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D 2003
Originaltitel:Swimming Pool - Der Tod feiert mit
Alternativtitel:Swimmingpool
aka. Pool, The
Länge:91:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Boris von Sychowski
Buch:Lorenz Stassen, Boris von Sychowski
Kamera:Notker Mahr
Musik:Johannes Kobilke
SFX:Jim Healy
Darsteller:Kristen Miller, Elena Uhlig, Thorsten Grasshof, James McAvoy, Cordelia Bugeja, Brian Carney, John Hopkins, Jason Liggett, Maximilian Grill, Jonah Lotan, Isla Fisher
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.07.2002 (Verleih) / 22.08.2002 (Kauf)



Inhalt
Nach mehr oder weniger erfolgreichen Prüfungen wollen die lebenslustigen Schulabgänger einer Lehranstalt des romantischen Prags ihre nun abgeschlossene Schullaufbahn gebührend feiern: Da die offizielle Abschlussparty dann doch als zu spießig erachtet wird, plant ein reicher Schnösel hierfür etwas ganz Besonderes und bricht nächtens mit einigen Schulkameraden beiderlei Geschlechts in ein modernes Spaßbad ein, um ein rauschendes und bestenfalls orgiastisches Fest zu begehen. Zunächst gelingt dies auch sehr gut. Die Stimmung wird jedoch schnell getrübt, da einige Späße dem einen oder anderen Mitglied der munteren Gesellschaft dann doch zu weit gehen. Und als sich das Poolwasser dann noch verdächtig rot färbt und sie bemerken müssen, dass ein wahnsinniger Killer umgeht, der offensichtlich aus ihren eigenen Reihen stammt, ist die Partylaune nicht mehr zu retten.

Bild
Format1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das größte Manko dürfte neben der schwachen Schärfe und dem wechselhaften Kontrast das teilweise extreme Bildrauschen sein, welches vor allem auf homogenen Flächen sehr störend vorkommt. Die Farben sind sehr satt und kräftig, fallen insgesamt sehr warm aus und sind teilweise deutlich zu dominant, wodurch feinere Details verschluckt werden. Der Kontrast hinterlässt in dunklen Szenen meist einen guten Eindruck und auch der angenehme Schwarzwert sorgt dafür, dass bis auf wenige Ausnahmen stets alle nötigen Feinheiten zu erkennen sind. Doch leider überstrahlen vor allem zu Beginn helle Flächen sehr stark und auch im weiteren Verlauf des Films erscheint das Bild dadurch etwas unausgewogen und grell. Die Schärfe gibt sich ebenfalls sehr wechselhaft und darf zwar vor allem in Halbtotalen und in Nahaufnahmen mit einem recht angenehmen Schärfeverhalten überzeugen, jedoch wirkt der Transfer überwiegend recht weich und detailarm, bis hin zu schwammig und unscharf, was aber eher selten der Fall ist. Zumindest hat man das Bild nicht wieder nachgeschärft, wodurch wir keine Angst vor Doppelkonturen haben brauchen. Die Kompressionen arbeiten sehr sauber, Blockrauschen fällt hierbei nur dezent im Hintergrund auf und lediglich hin und wieder auftauchende Defekte und leichtere Verschmutzungen sind zu bemängeln. Ingesamt ein solider Transfer, bei dem ein ausgewogener Kontrast und eine bessere Schärfe auch gleich eine höhere Benotung mit sich gezogen hätte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Dolby Digital 5.1 Mix überzeugt mit einem kräftigen Scoreeinsatz und sorgt durch gut platzierte Effekteinschübe für eine ansprechende Räumlichkeit. Egal ob Musik oder Umgebungsgeräusche, die Rears werden gut bedient. Auch wenn ein Großteil der Abmischung zu Front lastig klingt, bekommen die Effektlautsprecher genügend zu tun, um uns bei Laune zu halten. Lediglich der Bass hätte ruhig deutlich prägnanter ausfallen dürfen und wirkt doch stark in den Hintergrund gedrängt. Zudem erscheinen die Dialog etwas zu leise abgemischt worden zu sein, wodurch man etwas über die Norm aufdrehen muss. Ansonsten wirken die Stimmen sehr natürlich und das Gleiche gilt auch für den englischen Track, bei dem sich die Stimmen etwas natürlicher anhören, sich der Rest aber nicht vom deutschen Mix unterscheidet. Deutsche Untertitel gibt es keine.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Boris von Sychowski und dem Kameramann
  • Interviews:
    • Kristen Miller (1:29 Min.)
    • Elena Uhlig (1:34 Min.)
    • Thorsten Grashoff (1:26 Min.)
    • John Hopkins (1:20 Min.)
    • James McAvoy (1:06 Min.)
    • Isla Fisher (0:46 Min.)
    • Boris von Sychowski (2:32 Min.)
  • Vorproduktion:
    • Storyboard (42 Seiten)
    • Skizze zur Szene "Kim's Tod im Wald" (5 Seiten)
    • Drehortvorbesichtigung (22 Seiten)
  • Filmdokumentationen:
    • Die Vorproduktion (7:01 Min.)
    • Die Dreharbeiten (10:30 Min.)
    • Outtakes und Proben (5:35 Min.)
  • Team Film (8:23 Min.)
  • B-Roll (5:17 Min.)
  • Entfallene Szenen (2:21 Min.)
  • Auszüge aus dem Drehbuch (60 Seiten)
  • Trailershow:
    • Swimming Pool (2:02 Min.)
    • Enigma (2:02 Min.)
    • Animal - Das Tier im Manne (2:20 Min.)
    • The Others (1:36 Min.)
    • Lucky Break (2 Min.)
VerpackungKeepCase
 Über das wirklich mies animierte DVD-Menü sprechen wir jetzt lieber nicht und widmen uns lieber dem Bonusmaterial. Neben einem sehr interessanten und in deutsch gesprochenen Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Kameramann, finden wir hier noch sieben Interviews mit Cast & Crew, welche eine Gesamtlaufzeit von knapp 10 Minuten aufweisen und nicht sonderlich interessant ausgefallen sind. Wie immer gibt es Standardfragen und Standardantworten. Weiter geht es mit der "Vorproduktion". In drei Bereiche unterteilt finden wir über 60 Storyboardskizzen, Konzeptzeichnungen und Ähnliches. Die drei darauf folgenden Dokumentationen mit einer Gesamtlaufzeit von gerade Mal 23 Minuten zeigen nette, aber auch viel zu kurze Einblicke in die Produktionsphase, samt Aufnahmen von Proben und einige Outtakes. Der Teamfilm ist ein Zusammenschnitt einiger Filmsequenzen sowie Outtakes und Aufnahmen vom Dreh. Das ganze wird dann unter anderem mit den Klängen von John Carpenters Interner Link"Halloween" unterlegt. Weiter geht es mit 5 Minuten an B-Roll-Material, sowie einige Minuten an geschnittenen Szenen. Zum Schluss gibt es noch Auszüge aus dem Drehbuch, der Original-Trailer und eine Trailershow. Ingesamt nicht schlecht, lässt aber etwas Tiefgang missen.
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Fazit
Das "10 kleine Negerlein"-Prinzip beginnt nach typischem Slasher-Strickmuster. Da die Türen nicht mehr zu öffnen sind, wird verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit gesucht, doch so manch vermeintlicher Ausweg wird zur tödlichen Falle für die nun nicht mehr so lustige Jugendschar. Dadurch, dass sich die Gruppe immer wieder trennen muss, verdächtigen sie sich schließlich alle gegenseitig, was wiederum den mit einer Totenkopfmaske vermummten Machetenschwinger gelegen kommt, um weitere Mitglieder der hysterischen Truppe auf zum Teil recht originelle Art und Weise vom Diesseits ins Jenseits zu befördern.
Leider handelt es sich bei dem kompletten Opfer-Ensemble um wahre Kotzbrocken, denen man keine Träne nachweint und man wünscht sich fast, die gesamte Crew an Film-Killern von Jason bis Screamy würde sich mal eine effektivere Methode einfallen lassen, um eine solch penetrante Brut endgültig vom Erdenrund zu verbannen. Der geneigte Leser möge mir meine süffisante Schreibe verzeihen, denn wahrscheinlich wurde meine Netzhaut nur schon zu oft mit diesem Genre malträtiert (und zum Teil arg gelangweilt). Jedoch der treue Fan des Teenie- bzw. Twen-Slashers wird garantiert auf seine Kosten kommen: Der Film ist handwerklich gelungen inszeniert und bietet dem Rezipienten dank des atmosphärischen Prags und dem ungewohnten Badeanstalt-Ambiente originelle Settings, die sich erfrischend von der üblichen Kleinstadt-Kulisse vergleichbarer US-Produktionen abheben.
Die z. T. originellen Tötungsarten (ich sage nur "Wasserrutsche") und das psychologisch geschickt eingefädelte "Katz & Maus"-Spiel könnten zudem als Pluspunkte vermerkt werden, wenn es wie bereits angedeutet nicht so verdammt schwierig wäre, sich mit den verzogenen "Reiche Leute"-Kindern zu identifizieren. Aber der naturgemäß wenig mit Qualität verwöhnte Slasher-Freund wird wohl über diesen Mangel ebenso hinwegsehen, wie auch über unnötige Nebenhandlungen oder den wenig überraschenden 08/15-Schluss."Swimming Pool" ist ein Film, den die Welt nicht gebraucht hätte, der aber auch nicht zum Bodensatz seiner Gattung gehört. Slasher-Freunde können beherzt zugreifen allen anderen, die den Film trotzdem sehen, sei zum Trost gesagt, dass man auch noch viel schlechter unterhalten werden könnte.

Solide DVD-Umsetzung mit nett gemeinten Extras und einer zumindest recht angenehmen Bild- und Tonqualität. Für Slasherfilm-Liebhaber sicherlich nicht sonderlich attraktiv, aber inhaltlich, wie technisch brauchbar.

Jörg Kopetz & Daniel Pereé


Bilder der DVD




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Im Gespräch mit Boris von Sychowski
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