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UK 2006
Originaltitel:Heavy Metal - Louder Than Life
Länge:115:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Dick Carruthers
Kamera:diverse
Musik:Black Sabbath, Motörhead, Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Deep Purple, Pantera, Iron Maiden, Judas Priest, Mötley Crue, Korn, Overkill, Venom, Anthrax u.a.
Darsteller:Dave Mustaine, Ronny James Dio, Rob Halford, KK Downing, Jonathan Davis, Dee Snider, Bernie Marsden, Iain Paice, Neil Murray, Klaus Meine, Alex Skolnick, Scott Ian, Stephen Pearcy, Paul Di'Anno, Mitch Harris, Static X, Krusher, Dr. Adrian North
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.01.2007 (Kauf)



Inhalt
The Music - The Myths - The Fans - The Mayhem

Die Geschichte des Heavy Metal von den 70ern bis heute! Beladen mit Interviews, Live Performances, seltenem Archiv-Material und mit einem Soundtrack, der 30 Jahre Metal-Geschichte abdeckt.

Bands Featured including
Deep Purple
Led Zeppelin
Black Sabbath
Iron Maiden
Judas Priest
Motorhead
Marilyn Manson
Pantera
Metallica
Napalm Death
Korn
Slipknot

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die letzten paar Dokus haben gezeigt, dass man von Interview-Sequenzen ähnlich gute Qualität erwarten kann wie von Film-DVDs. Natürlich sind die Gespräche nicht ganz so bis zum Äußersten herausgeputzt, aber das erwartet man auch nicht. "Heavy Metal" sieht zugleich professionell, farbreich, angenehm geschärft und störungsfrei aus. Im Hintergrund befindet sich zwar geringes Blockrauschen, aber auch über das mag man hinwegsehen. Die älteren Archivaufnahmen sehen ziemlich gut erhalten aus, kommen ohne größere Verschmutzungen aus und ziehen den Rest der Materials nicht herunter. Seltsamerweise schaffen das die neueren Musikvideos aus den 80ern und 90ern, die teilweise so aussehen wie eine Videokopie von MTV oder deutlich Artefakte zeigen.
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Ton
FormatePCM 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Etwas seltsam, dass immer noch einige DVDs mit PCM-Ton vertrieben werden, obwohl diese Technik doch nur als Lückenfüller im Sinne der Abwärtskompatibilität gedacht war. Was soll's, der Klang ist im Durchschnitt überzeugend. Bass und Höhendynamik können sich in den eingespielten Musikstücken gut entfalten und die Interviews sind weitestgehend rauschfrei. Nur ein paar klingen dünn oder deutlich verrauscht wie von einer Heimkamera aufgenommen, woran auch immer das liegen mag. Die Entscheidung, hier nur Stereo zu nutzen, ist verständlich, denn ein aufgeblasener 5.1-Ton würde nichts bringen bei Dialogen und alten Musikstücken. Der Bass würde vielleicht noch etwas besser zur Geltung kommen, ist aber nicht zu flach. Mit einer ordentlich krachenden Live-DVD aus dem Musik-Bereich ist "Heavy Metal" trotzdem nicht zu vergleichen, dafür fehlt es an nutzbaren Momenten. Die Stimmen wurden im englischen Original belassen, schließlich möchte man seine Helden ja nicht mit Overdubs hören. Deutsche und englische Untertitel stehen zur Verfügung und Erstere übersetzen fehlerfrei, wenn auch nicht sehr akkurat.
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Extras
Extras
Film-DVD
  • Audiokommentar
Bonus-DVD
  • Metal Tales (32:58 Min.)
  • Album Testimonials (24:32 Min.)
  • Metal Skool (10:40 Min.)
  • Dee Snider über Metal (32:06 Min.)
  • Geständnisse eines Headbangers (9:21 Min.)
  • Die Metal Timeline (28:00 Min.)
VerpackungSteelbook
 Zuhören ist angesagt auf Disc 1, denn die beiden Metalheads Dick Carruthers und Jim Parsons sprechen einen Audiokommentar in Spielfilmlänge. Dort kommt auch heraus, dass für die Doku eigentlich Material mit einer Länge von 10 Stunden zur Verfügung gestanden hätte. Ansonsten haben die beiden so einiges zu den Personen zu sagen, die sie interviewten, und geben ein paar lustige Begebenheiten zum Besten. Blöderweise ist die ganze Sache im dicksten UK-Englisch, so dass man schon ordentlich die Ohren spitzen muss (auch weil der O-Ton manchmal etwas laut drunter liegt).
Volle Dröhnung auf DVD 2, auch wenn sich einige wenige Fetzen aus den Interviews der Dokumentation überschneiden, aber das ist halb so schlimm. Fast eine Stunde Überreste aus den Interviews dürfen thematisch geordnet betrachtet werden. "Metal Tales" enthält viele der lustigen oder weniger lustigen Geschichten der Bands und in "Album Testimonials" darf jeder seine Lieblingsplatte vorstellen. "Metal Skool" ist eine nicht ganz ernst zu nehmende Präsentationen einer ebenso wenig ernst zu nehmenden Hair-Metal-Band, die sich im Backstage-Raum die volle Blöße geben - Hair Crimes und Klischees des fickwütigen Rockstars ohne Ende gibt's da! Dee Snider, immer wieder gern gesehene Persönlichkeit, darf gleich eine halbe Stunde für sich beanspruchen und ordentlich mit den Lebensweisheiten eines erfolgreichen Rockers zum Rundumschlag ausholen. Sehr interessant. Die "Geständnisse eines Headbangers" sprechen sicherlich ein wenig Wahrheit aus, aber können insgesamt wohl auch nicht ganz ernst gemeint sein. Für Leute mit Geduld gibt es dann die ziemlich gut aufbereitete Metal-Timeline, die beginnend in den 70ern ein paar wichtige Daten des Metals und Wissenswertes dazu abfährt. So, mal zusammengezählt, was hier alles an Videomaterial ohne den Audiokommentar zusammenkommt? Über zwei Stunden feinste Unterhaltung!! Einen halben Bonuspunkt darf sich die Veröffentlichung wegen des hübschen Covermotivs (im Venom-Shirt) einheimsen ...
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Fazit
Schon wieder ne Metal-Doku und schon wieder ne Sache, bei der nichts schief zu laufen scheint. Natürlich hat auch "Heavy Metal - Louder Than Life" ne Menge Gesprächsstoff abzuhaken. Die Geschichte der lautesten Musikrichtung dieses Planeten wird beginnend bei der Hippie-Bewegung aufgenommen und von Persönlichkeiten aus dem Rock-Buisness verarbeitet. Neben Musikern dürfen Plattenlabels, Produzenten, DJs, Journalisten und sogar ein Psychologe ran, die in kurzen Passagen die Wesenszüge ihrer Lieblingsmucke vortragen. Dass die Fakten nicht zu trocken werden und noch längst nicht alles gesagt, dafür sorgen ne Menge kleiner Geschichten, die das gesamte Unterfangen authentisch machen. Zwar ist es nicht unbedingt DIE Über-Doku in diesem Bereich (gibt's einfach noch nicht!), weil nicht alle Aspekte trotz Laufzeit von 2 Stunden aufgegriffen werden können, aber trotzdem ist der Gesamteindruck mehr als überzeugend. Metal-Fans werden, auch wenn sie schon alles wissen, den Kontakt mit ihren Lieblingslärmern zu schätzen wissen, auch wenn die mal ganz gesittet auf der Quatschcouch sitzen. Die Sache ist sehr dynamisch verarbeitet, wartet mit vielen Archivaufnahmen, Clip-Ausschnitten usw. auf und wurde auch soundmäßig ganz ordentlich aufgemotzt. Man muss aber klar sagen, dass sich die bemerkenswerte Arbeit hauptsächlich um Hard Rock, die Entwicklungen im klassischen Heavy Metal (inkl. dem affigen Tuntenmetal Mitte der 80er aus den Staaten), ein wenig dem neueren Kram inklusive Korn und Kittie kümmert, nebenher noch einige große Thrash-Acts einbringt (Overkill's Blitz, Anthrax- und S.O.D.-Scherge Scott Ian, kurz zwei Metallica'ts), aber dabei bis auf Napalm Death die Entwicklung im härteren Sektor komplett übergeht. Kein Death, kein Grind, kein Black Metal - auf die Doku warte ich noch sehnsüchtig. Man muss aber nicht glauben, dass es bei den alten Herrschaften weniger rotzig zu ging, keine Spur!
"Heavy Metal - Louder Than Life" macht auf unterhaltsame Weise bewusst, warum man Metal so mag (oder warum nicht) und bringt es auf eine für Doku-Verhältnisse angemessene technische Umsetzung. Für nen knappen Zwanni bekommt man neben der stilgerechten Abpackung im schweren Metal-Case noch ne Menge Bonusmaterial hinterhergepfeffert, was sich ausnahmslos als sehenswert auszeichnet. Anstatt also die Kinder demnächst mit der Tokio Hotel-Konserve aus dem Elektronikmarkt eures Vertrauens zu beglücken, sich selbst was gönnen und hierzu greifen!



Bilder der DVD




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