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UK, SE 1989
Originaltitel:Erik the Viking
Alternativtitel:Saga of Erik the Viking, The
aka. Erik viking
Länge:89:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Terry Jones
Buch:Terry Jones
Kamera:Ian Wilson
Musik:Neil Innes
SFX:The Computer Film Company
Darsteller:Tim Robbins, Mickey Rooney, Eartha Kitt, Terry Jones, Imogen Stubbs, John Cleese, Tsutomu Sekine, Antony Sher, Gary Cady, Charles McKeown, Tim McInnerny, John Gordon Sinclair, Richard Ridings, Freddie Jones, Samantha Bond, Danny Schiller, Jim Broadbent, Jim Carter
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Auf Erik (Tim Robbins), der Größeres in seinem Wikinger-Leben erreichen will als nur zu plündern, wartet ein großes Abenteuer. Um das gestohlene Sonnenlicht zurückzuerobern, machen sich Erik und seine Mannen auf eine gefahrvolle Reise. Doch Halfdan (John Cleese) und seine düsteren Krieger setzen alles daran, die mutigen Wikinger zu stoppen. Unerschrocken und allen Angriffen trotzend, meistert der muntere Haufen seinen Weg bis an die Pforten Walhallas, dem Sitz der Götter.

Bild
Format1.66:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Aufbereitung des knapp 20 Jahre alten Materials scheint zwar immer wieder kleine Probleme verursacht zu haben, doch insgesamt ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Farben und Kontrast sind bemüht um aussagekräftige Töne und meist erscheint der Transfer trotz ausbleibendem Detailreichtum auch angenehm plastisch. Ausnahmen oder kurze Aussetzer sind vielfältiger Natur und schimmern immer wieder mal durch. Manchmal sind es plötzlich auftretende Verschmutzungen, die durchs Bild flitzen, mal ein etwas weicher Bildaufbau und auch die Kompression führt zu geringen Detailfehlern. Rauschfilterung wurde betrieben, aber konnte nicht alles beseitigen und führt nebenher noch zu dezentem Schleppen im Bildaufbau an einigen Stellen. So ist beispielsweise der Nebel in vielen Szenen dafür verantwortlich, dass jene beschriebenen Makel zum Vorschein kommen. Andererseits sind Außenaufnahmen von angenehmer Qualität. Also doch noch 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Für beide Sprachen sind neben dem originalen Stereoton noch Dolby Digital 5.1-Mixe anwählbar, wobei diese aber, und das konnte man sicherlich schon erahnen, keine sonderliche Berechtigung haben. Die musikalische Seite bekommt etwas mehr Druck ab, ist aber bereits im 2.0-Modus angenehm und die Rückkanäle müssen jetzt nicht allzuviel leisten. Dortige Geräusche sind hauchzart und wohl mehr der Versuch, es nicht gänzlich frontlastig klingen zu lassen. Einiges, beispielsweise das Horn, klingt dann aber ganz interessant. Da man den Vergleich zum englischen O-Ton ziehen kann, tun wir das auch gleich: Im Deutschen haben sich einige Kalauer mehr versterkt und der Nonsense-Gehalt ist wesentlich höher als im O-Ton. Diesen kann man beispielsweise anhand der deutschen Untertitel verfolgen, die scheinbar die englische Fassung übersetzen und nicht auf die sehr freie deutsche Synchro zurückgreifen.
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Extras
Extras
  • 12seitiges Booklet
DVD 1:
  • Making of "Erik The Viking" (30:02 Min.)
  • Interviews:
    • John Cleese (3:13 Min.)
    • Terry Jones (7:50 Min.)
    • Danny Schiller (2:24 Min.)
    • Charles McKeown (2:16 Min.)
  • Originaltrailer (1:40 Min.)
  • Bildergalerie (3:36 Min.)
  • Filmografien:
    • Tim Robbins (7 Seiten)
    • John Cleese (7 Seiten)
    • Terry Jones (3 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • The Big White (1:50 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Eulogy - Letzte Worte (1:52 Min.)
DVD 2:
  • Erik der Wikinger - Internat. Kinofassung (99:10 Min.)
  • Geheimnisvolle Kulturen: Wikinger (47:41 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 DVD 1 hat neben dem Film noch ein gut 30minütiges Making Of aus damaliger Zeit zu bieten, welches in Interviews die Ideen zum Film erörtert, aber auch einen großen Anteil den Arbeiten am Set bzw. an den Spezialeffekten zugesteht. Dass Letztere doch so umfangreich erarbeitet wurden, ist schon etwas überraschend. Aus dieser Making Of-Session wurden noch vier Interviews herausgelöst und sind separat anwählbar, wobei sich der Inhalt nicht mit dem des Making Ofs überschneidet. Später werden noch Filmografien angeboten, eine sehenswerte Artwork-Galerie und der Trailer zum Film.
Auf DVD 2 befindet sich der Film dann noch einmal in seiner internationalen Kinofassung. Schön wäre es gewesen, wenn die DVD irgenwie Informationen über die Unterschiede auflisten könnte, denn trotz dem der Film gut ist, hab ich nicht grad Lust, ihn gleich nochmal anzuschauen, insbesondere nicht ohne die tolle Eindeutschung. Denn diese Fassung gibt es verständlicherweise nur im O-Ton mit englischen Untertiteln. Um den Wikinger-Themenabend gebührend zu schließen, setzt e-m-s zum Schluss noch mal auf eine Dokumentation über die nordischen Völker. Das ganze gibt es noch im Pappschuber mit interessantem Covermotiv. Nicht vergessen darf man das 12seitige Booklet, welches einen 9seitigen Abdruck über den Film aus einer alten Cinema-Ausgabe enthält.
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Fazit
Würde man hinter "Erik der Wikinger" die Monty Python-Truppe vermutet ohne dass die Namen Terry Gilliam (Buch, Regie, Darsteller) und John Cleese (Darsteller) fallen würden? Definitiv! Die actionreichen Slapstick-Abenteuer der wilden Wikinger besitzen viel des anachronistischen, anarchistischen Humors, der die UK-Comedy-Gruppe beliebt und bekannt machte. Gerade die deutsche Synchro legt den nur scheinbar harten Männern Sätze in den Mund, die den historischen Hintergrund ad absurdum führen und dem Film seine Einzigartigkeit verleihen, aber bereits das Original bietet Unmengen an hintergründigen, bissigen Bemerkungen. Die Truppe selbst ist ein echter Haufen Chaoten, die mich stark an die Odyssee von Interner Link"Time Bandits" erinnern und für eine Menge Lacher gut. Nach dem Start im eisigen Heimatdorf, in dem wir schon mal mit den rauen Sitten des kampfwütigen Völkchens bekannt gemacht werden, geht es über die finstere See gegen Drachen und andere Ungetüme zum Harmonie bedürftigen Inselstaat Atlantis, der, nachdem er versehentlich versenkt wurde, gen Walhalla verlassen wird, was zu einem ziemlich lustigen, rasanten Tumult wird. Tim Robbins ist ein wunderbarer, pazifistisch veranlagter Anführer, aber letztlich wurde jedem Charakter so viel Zeit einberaumt, dass es eigentlich keine wirklichen Hauptdarsteller gibt. Bemerkenswert ist auch, wie "Erik der Wikinger" zwischen überzogenem Humor und brutalem Realismus hin- und herwechselt, ohne dass er etwas an Unterhaltungswert dabei einbüßt oder schwer wird. In der Welt eines Terry Gilliam, der die Geschichte auf Basis seines Kinderbuchs entwickelte, ist eben alles möglich, auch in der einen Sekunde Witze über Vergewaltigungen und Mord zu reißen und in der nächsten die eigentlich sehr warmherzige Inszenierung beizubehalten. Respekt!
An der Veröffentlichung kann man am Bild und Ton sicherlich noch etwas mäkeln, Fakt ist aber, dass die bereits für 11 Euro erhältliche Neuauflage ihren Preis durch das Bonusmaterial wert ist.



Bilder der DVD




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