Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1958
Originaltitel:How to Make a Monster
Alternativtitel:Satan mit den tausend Masken, Der
Länge:73:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:PG
Regie:Herbert L. Strock
Buch:Herman Cohen, Aben Kandel
Kamera:Maury Gertsman
Musik:Paul Dunlap
Darsteller:Robert H. Harris, Paul Brinegar, Gary Conway, Gary Clarke, Malcolm Atterbury, Dennis Cross, Morris Ankrum, Walter Reed, Paul Maxwell, Eddie Marr, Heather Ames, Robert Shayne, Jacqueline Ebeier, Joan Chandler, Herman Cohen
Vertrieb:Direct Video
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:06.04.2004 (Kauf)



Inhalt
Pete Dumond war über 25 Jahre lang für die Makeups und Masken der Monster-Stars des Hollywood-Studios verantwortlich. Nachdem das Studio seinen Besitzer wechselt, wird ihm unmissverständlich klar gemacht, dass für ihn und seine Kreaturen, besonders seine beiden größten Hits Teenage Werewolf und Teenage Frankenstein, kein Platz mehr ist, da die Filmschmiede sich fortan auf die Produktion von Musicals konzentrieren wird.
Verärgert und verstört von dieser Entscheidung, die Petes Lebenswerk zerstört, plant er einen perfiden Rachefeldzug gegen seine neuen Bosse: Durch Hypnose bringt er seine zwei Jungdarsteller dazu, dass sie sich als echte Monster fühlen, die unter seinem Einfluss im gesamten Studio morden und für Verwüstung sorgen. Doch die Polizei ist dem unscheinbaren Mann bereits auf der Spur ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild, s/w)
NormPAL
 Die geringe Anzahl an weißen, meist kleineren Kratzern ist für die 50er Jahre nichts Schlimmes. Der Vollbild-Transfer macht sogar einen sehr ordentlichen Eindruck, bei dem die Bildstruktur trotz weicher Grundcharakteristika gut erhalten bleibt. So erkennt man sämtliche Teile gut, auch wenn Details natürlich etwas magerer ausfallen. Es könnte natürlich noch etwas besser sein, denn leichtes Ghosting schwächt die Qualität in Bewegungen etwas ab. Fast 4 Punkte, letztlich deswegen aber nur 3, weil bei der Kompression deutliche Abstriche zu machen sind, wie deutliche Blockbildung und hintergründige Verpixelungen um Konturen beweisen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch, Holländisch
 Der englische O-Ton ist ziemlich gut erhalten, rauscht nur wenig und erscheint nicht zu dumpf. Auch die Hintergrundgeräusche sind sehr gut zu hören. Damit kann er sich qualitativ gegenüber gleichaltrigen B-Produktionen durchsetzen, die meist zu spitz und wenig ausgewogen klingen. Auf eine Eindeutschung muss man zwar verzichten, nicht aber auf deutsche Untertitel. Da mit dem O-Ton alles soweit in Ordnung ist, vermisse ich auch keine deutsche Neusynchro.
 ++----

Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • 9 Plakatreplikas
  • Trailer:
    • The Day The World Ended (1:38 Min.)
    • War Of The Colossal Beast (1:43 Min.)
    • The Spider (1:47 Min.)
    • The Brain Eaters (1:39 Min.)
    • How To Make A Monster (1:56 Min.)
    • The She-Creature (1:44 Min.)
    • Voodoo Woman (1:35 Min.)
    • Blood Of Dracula (1:56 Min.)
    • Reform School Girl (1:45 Min.)
  • The Guardian Interview with Samuel Z. Arkoff (50:51 Min.)
VerpackungKeepCase
 Sehr gefreut hat mich der 9 Motive umfassende Nachdruck der alten Plakatmotive auf Postkartengröße. Sowas bekommt man nicht alle Tage mitgeliefert, zumal die Darstellungen teils wunderbar schrullig und übertrieben ausfallen. Auch die Menuführung orientiert sich stilistisch an der Filmstimmung und ist natürlich in s/w gehalten. Alle 9 Filme der Collection werden auf der DVD mit einem Trailer gewürdigt, aber das große Extra versteckt sich hinter dem unscheinbaren Interview: Hier reflektiert Arkoff in einem über 50minütigen Audio-Interview über seine große Karriere im Filmbusiness. Das ist nicht nur höchst interessant (leider nicht deutsch untertitelt), sondern stellenweise auch sehr unterhaltsam.
 ++----

Fazit
Samuel Z. Arkoff erkannte wohl die Möglichkeit in "How To Make Monster" einen Einblick in die Studioarbeit seiner auf Horror-Filme bestimmten, erfolgreichen B-Movie-Schmiede American International Pictures zu gewähren, als er diesen klassischen, aber sehr unterhaltsamen Horror-Film auf das Publikum losließ. Der Protagonist, der den deutschen Titel wohl auf "Der Satan mit den tausend Masken" festlegte, ist so ein typischer alter Herr mit etwas kauziger Einstellung und großer Liebe zu seinem Maskenbildner-Job, den jeder für seine Hingabe schätzt und dem man "auch keinen Gefallen ausschlagen" kann (Filmzitat). Als er seinen Job zu verlieren droht (bezeichnenderweise wird vom Studioboss das Ende des Monster-Horrors in der Filmära bekanntgegeben), drehen beim sonst sehr gefassten Herrn die Sicherungen durch, denn seine gesamte Existenz steht vor dem Aus. Was soll er tun, wenn er nicht mehr die beliebten Masken für den "Teenage Werewolf" und den "Teenage Frankenstein" anfertigen darf, die er so gern als seine Kinder bezeichnet?
Robert H. Harris gibt eine glanzvolle Performance ab, denn hinter dem freundlichen Gesicht und seiner höflichen Art verbirgt sich eine herrlich fiese, berechnende Psychose, mithilfe derer es ihm gelingt, nicht nur seinen sehr untertänigen Gehilfen in den Mord an den Bossen zu verwickeln, sondern auch noch zwei der Darsteller, die er täglich maskiert, mittels einer gefügig machenden Salbe die Tat ausführen zu lassen. Als ihm ein engagierter Wächter dabei fast auf die Spur kommt, steigt der glatzköpfige, höfliche Dumond gar selber unter eine seiner Kreationen, um den Störenfried auszuschalten. Somit möchte "How To Make A Monster" auch gar nicht als Horror-Film deklariert werden, sondern eher als leichte Unterhaltung, weil der Täter höchst sympathische Anwandlungen zeigt. Spielend nimmt man sich mittels Film-im-Film-Thematik gleich selbst auf die Schippe, erzeugt vielfältig Genre-Querverweise und belustigt sich auf Kosten der ignoranten Horror-Gegner, in dem man ihnen einfach den Hals umdreht. Interessant ist beispielsweise das Verhör auf der Polizeiwache, bei welchem Dumond den Cops, die bereits auf der heißen Spur sind, immer wieder die Stirn bietet, seinen (nicht sehr intelligenten) Gehilfen in Schutz nimmt und seine Arbeit mit der Phantastik als etwas völlig Natürliches darstellt, das gleichfalls harmlos wie befreiend auf ihn wirkt. Das Ende, bei dem Dumond alles ins Verderben reißen möchte, was er nicht mehr retten kann, bietet dann noch eine großartige Überraschung: Vier Herren betreten das stockdustere Haus und während Dumond reihum die Kerzen erhellt, gewinnt das Bild nicht nur an Helligkeit, sondern an Farbe - nach etwa einer Stunde s/w-Film!! Wunderbarer Einfall, hiermit den Eintritt in eine Welt zu markieren, die die Realität endgültig verlässt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.