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USA 1956
Originaltitel:Forbidden Planet
Alternativtitel:Alarm im Weltall
Länge:94:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Fred M. Wilcox
Buch:Irving Block, Allen Adler, Cyril Hume
Kamera:George J. Folsey
Musik:Bebe Barron, Louis Barron
Darsteller:Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen, Warren Stevens, Jack Kelly, Richard Anderson, Earl Holliman, George Wallace, Robert Dix, Jimmy Thompson, James Drury, Harry Harvey Jr., Roger McGee, Peter Miller
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2,5
DVD-Start:01.12.2006 (Kauf)



Inhalt
Auf der Suche nach den Überlebenden eines vor 20 Jahren verschollenen Raumschiffs stößt Captain Adams auf dem idyllischen Planeten Altair auf den Wissenschaftler Dr. Morbius und seine Tochter. Als es kurz danach zu mysteriösen Attacken auf Adams und seine Crew kommt, wird klar: Dr. Morbius hat etwas zu verbergen ...

Bild
Format2.40:1 (anamorph)
NormPAL
 Was die aufregende Umverpackung verspricht, kann auch beim Bild gehalten werden. Hier hat Warner dem Material eine aufwendige Restauration unterzogen, die ein nahezu perfektes Ergebnis liefert. Die wichtigsten Kriterien solch alter Filme werden bereits mit Bravour gemeistert: Der Schwarzwert ist ordentlich satt und die Farben soweit nachgearbeitet, dass sie eine ausgewogene Mischung aus Natürlichkeit und typischer Überkolorierung darstellen. Man sieht es in wenigen Szenen, dass die Farbgebung bereits etwas verblasst war und man hier gute Arbeit geleistet hat. So springt die Farbe im letzten Teil einer Abblende um, aber ich denke, dass wird niemanden stören. Besonders angetan hat es mir der Transfer aber wegen der durchweg guten Schärfe. Mit gut ist gemeint, dass es für dieses Alter sogar phantastisch aussieht, welche Plastizität mit kleineren Abstrichen im Detail geboten wird. Auch die fast völlig ausbleibenden Verschmutzungen sind erfreulich. Klar, mitunter kann man kurze Mängel erkennen wie geringes Rauschen, aber ist das wirklich wichtig bei der sonst rundum gelungenen Qualität? Denke nicht!
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Span), Dolby Digital 5.1 (En)
SpracheDeutsch, Spanisch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Spanisch, Spanisch für Hörgeschädigte, Holländisch, Polnisch, Portugiesisch, Türkisch
 Zwar rauscht der deutsche Monoton merklich, bietet aber eine gute Balance zwischen Kernigkeit und klarer Aussprache. Die Störgeräusche halten sich angenehm zurück und selbst die fast schon vorprogrammierten Verzerrungen in der mitunter schrillen Geräuschen bleiben aus. Insgesamt also sehr ausgewogen und angenehm anzuhören. Der englische Ton besitzt kaum noch ein Rauschen und verhält sich auch sonst minimal sauberer. Hier kommt ein 5.1-Mix zum Einsatz, der deutlich lauter erscheint und auch ein paar kleinere Geräusche auf die Rears bewegt, was man aber nur sehr selten wahrnimmt. Als Monomix würde er die deutsche Spur ausstechen. Zusätzlich gibt es noch eine Menge Untertitelspuren, u.a. für Hörgeschädigte.
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Extras
Extras
  • Robby-Plastikfigur
  • Pappschuber
  • Digipack mit 17 Lobbycards
  • Digipack mit DVDs
DVD 1:
  • Nicht verwendete Szenen (13:14 Min.)
  • Wiederentdecktes Filmmaterial (9:21 Min.)
  • MGM-Parade:
    • Ausschnitt aus Episode 27 (2:17 Min.)
    • Ausschnitt aus Episode 28 (3:59 Min.)
  • The Thin Man: Robot Client (25:32 Min.)
DVD 2:
  • Bonusfilm "The Invisibe Boy" (85:49 Min.)
  • Webinfo (1 Seite)
  • Watch The Skies!: Science Fiction, die 50er und wir (55:32 Min.)
  • Unglaublich!: Hintergründe zu Alarm im Weltall (26:35 Min.)
  • Robby, der Roboter - Erschaffung einer Sci-Fi-Ikone (13:45 Min.)
VerpackungGroße Tin-Box mit Pappüberzug
 Bei einer so hochwertigen DVD-Edition wie jene von "Alarm im Weltall" schlägt das Sammlerherz bedeutend höher. Die riesige Tinbox aus farbig bedrucktem, ausgestanzten Metall sieht schon mal sehr schön aus im Regal und enthält eine kleine, stabile Nachbaute der Robby-Figur. Die DVDs selbst sind dann Teil eines Pappschubers, der sie mit den Lobbycards verbindet. Diese sind etwas kleiner als eine Amaray-Hülle und enthalten 17 wunderbare Motive zum Hauptfilm und zum Bonusfilm "The Invisible Boy". Auch eine Werbung, unter derer Adresse man sich ein Replika des Poster bestellen kann, liegt bei.
DVD beinhaltet für solch ein altes Werk unheimlich viel Material, beispielsweise nicht verwendete Szenen und weiteres Material. Die Qualität ist zwar nicht besonders toll, aber dass man diese Specials überhaupt zu sehen bekommt ist schon toll. Beide leiten ihre Szenen jeweils mit englischen Texttafeln ein, welche wie das gesamte Bonusmaterial deutsch untertitelt werden können und Aufschluss geben über die Hintergründe der Entfernung bzw. Einfügung. Aus der MGM-Parade sind zwei Folgen zu sehen, in denen Darsteller Walter Pidgeon auf sehr interessante Weise in den Film überleitet. Diese Art von Werbe-Trailer ist dahingehend interessant, dass hierfür extra Szenen abgedreht wurden, die man so nicht im Film sieht. "The Thin Man: Robot Client" ist eine kurze TV-Episode in Form eines kleinen SciFi-Thrillers, bei dem der beliebte Robby in Verruf gerät. Der untertitelbare Kurzfilm lohnt als kleines Appetithäppchen zum Hauptfilm auf jeden Fall das Ansehen, ist aber weitaus weniger aufwendig und futuristisch als dieser.
Ein weiteres, interessanteres Wiedersehen mit Robby bietet der Bonusfilm der zweiten DVD namens "The Invisible Boy". Hier wird folgende Geschichte dargeboten: Ein kleiner Junge, Sohn eines bedeutetenden Wissenschaftlers, wird von der Erfindung seines Pappas, einem Superhirn von Computer, welcher jede Denkaufgabe innerhalb von Sekundenbruchteilen lösen kann, hypnotisiert und gefügig gemacht. Fortan hat der kleine Junge einen ungeheuerlichen Intellekt, baut mühelos die Teile des Roboters in der Abstellkammer wieder zusammen und hat fortan einen neuen und mächtigen Spielkameraden. Die Handlung klingt simpel, ist es letztlich auch, aber ist wirklich toll, spannend und charmant umgesetzt. Denn der Protagonist ist später unsichtbar, plant eine Monderkundung und stellt sich gegen das hilflose Militär. Da werden altersgemäße beeindruckende Effekte aufgefahren, aber auch die Tatsache, dass es ein kleiner Junge der gesamten Welt zeigt, ist nett anzusehen. Sollte man auf keinen Fall verpassen, denn steht dem Hauptfilm in nichts nach, auch wenn die Sets nicht so exotisch ausfallen. Zwar gibt es nur englischen Ton, der ist aber wie auch das Bild sehr sauber und deutsche Untertitel stehen natürlich auch zur Verfügung. Außerdem hat man extra für diesen Film eine extra Menuführung gebaut mit Kapitel- und Tonanwahl. Beim folgenden Special werden alle Fans der 50er Jahre-SciFi-Welle mit Sicherheit feuchte Augen bekommen: In einer einstündigen Exkursion durchstreift man bekannte Filme jener Zeit, bietet Hintergrundinformationen an und lässt diverse Größen der Filmindustrie, z.B. Steven Spielberg, George Lucas, Ridley Scott und James Cameron ihre eigene Sicht auf die Dinge präsentieren. Getoppt wird das Ganze mit einer Retrospektive auf "Alarm im Weltall", bei dem (meines Erachten) noch interessante Gäste vorsprechen dürfen, u.a. auch Schauspieler damaliger Zeiten. Und damit noch nicht alles: Diese Personen konnte man noch zu einem weiteren Special heranziehen, welches die umfangreiche Filmografie des seltsamen Roboters beleuchtet. Mit diesen drei umfangreichen Dokus, einem langen und einem kurzen Bonusfilm hat Warner dem Film wirklich ein Denkmal gesetzt. Großen Mist haben sie lediglich beim Raubkopierer-Trailer gebaut, den nun wirklich niemand sehen möchte, und bei den Copyright-Tafeln, die uns nach Anschauen des Films minutenlang daran hindern, das Bonusmaterial zu starten. Da muss man erst die DVD auswerfen und neu starten, das geht um ein Vielfaches schneller.
Natürlich besteht neben dieser aufwendigen Veröffentichung noch die Möglichkeit zur regulären Doppel-Disc zu greifen, die ohne all die Gimmicks auskommen muss, aber das steht ja wohl wirklich außer Frage.


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Fazit
Ein Meisterwerk des Science-Fiction Films! Das muss zu allererst mal festgehalten werden, denn dieser kleine, bei seiner Premiere 1956 kaum beachtete Film legte den Grundstock für SF-Serien wie z.B. Interner Link"Star Trek", was heute oft vergessen wird.
Die Handlung: Ein Sternenkreuzer mit militärischer Besatzung (ganz stark: der junge Leslie Nielsen als Kapitän) besucht einen abgelegenen Planeten, auf dem sich vor einigen Jahren Siedler niedergelassen haben. Am Leben sind jedoch nur noch der Wissenschaftler Morbius und seine hübsche Tochter, die sich mittels überragender Technik ausgestorbener Außerirdischer eine beachtliche Existenz aufgebaut haben. Im Inneren des Planeten besucht man die immer noch funktionierenden gigantischen Anlagen der Aliens. Doch dann wird das Raumschiff von einem unsichtbaren Ungeheuer angegriffen, das gegen sämtliche mitgeführten Waffen immun zu sein scheint. Morbius, der über die Besucher nicht gerade begeistert ist, scheint etwas mit den seltsamen Vorgängen zu tun zu haben ...
Noch mehr zu verraten, wäre eine Schande für alle, die den Film bis jetzt gemieden haben. Es gibt Spannung bis zuletzt und eine Auflösung, die man in dieser Form noch nicht gesehen hatte. Hier ist alles vorhanden, was das Herz eines Sci-Fi-Fans begehrt. Die Bauten der Außerirdischen sind gigantisch, die Tricks superb (für die Zeit), die Atmosphäre auf dem öden Planeten unwirklich und beunruhigend, der Sound verstärkt dies zusätzlich und darüber hinaus kann der Film auch noch eine Geschichte vorweisen, die zwar offensichtlich bei Shakespears "Der Sturm" geklaut ist, aber nichtsdestotrotz absolut klassisch ist. Zwar gibt einige romantische Füllszenen und das übliche komische Zwischenspiel mit dem trunkfreudigen Schiffskoch, doch der als dienendes Extra beigefügte Roboter "Robby" gleicht das durch seine pure Anwesenheit wieder aus. Hier haben wir "Star Trek" in seiner Urform: das Raumschiff, das weite Fernen durchreist, die militärische Besatzung mit Kapitän, Allzweckmaschinist und Doktor(!), der Einsatz in der Unendlichkeit, wo noch fast niemand gewesen ist, das Rätsel, das man lösen muss und zwar nicht durch Feuerkraft, sondern durch den menschlichen Verstand und sogar der Love-Interest, den Kirk immer so gern hatte. Wer sich dieses Feuerwerk der SF bisher entgehen lassen hat, der sollte das schnellstens nachholen.



Bilder der DVD




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IMDb.com OFDb.de (SOS Raumschiff)



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