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USA 1983
Originaltitel:Hysterical
Alternativtitel:Sprung in der Schüssel, Ein
aka. Crazy Zombie Town
aka. Hysterical - Ein Sprung in der Schüssel
Länge:82:10 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Chris Bearde
Buch:Chris Bearde, Bill Hudson, Brett Hudson, Mark Hudson, Trace Johnston
Kamera:Thomas Del Ruth
Musik:Bob Alcivar, Robert O. Ragland
Darsteller:Bill Hudson, Brett Hudson, Mark Hudson, Cindy Pickett, Richard Kiel, Julie Newmar, Robert Donner, Murray Hamilton, Clint Walker, Franklyn Ajaye, Charlie Callas, Amanda H. Bearde, Pamela Bowman, Robert Alan Browne, Sue Casey, Gene Castle, Kathy Cherry
Vertrieb:Starlight
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:19.05.2006 (Kauf)



Inhalt
Der 100 Jahre alte Fluch der verführerischen Venetia (Julie Newmar) befördert durch die Hand von Captain Howdy (Richard Kiel) die Bewohner eines Küstendorfes von den Lebenden zu den Untoten. Nur die Liebe Cates (Cindy Pickett) zu Casper (Bill Hudson) könnte die Katastrophe noch abwenden. Doch Venetias Bann verwandelt Casper zeitweise in ein Monstrum. Können Ralf (Robert Donner), der Dorftrottel, mit seinen Irrenhaus-Kameraden und den beiden unerschrockenen Abenteurern Professor Batton (Mark Hudson) und Fritz (Brett Hudson) die Rettung bringen oder sind alle verloren.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Stellenweise ist das anamorphe Bild richtig gut geworden: Zwar ist der Detailgrad verständlicherweise nicht sonderlich hoch, die Farben wirken aber bemüht kräftig und die Auflösung geht doch ganz in Ordnung für diesen trashigen, fast 25 Jahre alten Film. Das hält sich aber nicht, denn ziemlich schnell kommt die etwas schmuddlige Optik der Vorlage durch. Die Effekte sind dann unterschiedlich: Manchmal sind Farbtöne zu stark, manchmal der Schwarzwert eher ein Grau bzw. Dunkelblau und die Defekte steigen auch schon mal über das übliche Maß. Soll heißen: Ein paar Defekte und ein grieseliges Rauschen sind fast immer zu sehen, manchmal wird's aber übermäßig heftig. Also etwas schade, dass es nur 3 Punkte sind, denn Verbesserungen sollten möglich sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Dolby Digital im Surround-Modus ist bei dieser Art Film ziemlich sinnlos. Der "splitted upmix" bringt allein die Schwächen des Ausgangsmaterials besser zur Geltung, nicht aber den Raumton, und verleiht diesem auch noch einen etwas dumpfen Klang. Besser direkt die Stereospur anwählen, die besitzt immer noch genügend Macken, mit denen man klar kommen muss. Hauptsächlich ist es das durchweg hörbare Rauschen, was stört. Die Synchro erklingt typisch matt für diese Zeit, ist leicht verwaschen und bei weitem nicht mehr so fein in Sachen Lautstärkeeinsatz, wie man sich das vorstellt. Ein wenig Bass ist drin, der erklingt aber ebenso wenig sauber wie der Rest des Tons. Schade ist das Ausbleiben des O-Tons und deutscher Untertitel, aber zumindest Ersteres kann man im Bonusmaterial nachholen.
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • Trailer 1 (Rohmaterial ohne Ton, 2:21 Min.)
    • Trailer 2 (Rohmaterial mit teilweise angelegtem Ton, 2:21 Min.)
    • Trailer 3 (Nachschnitt aus Rohmaterial, 2:21 Min.)
    • Trailer 4 (Endgültige Fassung aus dem Kino, 1:31 Min.)
  • Slideshow (14 Bilder)
  • Kino-Aushangfotosatz aus Frankreich (11 Bilder)
  • Alter deutscher Vorspann (8:49 Min.)
  • Alter deutscher Abspann (6:03 Min.)
  • Artwork-Galerie (21 Bilder)
  • Geschnittene Szenen:
    • Szene 1 (1:38 Min.)
    • Szene 2 (1:37 Min.)
  • Filmografien:
    • Richard Kiel (5 Seiten)
    • Brett Hudson (2 Seiten)
    • Bill Hudson (2 Seiten)
    • Mark Hudson (1 Seite)
    • Murray Hamilton (6 Seiten)
    • Cindy Pickett (4 Seiten)
    • Chris Bearde (3 Seiten)
  • Original-Fassung (englisch, 90:21 Min.)
3
VerpackungKeepCase
 120 Minuten Bonusmaterial bedeutet im Falle Starlight selten, dass man ein paar schöne Dokumentationen auf die DVD gebracht hat, sondern dass man diese auch mit allerlei unnützem oder zumindest uninteressantem Material belegt hat. Zum Beispiel nimmt die Originalfassung ganze 90 Minuten davon ein. Denkbar ist hier, dass es sich um eine andere Schnittfassung handelt, aber darüber gibt es leider keine Auskunft auf der Disc. Die Qualität ist schlechter als beim Hauptfilm, weil das Material dunkler erscheint, aber durchaus anschaubar. Auch etwas überzogen ist der Vor- und Abspann der deutschen Videokassette. Zumindest kommt man hierbei in den Genuss einer Antipiraterie-Einleitung, die beschreibt, welche Sicherheitsvorkehrungen eine Original-Marketing-Videokassette aufweisen muss. Von den angesprochenen Ausschnitten aus anderen Filmen bekommt dann aber, vermutlich aus Lizenzgründen, nichts mehr zu sehen. Zwei Szenen wurden für diese Auswertung gekürzt, da kein deutscher Ton vorlag. Wie das Ganze aussah, wird anhand von jeweils 3 Fassungen gezeigt: Zuerst läuft die deutsche Kino/Video-Fassung durch, danach die vollständige Originalfassung und zuletzt der Ausschnitt von dieser DVD. Das weitere Material besteht aus Bildergalerien: Von Interesse dürften hier die Slideshow mit Fotomaterial und der Aushangsatz aus Frankreich sein. Die Artwork-Galerie darf man sich als Ablichtungen der Videokassette und mehrerer DVDs vorstellen. Die Filmografien sind Auflistungen, die mit deutschen Namen angefertigt wurden.
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Fazit
Der Film bietet genau das, was ich nach Anschauen des Trailers erwartet hatte: die total irrsinnige Parodie auf Horrorfilme. Die Nonsense-Handlung hält sich thematisch an Interner Link"The Fog", parodiert dabei auch ausführlich Interner Link"Indiana Jones", Interner Link"Der weiße Hai", Interner Link"The Shining", Interner Link"Der Exorzist" und eine Vielzahl weiterer, erfolgreicher Produktionen der 70er und 80er Jahre. Dabei wird eine relativ klare Linie erkennbar, die bei aktuellen Comedy-Produktionen wegen der Unmenge an aufgegriffenen Stoffen meist verloren geht. Die stark auf Nonsense getrimmte Darstellerleistung, teilweise stark an pfiffigen Bewegungen in Comics erinnernd, und die Extrem-Kalauer-Synchro machen die Chose schon zu einem sehr trashigen, nicht immer treffsicheren Humor-Abenteuer, bei dem es eigentlich nur darum geht, möglichst fetzige Situationen aneinander reihen. Einige Einfälle gefallen mir dabei sehr gut (z.B. der "Taxi Driver" oder der Verrückte auf dem Fahrrad), anderes ist etwas lahm, aber doch immer sehr charmant rübergebracht. Man greift dabei auf Selbstgespräche oder einen völlig über die Stränge schlagenden, überblickenden Erzähler zurück und baut ein paar Running Gags in die hippelige Geschichte ein, damit der Schwachsinn nicht zu sehr lahmt. Mir persönlich gefällt die Chose sehr gut, aber ich kann mir vorstellen, dass der seichte Humor nicht jedermanns Geschmack ist. Bonuspunkte können die Darsteller sammeln, die allesamt bestens hier hineinpassen (u.a. der Riese Richard Kiel als wiederkehrender Leuchtturmwärter), und natürlich die knackige Synchro, die einen lockeren Spruch nach dem anderen auf den Lippen hat. Kommt sicherlich nicht an die großartigen Leistungen eines Mel Brooks oder Leslie Nielsen heran, ist aber doch sehr sehenswert für Horror-Fans, die es nicht ganz so ernst meinen und hier kein hochintelligentes Gag-Feuerwerk erwarten. Bezeichnenderweise ziehen gegen Ende hin die reichlich Bekloppten des städtischen Irrenhauses los, um sich gegen die Zombies (Zitat: "Wen interessiert das denn schon?") zu stellen, was noch mal eine kurze Musical-Nummer ins Programm ruft. Geht es noch verdrehter?

Die Starlight-DVD ist ganz ordentlich geworden, bietet aber wieder jede Menge Grund zur Kritik. Einer davon ist, dass man mit dem Aufdruck über das Bonusmaterial mal wieder Erwartungen beim Käufer weckt, die nicht gehalten werden können.



Bilder der DVD




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