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USA 2006
Originaltitel:Nacho Libre
Länge:88:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jared Hess
Buch:Jerusha Hess, Jared Hess, Mike White
Kamera:Xavier Pérez Grobet
Musik:Danny Elfman
SFX:Kelvin McIlwain
Darsteller:Jack Black, Efren Ramirez, Troy Gentile, Carla Jimenez, Dominick Kurek, Ana de la Reguera
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.02.2007 (Verleih) / 08.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Ignacio ist Koch in einem streng katholischen Kloster in Mexiko. Als Waisenjunge vom Kloster aufgenommen verdient nun dort seinen Lebensunterhalt. Doch das Kloster ist in finanziellen Nöten und droht geschlossen zu werden. Um dies zu verhindern, tarnt sich Ignacio als Wrestler "Nacho" und versucht bei Showkämpfen das nötige Geld zu verdienen. Doch nicht alles ist nur Show beim Wrestling und Nacho kapiert, dass er etwas trainieren muss, um im Ring wenigstens zu überleben. Doch mit Gottes Hilfe wird es schon klappen !?!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die satten und stets kräftigen Farben überzeugen genauso wie der ausgewogene Kontrast und der satte Schwarzwert. Leider werden in dunklen Bildteilen einige Details verschluckt, was vor allem in Nachtaufnahmen sehr deutlich zur Geltung kommt. Die Schärfe befindet sich auf einem guten Level, lediglich hin und wieder lässt die Detailschärfe deutlich zu wünschen übrig und der Transfer erscheint etwas zu weich. Bildrauschen wurde weitgehend eliminiert, kommt jedoch hin und wieder etwas zum Vorschein. Die Kompressionen arbeiten sauber und unauffällig, Blockrauschen oder ähnliches ist dabei kaum auszumachen. Zudem ist das Bild frei von Defekten und Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch, Türkisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
 Tonal könnte uns ruhig mehr geboten werden. Die Effektlautsprecher bleiben die meiste Zeit über stumm und tragen nur wenig zur Räumlichkeit bei. Hin und wieder ein paar Umgebungsgeräusche, der Score und das war es fast schon. Typisch Komödie, möchte man meinen. Dafür wurde der Frontkanal sauber abgemischt und bietet eine klare Sprachwiedergabe. Die Musik wurde auch sehr dominant in den Frontbereich gemixt und der Subwoofer bekomt leider deutlich zu wenig zu tun. Das ganze wird auch im englischen 5.1-Mix nicht wirklich besser. Die Stimmen klingen zwar etwas klarer, aber räumlicher wirkt die Abmischung dennch nicht.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Jack Black, Jared Hess und Mike White
  • Entfernte Szenen:
    • Der Weg des Adlers (7:58 Min.)
    • Poem für Ramses (0:42 Min.)
    • Rases wird angegriffen (0:55 Min.)
  • Featurettes:
    • Detrás de la Cámara (28:34 Min.)
    • Jack Black Unmasked! (12:38 Min.)
    • Luchra Libre (3:14 Min.)
    • Hecho en Mexico (2:28 Min.)
    • Moviefone ohne Skript mit Jack Black und Héctor Jiménez (9:13 Min.)
  • Jack singt:
    • La Canción de Ramses (3:47 Min.)
    • La Canción de Encarnación (2:32 Min.)
  • Promospots:
    • Geschichte der Helden (0:33 Min.)
    • Er kämpft ... (0:33 Min.)
    • Action-Figuren (0:33 Min.)
    • Fotogalerie:
      • Am Set (55 Bilder)
      • Lucandores (54 Bilder)
      • Naco Especial (42 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Der Audiokommentar mit Regisseur Jared Hess, Drehbuchautor Mike White und Hauptdarsteller Jack Black ist sehr witzig und informativ und wurde optional mit deutschen Untertiteln versehen. Weiterhin gib es drei entfernte Szenen, drei umfangreiche Bildergalerien, Promospots und unter Jack singt finden wir Probeaufnahmen aus den von Jack Black im Film gesungenen Songs. Die fünf Faturettes hätte man ruhig als ein richtiges Making of zusammenschneiden können. Sie zeigen überwiegend Aufnahmen hinter den Kulissen, sowie die Special und Make-up-Effects aus dem Film. Zudem interviewen sich Jack Black und Hector Jimenez neun Minuten lang selber. Das schöne an diesem Featurette: Es ist endlich mal nicht so werbelastig ausgefallen. Komischerweise fehlt hier der Original-Trailer zum Film.
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Fazit
Finden sie die Vorstellung, Jack Black in langen Spandexhöschen zu sehen, komisch? Die Frage ist nicht gerade unbedeutsam, denn an ihr ist festgemacht, ob sie mit "Nacho Libre" etwas anfangen können oder nicht. Das heißt gleichfalls, das sie noch steten Kontakt mit ihrem inneren Achtjährigen haben sollen, ansonsten geraten sie ggf. in den falschen Film. Ich habe keine Ahnung, wer in diesem Fall wen bestochen hat, diesen Film zu finanzieren, Tatsache ist jedoch, dass der Film reichlich Kohle gemacht hat und einer der Überraschungshits des Sommers war. Sucht man nach Gründen, so dürfte sich wohl an drei Fronten eine Antwort finden: der ist kinderkompatibel, er dreht sich ums Wrestling und er spricht in erster Linie den hispanischen Bevölkerungsanteil der USA an. Kein Wunder also, dass bei 32 Mio. Herstellungskosten gleich in der Erstauswertung 80 Mio. hereinkamen, ein sattes Plus für den Komödianten Black, der hier nach Interner Link"School of Rock" das zweite Mal bemüht ist, einen Film selbst zu tragen. Nur leider sind wir nicht in "God's own country" und so muss man "Nacho Libre" natürlich auch mit deutschen Maßstäben bewerten.
Was haben wir denn da? Eine etwa 90minütige flickenteppichähnliche Sketchparade rund um einen rundlichen Mönch in einem armen mexanischen Waisenhaus cum Kloster, der sich seinen Traum erfüllt, ein berühmter "Luchador" (Wrestler) zu werden, natürlich mit Maske und demzufolge unerkannt. Was aber nicht ganz so einfach ist. Logo. Irgendwo durch diese Szenencollage zieht sich also ein brüchiger roter Faden, an dem so ziemlich alles hängt und das ist nicht wenig. Da ist Nachos erblühende Liebe (oder ist es nur sexueller Notstand?) für die Nonne Encarnation; da ist sein dünner und hässlicher Teampartner (Hector Jimenez), der überzeugt sein will; da ist sein Traum und natürlich die Waisenkinder und komisch muss das alles auch noch sein. Ist es auch - manchmal.
Die Autoren scheinen sich bemüht zu haben, unbedingt nicht das abzuliefern, was man von so einer Geschichte erwarten könnte, nämlich der leidensvolle Weg und der Triumph am Ende und kommen schlussendlich doch nicht darum herum. Die Geschichte tritt immer wieder auf der Stelle (da Nacho ständig verliert) und wird von Szenen zugepfropft, die irgendwie nicht so viel Sinn machen. Oder eben gar keinen, wie eine besonders sinnfreie Trainingsszene, in der Nacho seinem Partner erst Kuhscheiße ins Gesicht reibt, um ihn dann mit einem Plastikpfeil abzuschießen (?????). Häppchenweise und ruckhaft kommt die "Story" voran, hat aber außer dem physischen Einsatz seines Hauptdarstellers kaum etwas zu bieten. Der allerdings ist lobenswert, denn die Catch-Szenen, die Black bestreitet, gehören durch die Bank weg zum unterhaltsamsten Teil des Films. Den Rest des Humors bezieht der Film aus Blacks "Zur-Schau-Stellen" seiner Klamotten, bzw. seines Stretch-Kostüms. Das führt letztendlich zu einer Art spätem Spencer/Hill-Film, der auch noch durch die ohrwurmverdächtigen Songs in deren Nähe gerückt wird, garantiert rezeptfrei einnehmbar bis 12 Jahre. Was bleibt ist ein manchmal charmanter, manchmal bewusst grober Prügelcomic mit einigen grotesken Momenten, die aber selten geschmacklos sind, wofür man ja schon dankbar sein muss. Aber irgendwie beschleicht einen das Gefühl, "Nacho Libre" sollte anders sein, origineller, anarchistischer, innovativer. Leider hat man sich nicht entscheiden können, also hat man nichts von alledem gemacht. "Chancho," sagt er an einer Stelle zu einem Waisenjungen, "wenn du ein Mann bist, musst du manchmal in deinem Zimmer Stretchhosen tragen, nur so zum Spaß!" Ja, Jack. Und manchmal, selbst wenn es eine Komödie ist, sollte ein Film ein Drehbuch haben. Nur so zum Spaß!.

Diese Special Collector's Edition hat deutliche Schwächen in puncto Bild- und Tonqualität, bietet dafür aber einen tollen Audiokommentar und ein nettes Featurette.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsJack Black in "Nacho Libre"
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