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JP 2005
Originaltitel:Ashura-jô no hitomi
Alternativtitel:Blood Gets in Your Eyes
Länge:118:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Yojiro Takita
Buch:Sei Kawaguchi, Kazuki Nakashima, Masashi Todayama
Kamera:Katsumi Yanagishima
Musik:Yôko Kanno
SFX:Tomoo Haraguchi
Darsteller:Somegoro Ichikawa, Rie Miyazawa, Kanako Higuchi, Atsuro Watabe, Takashi Naitô, Yukijiro Hotaru, Hanae Kan, Fumiyo Kohinata, Fumiyo Kohina, Sarutoki Minagawa, Koji Ookura
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.09.2006 (Verleih) / 27.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Das mittelalterliche Japan wird zunehmend von Dämonen heimgesucht. Um der Situation Herr zu werden, entsendet der Kaiser eine Gruppe Dämonenwächter in die Stadt Edo, die genau an der Grenze zwischen dem Reich der Menschen und dem der Dämonen liegt. Als der Krieger Izumo bei der großen Schlacht gegen die Höllenwesen versehentlich ein kleines Mädchen tötet, gibt er, geplagt von Selbstzweifeln, seinen Dienst auf und schließt sich der Kabuki-Gruppe an. Als er die junge Akrobatin Tsubaki trifft, die ein seltsames, sich ausbreitendes Tattoo auf ihrem Rücken trägt, holt ihn dennoch sein Schicksal als Dämonenjäger wieder ein. Denn mit ihr soll sich die Prophezeiung über die Wiedergeburt der Dämonenkönigin Ashura erfüllen. Es liegt nun an ihm allein, seinen Schwur der Gewaltlosigkeit zu brechen oder die ganze Welt an die Dämonen zu verlieren.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Ach nö, immer die selbe Leier: Sieht ein Japaner wie "Ashura" auf DVD schon mal gut aus, weil die Farben wirklich erstklassig aussehen und sämtliche Szenen dahingehend sauberst nachbearbeitet scheinen, dann liegt es an der Schärfe des Transfers selbst, dass kein Toptitel draus wird. Auch hier fehlt einiges zum Nächstbesseren, weil mal wieder ein Filter drüber liegt, der dem Bild dezente Unschärfe verpasst. Und das, obwohl kein Rauschen oder Staubkorn das Bild stört. Auch der Kontrast passt gut, milchige Effekte oder zu dunkle Stellen treten nicht auf, was einen sehr guten Eindruck macht. Bei der Kompression dagegen läuft so einiges aus dem Ruder, denn schnelle Bewegungen zeigen so einige Verpixelungen, die einfach nicht auftreten dürfen. Auch unruhiges Blockrauschen ist zu sehen. Warum nur? Mit Beseitigung der zwei Mängel wäre hier eine optische Aufmachung gelungen, die jeden Heimkino-Fan erfreuen könnte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Selten passiert es, dass der deutsche Ton dem Original das Wasser reichen kann, besonders dann, wenn beide schon in Dolby Digital 5.1 drauf sind. Der japanische Ton verschwimmt etwas, wirkt daher dumpf und weitaus weniger beweglich als der deutsche Ton. Der verhält sich wunderbar klar und ist gut aufgelöst. Bass und Surround-Klänge sind vorhanden, leider nicht durchgängig. Wenn es etwas zu frontlastig wird, dann können zumindest die Stereo-Effekte für Abwechslung sorgen. Die Synchronisation gelingt hier sehr gut und für deutsche Untertitel ist ebenso gesorgt.
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Extras
Extras
  • Wendecover
  • Making Of (25:08 Min.)
  • Dokumentation der Spezialeffekte (14:43 Min.)
  • Trailer/Teaser/TV-Spots (1:11 Min.)
  • Trailershow:
    • Blood & Bones (1:53 Min.)
    • Casshern (1:59 Min.)
    • EMR (1:33 Min.)
    • Mysterious Skin (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Man bietet uns noch ein 25minütiges Making Of mit zahlreichen untertitelten Interviews sowie eine Dokumentation der Spezialeffekte. Dazu gibt es einige Trailer und endlich mal wieder ein Wendecover.
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Fazit
"Das mittelalterliche Japan wird zunehmend von Dämonen heimgesucht ..." ein Backcovertext, der so anfängt, schreit eigentlich nach einem brüllend komischen Stück Zelluloid. Doch mitnichten, zwar besitzt "Ashura" durchaus seinen Humor, jedoch spielt sich dieser eher mit einem Augenzwinkern ab, statt mit dem Dampfhammer, den man angesichts dieser an die Tür zur Ironie klopfenden Einleitung erwarten könnte.
Jener diabolischen Landplage tritt nun eine wackere Schar Dämonenjäger entgegen, welche sich aber ebenfalls in zwielichtige Richtungen entwickeln. Der eine legt sein Schwert nieder, nachdem er ein kleines Mädchen getötet hat und schließt sich einer Theatergruppe an, der andere wird von einer offensichtlich dämonischen Nonne zum Bösen verführt. Zwischen ihnen steht eine Frau, die irgendetwas mit der bevorstehenden Inkarnation der Gottheit Ashura zu tun hat. Selbstverständlich geht mit dieser Auferstehung das Ende allen Lebens einher und so ist es an unserem aufstrebenden Jungschauspieler, die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren.
Eine ernst zu nehmende Story gibt es bei dieser Theaterstückadaption kaum, einzig die Frage nach der Rolle des geheimnisvollen Mädchens tut sich auf. Des Rätsels Lösung, welche man uns nach knapp anderthalb Stunden präsentiert, wirkt dann jedoch sehr zum Wohle des Drehbuchs konstruiert. Danach gibt es noch eine halbe Stunde Schwertkämpfe und Liebesgedusel, bevor der letzte Vorhang fällt. Das Publikum fragt sich nun, was es von dem soeben Gesehenen halten soll - und mag darauf womöglich nicht so schnell eine Antwort finden. Denn neben der wenig ausgeklügelten Handlung mögen auch die oft surrealistische Anwendung von Digitaleffekten sowie das häufig praktizierte Overacting dem einen oder anderen gebührend missfallen. Auf der anderen Seite sucht der Film die Nähe zur Theaterbühne, womit sich die Theatralik unter den Darstellern einigermaßen rechtfertigt. Dies wird nicht zuletzt durch die Einführung eines Schreiberlings manifestiert, der aus der Geschichte ein Theaterstück machen möchte.
Die visuellen Effekte und äußerst phantasievollen Waffen und Fähigkeiten der Protagonisten fügen sich relativ gut in den Gesamteindruck von "Ashura", der in seinem Stil ein wenig wie die Verfilmung eines Mangas anmutet. Gut tut außerdem, dass sich der Film nicht komplett ernst nimmt und vor allem das Rad nicht neu erfinden will, denn dann hätte er auf ganzer Linie versagt. So arbeitet er hauptsächlich mit altbekannten Motiven, von Martial-Arts über Fantasy und ein wenig Gruselatmosphäre bis hin zu einer guten Prise Kitsch. Eingeschnürt wird dieses Paket von einem etwas eigenwilligen, aber nicht uninteressanten visuellen Stil und einem zu weiten Teilen überzeugenden Soundtrack.

Wer den Film mag, kann also bedenkenlos zugreifen, aber nicht jeder wird etwas damit anfangen können. Für letztgenannte Zuschauer gibt es zumindest gegen Ende einmal Anlass zum Feiern, wenn eine riesige Statue der Göttin Ashura ihre Hände zur Pommesgabel geformt hat.



Bilder der DVD




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