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ESP 2005
Originaltitel:H6: Diario de un asesino
Alternativtitel:H6: A Serial Killer's Diary
aka. Room 6: A Serial Killer's Diary
Länge:91:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO / JK-Gutachten (strafrechtlich unbedenklich)
Regie:Martín Garrido Barón
Buch:Martín Garrido Barón
Kamera:Sergio Delgado
Musik:Gaby Jamieson, José Sánchez-Sanz
SFX:Reyes Abades
Darsteller:Fernando Acaso, María José Bausá, Xènia Reguant, Alejo Sauras, Raquel Arenas, Sonia Moreno, Martín Garrido, Mark San Juan, Miquel Sitjar, Ruperto Ares, Ramón Del Pomar, Elena Seguí, Ángel Alarcón, Antonio Mayans, Ricardo Serrano
Vertrieb:Sunfilm / Tiberius Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:19.01.2007 (Verleih) / 16.02.2007 (Kauf)



Inhalt
In den 15 Jahren, die Antonio Frau für den Eifersuchtsmord an seiner Freundin im Gefängnis saß, konnte er ausgiebig über seine Zukunft nachdenken. Nach seiner Entlassung hat er einen Plan: Er wird von nun an die Welt überlegt und sorgfältig dokumentiert von ihrem menschlichen Abschaum befreien und so zum berühmtesten Serienkiller aller Zeiten werden. Als er von seiner Tante unverhofft ein heruntergekommenes ehemaliges Bordell erbt, macht er sich ans Werk. Zimmer Nr. 6 wird zum Ort der "Reinigung" und des unvorstellbaren Grauens. Als ihm die Polizei schließlich auf die Spur kommt, hat Antonio Frau noch ein besonderes Ass im Ärmel ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Um die Atmosphäre von "H6" zu unterstreichen, setzt Regisseur Martín Garrido diverse Stilmittel ein, welche die Farbgebung des Films maßgeblich beeinflussen. Das Bild wurde überwiegend in warme Sepiatönen getränkt und erzeugt somit eine Schmuddelatmosphäre, welche der düsteren Grundstimmung des Thrillers zu gute kommt. Insgesamt wirken die Farben sehr kräftig und satt, wobei neben den erdigen Tönen auch immer wieder ein grünlich bis gelber Schimmer zu sehen ist, vor allem wenn Antonio seine Opfer in das besagte Zimmer 6 bringt. Der Kontrast ist stellenweise etwas zu dunkel ausgefallen und neigt dazu, feinere Details zu verschlucken. Dabei ist der Schwarzwert recht wechselhaft und muss sich den eingesetzten Filtern fügen, welche zu einem recht schwachen Schwarzwert führen. In wenigen Sequenzen wirkt das Bild etwas zu hart und helle Flächen neigen dazu leicht zu überstrahlen - eins von vielen Stilmitteln im Film.
Die Schärfe befindet sich auf einem überwiegend guten Niveau, zeichnet saubere Konturen und in Nahaufnahmen lassen sich sogar viele Details erkennen. Ingesamt unterliegt die Schärfe aber dem vorhandenen Rauschfilter, welcher dem Bildrauschen über weite Strecken ein Ende setzt, jedoch auch für einige Rauschmuster und Bewegungsunschärfen sorgt. Dabei arbeiten die Kompressionen jedoch recht sauber, Blockrauschen oder Artefaktbildung sind, wenn nur auf homogenen Flächen auszumachen. Zudem ist der Transfer frei von Schmutz und Defekten. Alles in allem gute vier Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Trotz vorhandenem DTS-Ton ist die akustische Abmischung von "H6" sehr minimalistisch ausgefallen und es kommt nicht selten vor, dass entweder die Rears oder hin und wieder sogar die gut verständliche Front einfach stumm bleiben. So z.B. hallen in den Folter- und Vergewaltigungssequenzen die Schreie lediglich aus dem Frontkanal und es wird erst gar nicht versucht durch den Einsatz der Rears Räumlichkeit zu erzeugen. Wenn es dann doch mal zu einer räumlichen Klangkulisse kommt, dann meist nur durch den Score, welcher sich sauber auf sämtliche Kanäle verteilt. Dafür müssen wir aber weitestgehend auf direktionale Effekte verzichten und auch die Umgebungsgeräusche verirren sich äußerst selten in die Effektkanäle. Was uns aber noch aufgefallen ist: Der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix rauscht etwas, was man vor allem hört, sobald man den Volumenregler nach oben korrigiert. Dieses "Manko" fällt uns bei dem DTS-Track nicht auf, zudem bietet er im Vergleich zu der Dolby Digital-Spur wesentlich mehr Kraft und wirkt nicht nur lauter, sonder auch deutlich klarer. Selbst der Bass darf in einigen Sequenzen etwas zu tun bekommen. Der spanische Track klingt zwar in den Stimmen etwas natürlicher, wirkt insgesamt aber deutlich dumpfer, wartet dafür aber auch mit einem guten Bass auf, welcher vor allem beim Einsatz des Scores zutragen kommt. Allein dafür, dass diese minimalistische Soundabmischung gewollt ist und der Rest der Abmischung sehr sauber unsdklar klingt, vergeben wir gerne vier Punkte.
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Extras
Extras
  • Behind the Scenes (18:54 Min.)
  • Interviews (5:42 Min.)
  • Originaltrailer [deutsch / spanisch] (1:42 Min.)
  • Trailershow:
    • Darkride (1:47 Min.)
    • Isolation (1:26 Min.)
    • Dragon Squad (2:59 Min.)
    • The Devil´s Rejects (1:08 Min.)
    • 2001 Maniacs (1:16 Min.)
    • Minotaurus (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Zusatzmaterial ist recht mager ausgefallen und bietet neben der typischen Trailershow und den deutschen und spanischen Oiginaltrailern lediglich drei kurze Interviews mit einer Laufzeit von knapp 5 Minuten und ein 18minütiges Behind the Scenes-Featurette, welches zwar einen netten Einblick in die Dreharbeiten gewährt, jedoch nicht auf die Spezialeffektsequenzen eingeht.
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Fazit
Hart ist das Gezeigte, ohne Zweifel, schockierend stellenweise auch, denn wie der relativ unscheinbare Antonio Prostituierte in sein altes Anwesen lockt, mit ihnen spielt, sie fast verhungern und verdursten lässt und immer wieder vergewaltigt, das ist für schwache Nerven sicherlich nichts. Es gibt reichlich Psychoterror und später auch Splattriges, wenn der stets sehr gefasste Triebtäter seinem Opfer mittels Kettensäge den Todesstoß verpasst und die Atmosphäre im alten Gemäuer hält sich reichlich gut, da die Darstellerinnen durchdringende Leistungen abgeben, die sicherlich nicht kalt lassen. Jedoch wahrt der Film eine starke Distanz zum Zuschauer, weil der Täter sehr bewusst handelt und viele Referenzen zum Serienkiller zieht, die man so nicht erwartet. Das kostet dem spanischen Werk, welches mit vielen atemberaubenden, kinoreifen Aufnahmen aufwarten kann, einiges an Sympathie, denn Antonio ist oftmals zu glatt, um mehr Spannung zu erzeugen und mitzureißen. Zum Ende hin, wenn die Metaebene nochmals wechselt, hat man zwar das Gefühl, einen interessanten Serienkiller-Film gesehen zu haben, der mit dem Genre spielt, intelligente Querverweise aufzeigt und sich damit wie auch optisch von der Masse abheben kann, für den ich mich aber nicht so recht begeistern konnte, weil er mir zu kalt erscheint. Mir fehlt die Unberechenbarkeit, die tiefe Psychose des Täters und das schmuddlige Ambiente. Letzteres wird dem Zuschauer auf etwas andere Art und Weise kredenzt, jedoch auch mit einigen komischen Momenten. So sorgt die Nebenhandlung um seine Scheinehe zwar für kurze Auflockerung, passt aber auch nur widrig ins Schema. Meiner Meinung nach einen Blick wert, da der Regisseur durchaus etwas mehr versuchte, als einen durchschnittlichen, austauschbaren Genre-Beitrag zu kreieren, der ausschließlich auf der harten Schiene funktioniert. Auch wenn es mir etwas zu verquer war, aber das soll jeder selbst entscheiden.

Die vorliegende Verleih-DVD von Sunfilm wurde juristisch geprüft und für strafrechtlich unbedenklich erklärt. Für eine Kaufhausfassung visierte man eine FSK-Freigabe an, welche der Film aber nur in einer stark gekürzten Variante erhielt. Von daher sollte man also die Augen aufhalten und sich die unzensierte Verleih-DVD zulegen, welche sich bis auf das Freigabelogo nicht von der Kauf-DVD entscheidet. Technisch wird uns eine solide Umsetzung geboten, wobei gerade die Extras umfangreicher hätten sein dürfen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
H6: Diary of a Serial Killer
IMDb.com OFDb.de



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