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SE 2005
Originaltitel:Frostbiten
Länge:97:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Anders Banke
Buch:Daniel Ojanlatva, Pidde Andersson
Kamera:Chris Maris
Musik:Anthony Lledo
SFX:Johan Harnesk
Darsteller:Petra Nielsen, Grete Havnesköld, Emma Åberg, Jonas Karlström, Måns Nathanaelson, Carl-Åke Eriksson, Mikael Göransson, Anna Lindholm, Björn Andersson, Sara Arnia, Hubertus Buchinger, Anders Carlsson, Erik Dalin, Nour El-Refai, Niklas Grönberg, Elin Gustavsson, Thomas Hedengran, Gustav Johansson, Linnea Jonsson, Patrik Karlson
Vertrieb:Universum Film / Legend
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.01.2007 (Verleih) / 23.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Ukraine 1944: Ein Trupp Soldaten stapft verloren durch die Winterwüste, bis er auf eine eingeschneite Hütte stößt. Der Ofen ist noch warm, aber von den Bewohnern fehlt jede Spur. In der Nacht reißt ein temperamentvolles Ungeheuer die Männer aus dem Schlaf und ihre Leiber in Stücke, bis die Stahlhelme nur so bersten ... Hereinspaziert in die abgefahrenste Vampirparty der Saison, die sich mit viel Schnee und Gags den denkbar besten Tummelplatz für ihre blutdurstigen Kreaturen gesucht hat: die ewig tageslichtlose Polarnacht!

Wir schwenken ins heutige Schweden: Annika Wallén tritt ihren Job als Ärztin in einem Kleinstadtkrankenhaus an. Während das Nachwuchspersonal die allgemeine Ödnis mit Anästhesiecocktails, Rollstuhlrennen und Anatomie-Dart zu bekämpfen versucht, hat der verdruckste Professor Beckert nur Auge und Ohr für eine mysteriöse Komapatientin. Als deren Medikamente auf unglückliche Weise abhanden kommen und besagte tiefrote Pillen alsbald in der Fruchtbowle einer angesagten Teenie-Fete landen, auf der sich im Übrigen auch Walléns Tochter Saga vergnügt, ist bald der Teufel los. Die jugendlichen Gäste geraten in einen wahren Blutrausch ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die satten und kräftigen Farben, der ausgewogene Kontrast, sowie der gute bis sehr gute Schwarzwert stechen zu allererst ins Auge und weder werden feine Details in dunkeln Szenen verschluckt, noch wirkt der Kontrast irgendwie zu hart. Weiterhin trumpft der anamorphe Widescreen-Transfer (die Coverangabe von 1,85:1 ist falsch) mit einer guten Schärfe und einer teilweise hervorragenden Detailschärfe auf. Vor allem in Close-Ups wirkt das Bild sehr detailliert und scharf. Bildrauschen ist lediglich im Hintergrund auszumachen und zeigt sich meist nur auf homogenen Flächen, trübt den Sehgenuss aber nicht im Geringsten. Und auch wenn die Kantenschärfe etwas knackiger hätte ausfallen dürfen, so wird uns hier ein sehr guter Transfer geboten, der keinerlei Defekte und Verschmutzungen zeigt und die Kompressionen arbeiten auch sehr unauffällig. Was will man mehr?
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Schwedisch
UntertitelDeutsch
 In den ersten Filmminuten, welche im Zweiten Weltkrieg spielen, verschenkt man ein wenig an Potenzial. Zwar sorgt der Score, welcher auf alle Kanäle verteilt wurde und mit einem guten Basseinsatz aufwarten kann, für eine schöne Räumlichkeit, jedoch spielen sich die Effekte nur im vorderen Bereich ab. Maschinengewehrsalven und Explosionen lösen sich nicht aus den Fronkanälen und direktionale Effekte bleiben bei dem bombastische Anfang leider auf der Strecke. Dafür wird uns aber eine dynamische und saubere Front geboten, was sich durch den gesamten Film zieht. Gute, aber stellenweise etwas gedrungen wirkende Dialoge, eine saubere Musikwiedergabe und zumindest hin und wieder werden uns kleinere, aber dafür umso feinere Effekte spendiert. Die Rears werden im weiteren Verlauf immer wieder gerne für Umgebungsgeräusche eingesetzt und im Zusammenspiel mit dem wuchtigen und sehr basslastigen Score, macht dies den Fehler vom Anfang wieder wett. Der Dolby Digital 5.1-Mix bietet wirklich alles, was man von einer Horrorfilm-Abmischung erwartet und erzeugt eine wunderbare Atmosphäre. Der DTS-Track klingt eine Spur feiner, unterscheidet sich ansonsten aber kaum von seiner Dolby-Variante. Lediglich der schwedische Dolby Digital Track (eine DTS-Spur gibt es entgegen der Coverangabe nicht) klingt in den Dialogen feiner und natürlicher, wirkt nicht so gedrungen wie die deutsche Spur und wird mit minimalen Vorsprung zum Sieger erklärt. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Trailer bei DVD-Start:
    • Schl8n8 (0:55 Min.)
    • Cargo (0:40 Min.)
VerpackungKeepCase mit Hologramm-Cover
 Die Verleih-DVD bietet keinerlei Extras, außer zwei Trailer beim Start der DVD. Zudem gibt es noch ein schönes Hologramm-Cover.
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Fazit
Genre-Kost aus Schweden - da kann ich behaupten, in letzter Zeit nicht enttäuscht worden zu sein. "Frostbiten" legt mit dem winterlichen Weltkriegsszenario, in welchem ein deutscher Trupp in einer Blockhütte von vampirischen Wesen angefallen wird, gleich einen interessanten, atmosphärischen Start mit einem erfreulich hohen Blutfaktor hin. Auch nach dem Zeitsprung in die Neuzeit bleibt diese Independent-Produktion gleichweg unterhaltsam, denn die Vampire im hohen Norden, die vorerst wie die schnellen Zombies in Interner Link"28 Days Later" in Erscheinung treten, haben dunkler, kühler Nächte leichtes Spiel, zumal die verlassenen, ländlichen Gegenden des Schauplatzes nur selten von der Polizei patroulliert werden. Wieso also kam vorher noch niemand auf die Idee, die blutsaugenden Ungetüme dort filmisch anzusiedeln? "Frostbiten", der durchaus traditionelle Tendenzen erkennen lässt, vor allem aber moderne Einflüsse in die uralte Schauergeschichte einfließen lässt, zeigt, wie gut es funktionieren kann, selbst wenn man vergleichsweise jungen Darstellern die Verantwortung übergibt und das Finale in einer blutigen Party gipfelt, ausgelöst durch geklaute, als Drogen missbrauchte Vampir-Pillen. Große Sprünge kann sich "Frostbiten" budgetbedingt zwar nicht erlauben, aber das Zusammenspiel zwischen Action, Suspense und auch einem gesunden Schuss Komik, die wesentlich fließender eingebracht wurde als in US-Produktionen, bringt die altmodische Geschichte ordentlich in Schwung. Da werden, sobald die Vampire erstmal los sind, seltsame Veränderungen durchgemacht, die von den Betroffenen erstmal begriffen werden müssen. Statt gothischer Schauermär entstehen dann skurrile Szenen wie das Essen bei den zukünftigen Schwiegereltern, welches für den jungen Verehrer ordentlich schief läuft. Papa als Pfarrer bringt die gewechselten Blutkörperchen bereits zum Kochen, aber als dann nach dem Tischgebet noch Fleisch mit extra Knoblauch serviert wird, platzt dem jungen, sichtlich verwirrten Herrn der Kragen und der nächste Biss gilt dem Nacken des weißen Kaninchens. So entstehen in kurzer Abfolge sehr amüsante, aber auch sehr blutige Szenen, die gut zusammenpassen. Diese Leichtigkeit, mit der Anders Banke sich dem Thema nähert und die er bis zum sehr offenen Schluss durchhält, hat sich auch auf uns übertragen. Somit zwar kein wichtiger Beitrag zum sehr oft verfilmten Vampir-Mythos, aber einer, der den Schauwert zu jeder Minute auf seiner Seite hat, auch wenn die Vorbereitung zum Showdown sich in der ersten halben Stunden etwas träge gestaltet.

Technisch beiendruckende Umsetzung dieses schwedischen Beitrags zum Vampir-Genre. Ein tolles Bild und ein nahezu perfekter Ton machen die DVD zu einem Genuss. Hoffen wir, dass die Kaufhausfassung mit reichlich Bonusmaterial ausgestattet wird.



Bilder der DVD




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Frostbiten
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