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JP, TH 2003
Originaltitel:Ruang Rak Noi Nid Mahasan
Alternativtitel:Leben nach dem Tod in Bangkok
Länge:103:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Pen-Ek Ratanaruang
Buch:Pen-Ek Ratanaruang, Prabda Yoon
Kamera:Christopher Doyle
Musik:Small Room
SFX:Thamrong Prinyaknit
Darsteller:Tadanobu Asano, Sinitta Boonyasak, Laila Boonyasak, Yutaka Matsushige, Riki Takeuchi, Takashi Miike, Yoji Tanaka, Sakichi Satô, Thiti Rhumorn, Junko Nakazawa, Akiko Anraku, Nortioshi Urano
Vertrieb:Rapid Eye Movie
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:18.08.2006 (Kauf)



Inhalt
Kenji (Tadanobu Asano), ein japanischer Bibliothekar in Bangkok, ist Perfektionist: Seine Kleidung sitzt tadellos, seine Wohnung ist bis in den letzten Winkel sortiert. Nur der Selbstmord will ihm nicht gelingen. Immer wieder platzen andere Menschen in seine geordnete Welt. Erst unterbricht ihn sein krimineller Bruder beim Erhängen, dann holt ihn der Unfalltod der jungen Nid vom Brückengeländer. Mit ihrer Schwester Noi (Sinitta Boonyasak), entwickelt er schließlich eine fragile Beziehung im emotionalen Niemandsland des Gegensätzlichen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Zum großen Teil kann man mit dem Bild zufrieden sein. Das Hauptproblem ist die Schärfe. In Nahaufnahmen ist das Bild noch als gut zu bezeichnen, aber in Totalen wirkt sich alles etwas zu weich aus, so dass Details im Hintergrund stark an Konturen vermissen lassen. Die Farbe ist tadellos und gelegentliche Farbschwankungen gewolltes Stilmittel. Das Hintergrundrauschen geht in Ordnung und fällt nicht störend ins Gewicht. Gelegentlich tauchen kleinere Verunreinigungen auf. Mit knappen vier Punkten im Bereich des Bildes kann man durchaus zufrieden sein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Thailändisch/Japanisch/Englisch
UntertitelDeutsch
 Da im ganzen Film nicht wirklich etwas passiert und der Film mehr als ruhig daherkommt, darf der Zuschauer auch keine brachiale Soundkulisse erwarten. Das Geschehen kommt zumeist aus dem vorderen Bereich, wurde aber an einigen Stellen durch die Synchronisation räumlich aufgewertet, so dass, je nachdem wo gewisse Personen stehen, ein Gefühl für Raumklang entsteht. Der Originalton lässt dieses Gefühl leider nicht aufkommen, ist aber dem deutschen Pendant wohl vorzuziehen. Nicht weil die Synchronisation schlecht ist, sondern weil die Thematik zweier verschiedener Kulturen und Sprachen besser dem Zuschauer näher gebracht werden kann. Die Thailänder sprechen kein Japanisch und genau andersrum, also trifft man sich in der Mitte mit gebrochenem Englisch. In der deutschen Fassung wird die Sprachbarriere durch Deutsch/Thai und Thai/Deutsch ausbalanciert. Dies ist nicht schlecht gelöst aber der Originalton lässt den Realismus besser zur Geltung kommen. Zudem kann man sich noch gut lesbare Untertitel ins Bild holen.
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Extras
Extras
  • Mini-Poster
Hauptfilm-DVD:
  • Interviews (13:31 Min. - OmeU)
  • Behind the Scenes (38:31 Min. - OmeU)
  • Kinotrailer (2:20 Min.)
  • Bildergalerie (4:30 Min.)
Bonus-DVD:
  • Interview mit Christopher Doyle mit deutschen Untertiteln (Teil 1: 55:16 Min., Teil 2: 3:31 Min.)
VerpackungDigiPack
 Das Bonusmaterial auf der Hauptscheibe ist auf einer Seite ganz interessant, wenn man der englischen Sprache zumindest im Lesen mächtig ist, da es nur englische Untertitel gibt. Die Interviews selber sind etwas kurz geraten, aber in teilweise verlängerter Form im Behind the Scenes-Spezial nochmals zu sehen. Wie üblich dürfen der Kinotrailer und eine Bildergalerie nicht fehlen. Zudem befinden sich noch einige Trailer aus anderen Filmen auf der DVD. Als Bonus spendiert REM dem Käufer zudem noch eine Extra-DVD auf der ein langes Interview mit dem Kameramann Chris Doyle (Interner Link"Hero") enthalten ist, welches auf der Berlinale aufgezeichnet wurde und mit sehr gut leserlichen deutschen Untertiteln ausgestattet ist. Dieses ist zudem auch sehr interessant, macht Doyle aber nicht wirklich sympathisch. Hier kann man wirklich behaupten, dass der Mann irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn hängt.
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Fazit
"Last Life in the Universe"! Was soll der Titel vermitteln? Ein Film über Aliens? In gewisser Weise darf man das mit einem "Ja" beantworten. Einen Außerirdischen von einem anderen Planeten wird man aber vergebens suchen. Wobei unsere Hauptperson in gewisser Weise selbst einer ist. Natürlich von keinem anderen Planeten, sondern ein ganz normaler Mensch. Nicht ganz so normal vielleicht, aber dennoch normal! Kenji ist ein reiner Perfektionist mit autistischen Zügen. Alles muss geordnet sein und der Tagesablauf darf nicht von der Norm abweichen. Aber ist er wirklich das, was er scheint zu sein? Ein einfacher Bibliothekar, der aus Japan kommt und sich in Thailand niedergelassen hat? Wenn man sich Kenji genauer ansieht, gerade dann, wenn er mit freiem Oberkörper zu sehen ist, wird man schnell feststellen, dass sein ganzes Leben in Thailand auch nur gespielt sein könnte. Auf seinem Rücken befindet sich eine überdimensionale Tätowierung, wie sie eigentlich die Yakuza trägt. Ist Kenji sogar ein untergetauchter Yakuza? Und warum hegt er Selbstmordgedanken? Fragen, die im eigentlichen Sinne nicht wirklich vom Film beantwortet werden. Hier ist die Interpretation des Zuschauers gefragt. Aber was ist "Last Life in the Universe" für ein Film? Eine wirkliche Genre-Definition gibt es nicht. Zuerst mal eine sehr ruhige Tragik-Komödie und Romanze umhüllt vom japanischen Gangsterfilm und etwas schwärzeren Humor, sehr schön eingefangen durch die Kameraarbeit von Christopher Doyle und durch eine hervorragende Regie von Pen-Ek Ratanaruang. Diese beiden in Kombination mit den beiden Hauptdarstellern Tadanobu Asano (Interner Link"Ichi - The Killer") und Sinitta Boonyasak erzählen eine der schönsten Geschichten, die jemals in Thailand das Licht der Welt erblickten. Das besondere an diesem Film ist seine Ruhe, die er versprüht. Wirklich Aufregendes passiert nicht und doch ist es spannend. Ein kleines Meisterwerk, das unbedingt zu entdecken lohnt. Zudem wartet der Film mit einem Cameo von Takashi Miike und Riki Takeuchi auf.
Man kann nicht nur den Film empfehlen, sondern auch die deutsche DVD von Rapid Eye Movie, die qualitativ den anderen weltweiten Veröffentlichungen in nichts nachsteht. Man darf wirklich hoffen, dass die Kölner noch einige solcher Schmankerl aus Asien nach Deutschland bringen, um sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen.



Bilder der DVD




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