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JP 2004
Originaltitel:Survive Style 5+
Länge:119:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gen Sekiguchi
Buch:Taku Tada
Kamera:Makoto Shiguma
Musik:James Shimoji
Darsteller:Asano Tadanobu, Reika Hashimoto, Kyoko Koizumi, Hiroshi Abe, YosiYosi Arakawa, Yumi Asou, Sonny Chiba, Vinnie Jones, Shihori Kanjiya, Ittoku Kishibe, Tomokazu Miura, Yoshiyuki Morishita
Vertrieb:I-ON New Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Japan als Hort der Unglaublichkeiten: Eine Frau, die einfach jeden Mordversuch ihres Gatten überlebt, ein Familienvater, der nach einer Hypnose glaubt, er sei ein Vogel und dessen Unglück es ist, dass der Hypnotiseur tot ist, sowie ein värbeißiger Hitman aus Großbritannien mit Simultanübersetzer im Schlepptau, der den Tokioter Bevölkerungsüberschuss brutal beseitigen möchte. Schließlich steht ja Weihnachten vor der Tür ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Transfer überzeugt durch seine kräftigen und äußerst satten Farben, welche trotz eingesetzter Stilmittel meist sehr natürlich wirken. Auch der Kontrast hinterlässt einen guten Eindruck und wartet meist mit einem guten bis sehr guten Schwarzwert auf. Details werden hierbei keine verschluckt und das fehlende Bildrauschen scheint durch Rauschfilter erzeugt worden zu sein, welche das Bild etwas detailarm erscheinen lassen, was vor allem in den Totalen deutlich zu sehen ist. Dabei wird uns ein recht gutes Schärfeverhalten mit sauberen Konturen und einer ordentlichen Kantenschärfe geboten und in Close-Ups wirkt die Detailschärfe sogar recht gut. Die Kompressionen arbeiten sehr sauber und unauffällig und Defekte finden sich hier nur sehr selten. Lediglich leichtes Nachziehen in schnellen Kameraschwenks trübt den Sehgenuss etwas. Ansonsten aber ein toller anamorpher Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Ein Groß der Abmischung spielt sich lediglich im Frontbereich ab, wobei uns der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix eine gute Sprachwiedergabe bietet. Effekte und Umgebungsgeräusche werden vereinzelt auf die Rears gelegt, um etwas Räumlichkeit zu erzeugen. Leider gelingt dies kaum und trotz vieler Möglichkeiten hat man das Gefühl, man schaut sich den Film in Stereo an. Das gleiche gilt auch für die Originalfassung, bei dem die Stimmen zwar etwas natürlicher klingen, aber ebenfalls kaum Räumlichkeit geboten wird. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Deleted Scenes (7:52 Min.)
  • Filmpremiere (11:41 Min.)
  • Unterwes auf Festivals (13:22 Min.)
  • Werbetrailer (3:09 Min.)
  • Trailer (5:10 Min.)
  • Trailershow:
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
    • Saikano - Ultimate Weapon (1:14 Min.)
    • Cutie Honey (1:59 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die Extras zeigen sieben Minuten an Deleted Scenes, welche mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde. Weiterhin gibt es 11 Minuten an Impressionen von der Filmpremiere, ebenfalls deutsch untertitelt. Weiterhin finden wir neben der obligatorischen Trailershow, dem Originaltrailer und einem Werbetrailer, noch 13 Minuten an Festivalmitschnitte, welche von der Crew kommentiert werden. Deutsche Untertitel verstehen sich auch hier von selbst. Leider fehlt ein Making of, oder Behind the Scenes Featurette.
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Fazit
Viel besser als der Covertext (siehe oben) kann man den Inhalt auch nicht beschreiben. Allerdings könnte man schier endlos damit fortfahren, die bizarren Charaktere und die unglaublichen Situationen, die Gen Sekiguchi in seinen ersten Spielfilm gepackt hat, aufzuzählen. Sekiguchi verdingte sich, ebenso wie Autor Taku Tada, zuvor in der Werbebranche und lässt jenen visuellen Stil unverkennbar in sein Debüt einfließen. Denn nicht nur die Gestalten in "Survive Style" sind schrill, auch die Settings und vor allem die Kameraarbeit bieten Pop-Art vom Feinsten. Dabei hebt sich der Film aber merklich von banal überdrehten Asia-Knallbonbons ab und lebt nicht nur von den genial verrückten Einfällen, sondern bringt auch das nötige Quäntchen komödiantischen Timings mit. Dafür zeichnen sich neben der Crew dann auch die fantastischen Schauspieler verantwortlich, allen voran Ittoku Kishibe, der einen Großteil seiner Darstellung in der Hocke verbringt und unter ständigen Vogellauten verzweifelt versucht, Fliegen zu lernen. Aber auch Vinnie Jones, den man aus "Bube, Dame, König, grAs" und Interner Link"Snatch" kennt, liefert hier eine grandiose Show ab, bei der er als cholerischer Auftragskiller alles und jeden zunächst fragt, was seine Funktion im Leben sei, bevor er ihm das Lämpchen ausknipst.
Bei all diesen Obskuritäten verliert Sekiguchi jedoch nie seine Figuren aus den Augen und man merkt deutlich, dass ihm jede einzelne von ihnen sehr viel bedeutet. Wäre dem nicht so, würde ihm der Film früher oder später aus den Händen gleiten. Da dies aber auch nach zwei Stunden nicht passiert ist, sondern, ganz im Gegenteil, alle Figuren am Ende in einer zumeist völlig überraschenden Art und Weise sich selbst oder ihr Leben verändern, kann man die Arbeit des Regisseurs gar nicht genug loben. Denn auch wenn eigentlich alles in "Survive Style" übertrieben ist und das meiste keinen Sinn zu machen scheint, hat man am Ende nicht das Gefühl, nur eine schillernde Collage gesehen zu haben, sondern einen Film, der mit seiner sehr eigenwilligen Betrachtungsweise des Lebens zum Nachdenken anregt.

Beim Bild hat sich I-On diesmal richtig Mühe geben, der Ton hingegen ist eher schwach und es fehlt deutlich an Räumlichkeit. Etwas schade ist es, dass man für Vinnie Jones' Synchronsprecher keinen Engländer engagiert hat, denn der deutsche Akzent (des stets englisch sprechenden Killers) stört doch gewaltig. Umso bedauerlicher, da der Rest der Synchro im Vergleich zu anderen Asiaten die reinste Offenbarung ist. Die Extras hätte ebenfalls etwas umfangreicher ausfallen dürfen, hier fehlt uns ein ordentliches Making of. Wer künstlerisch angehauchten, durchgeknallten LSD-Trips auf Zelluloid zugetan ist, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Wer damit nicht viel anfangen kann, sollte sich übrigens nicht von dem groß auf dem Cover prangenden Namen Sonny Chiba verleiten lassen - dieser hat nur einen zwar amüsanten, aber mindestens ebenso kurzen Auftritt.



Bilder der DVD




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