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UK, IE 2005
Originaltitel:Isolation
Alternativtitel:Calf, The
Länge:90:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Billy O'Brien
Buch:Billy O'Brien
Kamera:Robbie Ryan
Musik:Adrian Johnston
SFX:Scott McIntyre, Andy Roberts
Darsteller:Essie Davis, Sean Harris, Marcel Iures, Crispin Letts, John Lynch, Ruth Negga, Stanley Townsend
Vertrieb:Sunfilm/Tiberius Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.12.2006 (Verleih) / 19.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Auf einem einsamen Bauernhof, irgendwo im irdischen Hinterland, nehmen die Rinder von Farmer Dan Reilly - wie er glaubt - an Fruchtbarkeits-Tests für ein großes Pharma-Unternehmen teil. Während einer Untersuchung an einer schwangeren Kuh wird die überwachende Tierärztin Orla aus dem Inneren der Fruchtblase von etwas gebissen. Kurz danach erblickt ein kaum lebensfähiges, mutiertes Kälbchen das Licht der Welt. Das Experiment scheint furchtbar schief gegangen zu sein, doch in Wahrheit ist es nur der Anfang eines blutigen Alptraums ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Breitbildtransfer kann in nahezu allen Belangen überzeugen und trotz einer absichtlich kühlen und teilweise blassen Farbgebung, welche hin und wieder ein Minimum an warmen Farbtönen offenbart, wirkt das Bild niemals unnatürlich. Vielmehr will uns der Regisseur mit seiner düsteren und beklemmenden Optik die Kälte und Trostlosigkeit, welche von "Isolation" ausgeht, zeigen. Das gelingt ihm auch in nahezu jeder Sequenz. Der Kontrast arbeitet hervorragend und es werden keinerlei Details verschluck. Zudem sorgen der nahezu perfekte Schwarzwert, sowie eine überraschend gute Kantenschärfe stets für ein sehr plastisch wirkendes Bild. In Nahaufnahmen überzeugt sogar die Detailschärfe, fällt lediglich in den Totalen etwas ab und lässt den Transfer dann etwas weich und stellenweise unscharf wirken. Die geschieht aber äußerst selten und meist können wir uns über saubere und knackige Konturen freuen. Der Rauschanteil ist zudem minimal ausgefallen und auch die Kompressionen arbeiten sehr sauber und ausgewogen. Blockrauschen findet sich hier von daher nur sehr selten. Dafür huschen vereinzelt Defekte über den Bildschirm und in schnellen Kameraschwenks hat der Transfer mit leichten Bewegungsunschärfen zu kämpfen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 "Isolation" lebt von seiner düsteren Atmosphäre, welche man mit einer passenden Sounduntermalung versucht hat zu verstärken. Dabei setzt man auf eine sauber abgemischte Klangkulisse, in der die Umgebungsgeräusche und ein minimalistischer Score für Spannung sorgen darf, wobei Letzteres im Film kaum Verwendung findet. Auch hier erzeugt O'Brien durch den Verzicht des Scores in vielen Sequenzen des Films für eine sehr trostlose und beängstigende Atmosphäre. Dabei bleiben die Effektlautsprecher aber niemals wirklich stumm, sondern überzeugen stets durch eine räumliche Klangkulisse, auch wenn dies nur ganz dezent eingesetzt wird. Von daher müssen wir auf brachiale Effekte selbst in Action lastigeren Sequenzen verzichten und der Subwoofer darf erst zum Ende hin durch einige sehr wuchtige Dynamiksprünge auf sich aufmerksam machen. Die deutsche DTS-Spur wurde etwas lauter abgemischt, um kraftvoller zu wirken und lediglich englische Original Dolby Digital 5.1-Mix wirkt weiträumiger und überzeugt zudem mit einer besseren Dynamik. Dafür klingt der Frontbereich etwas zu dumpf, was bei der deutschen Sprachfassung nicht der Fall war. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Dragon Squad (2:59 Min.)
    • The Collector (2:09 Min.)
    • 2001 Maniacs (1:16 Min.)
    • Minotaurus (2:03 Min.)
    • TDR - The Devil's Rejects (1:08 Min.)
    • The Quiet Earth (2:52 Min.; OmdU)
    • Isolation (engl./dt. (1:26 Min.)
  • Dokumentation "Inside the Barn" (20:40 Min.)
  • Kurzfilm "The Tale of the Rat that wrote" (14:14 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur auf dem FFF`06 in Berlin (7:39 Min.)
  • Storyboards-Vergleich (4:25 Min.)
  • Fotogalerie:Creature Design (12 Bilder
VerpackungKeepCase im Schuber
 Neben der obligatorischen Trailershow und dem deutschen und englischen Original-Trailer, sowie einer kleinen Bildergalerie mit "Creatures Designs", gibt es noch ein kurzes Interview mit dem Regisseur vom Fantasy Filmfestival 2006 in Berlin, sowie einen 4minütigen Storyboard-Vergleich. Unter dem Titel "Inside the Barn" befindet eine knapp 21minütige Dokumentation, in der Regisseur Billy O`Brien zwischen Filmauschnitten eine Menge über die Entstehung des Films und die Dreharbeiten spricht. Das ganze wurde optional deutsch untertitelt und ist sehr informativ ausgefallen. Interessanter ist aber der 15minütige Kurzfilm "The Tale of the Rat that wrote", ein in schwarz/weiß gedrehter und zudem sehr beindruckender Film von Billy O`Brien, in dem Ratten im Mittelpunkt stehen. Das Clou: O'Brien verwendet keine echte Ratten, sondern Puppen. Das war es dann auch schon an Bonusmaterial. Ein kleines "Making of" oder ein "Hnter den Kulissen"-Featurette wäre noch nett gewesen.
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Fazit
In "Isolation" geht das Minimum/Maximum-Prinzip vollends auf und das schöne: Man merkt es nicht einmal, dass sich hinter Billy O'Briens Gesellenstück ein reiner Low-Budget-Horrorfilm verbirgt. Dafür sieht der auf 35mm und in Widescreen gedrehte Film einfach zu gut aus. Zwar könnte man meinen, O'Brien inszeniert mit "Isolation" den x-ten Tierhorror- oder Alienfilm, so wird man schlussendlich aber überrascht darüber sein, wie effektiv er die geringen zu Verfügung stehenden Mittel zu Gunsten seiner Produktion einzusetzen weiß. An Originalschauplätzen gedreht, lässt er seinem Publikum die klaustrophobische Grundstimmung förmlich am eigenen Leib spüren und zieht Minuten für Minuten die Schlinge immer enger zu.
Als Brutstätte des Bösen dient eine heruntergekommene Farm in Irland, in dem der finanziell angeschlagene Dan Reilly eine trächtige Kuh für illegale Gen-Experimente zweier Wissenschaftler zu Verfügung stellt. Doch laufen die Experimente nicht so wie man es sich vorgestellt hat und die Laune der Natur gebärt Parasiten ähnliche Wesen, welche sich schnell zu Bedrohung der anderen Kühe entwickeln. Auch die auf der Farm anwesenden Personen sind nun nicht mehr sicher ...
Das klingt alles nach tausendmal aufgewärmter B-Movie-Kost, doch im Gegensatz zu vergleichbaren Genreprodukten - und dabei sollte man erwähnen, dass Kühe bisher noch nicht im Mittelpunkt einen Horrorfilms standen -, sorgt die spärliche Ausleuchtung, die niemals überhastete Inszenierung und die überzeugende Performance der Darsteller für mehr als einmal wohlige Gruselstimmung, und das, obgleich O'Brien sich zu Beginn sehr viel Zeit lässt, seine Protagonisten vorzustellen. Das mag mitunter ein wenig zäh wirken, langweilig wird es aber nie und umso weiter die Geschichte fortschreitet, umso temporeicher wird das ganze. Dabei konzentriert man sich noch nicht auf einen "Helden", sondern versucht sämtliche Charaktere gleichmäßig ins rechte Licht zu rücken und erst zum Ende hin kristallisiert sich heraus, wer von den Darstellern in dem stark von Interner Link"Alien" inspirierten Showdown wie so oft über das "Böse" triumphieren darf.
Wer denkt, ich hätte jetzt zuviel verraten, sollte sich "Isolation" erst einmal anschauen, den nicht nur, dass das Thema Genforschung und Mutation sehr schön in die Handlung eingeflochten wurde (warum sprechen einige Kritiker ständig von ALIENS?), auch die teilweise herausragenden Spezialeffekte sind den Kauf der DVD wert. So z.B. die Sequenz zu Beginn als die Tierärztin Olga von einem Kalb, welches sich noch in der trächtigen Kuh befindet, gebissen wird, oder aber die sehr ausgedehnte Geburt des leider zu Tode verurteilten und mutierten Kalbes, ist ein sehr intensives Erlebnis, was vom Regisseur sehr nüchtern, gar dokumentarisch in Szene gesetzt wurde. Hier merkt man, dass er selbst auf einer Farm groß wurde und einfach einen Blick für die passende Umsetzung und Ausleuchtung hatte. Denn letzlich ist es genau das, was "Isolation" ausmacht: Atmosphäre und Spannung. Dabei sind blutige Sequenzen keine Seltenheit, wobei die Mutationen hierfür selten verantwortlich sind. Vielmehr ist es der Kampf zwischen den Menschen selbst, der seine Opfer fordert. Denn wie in jedem guten Horrorfilm gibt es einen "mad scientist", dem das Leben der anderen egal ist und der nur seine Ziele verfolgt, egal ob er dafür über Leichen gehen muss.

"Isolation" ist spannende, düstere und vor allem konsequent umgesetzte Horrorkost aus Irland, welche in keiner Sammlung fehlen sollte. Und auch wenn der Film einen sehr ruhigen Erzählstil frönt und allein deshalb schon an Ridley Scotts Klassiker erinnert, schafft O'Brien es, einen kontinuierlichen Spannungsbogen zu erzeugen, welcher in einem sehr düsteren und erdrückenden Finale endet. Nach dem Genuss von "Isolation" wird man Bauernhöfe sowie Kühe mit anderen Augen sehen.

Die Special Edition aus dem Hause Sunfilm bietet uns nette Extras, einen tollen Kurzfilm, sowie eine überzeugende Bild- und Tonqualität. Ausgeliefert wird das ganze als KeepCase im Schuber. Ärgerlich ist es nur, dass die DVD nur wegen dem Trailer zu Interner Link"The Collector" ab 18 Jahren freigegeben wurde. Wir erinnern uns: "The Collector" ist ab sechzehn Jahren freigegeben und "Isolation" hat diese Freigabe auch erhalten.



Bilder der DVD




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Isolation
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