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D, IT, ESP 1973
Originaltitel:Lisa e il diavolo
Alternativtitel:Devil and the Dead, The
aka. Devil in the House of Exorcism, The
aka. Diablo se lleva a los muertos, El
aka. Diavolo e i morti, Il
aka. House of Exorcism, The
aka. Lisa and the Devil
aka. Casa dell'esorcismo, La
Länge:91:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mario Bava
Buch:Mario Bava, Alfredo Leone
Kamera:Cecilio Paniagua
Musik:Carlo Savina
SFX:Franco Tocci
Darsteller:Telly Savalas, Elke Sommer, Sylva Koscina, Alessio Orano, Alida Valli, Gabriele Tinti, Robert Alda, Kathy Leone, Eduardo Fajardo, Franz von Treuberg, Espartaco Santoni, Carmen Silva
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Die junge Amerikanerin Lisa Reiner verirrt sich hoffnungslos in den Gassen einer kleinen spanischen Stadt. Ihr Weg führt sie in eine alte abgelegene Villa. Hier leben eine alte, blinde Gräfin, ihr Sohn Maximilian und der Butler. Maximilian glaubt in Lisa die Reinkarnation seiner toten Braut Elena zu erkennen und überredet seine ablehnende Mutter dazu, die Reisende in der Villa übernachten zu lassen. Auf Lisa wartet eine Nacht des Schreckens und es scheint als wenn in diesem Haus der Teufel persönlich wohnt.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Auch wenn wir im Vergleich zu den anderen DVDs der "Mario Bava-Edition" aus dem Hause e-m-s ein etwas schlechteres Bild geboten bekommen, so können wir mit dem vorliegenden anamorphen Transfer und dessen Restaurierung durchaus zufrieden sein. Die Farben wirken dem Alter entsprechend sehr angenehm und kräftig und auch der Kontrast hinterlässt einen meist guten bis sehr guten Eindruck, wirkt allerdings in hellen Flächen eine Spur zu grell und neigt hin und wieder zu leichten Überstrahlungen.
Der Schwarzwert darf meist überzeugen und zeigt selbst in dunklen Sequenzen alle nötigen Details. Das Bild wirkt zudem sehr plastisch und weiß durch kräftige Konturen und eine saubere Kantenschärfe zu gefallen. Dies wird allerdings durch Nachschärfung erzeugt, wobei wir uns keine Sorgen um Ausfransungen und Doppelkonturen machen müssen. Im Detailbereich muss das Bild leider etwas zurückstehen, und auch wenn Nahaufnahmen überraschend viele Details offenbaren, so wirkt der Transfer überwiegend recht weich. Zudem trüben stehende Rauschmuster den Sehgenuss etwas und lassen das Bild vor allem in Bewegungen etwas schwammig erscheinen. Defekte und Verschmutzungen in Form von Drop-Outs sind überraschend selten auszumachen und auch der Bildstand wirkt bis auf kleinere Ausfälle sehr ruhig. Störendes Bildrauschen ist hier ebenfalls nicht auszumachen und lediglich leichte Blockbildung im Hintergrund wäre noch zu bemängeln.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monoton wartet mit einer sehr sauberen und überraschend klaren Dialogwiedergabe auf. Defekte oder übliche Verzerrungen sind nur minimal auszumachen. Zudem ist der deutsche Track nahezu rauschfrei, was man von der englischen Sprachfassung nicht sagen kann. Die Stimmen, obgleich gut verständlich und sehr laut abgemischt, wirken wesentlich dumpfer und insgesamt recht blechern. Zudem verzerren die Stimmen vor allem im Hochtonbereich deutlich und im Hintergrund lässt sich hin und wieder ein leichtes Rauschen ausmachen. Der italienische Track klingt noch mal etwas lauter, wirkt in den Dialogen aber ebenfalls recht dumpf und kratzig. Hintergrundrauschen ist auch hier auszumachen, sollte den Hörgenuss aber in Anbetracht des Alters ebenso wenig trüben wie bei der englischen Fassung. Optional gibt es deutsche Untertitel. Damals nicht synchronisierte Szenen liegen zudem in der englischen Sprachfassung vor.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Originaltrailer (3:18 Min.)
  • Alternativ Szene 1 (2:24 Min.)
  • Alternativ Szene 2 (1:16 Min.)
  • Alternativ Szene 3 (2:14 Mn.)
  • Biografie und Filmografie:
    • Elke Sommer
    • Mario Bava
  • Trailershow:
    • Blutige Seide (1:58 Min.)
    • Bubba-Ho-Tep (2:00 Min.)
    • Der Koloss von Rhodos (2:05 Min.)
    • Pharao (1:08 Min.)
    • Die Schlangengrube und ds Pendel (3:05 Min.)
    • Todesgruft der Roten Maske (3:11 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 An Bonusmaterial wird uns diesmal etwas wenig geboten. Neben einem 8seitigen Booklet mit Liner Notes über die Entstehung des Films, zwei Biografien und dem Originaltrailer, sowie einer e-m-s-Trailershow gibt es nur noch 3 alternative Szenen. Hier wäre eine Bildergalerie noch schön gewesen, aber anscheinend konnte man diesbezüglich nichts auftreiben. Die DVD selber erscheint wieder als Amaray (mit alternativem Cover) in einem hübschen Schuber.
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Fazit
"Lisa e il Diavolo" ist das vielleicht bezauberndste und verspielteste Werk Mario Bavas. Der Film bietet einen verträumten Querschnitt durch Bavas filmische Obsessionen und ist zugleich ein immens persönliches Werk des Regisseurs: Die Puppen, mit denen er im Bildhauerstudio seines Vaters Eugenio aufwuchs, die Heldin Elena (Bavas Schwester und Tochter hießen ebenso) sowie viele Anleihen bei seinen Lieblingsautoren, -malern und -komponisten vereinen sich hier zu einem märchenhaften, farbenprächtigen Reigen durch die Phantasie Bavas.
"Lisa e il Diavolo" wurde 1973 bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen. Leider fand sich in der Folge kein Verleih für diesen Film, denn potentiellen Interessenten erschien er schlichtweg zu künstlerisch und abgehoben für das Massenpublikum. Als sich nach einem runden Jahr immer noch kein Abnehmer für den Film gefunden hatte, beschloss Produzent Alfredo Leone ihn in einen Interner Link"The Exorcist"-Abklatsch umzuwandeln. Gegen Bavas Willen gekürzt, umgeschnitten und mit einigen neuen Szenen versehen, kam diese neue Version unter dem Titel "La Casa dell'esorcismo" auf den Markt, verschwand allerdings auch recht bald wieder in wohlverdienter Vergessenheit.

Die e-m-s veröffentlicht jetzt erstmalig die ungekürzte Fassung des Films auf DVD und das in einer ansprechenden Bild- und Tonqualität. Genommen wurde die Originalfassung von Mario Bava, wobei Leones Version als Bonus bestimmt nicht schlecht gewesen wäre. In puncto Zusatzmaterial sieht es allerdings etwas mager aus. Das ist jedoch kein Grund sich diesen Klassiker nicht ins heimische Regal zu stellen.



Bilder der DVD




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