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USA 1976
Originaltitel:Hills Have Eyes, The
Alternativtitel:Hügel der blutigen Auge
aka. Wes Craven's The Hills Have Eyes
aka. Yön Silmät
aka. Colline a des yeux, La
aka. Slagterbanden
Länge:89:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Wes Craven
Buch:Wes Craven
Kamera:Eric Saarinen
Musik:Don Peake
SFX:Greg Auer, John Frazier
Darsteller:Dee Wallace-Stone, Susan Lanier, Michael Berryman, Lance Gordon, Virginia Vincent, Robert Houston, Martin Speer, Russ Grieve, James Whitworth, John Steadman, Janus Blythe, Cordy Clark, Brenda Marinoff
Vertrieb:Anchor Bay
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Die Carters sind eine völlig normale amerikanische Familie, die grad auf ihrem Weg nach Kalifornien ist, als ihr Wagen mitten in der Wüste, fernab von jeglicher Zivilisation, liegen bleibt. Sie sind nicht allein, denn von oben aus den steinigen Hügeln werden sie von einer völlig gegensätzlichen Familie belauert, einem kannibalistischen Inzuchts-Clan, der brutalste Wegelager betreibt, stets getrieben von einem unbändigen Hunger nach Menschenfleisch. Ein Albtraum folgt, in welchem die Carters unmenschlichen Umständen ausgesetzt werden, um zu überleben. Wer wird sich in dieser trostlosen Umgebung, die von Gier und Tobsucht geprägt ist, am barbarischsten von allen behaupten können?

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Wenn man sich das Special zur Bildrestauration mal anschaut, mag man kaum glauben, welche unglaubliche Leistung doch noch aus dem vormals sehr verkratzten Master herausgeholt werden konnte. Störungen, die vor ihrer Bereinigung noch das Bild bevölkerten wie Motten ein einsames Nachtlicht, wurden fast unmerklich komplett entfernt, so dass nur noch ein paar Relikte von weißen Laufstreifen zu sehen sind. Geblieben ist nur ein überdeutliches Rauschen, welches zwar schon durch Filter stabilisiert wurde, aber immer noch vom groben 16mm-Material zeugt (gedreht in Vollbild, für das Kino und diese DVD aber gemattet), welches 1976 verwendet wurde. Dass man diesem nicht zu sehr zu Leibe gerückt ist, äußert sich in der immer noch guten Detailschärfe, die zwar in verschiedenen Szenen auf Durchschnittswerte herabrutscht, oft aber von der progressiven Kodierung profitiert. Auch die Kompression an sich lässt nichts mehr von den kleineren Artefakten der Anchor Bay-Anfangstage vermuten und arbeitet trotz schwierigem Ausgangsmaterial sehr gut. Der Kontrast gestaltet sich durch einen leicht aufgehellten Schwarzwert nicht immer besonders kräftig, dafür gewährleistet er aber eine gute Sichtbarkeit in dunklen Szenen und selbst die Farbgebung erblasst nicht im Nachtschimmer. Was kann man dem Film also neben der starken Partikelbewegung noch anlasten? Die kräftige Farbgebung, die sich in hellen Szenen prächtig äußert, sicherlich nicht. Einzig ein sich hier und da wellendes Bild oder eine leicht überbelichtete Stelle hier und da gibt es noch zu erblicken, da hatte man schon aus ähnlich alten Filmen mehr bei Anchor Bay-Veröffentlichungen herausgeholt. Aber hat man wirklich erwartet, dass ein auf finanziell tiefsten Niveau entstandener Streifen die Grenzen der Referenz-DVDs ausloten wird? Sicherlich nicht, daher auch ein sicher verdientes "gut". Einzig schade find ich, dass Anchor Bay nicht die Open Matte-Fassung beinhaltet, also dem Vollbild, in welchem gedreht wurde, denn einige Szenen scheinen durch die schwarzen Balken leicht eingeengt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 EX, DTS 6.1 ES, Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 1.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Dem Ton hätte ich auf Grund seiner Sprachqualität, die schon etwas verkratzt und teils auch dumpf wirkt, nur 2 Punkte gegeben, der Gesamteindruck wird aber durch die 2 Upmixe verbessert, wobei hier der DTS-Ton etwas lautstärker wirkt. Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben, aus einem Monoton, dessen einfache Herkunft durch die Frontlastigkeit nicht verleugnet werden kann, einen interessanten Raumton zu erstellen. Man sollte es nicht überbewerten, das Resultat ist aber wirklich gut. Allein die Umverteilung der Dialoge auf Stereo- bzw. sogar Surround-Signale erzeugt einen wesentlich besseren Eindruck als das Monosignal, in einigen Fällen, beispielsweise wenn die Aussetzigen sich durch Geräusche aus dem Dunklen bemerkbar machen, wurden sogar ganz gut ortbare Surroundeffekte eingebaut. Dazu gesellt sich ab und zu ein Umgebungsgeräusch, was manchmal etwas grobschlächtig einsetzt (plötzliches Rauschen auf den Rears), seinen Zweck aber stets erfüllt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn der Track insgesamt noch klarer und vielleicht auch druckvoller ausgefallen wäre, in Hinsicht auf das Alter und das niedrige Budget, welches sicherlich nicht viel Spielraum bei der Erstellung der original Monospur offen gelassen hat, darf man aber zufrieden sein. Der Monoton ist übrigens als extra Tonspur enthalten und dürfte für diejenigen Zuschauer geeignet sein, denen die Einbußen bei der Sprachqualität noch zu wenig nostalgische Atmosphäre erzeugen. In den Genuss von Untertiteln kommt man leider nur, wenn man Besitzer eines Closed Captions-Decoders ist (in jedem guten Software-DVD-Player enthalten).
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Extras
Extras
  • 16seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Featurettes:
    • Looking Back At "The Hills Have Eyes" (54:40 Min.)
    • The Directors: The Films Of Wes Craven (58:33 Min.)
    • Restauration Demo (4:24 Min.)
  • Trailers & TV Spots:
    • US Trailer (2:41 Min.)
    • German Trailer (2:45 Min.)
    • 3 US TV Spots (1:36 Min.)
    • UK TV Spot (0:17 Min.)
  • Alternate Ending (10:18 Min.)
  • Stills Galleries:
    • Behind-The-Scenes (59 Bilder)
    • Posters & Advertising (31 Bilder)
    • Storyboards (35 Bilder)
  • Wes Craven Bio (28 Seiten)
  • DVD-ROM:
    • Original Script (90 Seiten)
    • Screensaver
VerpackungKeepCase im Schuber
 Es muss nicht immer eine DigiPack oder ein Pappschuber sein, um die Verpackung zu veredeln, es reicht manchmal auch, wie in diesem Fall geschehen, ein metallisch glänzender Coverdruck. Mal davon abgesehen, dass das Covermotiv in seinen Brauntönen hervorragend aussieht, glaubt man mit den vielen Silber- und Goldtönen etwas wirklich Besonderes in der Hand zu halten. Dies bestätigt sich bereits mit dem Booklet, welches auf 16 Seiten mit Linernotes und Plakatmotiven bereits mehr Informationen enthält als manche deutsche DVD.
Auf der Haupt-DVD befindet sich nur der Audiokommentar, wahrscheinlich um dem Bild die maximale Kompressionsrate bieten zu können. Dieser Kommentar, eingesprochen von Regisseur/Autor Wes Craven und Produzent Peter Locke ist nicht unbedingt umwerfend in seiner Vortragsweise, da beide Personen die Informationswiedergabe sehr ruhig angehen. Man merkt aber, dass sie sehr viel Spaß hatten, mal wieder über den Film zu quasseln, sich wieder an alte Anekdoten zurückzuerinnern und diese mit Humor vorzutragen. U.a. erfahren wir hier sehr genau, wie die Produktion vor sich ging und vor allem, an welchen Stellen Schnitte zugunsten des R-Ratings angesetzt werden mussten. Die Vollbedienung erhält der Fan des Films aber mit der Bonus-DVD, die mit 2 umfangreiche, (jeweils fast eine Stunde lang!) Specials ausgestattet ist. Das Erste kümmert sich vornehmlich um den Film, bringt hierfür die wichtigsten Darsteller, sowie Regisseur, Kameramann und Produzenten mit aktuellen Äußerungen ein. Da man hier auch anhand der jeweiligen Filmszenen Informationen zu der unter schwierigen Drehbedingungen entstandenen Low Budget-Produktion erfährt, ergänzt es bestens den Audiokommentar. Wie bei den meisten Extras (inkl. Trailer) stehen hier Closed Captions-Untertitel in Englisch zur Verfügung, mit denen der Standard-DVD-Player aber leider wieder nix anzufangen weiß. "The Films Of Wes Craven" darf als Bio- und Filmografie von Craven angesehen werden, die ihn und Mitwirkende (meistens Hauptdarsteller) des jeweiligen Films zu Wort kommen lassen und ein paar Ausschnitte zum Film zeigen. Vielleicht hätte man dem einen oder anderen Werk noch etwas mehr Zeit widmen können, als guter Einblick in Wes' Schaffen ist aber gut geeignet. Interessant ist hierbei noch, dass Anchor Bay dieses Vollbild-Special trotzdem als anamorphes Widescreen-Bild auf DVD abgelegt hat und Besitzer eines 4:3-TV-Schirms daher an allen vier Kanten dicke schwarze Balken sehen werden. Eins der besten Extras dieser DVD, wenn auch eins der kürzesten, ist die folgende "Restauration Demo", bei der gleichzeitig das Ausgangsmaterial und die restaurierte Fassung in einem Widescreen-Bild verglichen werden können. Getrennt werden die unterschiedlichen Versionen durch einen weißen Strich in der Mitte. Das letzte Videomaterial auf dieser DVD ist das alternative Ende, welches sich grundsätzlich nur in drei Elementen vom Originalende unterscheidet: 1. Es enthält sichtlich weniger Gewalt; 2. Es vertauscht die letzten zwei Handlungsstränge und 3. es enthält einen längeren Schlussteil, der sehr viel positiver als das Original gestimmt ist. Weiter geht es mit diversen Trailern und TV-Spots, einer umfassenden Wes Craven-Bio- und Filmografie, sowie 3 Bildergalerien. Hier sollte man vor allem mal in die Sektion "Posters & Advertising" reinschauen, man findet u.a. einen amüsanten Brief an den Regisseur, der darüber unterrichtet wird, welche Reaktionen der Film in den Kinos auslöste. Hat man einen Computer mit DVD-Laufwerk, kann man sich nachher noch das original Skript durchlesen, welches u.a. noch das alternative Ende enthält, oder einen Bildschirmschoner installieren.
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Fazit
In einer Zeit, in der der inflationäre Gebrauch von Kunstblut und -gedärmen selbst für eine Komödie nicht ungewöhnlich ist, dürfte dieser schwer zu verdauende Brocken genau das Richtige sein, um die Rohheit und psychische Gewalt zu erfahren, die schon in Cravens Erstling Interner Link"Last House On The Left" für verwirrte Kinogänger sorgte. Der Konflikt zwischen den Wilden und einer amerikanischen Mittelstandsfamilie wird blutig und unbarmherzig ausgetragen, ist dabei höchst fesselnd in seiner Inszenierung, obwohl die technische Umsetzung des Materials doch noch von einfacher Natur ist. Auch die Darsteller mögen anfangs etwas mittelmäßig agieren, sobald aber der tödliche Kampf beginnt, der rationale und zivilisierte Handlungsweisen verdrängt und die Opfer in die Täterrolle zwängt, wird Blut und Rotz geweint und verbissen das Schicksal in die eigene Hand genommen, um an den sadistischen, kannibalistischen Wilden Rache zu nehmen. Höchst eindrucksvoll wird der Zuschauer mitgerissen von einer brutalen Atmosphäre und dem Leid der Charakter, so dass man am liebsten selbst eingreifen möchte, um der Ungerechtigkeit Einhalt zu gebieten. Craven schuf hiermit einen Horror-Klassiker, der ernst und staubig (aber nicht verstaubt!) die Grenzen des Terrorkinos um ein weiteres Stück seit Hoopers Interner Link"Texas Chainsaw Massacre" verschiebt und mir sogar noch ein Stück besser als sein Erstling "Last House On The Left" gefällt.
Übrigens existiert(e) eine Unrated-Fassung mit erweiterten Gewaltszenen, bevor man für ein R-Rating einige der Gewaltszenen entschärfte, ob diese aber jemals das Licht der Welt erblicken wird? Auf dieser hervorragenden DVD befindet sich daher nur die bereits vorab gekürzte R-Rated-Fassung, ausgestattet aber mit einem für seine Verhältnisse guten Bild und Ton, sowie einer ganzen Menge an Extras. Wäre dieser Film nicht indiziert, müsste ich nun eine Kaufempfehlung für die US-DVD aussprechen, so aber kann ich nur den Text an sich so stehen lassen, in der Hoffnung, jeder trifft die für sich richtige Entscheidung.

Hidden Feature




Bilder der DVD




Druckbare Version
Hills Have Eyes, The (2-Disc Metal Edition)
Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen, The
News"The Hills Have Eyes" 4-Disc Box von NSM
Hügel der blutigen Augen
Hügel der blutigen Augen
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