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KR 2005
Originaltitel:Hyeong-sa
Länge:107:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre (DVD aufgrund des Bonusmaterials ab 16 Jahre)
Regie:Lee Myung-se
Buch:Lee Myung-se, Lee Hae-jyung
Kamera:Hwang Ki-seok
Musik:Jo Sung-woo
Darsteller:Ha Ji-won, Ahn Sung-kee, Kang Dong-won, Song Young-chang, Kim Bo-yeon, Lee Han-wi, Kim Jeong-tae
Vertrieb:Rapid Eye Movies
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:04.11.2006 (Verleih) / 01.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Korea im Zeitalter der Chosun-Dynastie: Die Polizistin Namsoon und ihr Mentor Ahn sind Geldfälschern auf der Spur, ohne zu ahnen, dass hinter den kriminellen Machenschaften der Verteidigungsminister Piljoon steckt. Die Ermittlungen führen sie zu dem wortkargen, aber kampfstarken "Sad Eyes", der rechten Hand des Ministers. Namsoon nimmt sich vor, den mysteriösen Mann zu besiegen - und verliebt sich in ihn. Schon bald stehen sie sich zum finalen Duell gegenüber, an dessen Ende nur der Tod stehen kann. Doch solange ihr Kampf währt, zählt allein das Duell, der Tanz, die Auseinandersetzung.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Ein unglaublich Kontrast- und farbenreiches Bild wurde dem Film spendiert. Gerade in schwierigen Szenen, die Schnee, Staub oder Nebel enthalten, offenbart man keine Schwächen. Ebenso erlaubt sich der Schärfebereich so gut wie keine Fehler und kann mehr als überzeugen. Lediglich in einigen wenigen Passagen kommt es zu minimalen Problemen, so dass man etwaige Details nicht in ihrer vollen Schärfe zu Gesicht bekommt. Und selbst in puncto Verschmutzungen macht der Transfer keine Anstallten und zeigt sich absolut sauber und klar.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Tonal hat man ebenballs eine gute Abmischung bei der deutschen Synchronisation erstellt. Einer räumlichen Klankulisse steht nichts im Wege und so bekommt man genug aus dem Boxensystem zu hören, sei es im Front- oder im Rearbereich. Die Kampfpassagen sind mit einem ordentlichen Druck versehen, so dass der Subwoofer einiges an Arbeit hat. Die ganze Abmischung klingt sehr dynamisch, aber auch sehr homogen im Verhältnis Effekt, Sprache und Musik. Einen wirklichen Unterschied zur Digital 5.1-Mischung konnte nicht festgestellt werden, außer dass dieser etwas leiser ist. Dies bezieht sich auch auf den O-Ton, der aber nicht in die Wertung mit einfließt und nur kurz angetestet wurde. Ein Rauschen ist zudem nicht auszumachen. Die optionalen Untertitel sind gut platziert und sehr gut lesbar, was bei REM eigentlich schon selbstverständlich ist.
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Extras
Extras
DVD 1:
  • Trailer:
    • Nowhere to Hide (2:32 Min.)
    • Monday/Blessing Bell (3:51 Min.)
    • Last Life in the Universe (2:19 Min.)
    • Sukebandeka (0:39 Min.)
    • Hwal - Der Bogen (2:07 Min.)
Disc 2:
  • Making of (45:18 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur (22:38 Min.)
  • Interview mit den Darstellern (11:42 Min.)
  • Interview mit dem Cutter (15:17 Min)
  • Interview mit dem Musiker (12:15 Min.)
  • Interview mit den Designern (35:43 Min.)
  • Interview mit den Computereffektleuten (12:33 Min.)
  • Fan Café (8:28 Min.)
  • Originaltrailer (2:32 Min.)
  • Alternativ Trailer (1:49 Min.)
  • TV-Spot (0:30 Min.)
VerpackungDigipack
 Beim Bonusmaterial hat man sich richtig Mühe gegeben und dieses auf eine zweite DVD verteilt, damit die Qualität des Films nicht zu leiden hat. Auf der ersten befinden sich aber noch einige Trailer aus dem REM-Programm. Danach bekommt man auf der zweiten DVD ein 45 Minuten langes Making of zu sehen, das einiges zur Entstehung von "Duelist" zu berichten weiß. Viele lange Interviews mit dem kompletten Stab des Films, die sehr informativ und auch viel über die Entwicklung des Films Preis geben, bekommt man in der Sektion "Interviews" zu sehen. Die obligatorischen Trailer zum Film dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Unter dem Punkt "Fan Café" bekommt man noch einen kurzen Einblick in die extra von "Duelist"-Fans für "Duelist"-Fans veranstalteten Kinoaufführung.
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Fazit
Der neueste Film von Lee Myung-se ist ebenso wie sein Vorgänger Interner Link"Nowhere to Hide" ein optischer Leckerbissen, der jedoch Myung-se typisch kaum Handlung aufzuweisen hat. Die Story ist eine kleine Liebesgeschichte, aber nicht für die breite Masse. War dies auch schon eine Schwäche von "Nowhere to Hide", wird es bei "Duelist" noch extremer. Warum sollte man sich also den Film ansehen und kostbare Zeit seines Lebens "vergeuden"? Diese Frage ist eigentlich schnell beantwortet: Einzig wegen der Ästhetik, der optischen Effekte und der Poesie, die er vermag auf den Zuschauer zu projizieren, denn er ist ein bild- und tongewaltiges Gedicht, eine Ode an die Liebe. Hervorragend choreografierte Kampfstile, die eher schon einer Tanzeinlage gleichzusetzen sind, strömen durch den optischen Reiz gewaltig auf dem heimlichen Beobachter, hier der Zuschauer, ein. Lee Myung-se beherrscht wieder einmal das Spiel der Farben. Eine unglaublich schöne und homogene Mischung. Diese in Verbindung mit dem wirklichen und gewollten Overacting der Schauspieler lässt das Sichtbare zu einem opulenten Mal werden. Dazu gesellt sich der verspielte Stil des Regisseurs, da urplötzlich schnelle Szenen in Zeitlupen und Standbilder verweilen. Eigentlich ein Sakrileg im Swordplay-Film, aber ist "Duelist" wirklich einer? Eigentlich nicht, denn man bekommt eher einen reinen Kunstfilm serviert. Das ist es, was vielen sicher sehr schnell den Geduldsfaden reißen lassen wird. Hier muss man direkt klarstellen, dass man zwischen den Zeilen lesen muss, damit das Geschehen und der Zuschauer zu einer Einheit verschmelzen. Man sollte sich schon auf diese Kunst einlassen können, dann wird man schnell gefallen an diesem Film finden können. Nicht zuletzt auch wegen des sehr eigenwilligen Soundtracks, einer Mischung aus traditionellen klassischen Klängen, Tangoelemten und modernen Elektrobeats. Definitiv ein Film, an dem sich die Geister scheiden werden. Unterm Strich betrachtet ist "Duelist" ein wirklich unglaublich schöner Film mit witzigen Momenten in einer farbenprächtigen Umgebung, der durch viele technische Aspekte zu überzeugen weiß, aber auf der Gesamtlänge des Films mit dem doch sehr kargen Drehbuch zu kämpfen hat, was Lee Myung-se auch durch die breite Kinomasse erfahren musste, da der große Erfolg ausblieb. Im direkten Vergleich zu "Nowhere to Hide" ist "Duelist" storytechnisch ein Schritt nach hinten, aber von Seiten der Effekte und der Musik ein großer nach vorne. Quasi ein kleiner Geheimtipp.

Bei der DVD hat sich REM aber wieder mal nicht lumpen lassen und präsentiert neben einer sehr guten Bild- und Tonqualität eine zweite DVD mit einigem an Bonusmaterial, welches durchaus überzeugen kann. Verpackt in einem schicken Digi-Pack und mit einer Posterbeilage darf man rundum glücklich mit dieser Veröffentlichung sein.



Bilder der DVD




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