast. In dunklen Szenen werden nötige Bildinformationen verschluckt und das Bild wirkt allgemein sehr dunkel. Die Schärfe erreicht zudem gerade mal ein Minimum an dessen, was wir von einem aktuellen Film erwarten würden. Überwiegend wirkt der Transfer sehr weich und schwammig, was unter anderem an den stehenden Rauschmustern liegen dürfte, welche zudem noch für unschöne Bewegungsunschärfen sorgen. Zudem fransen in einigen Szenen die Kanten aus und nur selten erreicht die Kantenschärfe wirklich gute Werte. Die Farbgebung ist jedoch wirklich gut ausgefallen und überzeugt durch stets natürliche und satte Farben. Leider macht sich im Hintergrund deutliches Blockrauschen breit und auch Artfaktebildung ist hin und wieder zu sehen. Insgesamt wird uns vor allem auf kleineren Fernsehengeräten ein solides bis gutes Bild geboten, bei dem es aber deutlich an Schärfe und vor allem Tiefe fehlt. Auf Projektoren oder Großbildschirmen fallen die oben beschriebenen Mängel noch viel deutlicher ins Gewicht. Defekte und Verschmutzungen sucht man vergebens. Der deutsche 5.1-Mix spielt sich überwiegend in den Frontkanälen ab, was bei "In My Skin" auch kein Wunder ist, denn er bietet keinerlei Möglichkeiten für einen Einsatz von Effekten. Lediglich Umgebungsgeräusche werden zur Unterstützung dezent im Hintergrund wiedergegeben. Dafür wird uns eine saubere und gut verständliche Front geboten, bei dem es weder bei den Stimmen noch dem Score etwas zu bemängeln gibt. Leider werden auch beim französischen Original-Mix die Rears kaum genutzt, dafür wirkt die Front in puncto Musikuntermalung etwas weiträumiger und wartet mit einem kraftvolleren Bass auf, der in der deutschen Fassung kaum hörbar ist. Die Dialoge sind ebenfalls klar und deutlich zu verstehen und wirken zudem natürlicher und offenbaren mehr Nebengeräusche als der deutsche Mix. Optional gibt es deutsche Untertitel. "In My Skin" stellt das Langfilmdebüt von Regisseurin Martina de Van dar, die ebenfalls die Story lieferte und die Hauptrolle verkörpert. Nicht nur, aber vor allem ihrer schauspielerischen Leistung gebührt höchster Respekt, zumal sie es darüber hinaus - wenngleich beinahe ständig vor der Kamera - versteht, ihren Film sowohl intensiv als auch einfühlsam zu inszenieren. Trotz, und natürlich auch gerade wegen ihrer sich beständig steigernden Automutilation kann sich der Zuschauer kaum von einem Gefühl des Mitleids, ja sogar des Mitfieberns befreien. Auch wenn man eigentlich weiß, dass eine geschlossene Abteilung die beste Lösung wäre, wünscht man sich irgendwie für Esther, dass ihr die Vertuschungen ihrer neuesten Verletzungen gelingen mögen. Dabei geht sie sogar soweit, einen Autounfall vorzutäuschen, um ihre jüngsten Ritzereien zu rechtfertigen. Dass der Zuschauer auf Esthers Seite steht, spricht ebenfalls für de Vans Qualität als Regisseurin. Schließlich entbehren ihre Handlungen jeglicher Motive und ihre Obsession scheint von ausschließlich destruktiver Natur zu sein. Doch findet sich das Leitmotiv des Films vielmehr auf der psychologischen Ebene denn in spekulativen Splatterszenen. Somit gilt es, Esthers Antrieb und ihre Ziele zu erforschen, wenngleich sich hier zahlreiche Interpretationen anbieten. Fest steht allerdings, dass des Rätsels Lösung in der Entzweiung von Körper und Seele zu finden ist.
Dies wird nicht nur dadurch klar, dass Esther zu Protokoll gibt, die Schmerzen nicht zu spüren, sondern auch während ihrer Halluzinationen, als sie den Arm, welchen sie gerade "bearbeitet", plötzlich für eine Prothese hält. Damit betritt "In My Skin" annähernd Cronenbergsche Sphären, wobei sich diese beiden Gattungen des Body-Horrors allerdings immens unterscheiden. Bereits die ungleich wärmeren Farben und die geradezu typisch französische Inszenierung schließen einen ernsthaften Vergleich im Grunde aus. Vor allem aber ist de Vans Werk viel weniger als Horrorfilm angelegt, sondern befasst sich intensiv mit seiner Hauptfigur und wird damit trotz seiner schockierenden Bilder zum schlichten Drama. Eine Überschneidung mit Cronenbergs Schaffen findet sich dann aber doch noch, denn auch "In My Skin" beschäftigt sich intensiv, wenn auch teils eher subtil, mit den sexuellen Aspekten von Esthers Fühlen und Handeln. Hier darf wieder spekuliert werden, ob man die ganze Selbstverstümmelung schlicht als Ersatzbefriedigung betrachtet, oder ob man die offensichtliche Lustentwicklung Esthers auf einer anderen Ebene als weiteren Bestandteil ihrer komplexen Psyche versteht. Die letzten Szenen des Films, in denen sich Esther in einem Hotelzimmer versteckt, um ungestört ihren Trieben nachgehen zu können, erwecken jedenfalls nicht von ungefähr den Eindruck, als würde sie heimlich mit ihrer Obsession fremdgehen.

"In My Skin" ist ein beachtliches und mutiges Regiedebüt und wird von I-On New Media mit einer vernünftigen DVD gewürdigt, wenngleich das Bild wohl etwas besser hätte ausfallen können. Zum Sound gibt es nicht viel zu sagen, schlägt der Film doch eher ruhigere Töne an. Die Extras sind allerdings etwas mager ausgefallen. Gerade hier wäre der existierende Regiekommentar von allerhöchstem Interesse gewesen. Dies ist aber der einzige Wermutstropfen bei einem Film, der ohne den hohen künstlerischen Anspruch sicherlich in die gleichsam spekulative wie nichts sagende Sparte "Skandalfilm" geschoben worden wäre. Allzu brutal sind einzelne Sequenzen und allzu bizarr die Psyche der Protagonistin. In Analogie zu seinem Originaltitel geht dieser Film tatsächlich unter die Haut.



Bilder der DVD




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