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D 2000
Originaltitel:Midnight's Calling
Länge:78:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Timo Rose
Buch:Timo Rose
Kamera:Timo Rose
Musik:X.I.S., Eibon, Headshot, Violent Wind, Materialschlacht, Wisecrack, Into the Void
SFX:Yazid Benfeghoul
Darsteller:Yazid Benfeghoul, Timo Rose, Andreas Schaas, Karsten Löwe, Oliver Krekel, Jens Massmann, Ricky Goldberg, Andreas Pape
Vertrieb:Astro
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Fünf Söldner erhalten den Auftrag in einer Stadt namens Midnight's Creek nach dem Rechten zu sehen. Niemand aus der Gruppe hat irgendwelche Informationen, was sie dort erwartet. Mit dem Nötigsten bewaffnet stoßen sie in unbekanntes Terrain vor und sehen sich kurze Zeit später einer Macht gegenüber, der sie nicht gewachsen sind. Was hat es mit den Dokumenten auf sich, die von grausamen Experimenten und Kreuzungen zwischen Mensch und Tier berichten? Ein nackter Kampf um das eigene Leben entbrennt.

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Bildtechnisch ist die DVD nur knapp unterhalb des Durchschnitts. Aber man muss oder besser sollte berücksichtigen, dass es sich hier um eine Amateurproduktion handelt. Ein Rauschen ist durchaus bemerkbar sowie Unschärfen. Dies wirkt sich schon etwas störend aus. In dunklen Szenen hat die Kompression ihre Schwierigkeiten, so dass Artefaktbildungen sichtbar sind. Auch machen sich Farbschwankungen bemerkbar, was aber nur beim genauen Betrachten auffällt. Die schwarzen Balken sind zudem nur auf das eigentliche Vollbild gelegt, um ein 1.85:1-Format vorzutäuschen. Verunreinigungen bzw. Digitalfehler sind keine auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Beim Ton hat man sich wohl keine Lust gehabt eine ordentliche Abmischung auf die Beine zu stellen. Es ist zwar alles gut verständlich, was beim O-Ton meistens ja nicht der Fall ist, und auch der Soundtrack wurde solide in den Film integriert, aber durch den ganzen Film zieht sich ein sehr nervendes und relativ lautes Brummen, was gerade in etwas ruhigeren Szenen deutlich stört. Ein leichtes Surround-Gefühl kommt bei der Abmischung auf, gerade in Kampfszenen allerdings bleibt der Subwoofer ohne Arbeit. Ohne dem Brummton hätte man gerne 3 Sterne vergeben können aber so leider nicht.
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Extras
Extras
  • Making of: I survived Midnight's Calling (wahlweise mit Audiokommentar oder O-Ton) (55:12 Min.)
  • Kino-Premiere (16:25 Min.)
  • Trailer zu Midnight's Calling (2:10 Min.)
  • Trailer zu Mutation 2 (1:20 Min.)
  • Photogalerie (30 Bilder)
  • Slideshow (157 Bilder)
  • Hidden Feature (35:48 Min)
VerpackungKeepCase
 Das Making of zum Film wirft einen Blick auf die Geschehnisse des letzten Drehtages. So bekommt man ein paar Interviews und einen kleinen Einblick in die Welt des Amateurfilms. Zudem kann man sich noch die Kinopremiere ansehen, auf der es wohl einiges zu lachen gab. Eine großzügig angelegte Slideshow und Photogalerie befinden sich noch zusätzlich neben dem Trailer zum Film und dem Trailer zu "Mutation 2" auf der DVD. Und bevor ich es noch vergesse: Ein 36 Minuten langes Hidden Feature hat sich zudem noch auf die DVD geschlichen. Wie man es findet, steht in unserer Rubrik.
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Fazit
Interner Link"Resident Evil" für Arme wäre wohl die beste Bezeichnung für diesen Amateurfilm aus dem Hause Timo Rose, welchen er zusammen mit Yazid Benfeghoul von der Gory News auf die Beine gestellt hat. Der Zeitpunkt der Filmidee hätte besser nicht gewählt sein können, da die Verfilmung der beliebten "Resident Evil"-Serie erst zwei Jahre später stattfinden sollte. Auch die Umsetzung selber ist nicht wirklich übel, da man immer noch berücksichtigen muss, dass man es hier nicht mit einem Produkt aus Hollywood zu tun hat und das Budget nicht sonderlich groß war. Man muss schon sagen, dass Timo Rose als Regisseur weiß, was er will, nur hapert es am stellenweise unausgereiften Drehbuch. Dieses strotzt vor Logik- und Handlungsfehlern. Aber will "Midnight's Calling" überhaupt Perfektion in diesem Bereich? Im eigentlichen Sinne wird wohl nur der Gedanke in den Köpfen der Macher gewesen sein, möglichst viel Blut und Gewalt an den Mann (oder auch Frau) zu bringen. Dies mit viel unfreiwilliger Komik gemischt, ist auch schon ein Schritt in die falsche Richtung. Hier kommen die Darsteller ins Spiel, denen man ihre Rollen zum Teil nicht abkaufen möchte. Wenn es mit der Schauspielerei nicht so gut klappt, dann sollte zumindest gutes Overacting drin sein.
Von den Darstellern, die es wirklich können, sieht man zu wenig und das ist ein Problem des Drehbuches. Die Gruppe um Rose, Schnaas, Benfeghoul, Goldberg und Amerkamp werden als Söldner mit Spezialauftrag per Hubschrauberim Dorf abgesetzt. Damit endet auch schon der gemeinsame Auftritt der Truppe. Die Kämpfer trennen sich und fortan werden in 70 Minuten die einzelnen Schicksale bzw. Erlebnisse in Midnights Creek gezeigt.
Für die Handlung ist das natürlich absolut tödlich, weil nun gar keine Spannung mehr aufkommen will und man nun einen Effekt nach dem anderen zu sehen bekommt. Dies mag für einen Kurzfilm von 30 Minuten genügen, aber bei höherer Laufzeit ist man schnell mal bei dem Gedanken, die Vorspultaste zu betätigen. Auf der Seite der Schurken begegnen uns Olli Krekel, der mit einem kurzen Auftritt bedacht ist und mit der Story gar nichts zu tun hat, sowie Jens Massmann als Projekt X, absolut fehlbesetzt und unglaubwürdig in seiner Rolle, und der Rapper Cappucino als Wissenschaftler, der leider auch total deplatziert wirkt und dem Begriff Overacting eine neue Bedeutung verleiht. Von den Effekten und vom Schnitt sieht man, dass Rose es drauf hat, wenn er will. Das gleiche gilt für die musikalische Begleitung, die durch Abwechslungs zu gefallen weiß. Aber man sollte auch nicht zu hart mit diesem Werk umspringen, da es, wie man im Schlusstext lesen, kann für alle Splatterfans gemacht wurde und das kann man gerne so stehen lassen, auch wenn böse Zungen nun behaupten könnten, dass Splatter-Fans nichts im Hirn haben.
Also bitte Gehirn beim Ansehen ausschalten oder am besten abgeben, sonst kommt ein böses Erwachen.



Bilder der DVD




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Midnight's Calling
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