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ESP 2006
Originaltitel:Bajo aguas tranquilas
Länge:96:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Brian Yuzna
Buch:Mike Hostench, Ángel Sala, Matthew Costello
Kamera:Johnny Yebra
Musik:Zacarías Martínez De La Riva
SFX:Óscar Aparicio, Pedro Raul De Diego, Juan Ramón Molina, Raúl Romanillos
Darsteller:Patrick Gordon, Manuel Manquiña, Michael McKell, David Meca, Raquel Meroño, Norberto Morán, Diana Peñalver, José María Pou, Charlotte Salt, Pilar Soto
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.01.2007 (Verleih) / 15.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Viele Jahre nachdem an Ort und Stelle sein Sohn auf mysteriöse Weise ums Leben kam, kehrt der Pressefotograf Dan an einen von allerhand Geheimnissen umrankten Stausee zurück. Sehr zum Misstrauen lokaler Autoritäten, um unter Wasser ein paar Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt er nicht nur auf bedenkliche Risse in der Staumauer, sondern auch auf einen unsterblichen Satanisten, der zusammen mit seinen monströsen Heerscharen aus einer verlassenen Stadt unter dem Wasserspiegel operiert.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer zeichnet sich vor allem durch den starken Weichzeichner aus, der über das Bild gelegt wurde und zwar keinerlei Bildrauschen offenbart, dafür aber auch jegliche Detailzeichnung zu Nichte macht. Die Konturen sind überwiegend sehr weich gehalten, wodurch kaum Plastizität aufkommt. Der Kontrast wurde sehr hart gewählt, neigt dabei in hellen Szenen zu überstrahlen und in dunklen Passagen werden feine Details verschluckt, was unter anderem am recht wechselhaften Schwarzwert liegen dürfe. Die Farbgebung unterliegt ebenfalls einer Menge Stilmittel, welche das Bild mal sehr satt und kräftig, dann wieder blass und ausgewaschen erscheinen lassen. Hier bekommen wir das gesamte Farbspektrum von erdig warm bis blau kühl serviert, was auf den Rezipienten nicht immer sehr stimmig wirkt, für den Look des Filmes aber unumgänglich ist. Defekte und Verschmutzungen sind keine auszumachen und auch die Kompressionen arbeiten bis auf kaum sichtbares Blockrauschen sehr unauffällig. Lediglich die Bewegungsunschärfe in Kameraschwenks stört derweilen gewaltig.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix bietet durch den guten Einsatz der Effektlautsprecher eine stimmige Räumlichkeit, welche neben dem Score durch gezielt eingesetzte Effekte und Umgebungsgeräusche erzeugt wird. Die Dialoge sind sauber und klar abgemischt und der komplette Mix erfreut sich einer ansprechenden Dynamik, mit hin und wieder gut platzierten Basseinschüben. Erschreckt haben wir uns bei der englischen Tonspur, welche dumpf und gedrungen wirkt. Lediglich die Dialoge klingen recht natürlich, stehen aber in keiner Relation zur wirklich miesen Abmischung, bei der man das Gefühl hat, Watte in den Ohren zu haben. Das gesamte Klangbild wirkt Center lastig und kann doch nicht wirklich so gewollt sein. Wenn doch, dann ist dies der bisher schlechteste Mix eines aktuellen Films, den ich bisher gehört habe.
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Extras
Extras
  • Making of (10:22 Min.)
  • Interview:
    • Brian Yuzna (29:42 Min.)
    • Raquel Merono (9:26 Min.)
    • Michael Mckee (9:11 Min.)
  • Originaltrailer (3:00 Min.)
  • Bildergalerie (34 Bilder)
  • Trailershow:
    • The Nun (2:16 Min.)
    • Drive Thru (1:58 Min.)
    • The Call (0:30 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben den obligatorischen Trailern, dem Original-Trailer, sowie einer kleinen Bildergalerie, bekommen wir noch ein 10minütiges Making of spendiert, welches neben Aufnahmen vom Set noch Interviewschnipsel zeigt, welche wir aber auch in den drei Interviews mit den Filmbeteiligten zu Gesicht bekommen. Am Interessantesten ist hier das knapp 30minütige Interview mit Brian Yuzna, der eine Menge über die Entstehung des Films zu berichten weiß. Leider war es das dann auch schon.
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Fazit
Nach dem mehr als miserablen Interner Link"Rottweiler" habe ich mit Regisseur Brian Yuzna gebrochen und das obgleich ich hier von einem Mann spreche, der nicht nur in Interviews immer ein sehr liebenswerter und freundlicher Kerl war und immer noch ist, sondern uns auch mit Klassikern wie Interner Link"Dark Society", Interner Link"Bride of Re-Animator" und Interner Link"The Dentist" beglückte. Doch nach "Rottweiler" und eigentlich fast all seinen Produktionen, welche er zusammen mit der spanischen Fear Factory produzierte, wurde mir klar, dass ich ihn lieber als Regisseur der oben genannten Genrefilme in Erinnerung behalten möchte, als ein Regisseur von Massenware, bei der man als Zuschauer das Gefühl hat, gehörig verarscht zu werden. Mit "Beneath Still Waters" bekommt Yuzna erneut die Chance, seinen Wert für den Filmfan wieder ein wenig und sein Können unter Beweis stellen. Die ersten Bilder machten bereits Lust auf mehr und die Tatsache, dass Juli Fernández, der Produzent der Interner Link"The Horror Anthology", sich für das Projekt verantwortlich zeigte, ließ die Hoffnung steigen. Doch nach einem sehr atmosphärischen und brutalen Intro, bei dem man sich in die düstere Welt Interner Link"Dagon"s versetzt fühlt, tümpelt "Beneath Still Waters" recht belanglos vor sich hin. Die Geschichte ist uninteressant und wird zudem sehr langsam und zäh erzählt. Man spürt nahezu in jeder Szene die Unerfahrenheit der beiden Autorenneulige Mike Hostench und Àngel Sala, welche in ihrer Geschichte neben einem Haufen unfreiwilliger Komik unheimlich blöde Charaktere einbauen, von denen keiner wirklich als Sympathieträger angesehen werden kann. Vielmehr wünscht man sich, dass alle schnellstmöglich abnippeln. Denkt man zuerst, dass die deutsche Synchronisation wieder einige Perlen zu Tage gebracht hat, wird man beim Umschalten verdutzt von der ebenso substanzlosen Aussprache im O-Ton sein. So darf ein blondes Silikonimplantat nackt am Strand ihren verschollenen Freund rufen, der auch prompt als verwester Zombie aus dem Wasser steigt. Anstelle schreiend davon zu laufen, hält sie ihre Möpse noch Minuten in die Kamera, fragt, ob er es auch wirklich ist und lässt sich dann von ihm anknabbern (gilt das eigentlich schon als nekrophilie Handlung?).
Die Erzählstruktur ist schleppend, die eingebauten CGI-Effekte, vor allem in der Unterwasserstadt mehr als mies und wurde so stark verdunkelt, dass man deren Billigkeit kaum noch sieht, dafür aber auch auf jegliche Details verzichten muss. Bereits nach wenigen Minuten nervt der unstrukturierte Plot und lediglich die harten Effekte können im Film noch etwas reißen. Wenn zu Beginn ein Kind auf grausame Art und Weise sein Leben lassen muss und im weiteren Verlauf so einige Tropfen Blut vergossen werden, scheint die Freigabe ab 18 Jahren zwar gerechtfertig, rettet den Film aber dennoch nicht vor dem totalen Aus. Zudem ist das ultimative Böse eine ganz klare Kopie des legendären "Tallman" aus der Interner Link"Phantasm"-Serie.

Zwar nicht so ein Desaster wie "Rottweiler", aber einmal mehr ein Yuzna-Film, den die Welt nicht gebraucht hätte. Die DVD bietet eine gute bis solide Umsetzung und zumindest ein sehr interessantes Interview zu bieten hat.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Lake Of The Dead
News"Beneath Still Waters" kommt von e-m-s
IMDb.com OFDb.de



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