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USA 1990
Originaltitel:Darkman
Alternativtitel:Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske
Länge:91:19 Minuten (gekürzt)
Freigabe:SPIO/JK, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Sam Raimi
Buch:Sam Raimi, Chuck Pfarrer, Ivan Raimi, Daniel Goldin, Joshua Goldin
Kamera:Bill Pope
Musik:Danny Elfman
SFX:Visual Concept Engineering, Introvision International, 4-Ward Productions, Spectacular Effects Unlimited, Chiodo Brothers Productions, Matte World Digital, Makeup Effects Laboratories Inc.
Darsteller:Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels, Larry Drake, Nelson Mashita, Jessie Lawrence Ferguson, Rafael H. Robledo, Dan Hicks, Ted Raimi, Dan Bell, Nicholas Worth, Aaron Lustig, Arsenio 'Sonny' Trinidad, John Landis, William Lustig, Scott Spiegel, Bruce Campbell
Vertrieb:Columbia TriStar / Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
DVD-Start:01.07.2000 (Kauf)



Inhalt
Dr. Peyton Westlake (Liam Neeson) arbeitet an der Entwicklung einer synthetischen Haut und steht kurz vor dem großen Durchbruch, als eine Gang, angeführt von dem sadistischen Robert G. Durant (Larry Drake), sein Labor zerstört. Durch ein medizinisches Experiment bis zur Unkenntlichkeit verbrannt versucht Westlake, sowohl sein Labor wie die Beziehung zu seiner früheren Freundin Julie (Frances McDormand) wieder aufzubauen. Als seine größte Herausforderung erweist sich jedoch Dr. Westlake selbst. Hin- und hergerissen zwischen seiner Sehnsucht nach einem Leben an Julies Seite und seiner Rachgier wechselt Westlake schließlich zwischen zwei verschiedenen Identitäten.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Dafür, dass der Film nicht ganz unbekannt ist und von einem Major-Label vertrieben wird, ist das Bild der DVD etwas enttäuschend. Der anamorphe Transfer macht sich etwas unscharf, selbst fürs Alter, denn Details bleiben beinah gänzlich fern. Das führt oft zu einer Optik, die man vielleicht von einer TV-Produktion erwarten würde, nicht aber von einem Film, der ja, wie man es hier auch deutlich sieht, noch etwas lebendiges Rauschen enthält und deswegen nicht glatt aussehen darf. Zumal die Farbwiedergabe in dunklen Szenen beträchtlich schwächelt, während sie in taghellen Momenten zurückhaltend bzw. gedämpft erscheint. Mag sein, dass dies als Stilmittel verwertet wurde, aber auch der Kontrast hat durch Überstrahlungen und einen nicht ganz sicheren Schwarzwert etwas an Balance verloren. Das oftmals feine Rauschen bleibt außerdem zurück (obwohl die Schärfe wie nach Rauschfilterung aussieht) und eine Bereinigung der Kratzer ist auch nicht erfolgt. Ist zwar alles noch im Rahmen, aber für 4 Punkte reicht es nicht mehr.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround (En, Deu, Frz, Ital, Spa), Dolby Digital 2.0 (Tsch), Dolby Digital 1.0 (Pol)
SpracheEnglisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Tschechisch, Polnisch
UntertitelEnglisch, Deutsch, Französisch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch
 Auch wenn es nicht unbedingt zur Tonbewertung gehört: Schaltet doch mal testweise auf die polnische Tonspur um. Eine Person übernimmt hier sämtliche Stimmen, zeitversetzt und ohne jegliche gefühlsmäßige Regung bei der Aussprache. Völlig ungenießbar, das Ganze! Die englische Tonspur gewinnt knapp, weil die Stimmen sehr geschickt (u.a. mit Effekten) abgemischt sind und der Klang auch einigermaßen hinhaut. Wie auch im Deutschen werden auf den Frontlautsprechern Dialoge und ein paar Stereoklänge ausgetragen, während die Rear Speaker meistens für Musik und ein paar kleinere Geräusche zuständig sind. Dabei wünscht man sich richtig, dass es eine 5.1-Abmischung gäbe, denn noch bleibt die Akustik durch zu dünnes, zahmes Umfeld deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Besonders im Deutschen erscheint mir das so, denn die Dialoge sind zusätzlich gedämpft und man hört keinen Bass. Auch ein geringes Leiern in der Musik fiel mir zwei Mal auf. Etwas schwach auf der Brust also, aber hörbar.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Produktionsnotizen (6 Seiten)
  • Filmografien:
    • Liam Neeson (4 Seiten)
    • Frances McDormand (4 Seiten)
    • Colin Friels (4 Seiten)
    • Larry Drake (2 Seiten)
    • Sam Raimi (3 Seiten)
  • Kinotrailer (2:09 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das symbolträchtige Menu (Universal wollte wohl mal einen Standard etablieren) führt uns in ein paar Seiten mit Produktionsnotizen, kurzen Filmo- und Biografien und den Trailer zum Film. Das stumme Standbildmenu ist nach heutigen Maßstäben etwas langweilig, erfüllt aber seinen Zweck. Das Booklet enthält neben Fotos nur eine Kapitelauflistung.
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Fazit
Ein großartiges Horror-Action-Märchen ziehen Regisseur Sam Raimi und Hauptdarsteller Liam Neeson hier ab! Von der ersten bis zur letzten Minuten bietet sich uns hier eine spannende Comic-Verfilmung, die eigentlich keine ist, in der aber alles etwas nach den Gesetzen der Phantastik funktioniert. Dank galantem, zackigen Schnitt und einigen treffsicheren Kameraeinstellungen, die man in ihrer verqueren Art und Weise schon bei Interner Link"Tanz der Teufel" schätzen gelernt hat, einer orchestralen Musikuntermalung, die man in einem B-Movie so eben nicht bekommt (Danny Elfman zeigt, dass er zu den Größen seiner Zunft gehört!) und natürlich wegen der wunderbaren Charakterzeichnung wird aus "Darkman" mehr als nur die simple Rachegeschichte. Zwar sind die bösen Buben ebenso charismatisch und überdreht gezeichnet wie in einem Superhelden-Film à la Interner Link"Batman", aber hinter all dem verbirgt sich eine dramatische Geschichte eines Mannes, der gleichfalls seinen Rachegelüsten verfällt, aber auch um eine Reintegration in diese Welt kämpft, die er so abrupt und ungewollt durch den feurigen Überfall verlassen musste. Sehr unterhaltsam sind natürlich die Szenen, in denen der Wissenschaftler Peyton die feindlichen Linien mit falschen Gesichtsmasken unterminiert und für Verwirrung sorgt, aber auch seine Wutanfälle sind dank einiger netter Einfälle toll anzusehen, allen voran jener auf dem dem Jahrmarkt, wenn die Kamera nachzuahmen versucht, wie das Adrenalin und die Wut in Peytons Kopf schießt und er innerlich explodiert. Der Vergleich zur Frankenstein-Kreatur (bzw. durch die Verbände zur Mumie) ist nicht weit hergeholt, nur mutiert die durch passende und explizite Spezialeffekte aufgemotze Kreatur vom gleichgültigen Schicksalswesen zum intelligenten, gefühlvollen, wenn auch verunstalteten Menschen, der um Anerkennung kämpft. Dass das alles weder den Unterhaltungsgrad schwächt, noch das Interesse des Horror-Fans schmälert, sondern durchaus den Film erstarken lässt, zeichnet Raimi aus. Denn mit welcher Rasanz er die Szenen abspult, sich aber stets Zeit für Charakterentwicklung und auch den einen oder anderen kleinen Gag lässt, ist doch beachtlich. Somit bestens funktionierend im kleinen, abgeschlossenen Darkman-Universum, welches den Zuschauer einlädt, für etwa 90 Minuten dorthin zu entfliehen.
Eine gute DVD-Umsetzung lässt leider noch auf sich warten, denn weder Bild/Ton sind angemessen noch bedeutet das Bonusmaterial wirklich etwas. Außerdem basiert die (wie immer multinational gefertigte) Scheibe auf dem UK-Master, welches leider leicht gekürzt davonkam.



Bilder der DVD




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Darkman
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