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USA 1998
Originaltitel:Chosen One: Legend of the Raven, The
Alternativtitel:Raven: Chosen One, The
Länge:87:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Lawrence Lanoff
Buch:Khara Bromiley, Sam Rappaport
Kamera:Lawrence Lanoff
Musik:Keith Arem
Darsteller:Carmen Electra, Conrad Bachmann, Tim Bagley, Billy A. Fox, Shauna Sand Lamas, Lawrence Lanoff, Michael Lathon, Leslie Hunt, Charles Santore, Dave Oliver, Frank Salsedo, Michael Stadvec, Priscilla Taylor, Debra Xavier
Vertrieb:Troma / One World
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:01.06.2000 (Kauf)



Inhalt
Als ihre Schwester Emma brutal ermordet wird, kehrt McKenna Bravenight zurück an den Ort ihrer Kindheit. Sie muss ein Erbe antreten, das weitaus gefährlicher ist, als sie sich hätte träumen lassen. Als Hüterin der heiligen Mondsichel bekommt sie es mit Mächten zu tun, die Tod und Verderben bringen. McKenna wird zum Raven Warrior, dem übernatürlichen Racheengel im Kampf gegen den Wolf, die Verkörperung des absolut Bösen. In der Dämmerung des neuen Jahrtausends kommt es schließlich zur ultimativen Schlacht. Und auf den Flügeln des Raben naht die Vergeltung ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Sieht mir alles ein wenig nach 16mm-Produktion aus, was für einen Independent-Film (im Audiokommentar erwähnt der Regisseur des Öfteren das Besorgnis erregende Budget) nicht unüblich ist. Die Schärfe zeigt sich unterdurchschnittlich, als ob hier ein Filter drübergelegt worden wäre, der gleichfalls Konturen wie Texturen abschwächt. Auch Kontrast und Farbe machen diesen Eindruck, denn beide erscheinen etwas vereinfacht, so dass insgesamt dunklere, aber auch kräftigere Farbtöne entstehen. Rauschen sieht man nur im geringen Maße, zumindest ist es sehr fein, die Kompression sorgt aber für etwas Bewegung in Form von Blockrauschen. Viel war nicht zu erwarten gewesen, weswegen die DVD noch ganz in Ordnung ist. Trotzdem: Wenn man demnächst etwas Besseres als ein Videotape als Master hat (siehe Laufstreifen am unteren Rand des Overscan-Bereichs), dann lässt sich sicherlich noch einiges machen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel.
 Porno-Feeling passend zum Möchtegern-Porno gibt's mittels ... na? Natürlich durch die standesgerechte Porno-Synchro. Die gehört definitiv in meine Top Ten der "most verhunzt Eindeutschung of all times". Also wirklich, was hier geboten wird, ist ja mal der schärfste Schwachsinn seit "Sinnlos im Weltraum". Selbstredend wurden fast ausschließlich jene Sprecher engagiert, die man gewiss nicht gern hört und die gebröckelten Blödsinn am laufenden Band in den Mund gelegt bekommen. Abgesehen davon ist die Synchro auch eintönig und überlagernd, so dass Hintergrundgeräusche kaum eine Chance haben und der Klang dadurch reglos wird. Auch die Front erklingt nur dünn bei Musikstücken, ist zumindest aber dort als Stereoabmischung zu erkennen. Beim englischen Original läuft alles ähnlich ab, die Dialogspur gefällt vielleicht noch etwas mehr, aber es fehlen Untertitel. Mit Mühe 3 Punkte.
 +++---

Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Audiokommentar
  • Original-Intro von Lloyd Kaufman (0:41 Min.)
  • Worte der Weisheit von Frank Salsedo (1:09 Min.)
  • Zebra Woman in Action (1:00 Min.)
  • Im Gespräch mit:
    • Shauna Sand Lamas (1:01 Min.)
    • India Allen (1:07 Min.)
    • Thomas Taltsen (1:38 Min.)
    • Lawrence Lanoff (3:05 Min.)
  • Trailer:
    • US-Kinotrailer (2:18 Min.)
    • Dt. Trailer (2:17 Min.)
    • Cannibal! The Musical (2:45 Min.)
    • Captain Cosmotic (2:08 Min.)
    • Tromeo & Julia (1:58 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mit dem Bonusmaterial scheint man gleich eine andere Welt zu betreten, denn hier darf Lloyd Kaufman wie üblich eine lustige Einführung zur DVD sprechen, was innerhalb von 40 Sekunden die Leistungen des Hauptfilmes in Sachen "Unterhaltung" klar übertrifft. Danach darf der Film-Pappi der Rabenkriegern kurz ein paar indianische Weisheiten zum Besten gegeben, die untermalt werden von der rituellen Brandmarkung aus dem Film. "Zebra Woman in Action" ist ein kurzes Feature, in dem sich eine schrille Persönlichkeit kurz vorstellt und die Troma Studios für ihr Auftreten gutheißt. In den kurzen Interviews stellen sich der hübsche Geist des Filmes vor, der durch reichlich intelligente Äußerungen strahlt, sowie die Produzentin, ehemaliges Playmate des Jahres, dem Cutter und dem Regisseur, welcher auch einen Auftritt im Film als Motel-Opfer hat. Beim Interview mal auf ihren linken Hintergrund achten, wer da rumsteht: Rob Schneider. Fast hätt ich's vergessen: Einen Audiokommentar, gesprochen vom Regisseur, hat die DVD auch noch, aber wie schon die anderen Extras ist hier nichts ins Deutsche gebracht worden und Untertitel gibt es auch keine.
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Fazit
Oh man, das ist weder Troma, noch irgendwie ein Film, sondern hemmungsloser Schwachsinn. Als ob Playboy und BILD-Zeitung hier koproduziert hätten, bedient sich "Raven Warrior" nicht nur des schauspielerischen Unvermögens einiger Marlboro-Cowboys und 90er-Pinup-Girls, sondern auch einer amateurhaften Verarbeitung sämtlicher Elemente, die Superheld(inn)en-Fans einen Schauer über den Rücken jagen werden - keinen freudigen! Fassen wir zusammen und streichen das wabernde Gesülze der Machos raus, bleibt nicht viel, was die Spätunterhaltung im Soft-Erotik-Programm nicht auch zu bieten hätte. Der billige Unsinn wird dann noch von herrlichen, sehr lächerlichen Off-Kommentaren zusammengehalten, die wohl den Mythos der Kämpferin unterstützen sollen. Was hier für Lappalien abgelassen werden, findet man in keiner Sonntagspredigt! Selbst ich würde mir zutrauen, hier ein paar kräftigere Wort niederzuschreiben als das nie enden wollende Geseier über "Gut und Böse", "Mächte der Götter" und "verborgene Kräfte". Unheimlich schlechte Kameraführung und Schnitt (ja, ich meine: unheimlich schlecht) machen dann selbst den leisteten Anflug von Action zunichte, denn es scheint fast so, als ob die Einstellung stets auf Gesicht oder Arsch fixiert ist, so dass die Übersicht über das Rundherum gering ausfällt. Wollen wir eigentlich mehr sehen? Gelegentlich schon, denn die ewigen, ziemlich harmlosen Erotiksequenzen öden schon nach kurzer Zeit an. Sympathiepunkte können die Figur des Trottels Ricky Deans einfahren und natürlich die wenigen Naturaufnahmen einfahren, aber dafür kauft sich sicherlich niemand diesen Film. Schließlich will man "Baywatch"-Nixe Carmen Electra möglichst oft in ihrem hautengen Silberdress sehen. Die darf, nachdem sie ganz im Stile von Interner Link"The Crow" von den Rednecks um die Ecke gebracht wurde, gelegentlich die Wildkatze gebe, ist aber sonst hemmungslos überfordert. Auch Naivität zu spielen, will schließlich gelernt sein. Die frühere Fassung war dieser gegenüber gekürzt, wobei man auch jetzt nicht von Gore bzw. Splatter reden kann, wie ich andernorts lesen konnte. Die wenigen expliziten Szenen in dieser Richtung fallen relativ harmlos aus und gehen in Sachen Darstellung nicht über die Grenzen eines herkömmlichen Thrillers hinaus.
Lieber Regisseur, ab zurück auf die Filmschule und fleißig Russ Meyer schauen. Dort hatten die Girls noch ein wenig mehr zu bieten als ne dicke Doppel-D und gegenüber diesem hanebüchenen Scheiß war für Unterhaltung gesorgt. Und werft Carmen Electra bitte zurück ins Meer!



Bilder der DVD




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Raven Warrior
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