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D 1968
Originaltitel:Radhapura - Endstation der Verdammten
Alternativtitel:Fluch der Diamanten
Länge:77:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Hans Albin
Buch:Bob Cunningham, Rudolf Lubowski
Kamera:Klaus von Rautenfeld
Musik:Nino Oliviero
Darsteller:Gordon Mitchell, George Nader, Carl Möhner, Femi Benussi, Rik Battaglia, Michael Berger
Vertrieb:NEW Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.04.2005 (Kauf)



Inhalt
Monatelang nahm Steve die Hölle auf sich, um Diamanten zu schürfen und sein Glück zu machen. In einer einzigen Nacht wird ihm seine gesamte Ausbeute abgejagt. Den Dieb vermutet er in einer Edelsteinmine. Er lässt sich anheuern, um seine Steine zurück zu bekommen.
Und hier, im Pesthauch von Hitze und Staub, findet er den Dieb. Es ist der skrupellose Minenaufseher Alfredo, der die Arbeiter kalt und brutal quält. Um dieser Hölle der Verlorenen, wo die Menschen sterben wie die Fliegen, zu entkommen, sucht sich Steve Verbündete, mit denen er eine Revolte anzettelt. Blut fließt auf beiden Seiten. Aber mit seinem größten Feind muss er noch abrechnen ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Qualitativ muss man hier definitiv einiges an Abstriche machen. Als Master dürfte wohl ein Videotape hergehalten haben. Dies merkt man an den für Videokassetten typischen Störstreifen, die gelegentlich im Bild auftauchen. Schärfetechnisch wird hier auch nicht viel geboten, so dass vieles eher einem bunten Brei ähnelt. Auch die Kompression lässt zu wünschen übrig und man sieht deutliches Blockrauschen sowie stellenweise Nachzieheffekte. Die Farben gehen weitestgehend in Ordnung, wirken aber etwas verfälscht. Bildtechnisch sind wir vom DVD- Standard also sehr weit entfernt.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Auch der Ton ist nicht das Gelbe vom Ei. Ein mehr oder weniger starkes Rauschen ist deutlich zu hören. Hierzu gesellen sich noch Verzerrungen und gegen Ende eine Art Leiern im Musikscore. Die Sprachverständlichkeit ist trotzdem noch gegeben.
 ++----

Extras
Extras
  • Promo Trailer (4:17 Min.)
  • Bildergalerie (1:55 Min.)
  • Texttafel (2:54 Min.)
  • Quiz zum Film
  • Trailershow:
    • Der Halunke (1:56 Min.)
    • Wanted (5:12 Min.)
    • Ein Dollar zwischen den Zähnen (2:24 Min.)
  • PC-Part mit den Kinoplakat und den Aushangsfotos zum Ausdrucken
VerpackungKleine Hartbox
 Wie bei NEW eigentlich schon üblich, gehört der Filmtrailer, diesmal als selbstentworfener Trailer, eine Bildergalerie und die Texttafel mit Informationen zu "Radhapura" zu einer DVD dazu. Schön ist wieder, dass ein Filmquiz auf die DVD gepackt wurde. So kann man auch prüfen, ob man während des Films aufgepasst hat. Neben dem von mir sehr geschätzten PC-Part gibt es natürlich noch eine Trailershow.
 ++----

Fazit
Auf der einen Seite ist die DVD von "Radhapura" eigentlich ein totaler Ausfall, da man meint ein abgenudeltes Videotape anzusehen. Unter der Berücksichtigung, dass es weltweit kein besseres Master gibt und man es hier mit deutschen Klassiker zu tun hat, der bis auf die Kinoauswertung nur einmal als VHS-Tape unter dem Titel "Fluch der Diamanten" von International Home Video erhältlich war, darf man doch irgendwie froh sein, diesen kleinen Geheimtipp vergangener Tage auf DVD sein Eigen zu nennen. "Radhapura" kann man nämlich mit ruhigen Gewissen als einen der Mitbegründer der kommenden Welle von Lagerfilmen zählen, die durch Erwin C. Dietrich und Jess Franco gerade Anfang der 70er große Mode waren. Der Film ist zudem mehr als politisch unkorrekt und strotzt nur vor rassistischen Äußerungen, was aber auch am damaligen Weltbild liegen könnte. Dies merkt man auch stark an der Darstellung des Minenaufsehers Alfredo (Gordon Mitchell), der sichtlich an einen NS-Offizier angelehnt ist. Der Part der guten Seite wird vom "Jerry Cotton"-Darsteller George Nader verkörpert. Beide Seiten, also Gut und Böse, sind also hervorragend besetzt worden und lassen "Radhapura" mit seinen Ideen beim Zuschauer im Gedächtnis verweilen. Hier stirbt man noch bei einem letzten Zug aus der Zigarette. Schön war die Zeit und herrlich unkorrekt. Die Regie, die man Hans Albin zugesteht, soll wohl aber zum größten Teil vom Italiener Paolo Bianchini (Interner Link"Django - Ich will ihn tot") stammen. Was mich nicht wundern würde, da Albin doch eher der gemütliche Heimatfilm-Regisseur ist, was doch das totale Gegenteil zu diesem Folter-Lagerfilm darstellt. Gedreht wurde der Film auf Sri Lanka (damals Ceylon) und kann mit einer stimmungsvollen Kulisse aufwarten, die prächtig vom Kameramann Klaus von Rautenfeld eingefangen wurde, was aber auch wieder bemerkbar macht, dass in gerade diesen Szenen Hans Albin die Regie übernahm.

Und hier dürfte der Käufer etwas in Zwiespalt mit sich geraten. Zum einen haben wir hier einen sehenswerten Film, zum anderen eine deutlich schlechte Qualität. Da es nun wirklich kein besseres Master gibt, kann ich persönlich sehr gut mit dieser Veröffentlichung leben. Einen Kauf muss jeder für sich selbst entscheiden, verdient hätte es der Film allemal.



Bilder der DVD




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