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D 2006
Originaltitel:Räuber Hotzenplotz, Der
Alternativtitel:Robber Hotzenplotz, The
Länge:89:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Gernot Roll
Buch:Ulrich Limmer, Claus Peter Hant
Kamera:Gernot Roll
Musik:Nicola Piovani
SFX:Jürgen Schopper
Darsteller:Armin Rohde, Manuel Steitz, Martin Stührk, Christiane Hörbiger, Katharina Thalbach, Piet Klocke, Rufus Beck, Barbara Schöneberger
Vertrieb:Constantin Film / Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.10.2006 (Verleih) / 05.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Als der Langfinger Hotzenplotz der Oma ihre geliebte musikalische Kaffeemühle stiehlt, ist Wachtmeister Dimpfelmoser sofort zur Stelle. Doch während dieser erst noch die Wahrsagerin Frau Schlotterbeck konsultieren muss, versuchen Kasperl und Seppel den Räuber bereits auf eigene Faust zu fangen. Hotzenplotz aber stellt den beiden eine Falle und verkauft den Kasperl an den bösen Zauberer Petrolius Zwackelmann. Doch zum Glück gibt es da noch die Fee Amarilis ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Da haben wir aber schon deutlich bessere HD²-Transfere gesichtet und auch wenn die Schärfe sehr angenehm erscheint und auch in Nahaufnahmen von Gesichtern sehr detailliert wirkt, fehlt es der Schärfe jedoch an den letzten Fünkchen Tiefe und Brillanz. Die Farben sind satt und kräftig und die eingesetzten Farbfilter lassen das Bild teilweise sehr erdig und warm erscheinen. Darunter leidet dann auch der Kontrast ein wenig, der zwar in dunklen Szenen alle nötigen Details offenbart, dafür aber keinen wirklich guten Schwarzwert abliefert. Defekte und Verschmutzungen sind dem anamorphen Transfer fremd, was anderes hätten wir bei einem neuen Film auch nicht erwartet und selbst die Kompressionen arbeiten sehr sauber und ausgewogen. Blockbildung finden wir hier nur in den seltesten Fällen bzw. auf homogenen Flächen im Hintergrund und auch Rauschen ist kaum vorhanden. Ingesamt also ein schöner Transfer, welcher ruhig etwas knackiger hätte ausfallen dürfen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 (Hörfilmfassung)
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Uns wird eine Komödien bedingte gute Soundabmischung geboten, welche mit einer sauberen und klaren Front überzeugt und mit einem dynamischen Score aufwarten kann, der auf sämtliche Kanäle gelegt wurde und in die sonst recht frontlastigen Abmischung etwas Räumlichkeit hineinbringt. Richtige Surroundeffekte finden sich hier leider nicht und höchstens dezente Umgebungsgeräusche hallen aus den Rears. Das wäre bestimmt noch deutlich besser gegangen, für einen Kinderfilm wie "Räuber Hotzenplotz" aber recht ordentlich.
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Extras
Extras
  • Hörfilmfassung für Blinde
  • Trailershow:
    • Sergeant Pepper (1:19 Min.)
    • Stripes - Ein Zebra im Rennstall (2:24 Min.)
    • Hui Buh (2:22 Min.)
    • Alinas Traum (2:02 Min.)
    • Sams in Gefahr (2:20 Min.)
    • Maria kleiner Esel (1.03 Min.)
  • Hotzenplotz-Special:
    • Making of Special Effects (3:20 Min.) / (6:18 Min.)
    • In der Maske (0:56 Min.)
    • Set Bau (2:31 Min.)
    • Entstehung der Musik (1:39 Min.)
    • Die Vögel (1:03 Min.)
    • Spiel "Schatzsuche"
    • Spiel "Geisterbrett"
  • Blick hinter die Kulissen (11:29 Min.)
  • Interviews:
    • Armin Rohde (3:30 Min.)
    • Martin Stührk (1:42 Min.)
    • Manuel Steitz (1:13 Min.)
    • Rufus Beck (2:28 Min.)
    • Kathrina Thaibach (3:24 Min.)
    • Piet Klocke (3:19 Min.)
    • Barbara Schöneberger (1:48 Min.)
    • Christine Horbiger (1:51 Min.)
    • Ulrich Limmer (4:53 Min.)
    • Gernot Roll (1:20 Min.)
  • Darstellerinfos:
    • Armin Rohde
    • Martin Stührk
    • Manuel Steitz
    • Rufus Beck
    • Kathrina Thaibach
    • Piet Klocke
    • Barbara Schöneberger
    • Christine Horbiger
  • Der Hotzenplotzsong:
    • Singalong Version (3:05 Min.)
    • Karaoke Version (3:05 Min.)
  • Die Kostüme (1:30 Min.)
  • DVD-Empfehlung: "Wilde Hühner" (2:14 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: "TKKG" (1:56 Min.)
  • Hidden Feature "Apfelbaum biegen" (1:47 Min.)
  • Hidden Feature "Die Unke" (0:47 Min.)
  • 6seitiges Booklet
VerpackungKeepCase
 Kindgerecht, aber nicht wirklich umfangreich ist das Bonusmaterial ausgefallen. Neben den standardisierten DVD- und Filmtipps in Form von Trailershows findet sich hier einmal die Singalong- und Karaoke-Version des "Hotzenplotzsongs", sowie einige Darstellerinfos, welche im 4seitigen Booklet ergänzt werden. Weiter geht es mit zehn Interviews mit sehr kurzen Statements der Darsteller und der Macher, welche aber lediglich nur den Film promoten. Unter "Die Kostüme" finden wir mit einer Laufzeit von knapp etwas über einer Minute ein Mini-Featurette über die Kostüme im Film. Eindeutig zu kurz, genauso wie das besagte Hotzenplotz-Special, in dem wir fünf kurze und kommentierte Featurettes finden, sowie zwei kleine Spiele, deren Absolvieren zwei weitere Featurettes freigeben. Der Blick hinter die Kulissen ist mit 12 Minuten nicht sonderlich lang, dafür aber das interessanteste Featurette im ganzen Bonusmaterial.
Wer deutlich mehr an Informationen haben will, sollte sich den Audiokommentar mit Ulrich Limmer und Germot Roll anhören, der zwar etwas trocken, dafür aber recht interessant ausgefallen ist. Schade, dass Armin Rhode beim Kommentar nicht zugegen war. Ein weiteres Goodie ist die "Hörfilm-Version" für Blinde. Hier wir der gesamte Film um einen zusätzlichen Erzählerinkommentar ergänzt.
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Fazit
Nachdem bereits "Das Sams" zweimal sehr schön umgesetzt wurde und auch die kleine Hexe Interner Link"Bibi Blocksberg" ihre Zauberkünste in zwei Kinofilmen unter Beweis stellen durfte, adaptierte man mit "Der Räuber Hotzenplotz" eine weitere Kindergeschichte für die große Leinwand, wobei die älteren Semester unter uns in dem bösen, wie liebenswerten Räuber immer noch Gerd Fröbe sehen, der 1974 in "Der Räuber Hotzenplotz" Preußlers Figur Leben einhauchte. Ich werde es jetzt auch tunlichst vermeiden beide Filme oder gar den 1979 entstandenen "Neues vom Räuber Hotzenplotz" mit der Neuinterpretation zu vergleichen, denn beide basieren schließlich auf den gleichnamigen Kinderbüchern und müssen wenn schon mit diesen verglichen werden. Der größte Unterschied zu den Büchern liegt darin, dass Produzent Ulrich Limmer und Gernot Roll die beiden Bücher "Der Räuber Hotzenplotz" und "Neues vom Räuber Hotzenplotz" versucht haben zusammenzufassen, wodurch bereits zu beginn schon Frau Schlotterbeck (Kathrina Thalbach, Interner Link"Der Eisbär") mit ihrem in einem Krokodil verzauberten Hund Wasti im Film vorkommt. Man versuchte in den knapp 90 Minuten so viel wie möglich unterzubringen und schafft es, vor allem die kleinen gut zu unterhalten. Armin Rohde (Interner Link"Die Bluthochzeit") liefert als Räuber eine beachtliche Leistung ab, obgleich man unweigerlich einen Vergleich zu Gerd Fröbe ziehen möchte. Bei der Wahl der restlichen Darsteller zeigte man aber kein so gutes Händchen und so wirkt Piet Klocke als Wachtmeister Dimpfelmoser nicht unbedingt ideal besetzt, kann sich nicht wirklich von seiner Rolle des schusseligen Comedian losreißen und kopiert sich nur selbst. Auch Rufus Beck als Zauberer Zwackelmann hat es sichtlich schwer, sich in seiner Rolle zurecht zu finden und liefert einen überraschend schlechte und uninspirierte Performance ab. Dafür machen es die beiden kleinen Hauptdarsteller Martin Stührk (Kasperl) und Manuel Steitz (Seppel) gar nicht mal so schlecht, wobei es immer wieder erstaunlich ist, wie groß der Unterschied zu dem meist sehr talentierten Jungstars Hollywoods ist und zu den deutschen Minidarstellern, aber vielleicht setzt man dort auch die Meßlatte einfach zu hoch.
"Der Räuber Hotzenplotz" ist eine kunterbuntes Vergnügen für die ganze Familie geworden, Kinder werden hierbei ohnehin den meisten Spaß haben, wobei Liebhaber der Bücher und des alten Kinofilms sich wahrscheinlich nicht so schnell mitreißen lassen werden. So ging es mir zumindest, denn stellenweise nervten mich vor allem Rufus Beck und Piet Klocke in ihren Rollen und auch wenn alles schön quietschbunt und märchenhaft wirkt, so fiel es mir schwer, mich verzaubern zu lassen. Zu alt bin ich dafür mit Sicherheit noch nicht, oder etwa doch?

Die DVD wartet mit einer ordentlichen Bild- und Tonqualität auf, wobei hier eine Menge ungenutztes Potenzial schlummert. Die Extras sind ebenfalls nett anzusehen, aber vor allem die Featurettes sind viel zu kurz ausgefallen. Alternativ erschien noch eine limitierte Auflage mit Hörbuch als "Räuber Edition".



Bilder der DVD




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