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USA 2000
Originaltitel:Bullfighter
Länge:84:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rune Bendixen
Buch:Hunter Carson, L.M. Kit Carson, Majken Gilmartin
Kamera:Ronn Schmidt
Musik:Rune Bendixen
SFX:Margaret Johnson
Darsteller:Assumpta Serna, Domenica Cameron-Scorsese, Donnie Wahlberg, Guillermo Del Toro, Jared Harris, Michael Parks, Michelle Forbes, Olivier Martinez, Robert Rodriguez, Willem Dafoe
Vertrieb:Koch Media / Bronson
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:07.04.2006 (Verleih) / 26.05.2006 (Kauf)



Inhalt
Ein nächtlicher Stierkampf auf einer entlegenen Farm in Mexiko verändert das Leben von Jack Hansen (Olivier Martinez) nachhaltig. Während Jack sich um die Bullen kümmert, trampelt einer der wilden Bullen Laila (Domenica Cameron-Scorese), die Tochter des Ranch-Besitzers, zu Tode. Cordobes (Michael Parks), Laila's Vater, gibt Jack die Schuld daran und setzt Jones (Jared Harris) darauf an, Jack zur Strecke zu bringen. Für Jack beginnt ein Leben auf der Flucht. Eines Tages hat er eine Erscheinung, die ihm aufzeigt, dass es seine Bestimmung ist, gegen die bösen Kräfte zu kämpfen - der Anfang von "Bull Fighter", der visionären Geschichte eines Kampfes des Guten gegen das Böse.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen recht aktuellen Film wie "Bullfighter" nicht unbedingt ein wirklich guter Transfer, was unter anderem an den eingesetzten Stilmitteln des Regisseurs liegen dürfte. Die Farbgebung ist meist sehr kräftig und satt und spielt hin und wieder etwas mit diversen Farbfiltern. Der Kontrast wurde hart gewählt und verschluckt immer wieder feine Details in dunklen Bildteilen. Weiterhin lässt sich ein deutliches Bildrauschen im Hintergrund ausmachen und auch die Schärfe ist alles andere als optimal. Gerade im Detailbereich müssen wir daher eine Menge Abstriche hinnehmen. Defekte und Verschmutzungen gibt es jedoch nicht, dafür zeigen die Kompressionen immer mal wieder etwas Blockbildung.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 , DTS 5.1 (nur dt.), Dolby Digital 2.0 Surround (nur dt.), Dolby Digital 2.0 Stereo (nur engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Insgesamt viel zu frontlastig und man bietet uns kaum richtig schöne direktionale Effekte und auch Umgebungsgeräusche und der Score können die Rears nur dezent ansteuern. Zudem klingt die deutsche 5.1-Spur viel zu leise, was die DTS-Version wieder etwas wett macht und im ganzen eine Spur kräftiger und dynamischer wirkt, jedoch immer noch weit von einem guten Mix entfernt ist. Der englische Mix klingt etwas leiser und ist vor allem im Dialogbereich nicht so sauber wie die beiden deutschen Tonspuren. Die deutsche Surround-Spur, sowie die englische Stereo-Spur sind nur unnötiger Ballast auf dem Silberling.
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Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (2:35 Min.)
  • Interviews mit Cast & Crew (14:17 Min.)
  • Bull Fighter Filmclips (8:47 Min.)
  • Bildergalerie (19 Bilder)
  • Bio- / Filmografien:
    • Michelle Forbes
    • Oliver Martinez
    • Michael Parks
    • Jared Harris
    • Willem Dafoe
  • Trailer weiterer Filme:
    • Hongkong Crime Scene (2:07 Min.)
    • Ab-Normal Beauty (1:51 Min.)
    • Narco (1:59 Min.)
    • Tamara (2:10 Min.)
    • The Drone Virus (1:15 Min.)
    • Deal (2:08 Min.)
    • Mortuary (2:33 Min.)
    • Lost (2:19 Min.)
VerpackungKeep Case
 Die Extras bestehen aus der üblichen Trailershow, einer Bildergalerie, dem Originaltrailer, Bio- und Filmografien", sowie 14 Minuten an Interviews mit Cast & Crew. Diese sind leider wenig informativ, aber zumindest wurden sie deutsch untertitelt. Desweiteren gibt es noch 8 Minuten an Filmclips zu "Bullfighter".
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Fazit
Was kann schon schief gehen, wenn man eine mit der elegischen Musik von Vince Clarke (Depeche Mode-Gründer und kreative Hälfte des Erasure-Duos) unterlegte Western-Ballade über Outlaws irgendwo in der staubigen Wüste vorträgt, die zudem mit so brillanten Schauspielern wie Willem Dafoe oder Michael Parks aufwartet und darüber hinaus durch die Genre-Größen Robert Rodriguez und Guillermo Del Toro gefördert scheint? Die Antwort ist leider ernüchternd: ausnahmslos alles. Denn "Bullfighter", hierzulande mit dem bemüht geschickten Untertitel "Irgendwo in Mexiko" versehen, um auf die vermeintliche Nähe zum Rodriguez-Hit "Irgendwann in Mexiko" zu verweisen, stößt in neue Dimensionen des Unerträglichen vor - Schlechtigkeit mit neuem Antlitz und eigentlich doch so alter Prämisse: Hauptsache cool und gestylt, ein paar Shoot-Outs hier und da, und ganz viel schludrige Dialoge sollen verzweifelt den nächsten Kultfilm imitieren.
Doch tatsächlich ist der von Rune Bendixen, ehemals Mitglied der dänischen Band The Overlords, inszenierte Film nicht einfach nur uninteressant, nicht lediglich schlecht übernommenes Videothekenfutter oder post-postmodernes Geplänkel im Stile eines Interner Link"The Boondock Saints", sondern schlicht und ergreifend - wenn diese persönliche Note gestattet sei - der langweiligste Film, den ich jemals gesehen habe. Das ist zweifellos eng mit dem zerknitterten Notizblock, den man am Set wohl Drehbuch benannt haben dürfte, verbunden: Denn man stelle sich bitte vor, ein dahergelaufener Franzose irrt, nachdem seine Freundin durch einen Stier ums Leben kam (!), als sich beide des Nachts in einer Arena vergnügten (!!), quer durch Mexiko, um nicht in die Fänge jenes erzürnten Vaters zu gelangen (dem fortan das tote Töchterchen erscheint), der nun Rache an deren Freund üben will. Dabei trifft er auf eine schöne Frau, die ihm bei der ziellosen Odyssee als Fahrerin behilflich ist. Nun muss erwähnt werden, dass diese junge Schönheit Mary heißt, denn ihr namentlicher Ursprung verweist nicht zufällig auf die heilige Maria: Jacques, geplagt durch Visionen, muss unverhofft seinen Josef stehen und die werte Frau schwängern. Die Geburtswehen setzen allerdings bereits nach zwei Tagen ein (!), sodass nur noch wenig Zeit bleibt, die Erde zu retten (oder so ähnlich) und den dämonischen Ausgesandten Satans zu eliminieren. Im Übrigen meint der Film das alles durchaus ernst, da suchen Trashfreunde vergeblich nach dem ironischen Augenzwinkern. Nur dazu ist dieser komplett uninspirierte Schwachsinn auch noch dilettantisch inszeniert, Bendixen hat keinen blassen Schimmer von Timing, seine Schnitte sind unrhythmisch und stillos, die Bilder katastrophal komponiert. Unsäglich auch die Dialoge und Darstellung derer, sie sie sprechen dürfen (müssen?), von katastrophalem Over-Acting, das nur mit der Einnahme illegaler Substanzen erklärt werden kann, gar nicht zu reden (Willem Dafoes Worte in den Interviewschnipseln auf der DVD werden als ewiges Mysterium in die Annalen der Bonusmaterial-Geschichte eingehen).
Und so ist dieser Film eine reine Zumutung, eine bodenlose Frechheit, eine Ansammlung von Abschaum, Dreck und Schrott, einfach so grauenhaft dumm, so grundlos blöd, sinnlos und bekloppt, so hanebüchen, irrational und armselig, dass jeder gesunde Mensch einen großen Bogen darum machen sollte. "Bullfighter" ist nichts weiter als gewaltiger Bullshit.

Die DVD bietet eine überdurchschnittliche Bildqualität, einen mittelmäßigen Soundtrack und magere Extras. Aber auch wenn das anders wäre, würde das die DVD und vor allem den Film nicht reizvoller machen.



Bilder der DVD




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