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USA, MEX, FR 2006
Originaltitel:Bandidas
Länge:89:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Joachim Roenning & Espen Sandberg
Buch:Luc Besson, Robert Mark Kamen
Kamera:Thierry Arbogast
Musik:Eric Serra
SFX:Benoit Philippon, David Tomaszewski
Darsteller:Penélope Cruz, Salma Hayek, Steve Zahn, Joseph D. Reitman, Denis Arndt, Audra Blaser, Karl Braun, Gary Cervantes, Humberto Elizondo, Daya Fernandez, Ernesto Gómez Cruz, Aidel D. Herrera, Julian Sedgwick, Dwight Yoakam, Sam Shepard
Vertrieb:UfA / Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:22.12.2006 (Verleih) / 15.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Für Sara, die Tochter eines Bankiers, und Maria, die aus einer Bauernfamilie stammt, hält das Schicksal wenig Gemeinsamkeiten bereit. Bis zu dem Tag, an dem Tyler Jackson, Repräsentant einer New Yorker Bank, in ihr Leben tritt und sie im Unglück zusammenführt. Bei dem Versuch, sich unrechtmäßig mexikanisches Land für den bau der amerikanischen Eisenbahn anzueignen, greift Jackson kaltblütig die Familien der beiden an. Daraufhin beschließen Sara und Maria, aus Rache die Filialen der Bank um ihre Geldreserven zu erleichtern. Doch auch hier gilt: Der Job will gelernt sein, gutes Aussehen allein reicht eben doch nicht aus. Die beiden Frauen müssen bei dem berüchtigten Bankräuber Bill Buck in die Lehre gehen. Zunächst scheint die Lage hoffnungslos. Während sich die eine hauptsächlich um ihre Haarpflege kümmert, hat die andere Probleme, sich auch nur die Anzahl der Kugeln in ihrem Colt zu merken. Doch nach und nach werden die beiden zu perfekten Bandidas, so dass die New Yorker Polizei den jungen Inspektor Quentin auf die Ladies ansetzt.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Widescreen-Transfer besticht durch satte und kräftige Farben, welche die meiste Zeit in warme erdige Töne getaucht wurden, hin und wieder aber auch etwas ins Bläuliche abdriften. Die Schärfe befindet sich hierbei auf einem guten bis sehr guten Level und dank knackiger Konturen wirkt das Bild durchweg scharf und plastisch. Lediglich die Detailzeichnung hätte noch etwas feiner sein dürfen, was man vor allem in der Darstellung von Gesichtern merkt. Hier hätten wir uns mehr Details erhofft, obgleich das Gezeigte schon sehr gut ist. Dafür liefert der Kontrast hervorragende Werte ab und besticht durch einen satten Schwarzwert. Details müssen wir nicht missen. Desweiteren arbeiten die Kompressionen absolut sauber und unauffällig. Weder Schmutz, noch Blockbildung sind hier auszumachen. Lediglich ein dezentes Rauschen ist im Hintergrund auszumachen, trübt den Sehgenuss aber nicht im Geringsten.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch
 Die Tonabmischung ist ebenso überraschend ausgefallen wie die tolle Bildqualität. Überraschend deshalb, weil die deutsche Tonspur ausnahmsweise einmal besser klingt als der englische Track. Obgleich beide Tonspuren mit einem sehr dynamischen und weiträumigen Soundtrack auftreten, punktet die deutsche Spur vor allem im Bereich der Surroundeffekte, welche in der englische Fassung eine Spur zu zurückhaltend ausgefallen sind. Die deutsche Tonspur darf derweilen aus den Vollen schöpfen und überzeugt neben typischen, aber gut eingesetzten Umgebungsgeräuschen, welche die Rears nahezu in jeder Filmminuten beanspruchen, mit einer Vielzahl an sauber platzierten und teilweise kräftigen Effekten, welche teilweise mit einem wuchtigen Subwoofer zum Einsatz kommen. Die Sprachwiedergabe ist ebenfall sauber und leistet sich keine Mängel, klingt sogar besser abgemischt als in der englischen Sprachfassung, dessen Dialoge zwar ebenfalls gut verständlich, aber nicht immer sehr natürlich wirken. Optional gibt es noch deutsche und englische Untertitel.
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Extras
Extras
  • Making of "Bandidas" (14:26 Min.)
  • US-Trailer 1 (1:58 Min.)
  • US-Trailer 2 (2:06 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (1:50 Min.)
  • Cast & Crew Infos:
    • Salma Hayek
    • Penélope Cruz
    • Dwight Yoakam
    • Steve Zahn
    • Sam Shepard
  • Trailershow:
    • Volver (1:59 Min.)
    • Fanfan, der Husar (1:55 Min.)
    • Head in the Clouds (2:12 Min.)
    • Sahara (2:26 Min.)
    • Asterix und die Wikinger (1:50 Min.)
    • In 80 Tagen um die Welt (1:58 Min.)
VerpackungKeepCase
 Beim Bonusmaterial steht man leider nicht so gut da. Unter dem angeblichen Making of finden wir gerade mal 15 Minuten an Interviews und einige wenige "Behind the Scenes"-Aufnahmen, sowie Impressionen von der Premierefeier. Desweiteren gibt es noch Cast & Crew-Infos und den Original-Kinotrailer, sowie eine obligatorische Trailershow. Das ist leider reichlich wenig, zudem ist das DVD-Menü nicht anamorph und liegt somit nur in 4:3 vor.
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Fazit
Oh ja, Hollywood erschließt sich neue Zielgruppen ...
Nachdem jetzt ein paar empirische Untersuchungen ergeben haben, dass Amerikaner hispanischer Herkunft nicht nur die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe ausmachen, sondern auch viel öfters ins Kino gehen als die sogenannten "Weißen", wird jetzt doch mal ein paar Projekten Leben eingehaucht, die man sonst verschämt vor sich hergeschoben hätte.
"Bandidas" ist so zielgruppenorientiert gedreht, hier treffen die beliebtesten Schauspielerinnen hispanischer Herkunft (egal, woher jetzt genau) endlich mal aufeinander. Und leider ist das Spiel von Penelope Cruz und Selma Hayek auch beinahe das Einzige, was nach Durchsicht dieses flockenlockeren Popcornfilms hängen geblieben ist. Beide verfügen durchaus über komisches Potential und Mimik, ob sie so einen Film tragen können, ist eine andere Sache. Ansonsten ist deutlich, dass Luc Besson, der Meister des "style over substance" die Idee zu diesem Skript hatte, denn hier bleibt sonst nicht viel hängen. Die Story hat man in der Filmgeschichte zusammengekratzt, wo immer Frauen in Western mal zu den Waffen griffen und Augenzwinkern angesagt war, also hauptsächlich bei "Viva Maria", Interner Link"Petroleummiezen", "Cat Ballou" und das hat man vermengt mit einer deftigen Portion "Zorro", nur mit Korsett statt Maske. Glaubt man nicht? Huhu ... schauen wir nach der Story.
Da haben wir Mexiko, ein armes Land (wann der Film spielen soll, bleibt ungeklärt, ist auch nicht sooo wichtig, soll aber wohl so um 1880/90 sein; die bösen Amis, die den Mexikanern das Land wegnehmen wollen und ehrenhafte arme Leute umbringen. Und zwei Damen, deren Banditentaten und Bankraubereien sie zu Volksheldinnen machen. Und einen bösen Gegner hat man natürlich auch. Einen Don Diego haben wir auch, aber das ist Hayeks Vater und der stirbt zum Glück gleich zu Beginn.

Ist das schon nicht originell, ist es der weitere Verlauf noch weniger: Tragödie, Zusammenraufen, Training bei einem berühmten Bankräuber, wilde Taten, Patriotismus, Gefangennahme, Entkommen und finaler Showdown in einem Zug. Ist nicht neu, ist beliebt, ist bekannt, aber hier leider hoffnungslos vorhersagbar. Das alles wäre aber immer noch recht gut, wenn die Erstlingsregisseure Roenning und Sandberg nicht nur den Stylefundus der jüngsten Filmgeschichte plündern würden, sondern eine eigene Handschrift besäßen. Das ist dringend nötig bei einem Nonsense-Skript von Besson, der Steve Zahn (mit solider Komödiantenleistung) als Kriminalist mal eben gut 40 Jahre vor dessen Entdeckung schon das Fingerabdruckverfahren anwenden lässt und auch sonst als CSI-Parodie unterwegs ist. Doch die Regisseure können sich nie entscheiden, ob das nun ein ernsthafter Western, eine Komödie oder eine Parodie sein soll, die Handlung klamaukt so vor sich hin, wenn sie nicht in Klischees rumsumpft (ängstliche Mexikaner, dumme und dreckige Handlager des Bösen). Irgendwann geht dem Zuschauer das Abstrampeln und Bemühen um Drive und Witz auf den Keks, das hat man alles schon viel besser gesehen. Zum Glück ist das Ergebnis wenigstens streckenweise amüsant, Sam Shepard gibt als Ex-Bankräuber eine Bravour-Cameo-Leistung und neben der Spielfreude dürfen die Protagonistinnen natürlich auch noch ausgiebigst ihre Dekolleté präsentieren, was wirklich recht ansehnlich geriet.
Doch trotz so manchem Lacher wirkt das Ergebnis hektisch und löst am Ende nicht mal richtig alle Handlungsstränge auf, verzichtet sogar auf Infos, ob die Damen nun rehabilitiert sind und ihre Besitztümer zurückbekommen. Aber das macht nichts, denn da "Bandidas" aus der "Gesehen-vergessen"-Kategorie ist und eine Halbwertzeit von 45 Minuten besitzt, kann man sich das reinpfeifen, ohne das bleibende Schäden hinterbleiben. Allerdings fehlt auch das Sättigungsgefühl.

Die DVD überzeugt durch ein knackig-scharfes Bild und einen guten deutschen Dolby Digital 5.1 Mix. Leider lassen die Extras etwas zu wünschen übrig, dafür stimmt aber der Preis.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Bandidas
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