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HK 1976
Originaltitel:Ren ba zhao
Alternativtitel:Yan ba chiu
aka. Thousand Miles Escort
aka. Thousand Mile's Escort
aka. 1000 Miles Escort
Länge:81:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Hsu Tseng Hung
Darsteller:Lo Lieh, Pai Ying, Chia Ling, Miao Tien, Fang Mien, Fang Yeh, Wu Chia Chi, Yu Song Chao, Chang Pang, Min Min
Vertrieb:Japan Shock
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Während der korrupten South Sung-Dynastie lebten die Bauern ein sehr hartes und verzweifeltes Leben. Landherren kontrollieren die ländlichen Gebiete mit unbarmherziger Gewalt. Ein Mann, ein Meister des Kung-Fu, stellt sich dem Unrecht entgegen.

Bild
FormatJapan Shock
NormPAL
 Auf der Hülle steht zwar etwas von "Widescreen", aber die DVD enthält nur die arg beschnittene Vollbildfassung. Kann mir nicht vorstellen, dass das selbst dem größten VHS-Fan noch gefallen könnte. Die Bildkomposition ist demnach völlig durcheinander, Personen stehen halb im linken oder rechten Rand oder Gespräche führen ins Leere, weil sich der Partner nicht mehr innerhalb der engen Grenzen des Vollbildes befindet. Auch sonst die Umsetzung ziemlich schundig - von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ein lästiges Muster inklusive deftigem Bildrauschen ist leicht auszumachen und die Kompression produziert zusätzliche, sehr deutliche Artefakte, die meist in Form von Blockrauschen auftreten. Die Verschmutzungen sind für einen Eastern nicht so schlimm, da muss man teilweise mit stärkerem Verschleiß vorlieb nehmen, aber auch diese huschen dauerhaft in Form kleiner, weißer Kratzer über den Bildschirm. Außerdem scheint man durch eine ölig befleckte Mattscheibe zu schauen, denn auf gleichmäßigen Flächen ist immer wieder das selbe, fest sitzende Muster zu erkennen. Die Schärfe ist bei all dem kaum noch von Relevanz und erlaubt keine großartige Detailvielfalt, schlägt sich aber ganz wacker, sprich: Es erscheint nicht zu matschig. Das und die überaus fröhlichen Farben helfen, dass die Wertung doch noch auf zwei Punkte kommt. Wobei farblich dermaßen stark nachgeholfen wurde, dass viele Szenen kunterbunt erscheinen und die farblichen Verfälschungen der Vorlage umso deutlicher hervorstechen. So ist die grundlegend grünliche bzw. gelbliche Optik mitunter stark wechselhaft in ihrer Beschaffenheit und auch der Schwarzwert erreicht nur dunkelgraue Bereiche.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch, Holländisch
 Boah, die Synchro ist ja wohl der Oberhammer!!! Die Rede ist vom englischen Dubbing, das von absoluten Laien (möglicherweise nur einer handvoll Sprecher, die mehrere Parts übernehmen) erarbeitet zu sein scheint. Mit stoischer Intonation und stockendem Einsatz schlagen sich die Sprecher durch den Film, als ob sämtliche Dialoge hadernd improvisiert worden wären. Am besten sind natürlich die Geräusche der Darsteller, wenn mal kein vollständiger Satz gesprochen werden muss. Der Zuhörer dürfte sich bei dieser chinesischen Spelunkensynchro vor Lachen am Boden biegen, nicht zuletzt wegen der hirnlosen Phrasen. Wenn die gesprochenen Dialoge in der englischen "Übersetzung" schon sehr frei erscheinen, wird das durch die lückenhafte, schlecht getimte deutsche Untertitelung noch übertreffen. Hier ist die Hardcore-Fraktion gefragt, denen dahingehend eigentlich alles egal ist, wenn nur ein paar Töne aus den Boxen kommen. Der Klang ist zwar dünn, aber nicht zu verzerrt, weswegen es auch hier noch zwei Punkte sind. Wobei eine Neusynchro ratsam gewesen wäre, denn schlechter als jetzt kann es kaum noch werden. Außerdem müssten dann einige Figuren nicht mehr mit Geklapper von Pferdehufen laufen und vielleicht wäre dann auch die nervige Kinderstimme ausgetauscht worden.
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Extras
Extras
  • Slideshow (20 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Es gibt neben dem aus einem Screenshot erstellten Menuaufbau, bei dem im Hintergrund ein Filmausschnitt abläuft, nur eine selbstablaufende Slideshow. An der wird man nicht viel Freude haben, denn hierfür hat man ebenfalls nur Screenshots von der DVD gemacht und diese aneinander gereiht.
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Fazit
- "Schön euch zu sehen, Hoheit."
- "Willst du mich etwa töten?"
- "Ich würde es nicht wagen."

Bei all den meist ordentlich gemachten, halbwegs bis gut unterhaltsamen Kloppern aus irgendwelchen Shaw Brothers-, Eastern- und Asien-Collections muss ich ganz vergessen haben, dass es da ja auch noch eine Menge Filme gab, wie "Thousand Mile Escort" einer ist. Nämlich ein schlichtweg langweiliger Mitschwimmer in der Flut der kurzzeitigen Kung Fu-Filmwelle der 70er, der weder gegen seine vielfältigen Mitbewerber noch im Alleingang irgendwie überzeugen kann. Die Geschichte, die uns hier wahrscheinlich wenig authentisch durch die hölzerne Synchro übertragen wird, dient in etwa für jeden zweiten Film dieser Art, sei es nun aus Japan oder Hongkong: Geheimnisvoller Fremder mit unglaublichen Kampfkünsten und großem Herz stellt sich gegen einen unerbittlichen Herrscher und seine Schergen. Die ersten Szenen lassen die Vorfreude auf die Handkanten-Action ganz schnell verfliegen, denn die Kämpfe gehören zum Lahmsten, was mir bisher auf DVD untergekommen ist. Ein wenig Akrobatik mit Luftsprüngen und Schwertgefuchtel macht noch lange keine Choreografie und der Sicherheitsabstand zwischen den Recken ist zu groß, als dass man hier etwas für voll nehmen könnte. Leider besitzt die billige Machart kaum andere Aspekte, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte. Die Story ist nicht nur dünn, was auf viele Eastern dieser Zeit zutraf und nicht unbedingt schlecht sein muss, sondern auch eintönig vorgetragen und gleichfalls zäh. Zwischendrin wird gehackstückt, so dass auch ein wenig Blut fließt, aber abseits davon leidet die Dramaturgie doch beträchtlich an der furchtbar billigen Umsetzung. Nur die Fights der "Großen" scheinen etwas mehr zu versprechen, sind in dieser Vollbildversion aber unschädlich gemacht worden, weil die Übersicht fehlt. Abgesehen davon ist die größte Inspirationsquelle wohl an der "Okami"-Reihe festgemacht: Unser umsichtiger, schweigsamer Held schiebt die meiste Zeit über den Wagen vor sich her, in welchem sich der kleine Junge befindet, wobei der quäkende, quengelige Balg doch eigentlich längst schon aus dem Alter raus ist, im Kinderwagen chauffiert zu werden. Nun ja, er soll später seiner gerechten Strafe zugeführt werden.
Die Strafe für diese schlechte DVD sollte sein, sie einfach links liegen zu lassen. Ob sich "Thousand Mile Escort" für den Allesgucker des Genres eignet, kann ich nicht unbedingt sagen, aber auf viel sollte man sich nicht einstellen. Wenn man also das Verlangen nach dieser Schlaftablette verspürt, dann bitte nicht mehr als 3 Euro dafür eintauschen. Erschienen ist die Disc in der "Kung Fu Classic"-Edition mit der Nummer 2.



Bilder der DVD




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