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USA 2006
Originaltitel:Stay Alive
Länge:96:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:William Brent Bell
Buch:William Brent Bell, Matthew Peterman
Kamera:Alejandro Martínez
Musik:John Frizzell
SFX:Kent Seki
Darsteller:Cynthia LeBlanc, Elton LeBlanc, Samaire Armstrong, Jim Bishop, Sophia Bush, Jon Foster, Adam Goldberg, James Haven, Maria Kalinina, Billy Louviere, Frankie Muniz, J. Richey Nash
Vertrieb:Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:04.01.2007 (Verleih) / 07.02.2007 (Kauf)



Inhalt
Nachdem ein Spieler beim Ausprobieren der brandneuen und noch nicht auf dem Markt verfügbaren Horrorverfolgungsjagd "Stay Alive" nach dem Vorbild seiner Spielfigur das Zeitliche segnete, wandert das todbringende Videogame in den Besitz des ahnungslosen Kumpels Hutch. Dieser gedenkt es baldmöglichst mit all seinen besten Freunden auszuprobieren. Prompt bleibt Hutch und Co. nichts anderes übrig, als das Spiel bis zur letzten Konsequenz im wahren Leben auszuspielen, um nicht gleichfalls das Leben zu verlieren.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das größte Problem des anamorphen Widescreen-Bildes ist der Kontrastwert, der in den vielen dunklen Szenen nötige Feinheiten vermissen lässt und demzufolge Details einfach verschluckt. Die Farbgebung ist gewollt reduziert und wirkt stellenweise sehr blass und ausgewaschen, was sich allerdings positiv ins Gesamtbild einbringt. Lediglich die Schärfe, welche mit meist angenehmen Konturen zu überzeugen weiß, kränkelt hier vor allem im Detailbereich sehr deutlich. Der Transfer wirkt überwiegend sehr weich und glatt gebügelt und in den Halbtotalen und Totalen hin und wieder sogar sehr schwammig und unscharf. Zudem zeigt der Transfer deutliche Bewegungsunschärfen und stehende Rauschmuster greifen die ohnehin schon schwache Detailschärfe an. Bildrauschen ist hier nur minimal auszumachen und lässt auf einen Filtereinsatz schließen. Verschmutzungen und Defekte treten jedoch keine auf und auch die Kompressionen arbeiten überwiegend sehr sauber und unauffällig im Hintergrund. Für eine aktuelle Produktion dennoch etwas enttäuschend. Weshalb wir gerade noch vier Punkte vergeben.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Soundabmischung klingt schon etwas besser, bleibt für einen Horrorfilm aber noch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Neben einer guten Dialogwiedergabe werden die Rears überwiegend für den Score und die Umgebungsgeräusche eingesetzt. Dabei entsteht meist zwar ein angenehmes Klangspektrum, insgesamt bleibt der Mix aber zu frontlastig. Direktional hätte ruhig etwas mehr passieren können, wobei die Rears, neben Score und den Umgebungsgeräuschen immer wieder für Schocksequenzen zum Einsatz kommen. Diese werden dann, wie auch der Soundtrack, von einem wuchtigen Bass unterstützt. Ingesamt kann man aber sagen, lebt die Abmischung von den dynamisch wirkenden Score und einem satten Tiefenbass, welcher in der DTS-Spur noch einmal präsenter zu Geltung kommt. In puncto Surroundeffekte hätten wir uns außer dem Erzeugen von Atmosphäre durch Musik mehr gewünscht. Der englische Dolby Digital 5.1-Mix klingt zudem noch eine Spur besser, was man vor allem am Ende sehr gut hören kann. Hier wirkt die Kanaltrennung um einiges besser und neben einem wuchtigen Bass bekommen wir einen wesentlich besseren Dynamikumfang geboten und der gesamte Mix klingt zudem natürlicher und klarer. Optional gibt es noch deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit dem Regisseur William Brent Bell und dem Co-Autor Matthew Peterman
  • Cast & Crew-Infos:
    • Hutch O'Neill
    • Frankie Muniz
    • Adam Goldberg
    • William Brent Bell
  • Deutscher Kinotrailer (2:26 Min.)
  • Original Kinotrailer (2:27 Min.)
  • Fotogalerie (8 Bilder)
  • Programmtipps:
    • Silent Hill (2:32 Min.)
    • 12 Monkeys (2:08 Min.)
    • Eyes of Crystal (1:32 Min.)
    • Alone in the Dark (1:38 Min.)
  • DVD-ROM Part
VerpackungKeepCase
 Neben einem recht informativen, aber nicht deutsch untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur William Brent Bell und dem Co-Autor Matthew Peterman finden wir hier lediglich noch zwei Kinotrailer, vier Cast & Crew-Infos in Form von Texttafeln, sowie eine kleine, lieblos zusammengewürfelte Bildergalerie mit 8 Fotos und eine Trailershow. Außerdem gibt es noch ein Hidden Feature mit dem Titel "The Game". Hier müsst ihr erst die richtige Kombination wählen, um euch ein knapp 2minütiges Video mit den Gameszenen aus dem Film anzuschauen. Darunter befinden sich aber auch Bilder aus der Produktionsphase des "Pseudo"-Spiels. Im Grunde eine Art Mini-Making of. Schade, ein richtiges Making of zum Film und dem Spiel wäre uns lieber gewesen. Im Übrigen finden wir unter dem DVD-ROM Part lediglich den Link zur Concorde Film-Homepage.
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Fazit
Eine Gruppe von Game-Freaks gerät unter den Einfluss eines geheimnisvollen unbekannten Spiels, das jeden, dessen Figur im Spiel stirbt, auch in der Realität des gleichen Todes sterben lässt. Liest man diese inhaltliche Zusammenfassung kann man mit seiner Erwartungshaltung schon mal tiefstapeln, das riecht nach einem Reißbrett-Slasher mit Bodycount, wie es ihn schon viele gegeben hat. Um so überraschender ist es dann, wenn das McG-Protegee William Brent Bell tatsächlich eine solide Gruselunterhaltung zusammenzaubert, die vielleicht an Innovation nicht übermäßig reich ist, aber die finstersten Untiefen des Teenieslashers dankbar vermeidet.
Der Aufbau an sich ist wie gehabt - ein Spiel, das drei junge Leute das Leben kostet, in deren Nachlass das titelgebende PC-Game gefunden wird. Prompt wirft man eine LAN-Party zu Ehren des Verstorbenen und schon hängen alle in dem Spiel fest, das mehr und mehr in die Realität eindringt. Verquickt wird das alles mit der Legende der einst real extierenden Gräfin Elizabeth Bathory, die in dieser Weiterentwicklung der Geschichte von Europa nach Amerika geflüchtet ist und dort ihr blutiges Werk fortsetzte, bis man sie stoppte. Natürlich will die Böse reinkarnieren und dazu dient das Spiel - wie oder warum das funktioniert, wird nicht näher erläutert, dennoch dürften sich gerade Game- und Filmfreaks einen Wackelpeter ans Knie freuen, denn die Spielanimation ist überaus beeindruckend gelungen und das Spiel mit den Parallelen zwischen Realität und Bildschirmgeschehen macht Spaß. "Stay Alive" ist tatsächlich recht creepy und wirft einen hübsch augenzwinkernden Blick auf die Gamefreaks, die es hier zur bunten Gruppe bringen, bestehend aus Game-Hunk, Technikfreak, Gothic-Girlie, Blondie und dem feuerscheuen Hauptdarsteller, der natürlich seine Angst aus der Vergangenheit überwinden muss.
Am schwächsten ist "Stay Alive" immer dann, wenn es sich auf die ausgetretenen Slasherpfade begibt, der nötige Bodycount ist in einigen Fällen wirklich mehr als bemüht ausgefallen, aber ansonsten entwickelt sich der Plot wenigstens eine knappe Stunde erfrischend mysteriös und die Tricktechniker kleistern auch nicht alles mit Krawalleffekten zu, sondern arbeiten effektiv mit leichten Überlagerungen und Farbfiltern, während Bell sichtlich Spaß hat, mit der Dunkelheit zu spielen, die hier für unheimliche Stimmung sorgt. Die Dialoge sind keine Offenbarung, tun aber auch nicht monströs weh und der Cast ist recht motiviert, wenn auch die Überlebenden lange vorher feststehen. Immerhin gibt es nach "Rache ist sexy" hier ein Wiedersehen mit Sophia Bush und Frankie Muniz spielt seinen Malcolm hier als Techniknerd weiter. Nur am Ende mangelte es wohl an Inspiration, beim Showdown bringt Bell doch tatsächlich einen Charakter zurück, den man für tot gehalten hatte und erklärt dies nicht (man kann es sich aber denken), um dann auf einen uralten Stinkkäse von Schlußgag zu setzen.
Wenn der Film auch für die Kinos viel zu hastig heruntergekurbelt wurde (25 Tage), so ist er doch für Spielefreunde ein nettes Horrorerlebnis und verzichtet zugunsten von Atmosphäre auf Ekel, was ihn zu einer soliden, spannenden Kurzweiligkeit macht. Insofern gelungen. Die Logik muss aber draußen bleiben.

Technisch gesehen hinkt die DVD weit hinter dem Möglichen zurück und bietet eine gerade mal solide Bild- und Tonqualität. Auch die Extras sind recht mager ausgefallen. Aber wenigstens liegt uns der Film trotz FSK16-Freigabe in seiner ungekürzten Fassung vor und ist rund 15 Minuten länger als die US-Kinofassung.



Bilder der DVD




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