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USA 2004
Originaltitel:Zombie Honeymoon
Alternativtitel:Flitterwochen mit (m)einem Zombie
Länge:80:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Gebroe
Buch:David Gebroe
Kamera:Ken Seng
Musik:Michael Tremante
SFX:Joe Macchia, James Cole Craven, Cole Craven
Darsteller:Tracy Coogan, Graham Sibley, Tonya Cornelisse, David M. Wallace, Neal Jones, Maria Bermudez, Phil Catalano, John Kirby, John Sobestanovich
Vertrieb:Cult Movies Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:14.02.2007 (Verleih) / 29.03.2007 (Kauf)



Inhalt
In den Flitterwochen wird Danny von einer untoten Kreatur infiziert. Die typischen "Zombie-Anzeichen" bleiben jedoch aus. Dennoch stellt seine Frau Denise Veränderungen an ihrem Liebsten fest. Das Paar beschließt, das Beste aus der Situation zu machen und sie verbergen Dannys Drang zu töten und zu fressen. Der überzeugte Vegetarier gibt seiner Frau das Versprechen, die nicht vor lauter Liebe aufzufressen. Doch sein Magen knurrt immer lauter und auch die Polizei wird auf ihn aufmerksam.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild ist sehr sauber und nur beim Kontrast ist etwas Kritik berechtigt. In dunklen Bereichen ist zwar alles in Ordnung, aber in hellen neigt das Bild etwas zu Überstrahlungen. Auch der Schwarzwert ist wechselhaft und tendiert in einigen Szenen etwas ins Gräuliche. Die Farben sehen frisch und natürlich aus. Ein dezentes Blockrauschen ist vorhanden, aber nicht störend. Auch im Bereich der Schärfe gibt es soweit keine Probleme, lediglich die Hintergrundschärfe ist etwas am Schwächeln, so dass einige Details verloren gehen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englsich
Untertitel-
 Mit der deutschen Synchronfassung hab ich ehrlich gesagt etwas Probleme. Die Sprecher sind zwar sehr gut gewählt, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass bei der Abmischung etwas schief gelaufen sein muss. Es sind deutliche Tonschwankungen wahrnehmbar, die je nach Szene einen Hall unter die Stimmen legen. Würden besagt Szenen in einem großen Raum spielen, wäre dies ja durchaus nachzuvollziehen, aber dies ist nicht der Fall. Passagenweise klingt es auch etwas zu dumpf. Auch kommt trotz der 5.1-Abmischung so gut wie kein Raumklanggefühl auf. Die Verständlichkeit ist aber immer gegeben. Hervorzuheben ist der Einsatz des Subwoofers, der durch den sehr dynamischen und druckvollen Ton genug zu tun bekommt. Der englische Ton liegt auf der DVD wesentlich natürlicher vor, ist aber in der Dynamik wesentlich schwächer.
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Extras
Extras
  • Behind the Scenes (10:36 Min.)
  • Interview mit Dave Gebroe (31:26 Min.)
  • Fragen und Antworten auf der BIFFF 2006 (17:21 Min.)
  • Horror Business: Filmauszüge (7:40 Min.)
VerpackungKeepCase
 Für den Bonusbereich hat man sich Mühe gegeben und neben kurzen "Behind the Scenes" ein sehr interessantes und vor allem ausführliches Interview mit Regisseur David Gebroe auf die DVD gepackt. Hierzu gesellt sich noch eine Frage-und-Antwort-Runde vom Brüsseler Filmfest 2006, die aber etwas asynchron läuft. Unter "Horror Business" wird gezeigt, wie die Masken entstanden und die SFX-Crew kommt zu Worte. Soweit alles in Ordnung wären nicht die fehlenden deutschen Untertitel. So ist das komplette Bonusmaterial in Englisch gehalten. Aber man kommt zum großen Teil mit normalen Schulenglisch klar, da sehr langsam gesprochen wird.
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Fazit
Welche Probleme stellen sich in einer Ehe ein wenn der Partner zombiefiziert wird? Liebt er einen dann noch oder hat er ihn nur zum Fressen gern? Diese Thematik präsentiert uns Regisseur David Gebroe mit seiner rabenschwarzen Horror-Komödie "Zombie Honeymoon". Ähnlich der Handlung, die schon in Interner Link"Return of the Living Dead 3" oder auch Interner Link"Dellamorte Dellamore" Verwendung fand, geht man hier den Weg, aufzuzeigen was passiert, wenn man frisch verheiratet ist und eine merkwürdige Veränderung im Partner vorgeht. Diese wird durch eine untote Gestalt eingeleitet, die sich in den Flitterwochen auf den Bräutigam stürzt und eigentlich für einen Zombie untypische, schwarze Flüssigkeit auf diesen erbricht. Von nun an ist die Welt nicht mehr so wie sie war. Zuerst ist man tot und danach bekommt man, obwohl man ja eigentlich Vegetarier ist, einen großen Hunger auf Fleisch. Die angeknabberten Personen werden jedoch nicht zu Zombies, sondern sterben einfach, oder aber man muss mit der schwarzen Zombiekotze in Berührung kommen. Man merkt also, dass die eigentlichen Merkmale der Zombies hier nicht gelten und David Gebroe einige Ideen vorzuweisen hat, wie er sich einen Zombie vorstellt bzw. es als Krankheit darzustellen versucht. Im Großen und Ganzen ist es ihm sogar gelungen, wobei der Film auch nicht mit blutigen Szenen geizt. Auf ein wirkliches Schlachtfest wurde verzichtet und man ging eher auf die Charakterisierung der Personen ein. So wird der untote Geselle auch eher als Mensch bezeichnet mit dem man direkt Mitleid haben kann. Dies ist auch den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, die ihre Rollen sehr gut beherrschen, was ja gerade in Independent-Filmen nicht immer so ist. Mit viel Sympathie und einem strahlenden Ausdruck spielen Tracy Coogan und ihr Filmpartner Graham Sibley diese Liebe so, wie sie auch im wahren Leben sein könnte. Und mit einmal ist Schluss damit und die Liebe wird auf eine mehr als harte Probe gestellt. Erst am Ende wird sich dann entscheiden, ob die Beziehung von Dauer sein kann. Trotz des Titels, in dem Zombie vorkommt, hat man, wenn es genau betrachtet wird, eher weniger mit den verwesten Übeltätern zu tun und bekommt eine Liebesgeschichte serviert, die vom schwarzen Humor dominiert wird. Weniger komisch ist der Beweggrund von David Gebroe diesen Film so zu drehen, wie er ist. Gebroes Schwester ist quasi die weiblich Hauptrolle, die ihren Mann nach der Hochzeit am Strand bei einem Surfunfall verloren hatte. Der Film stellt somit eine gedankliche Abhandlung mit dem Thema Tod dar. Dies alles hat zur Folge, dass man irgendwie selten das Gefühl bekommt, einen "richtigen" Zombiefilm gesehen zu haben. Es ist aber eine schöne Interpretation der Liebe nach dem Tod. Definitiv ein Film, den man sehen sollte.

Die DVD kann auf durchschnittlicher Ebene überzeugen, aber man sollte auch direkt dran denken, dass es hier um einen Independent-Film geht. Zudem ist die DVD gut mit Bonusmaterial ausgestattet und somit den Kauf wert. Am 20.Mai 2011 erschien der Film von Pasadena Pictures unter dem Titel "Flitterwochen Mit (M)einem Zombie" neu auf DVD. Ein neue Review erübrigt sich allerdings, da beide DVD technisch absolut identisch sind.






Bilder der DVD




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