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MEX, USA 1968
Originaltitel:Muerte viviente, La
Alternativtitel:Cult of Death
aka. Isle of the Living Dead
aka. Muerte viviente, La
aka. Snake People
aka. Isle of the Snake People
Länge:81:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Juan Ibáñez, Jack Hill
Buch:Juan Ibáñez, Luis Enrique Vergara, Jack Hill
Kamera:Raúl Domínguez, Austin McKinney
Musik:Alice Uretta
SFX:Ross Hahn
Darsteller:Boris Karloff, Julissa, Carlos East, Rafael Bertrand, Yolanda Montes, Quintín Bulnes, Santanón, Martinique, Julia Marichal
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.08.2004 (Verleih) / 08.08.2004 (Kauf)



Inhalt
Auf einer malerischen Karibikinsel will der Plantagenbesitzer Dr. van Molder (Boris Karloff) einem bizarren Woodoo-Kult zu Leibe rücken. Seine Nichte hilft ihm dabei, gerät aber indes selbst immer mehr in den Bann dieser heidnischen Religion. Van Molder besitzt ein Buch, in dem das Geheimnis eines Schlangengiftes offenbart wird, das Menschen in zombieähnliche Kreaturen verwandelt. Der Dämon Damballah nutzt dieses Geheimnis, um damit Gewalt über die Einwohner zu bekommen. Auf mysteriöse Weise kommen daraufhin immer mehr Inselbewohner ums Leben ...
Wird es seiner Nichte gelingen, sich aus diesen grauenvollen Machenschaften zu befreien?

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Fürs Entstehungsjahr sind wenige bzw. sehr kleine weiße Kratzer zu sehen, die die Bildqualität kaum beeinträchtigen. Klar dürfte auch sein, dass die Aufnahmen generell sehr weich aussehen und es um die Detailschärfe nie wirklich gut bestellt ist, dabei aber kein matschiges Bild entsteht. Und das ist doch schon mal was! Störend wirkt sich da eher der Kontrastumfang aus, der stellenweise zu ausgebleichten Aufnahmen führt und im düsteren Szenen wegen dunkler Grundtöne einen schlechten Eindruck macht. Für einen Trash-Film jener Zeit scheint mir das aber ebenso typisch wie das seltsam anmutende Farbschema voller unnatürlicher Tönungen, die wie gemalt erscheinen. Ein letzter Punkt ist das Bildformat, was ich aber nur als Vermutung in den Raum stelle: Viele Aufnahmen lassen jegliches Gefühl für Bildkomposition völlig vermissen. Falls Vollbild dem Originalformat entspricht, so erscheint es zumindest, als ob das Bild stark herangezoomt ist.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Von Stereo ist nicht viel zu hören, dafür aber umso mehr von der hölzernen Synchronisation. Eigentlich verhält sich alles ähnlich wie bei der DVD von Interner Link"Alien Terror": Die deutschen Dialoge liegen gut verständlich und klar über dem Klang, der bei den Hintergrundgeräuschen immer wieder Unreinheiten einbringt. Das beginnt mit leichtem Knacksen, geht über Rauschen und reicht, wenn auch selten, bis zum starken Knistern und Kratzen einer alten Schallplatte. Trotzdem ist das Klangbild ganz ordentlich, verzerrt nicht und scheint mir fürs Alter nicht zu dumpf. Lediglich die wenig aktive Abmischung, die nur aus den Stimmen und der sich immer wiederholenden Schleife aus Hintergrundgeräuschen mit seltenen Musikeinspielungen besteht, ist ernüchternd.
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Extras
Extras
  • Alternative Fassung "Snake People" (90:42 Min.)
  • Bildergalerie (4:34 Min.)
  • Trailer:
    • Dance Of Death (0:48 Min.)
    • Alien Terror (0:59 Min.)
  • Weitere Titel:
    • Achterbahnen in 3D (1:18 Min.)
    • Eastern Collection (1:40 Min.)
    • Der 6. Kontinent (2:54 Min.)
    • Die Chinesin (0:33 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Die DVD enthält neben dem Hauptfilm und einer soliden Menugestaltung eine Alternativfassung des Films in englischer Sprache und mit etwas konstanter Bildqualität. Ich war jetzt nicht sehr heiß drauf, mir den Film gleich noch ein zweites Mal anzuschauen, aber auch so wäre es interessant gewesen vorher zu erfahren, was diese Fassung denn nun alternativ macht. Zu diesem Feature gibt es natürlich ein Menu mit Kapitelanwahl. Auch eine Bildergalerie mit einem Querschnitt aus Karloffs Schaffen ist anwählbar, wobei man diese schon von der DVD "Alien Terror" her kennt. Vermutlich wird sie auch auf den zwei folgenden Discs der Reihe drauf sein. Zuletzt sind noch zwei Trailer zur "Karloff Collection" vertreten. Knapp 2 Punkte.
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Fazit
- "Das ist wirklich eine Überraschung, meine Liebe. Wie komme ich zu dem Vergnügen?" (Carl)
- "Ich bin aus einem wichtigen Grund hier und brauche deine Hilfe." (Anabella)
- "Wenn ich dir helfen kann, werd ich das schon tun. Worum geht es denn?" (Carl)
- "Um die Rettung der Welt." (Anabella)
- "Oooh ... Wenn's mehr nicht ist. In diesem Fall steh ich dir natürlich zur Verfügung, meine Liebe." (Carl)

Auch "Cult Of The Dead" gehört zu den innerhalb kürzester Zeit runtergekurbelten, US-mexikanischen Produktionen, die uns Horror-Ikone Boris Karloff kurz vor seinem Tod hinterließ. Das Schema ist ähnlich "Alien Terror" angelegt: Während die Innenaufnahmen mit Karloff noch auf amerikanischem Boden gedreht wurden, säumt der mexikanische Anteil diese filmischen Bruchstücke mit einer zweifelhaft aktuellen Neuauflage von "I Walked With An Zombie". Die Darstellung der Figuren als auch die Geschichte ist bitterböse veraltet und gleichzeitig handwerklich übel - das kann man kaum schön reden. Aber gleichzeitig hat der Tumult rund um Woodoo, auferstehende Leichen, die mehr zu Liebes- als Arbeitsdiensten herangezogen werden, und der magischen Zeremonie, die allabendlich den zukünftigen Zombie der Woche kürt, auch etwas Exotisches bzw. sogar Fesselndes, so dass man nicht unbedingt auf die Idee kommen mag, gleich abzuschalten. Weil nun wirklich nicht viel Material verwertbar war, sind es lang ausgedehnte Szenen einer hüftschwingenden Schamanin und ihres kleinwüchsigen Hexenmeisters, die die Laufzeit erbringen. Und die beiden haben dank einer gewissen Grundstimmung durchaus die Sympathie der Zuschauer auf ihrer Seite. Anders als das europäische, sehr oberflächliche Besatzertum, welches mit dem todbringenden Kult ein für alle Mal abrechnen möchte, damit Ruhe einkehre im Bananenstaat. Die Macht der Suggestion obsiegt natürlich über Waffengewalt und so ringeln sich bald Schlangen in der Umgebung des Militärs, die Soldaten werden von verrückten Einwohnern zerfetzt und der Bann des Woodoos sorgt für schlaflose Nächte.
Schön wäre es gewesen, wenn das Schauerliche noch morbider dargestellt gewesen wäre, wenn man einige der Liebesszenen, welche sich auf Niveau eines Kinderfilms abspielen, gegen ein paar explizitere Momente eingetauscht hätte und sich einiger Aufnahmen entledigt hätte, die dermaßen angestaubte Standardware aus vergangenen Horror-Zeiten sind, dass der Zuschauer zu Husten beginnen könnte. Da fehlt einfach die Atmosphäre, zum einen mangels fähiger Darsteller die zu beinahe emotionslosen Marionetten werden (soweit passt das schon zum Thema) und zum anderen wegen fehlender Musik. Normalerweise erwartet man Schreie des Schreckens anstatt einer Abblende und wenn sich Zombies auf ein Opfer zubewegen, dürfen die nicht plötzlich wie auf Kommando innehalten, weil die Szene im Kasten ist und der Regisseur "Schnitt" ruft. Insgesamt bleibt mir "Cult Of The Dead" wesentlich besser in Erinnerung als "Alien Terror", denn er hat einige Ecken und Kanten, an denen man sich als Fanatiker solcher alter Schinken gemütlich stoßen kann. Vorsicht sei trotzdem geraten, denn reißerische Aspekte kann der Film nur in Ansätzen darbieten und ist weit davon entfernt, seine dünne Idee halbwegs adäquat auf die Leinwand zu bringen. Auch der Trash-Faktor ist dank einiger Figuren nicht zu verachten. Trotz alledem irgendwo charmant in seiner Wirkung, weil Fehlbarkeit in allen Belangen nun mal auch menschlich ist.

Auch hier sollte man nicht allzu hohe Ansprüche an die DVD-Umsetzung stellen. Der Film ist nun mal nicht grad erste Ware, da tut es der technische Teil dem Künstlerischen gleich. Augen auf beim Eierkauf: Es existiert auch eine um ca. 10 Minuten gekürzte FSK16-Fassung. Wobei es selbst die ungekürzte Fassung nicht schwer haben sollte, diese Freigabe zu erringen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsCMVs Boris Karloff Collection im August
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