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USA 1981
Originaltitel:Dead & Buried (Special Edition)
Alternativtitel:Tot und Begraben
aka. Tot & Begraben
Länge:90:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Gary Sherman
Buch:Jeff Millar, Alex Stern, Dan O'Bannon, Ronald Shusett
Kamera:Steven B. Poster
Musik:Joe Renzetti
SFX:Stan Winston Studio
Darsteller:James Farentino, Melody Anderson, Jack Albertson, Dennis Redfield, Nancy Locke, Lisa Blount, Robert Englund, Bill Quinn, Michael Currie, Christopher Allport, Joseph G. Medalis, Macon McCalman, Lisa Marie, Estelle Omens, Barry Corbin, Linda Turley, Ed Bakey
Vertrieb:Dragon
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Potters Bluff scheint ein friedliches Fischerdorf an der Ostküste der USA zu sein. Doch hinter der Fassade einer ländlichen Idylle verbergen sich Terror und Schrecken. Einige Bewohner von Potters Bluff verüben kultische Greueltaten an Fremden und Durchreisenden, die ihnen dazu dienen, die absolute Kontrolle über die Seelen der Ermordeten zu erlangen. Sheriff Gillis ist dem Rätsel auf der Spur, doch es stehen ihm noch einige böse Überraschungen bevor ...

Bild
Format1.66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die erste Auflage des Titels sah nicht unbedingt gut aus beim Bild, also hatte man natürlich die Hoffnung, dass diese Special Edition hier etwas besser sein würde, zumal ja wieder "digitally remastered" auf der Rückseite der Hülle prangt. Wie so oft erweist sich das als ziemlicher Reinfall. In einigen Aufnahmen mag das Bild wirklich gut aussehen, das hält aber nicht lange an, weil die Letterbox-Vorlage schlichtweg verbastelt wurde. Die Rauschfilterung wurde dermaßen extrem bemüht, dass bereits zu Beginn beim Schwenk über das Ufer die Maschen des Fischernetzes nicht mehr erkennbar sind. Sämtliche Bewegungen verwischen dadurch, mindern die Bildqualität dadurch auf Videoniveau ab. Sicherlich hat man beim Alter nicht erwartet, dass das Unmögliche möglich gemacht wird, aber jene Unschärfen in Verbindung mit dem milden, aufweichenden Kontrast und den sehr zurückhaltenden, bräunlich monotonen Farben lassen drei Punkte noch sehr positiv gestimmt erscheinen. Zumal sich Rauschen und Kompressionsschwächen im Bild abwechseln.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Eine kernige, aber doch klare Aussprache charakterisiert die deutsche Tonspur. Zum Nachteil wird dem brauchbaren, wenn auch völlig undynamischen und etwas leblosen Klang das hintergründige Rauschen, welches sich besonders im Deutschen, mit etwas weniger Intensität auch im Englischen heraushören lässt. Bei Filmen, die in der Nähe des Meeres spielen, könnte es natürlich an diesem grundsätzlichen Geräuschpegel liegen, dass man es als Rauschen aufnimmt, aber hier kommt es doch von der Vorlage. Die hintergründige Musik könnte noch etwas straffer und heller erklingen, geht aber bereits in Ordnung. Der englische Ton unterscheidet sich grundsätzlich nicht.
 ++----

Extras
Extras
  • 16seitiges Booklet
  • The Filmmakers (5 Seiten)
  • Interview Gary Sherman (10 Seiten)
  • Filmografie Gary Sherman (2 Seiten)
  • Filmografie James Farentino (5 Seiten)
  • Filmografie Jack Albertson (5 Seiten)
  • Bildergalerie (45 Bilder)
  • Trailer 1 (2:22 Min.)
  • Trailer 2 (1:50 Min.)
VerpackungDigiPack in Schuber
 Besonders empfehlenswert ist die Lektüre zum Film im 16seitigen Booklet. Zwar sind die Seiten mit arg großer Schrift gefüllt, aber dem Unterhaltsungsgrad des Artikels soll das nicht schaden. Möglicherweise wollte man die Blindenschrift mit den sehr kleinen Bildern der Galerie wieder ausgleichen. Nun ja, hier gibt es anfangs viele Shots aus dem Film zu sehen, die kaum interessieren dürften, nachher auch ein paar Artworks. Wenn man nur die Sachen etwas größer dargestellt hätte. Die Extras der DVD geben sich international, also leider nicht eingedeutscht. Hier hat man neben ein paar Filmografien, die jeweils die Zuordnung zur Person mittels Foto ermöglichen, noch Zugriff auf ein Interview mit dem Regisseur und einen längeren Text zu den Machern des Werks. Beides wurde wohl von einem englischsprachigen Internet-Magazin besorgt und ist nicht eingedeutscht. Das erklärt dann auch die extrem niedrige Wertung für das gesamte Bonusmaterial: Die meisten Extras sind schlichtweg überflüssig (Filmgrafien), nicht verständlich für den deutschsprachigen Zuschauer (Textinfos) oder nicht wirklich optisch aufbereite (Galerie). Lediglich die Trailer sind nett gemacht. Ein Punkt letztlich für das Booklet und das nette DigiPack, welches in einem Schuber untergebracht ist.
 +-----

Fazit
"Dead & Buried" gehört zu jenen ein wenig untergegangenen Horror-Perlen, über die man einfach nur staunen kann. Die Geschichte bahnt sehr ernsthaft an, wie man es in der Einleitung zu sehen bekommt. Ein Fotograf von außerhalb, angelockt durch die Reize einer jungen Frau, sieht sich bald umstellt von den Bewohnern des Dorfes, die ihn fotografieren, zusammenschlagen und schließlich wortlos anzünden. Die völlig stumm ausgetragene Situation klingt möglicherweise nach sinnloser Gewalt, hilft aber ungemein, sofort die absurde Grundstimmung des Filmes festzulegen. Das Motiv der verschworenen Gemeinde, die dem Fremden den Garaus macht und dabei keinerlei Erklärung abgibt, ist einfach unverbraucht und erinnert hier durch die Sets ein wenig den originalen Interner Link"The Fog". Spielend werden die Charaktere vorgestellt, so dass das wie immer umwerfende Spezialeffekt-Repertoire von Stan Winston nicht zum schlappen Gore-Movie verkümmert. Sicherlich die interessanteste Person findet sich im Bestatter Dobbs, der seine Arbeit mit einer ganz besonderen Hingabe adelt und jede Minute seiner Bildschirmpräsenz zu einem Fest für den Zuschauer macht, ohne bewusst komödiantische Bereiche anzuschneiden. Sehr menschlich wird auch der eigentliche Protagonist, der örtliche Polizist Gillis, dargestellt: Zwar gelingt es ihm durch seinen energischen Einsatz, wichtige Indizien und Hinweise über die Verschwörung im Küstendorf zu erlangen, in den eigenen vier Wänden unterliegt er aber den unterschwelligen Kommandos seiner Frau, einem reizenden, aber leicht herrischen Wesen. Statt großer Action (auch davon gibt es natürlich etwas) bezieht sich die Spannung aus Gewissenskonflikten des Protagonisten, resultierend aus seiner Gutmütigkeit und der Ohnmacht, mit der er dem noch unbekannten Ausmaß der Morde gegenübersteht. "Dead & Buried" etabliert sich recht schnell, noch bevor das klassisch aufgearbeitete Zombie-Thema greift, als akribisch durchdachter, ungemein atmosphärischer Psycho-Horror, der im Schlussteil die hinterlistige Auflösung nur so auf den Zuschauer einprasseln lässt. Falls sie euch unbekannt ist, möchte ich sie nicht verraten, denn hier hat man schlaues, wenn auch nicht neues Schema bemüht, das für Überraschungen sorgen wird. Aber auch abseits davon bietet der Film einiges an Schauwert, sei es nun durch die starrenden Blicke des Mobs, der fotografierend um sein Opfer herumsteht oder wegen der tollen Sets, die sehr bald wie eine Geisterstadt erscheinen.
Auch lohnt es sich, nach dem Ende ein wenig über die Motive und Hintergründe der einzelnen Figuren nachzudenken, sich die in Idylle verpackte Garstigkeit vor Augen zu halten, jener Vergänglichkeit, mit der uns "Dead & Buried" so drastisch konfrontiert. Ein simpel gestrickter Horrorfilm würde dies nicht unbedingt erreichen. Mit anderen Worten: Anschauen ist Pflicht!

Die Special Edition verspricht viel, kann aber nichts halten. Weder die technischen Bereiche sind überzeugend, obwohl es sich bereits um eine Zweitauflage handelt, noch das größtenteils englische Bonusmaterial bringt was. Selbst die Inhaltsangabe erfüllt nicht die Erwartungen an diese Bezeichnung, da hier bereits zu sehr gespoilert wird, was dem Ersteindruck ganz beträchtlich schaden könnte.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Dead & Buried - Tot und begraben
NewsBlue Underground goes Blu-ray - die Zweite
Tot & Begraben
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