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HK 1977
Originaltitel:Hsing hsing wang
Alternativtitel:Koloß von Konga, Der
aka. Mighty Peking Man
aka. Colossus of Congo
aka. Goliathon
aka. Xing Xing Wang
aka. King Hsing-hsing
aka. Sing Sing Wong
aka. Colosse de Hong Kong, Le
Länge:86:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Meng Hua Ho
Buch:Kuang Ni
Kamera:Hui-chi Tsao, Cho-Hua Wu
Musik:Yung-Yu Chen
SFX:Teisho Arikawa, Koichi Kawakita, Keizô Murase
Darsteller:Evelyne Kraft, Danny Lee, Feng Ku, Wei Tu Lin, Shao-Chiang Hsu, Hang-Sheng Wu, Theodore Thomas, Steve Nicholson, Yao Hsiao, Ping Chen, Corey Yuen
Vertrieb:Starlight
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:31.03.2006 (Kauf)



Inhalt
Schrecklicher als die kühnste Phantasie es sich ausmahlen kann bedroht Utam, der Gigant aus der Urwelt, eine Millionenstadt und versetzt die Menschen in lähmende Angst und Panik. Wer kann die Bestie stoppen?

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der erste Vergleich zwischen Originaltrailer und dem Trailer zum Re-Release zeigt schon, dass sich die Shaw Brothers bei der Aufarbeitung ihres Materials nicht haben lumpen lassen. Man hat sowohl den Kontrast korrigiert als auch die Farben ordentlich korrigiert und zu neuer Frische verholfen, so dass diese nun in sehr kräftigen Tönen erstrahlen, die keinerlei Anzeichen von Verfälschung durch Alterung erkennen lassen. Auch Defekte kommen nicht wirklich vor und das Rauschen ist sehr schwach ausgeprägt. Klar, mit all dem kann man noch keine Höchstpunktzahl erreichen, denn nicht alles konnte ausgebessert werden, aber man ist schon beeindruckt von der DVD, nicht zuletzt, weil auch keinerlei Ghosting auftritt. Die Schärfe ist durch etwas schwache Konturen weicher als üblich, macht das Bild dennoch sehr detailliert. Vor allem deswegen, weil es keine Wechsel in der durchweg guten Qualität gibt. Eins stört aber etwas: Rückprojektionsaufnahmen sehen selten toll aus durch schwache Schärfe und verblassende Farben. Trotzdem gute 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Dolby Digital 5.1 ist natürlich die altbekannte Geschichte, bei der man den Monoton einfach auf alle Kanäle verteilt hat. Besser wird der Klang dadurch nicht, ganz zu schweigen vom Surround-Ergebnis, und nur, um auf der DVD-Hülle diesen vermeintlich fortschrittlichen Mix draufschreiben zu können, muss man sowas Unsinniges nicht unbedingt anfertigen. Der Zweikanalton gefällt mir besser, weil das doch sehr deutliche Hintergrundrauschen nicht so sehr über die hinteren Lautsprecher presst, die verständlicherweise in diesem Modus still bleiben. Außerdem klingt die schwächelnde Tonspur etwas runder, weil der ausbleibende Subwoofer dafür sorgt, dass es nicht allzu dumpf wird. Dialoge sind bestens zu verstehen, wenn auch etwas zerrig. Im Hintergrund knackst es des Öfteren dezent, Musik und Umgebungsgeräusche sind trotz mittenlastiger Akustik aber nur gering verzerrt. Einzig bei kräftigen Lauten, beispielsweise Samanthas Dschungelschrei in ihrer ersten Szene, sind kurzzeitig derbe Übersteuerungen zu hören. An einigen Stellen macht man den gesamten Track leiser, um das Rauschen auszublenden, was nicht sehr geschickt gelingt. Für zumindest eine andere Stelle sind deutsche, fest eingebrannte Untertitel nötig, weil dort keine Synchro existiert und sich folglich der O-Ton einschaltet.
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Extras
Extras
  • Posterreplika in Postkartengröße
  • Dt. Trailer (2:13 Min.)
  • Originaltrailer (3:14 Min.)
  • New Release Trailer (1:02 Min.)
  • USA-Trailer (2:26 Min.)
  • Bildergalerie (28 Bilder)
  • Artwork-Galerie (19 Bilder)
  • Filmografien:
    • Danny Lee (7 Seiten)
    • Evelyne Kraft (1 Seite)
    • Lin Wei-Tu (2 Seiten)
    • Ng Hong Sang (3 Seiten)
    • Hoh Mung Wa (2 Seiten)
  • Kinoaushangfotos (14 Bilder)
  • Alter dt. Vorspann (Video, 5:39 Min.)
  • Alter dt. Abspann (Video, 0:41 Min.)
  • Alter dt. Vorspann (TV, 1:04 Min.)
  • Goof (0:47 Min.)
  • Alternative Szenen (0:47 Min.)
  • Weitere Highlights:
    • Invasion aus dem Inneren der Erde (1:04 Min.)
    • Daniel, der Zauberer (1:19 Min.)
    • Im Zeichen des Kreuzes (1:50 Min.)
    • Xaver und sein außerirdischer Freund (2:00 Min.)
VerpackungDigipack im Pappschuber
 Möglichst bunt, möglichst fröhlich gezeichnet und vielfältig mit Motiven übersäht - so mag der Trash-Fan die Außenverpackung des Mediums. Insbesondere dann, wenn ein DigiPack zum Einsatz kommt, welches zwar nicht zu den stabilsten seiner Art gehört, dafür aber im Innenteil weiteres Bildmaterial und ein Replika des vermutlich italienischen Posters in Postkartengröße anbietet. Auch hier wäre es demnächst schön, wenn das Label etwas dickeres Material nutzt.
Da nicht wirklich etwas an Bonusmaterial wie Making Of oder Audiokommentar existiert, hat Starlight kurzfristig improvisiert und ein paar interessante Bildergalerien mit Material aus allen Bereichen und aller Welt zusammengetragen. Auch mehrere Trailer, verschiedene Versionen von Video und TV (eine SAT1-Aufnahme) und Filmografien sind auf der DVD gelandet, wobei die Filmos nichtssagend sind. Neben dem kurzen Beweis eines Filmfehlers werden leider ebenso kurz zwei Szenen der Hauptdarstellerin "oben ohne" angeschnitten, die es nicht in den fertigen Film geschafft haben.
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Fazit
Nett, ein King Kong aus Zeiten, wo noch ein Mensch im Kostüm rumstapfte und nicht Computer den Riesenaffen animierten. Zur Geschichte muss nicht viel erzählt werden, jeder kennt die viel verfilmte Handlung von "King Kong und die weiße Frau", mit der sich auch "Der Koloss von Konga" zufrieden gibt. Mehr muss es auch nicht sein, nicht zuletzt, weil die Chinesen hier das Beste aus dem "Godzilla"-Universum mit dem US-amerikanischen Dschungelmythos verbinden können. Fans der röhrenden Echsenkämpfer dürfen sich im letzten Drittel, also mit Ankunft in der Stadt, auf Massenpaniken und eine zerstörerische Odyssee des wild gewordenen Affenmännchens freuen, der von der Zivilisation als Unterhaltungsobjekt missbraucht und von seinen neuen Schirmherren zur Gewalt angestachelt wird. Bewährte Rückprojektionstechniken und aufwendige, wenn auch erkennbare Miniaturbauten - ein wenig Trash muss schon sein - werden feurig dem Inferno überlassen und zuletzt klettert das mächtige Peking-Ungeheuer artgerecht auf das höchste Gebäude der Stadt, wo es sich gegen die Übergriffe des böswilligen Militärs zu erwehren versucht. Fans des Originals werden aber nicht mit flotter Action belohnt, auch die durchaus interessante Verbindung zwischen dem eigentlich handzahmen Riesenungeheuer und seiner Herrin kommt nicht zu kurz. Man darf sich anfangs auf einige schöne Motive innerhalb des Dschungels freuen, auf randalierende Elefantenherden, die ein Dorf platt trampeln, aber ebenso auf handzahme Wildkatzen, die nur zu gern mit der blonden Samantha, einem Findelkind der Wildnis, schmusen. Wer würde das nicht wollen, denn der knapp bekleidete Wuschelkopf verdreht mit ihrer natürlichen, naiven Art nicht nur dem Helden (frisch Single, versteht sich) den Kopf. So fiebert man als Zuschauer später umso mehr mit, wenn sie und ihr großer Spielkamerad weit entfernt ihrer eigentlichen, sicheren Heimat von den Menschen ausgebeutet werden und sich eigentlich nur noch zurück in ihren Dschungel wünschen. Man glaubt es anfangs bei all den typisch idyllischen Szenen in der Wildnis kaum, dass sich "Der Koloss von Konga" doch noch zu einem mitreißenden, actionreichen Drama entwickeln könnte, der zwar bei weitem nicht die Tiefe besitzt, um als Drama allein zu funktionieren, dafür aber unterhaltsame Szenen mit interessanten, bewegenden Hintergründen bietet. Aber nur, wenn man von der teilweise amüsanten, typisch überstürzten Inszenierung absieht, die sich nicht gerade mit Details aufhält.



Bilder der DVD




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