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USA, FR 2003
Originaltitel:Dead End
Länge:79:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jean-Baptiste Andrea, Fabrice Canepa
Buch:Jean-Baptiste Andrea, Fabrice Canepa
Kamera:Alexander Buono
Musik:Greg De Belles
Darsteller:Ray Wise, Alexandra Holden, Lin Shaye, Mick Cain, Amber Smith, Billy Asher, Steve Valentine, Karen S. Gregan, Clement Blake, Jimmy Skaggs, Ivan Kraljevic
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Familie Harrington fährt seit 25 Jahren am Heiligabend zu den Großeltern. Doch in diesem Jahr wählt Vater Frank zum ersten Mal eine Abkürzung. Auf der stockfinsteren Strecke nehmen sie eine verstörte junge Frau mit einem Baby mit, die einem Totenhemd gleich, ganz in weiß gekleidet ist. Die Harringtons vermuten, dass sie nach einem Unfall unter Schock steht und versuchen, der Frau zu helfen. Doch als sie entdecken, dass das Baby tot ist, ist es bereits zu spät: Zuerst ringen sie mit ihrem Verstand - dann kämpfen sie um ihr Leben!

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Filme die überwiegend in der Dunkelheit spielen benötigen dementsprechend einen guten Kontrast, dies bietet uns "Dead End" fast durchweg und nur selten scheinen Details verschluckt zu werden. Die Farbsättigung ist ebenfalls gut ausgefallen und wirkt satt und kräftig. Leider lässt die Detailschärfe etwas zu wünschen übrig und das Bild zu weich erscheinen. In Nahaufnahmen ist die Schärfe meist gut, in den Totalen merkt man jedoch den Einsatz von Rauschfiltern. Die Kompressionen leisten zwar eine durchgehend gute Arbeit, fallen jedoch durch leichtes Blockrauschen und Artefaktebildung im Hintergrund auf. Zudem kränkelt sie noch an einigen Nachzieheffekten. Mit einer besseren Schärfe und einem stärkeren Kontrast hätte man hier mit Sicherheit die Punkte vollbekommen, so haben wir einen guten anamorphen Transfer, dem jedoch der letzte Feinschliff fehlt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 "Dead End" ist kein Effektfilm, sondern vielmehr ein automobiles Kammerspiel. Dementsprechend wird das Hauptaugenmerk hier mehr auf die Dialoge gelegt, statt auf wuchtige Surroundeffekte. Diese wurden dann auch ordentlich auf die Front gelegt und sind gut verständlich. Desweiteren bekommen wir es mit einem gut abgemischten Score zu tun und die Rearspeaker kommen ebenfalls für die Umgebunsgeräusche gekonnt zum Einsatz. Die Kanaltrennung kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden und der Subwoofer bekommt zwar nur in wenigen Szenen was zu tun, untermauert dann aber die beklemmende Atmosphäre des Films. Einige Schockmomente hätten aber durchaus wuchtiger ausfallen dürfen und insgesamt wird man das Gefühl nicht los, dass man sich hier etwas zurückhält. Wenn man sich zum Vergleich den englischen Track anhört, wirkt dieser wesentlich weiträumiger und kräftiger als die deutsche Spur. Zwar wirken die Dialoge etwas dumpfer, aber dafür ist der Rest deutlich klarer und bilden eine hamonischere Klangkulisse, die besser in das Szenario passt. Was bleibt ist also ein guter, aber nicht überragender deutscher Ton, mit einer guten Synchronisation, in der der Witz des Originals gut ins Deutsche übertragen wird. Aber letztlich sollte der englische Track nicht nur wegen dem besseren Raumklang vorgezogen werden. Optional gibt es wie immer deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • "Stuck on this bloody road" - The Making of (28:20 Min.)
  • Deleted Scenes (8:25 Min.)
  • Trailer deutsch/englisch (1:40 Min.)
  • Teaser 1 (0:45 Min.)
  • Teaser 2 (0:40 Min.)
  • Teaser 3 (0:41 Min.)
  • Trailershow:
    • Jeepers Creepers 2 (1:55 Min.)
    • Battle Royal 2 (1:35 Min.)
    • Monster Man (2:52 Min.)
    • Shade (2:13 Min.)
    • State Property (1:24 Min.)
    • Wilbur want to Kill himself (2:06 Min.)
    • The Fog (2:42 Min.)
 Neben den obligatorischen Teasern und Trailern, sowie einer Kinowelt-Trailershow, gibt es hier ein knapp 29-minütiges Making of von "Dead End". Komplett in Deutsch untertitelt bekommen wir hier einen sehr ausführlichen Einblick hinter die Kulissen zu geboten, der keine Wünsche mehr offen lässt. Endlich mal kein Hollywood typisches PR-Gelaber, sondern eine Sorte von Making of, in der man genau sieht, dass wir es hier mit Filmemachern zu tun haben, die ihre Sache nicht nur gut machen, sondern auch noch Spaß dabei haben. Bei diesem Einblick in die Dreharbeiten, hatten wir auch Spaß - nur schade, dass es schon nach 29 Minuten wieder vorbei war. Zum Schluss sehen wir noch zwei geschnittene Szenen mit Kommentaren der Regisseure, welche ebenfalls deutsche Untertitel haben und eine gesamte Laufzeit von über acht Minuten haben.
Man hätte mit Sicherheit wesentlich mehr an Zusatzmaterial produzieren können, aber wenigsten kann das, was auf dieser DVD vorliegt zu 100% überzeugen! Sowas gibt es selten!
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Fazit
"Stuck on this bloody Road"

Die heutige Filmindustrie ist satt und passiv, es gibt kaum noch Firmen, die ein Risiko eingehen wollen und schon gar nicht bei zwei Filmemachern, die zuvor noch keine großen Filmproduktionen vorweisen können. Um so schöner ist es, dass die jungen französischen Regisseure Jean-Baptiste Andrea und Fabrice Canepa mit ihrem Horror-Road-Movie "Dead End" es geschafft haben, mit wenig Geld und einem Set, welches sich auf eine Landstrasse und ein Auto beschränkt, Zuschauer und Kritiker gleichermaßen zu begeistern. "Dead End" erinnert zu Beginn noch an einen typischen Horrorfilm à la Interner Link"Wrong Turn". Doch hier wird schnell klar, dass nichts so ist wie es zu sein scheint. Nichts scheint Real und die konventionellen Regeln des Horrorfilms werden außer Kraft gesetzt. Mag man in einer Minute an einem Psychothriller denken, bekommen wir es in der nächsten Minute mit einem Familiendrama der etwas anderen Sorte zu tun, und in der nächsten Sekunde schein es hier zu spuken. Menschen verschwinden und ein mysteriöser Leichenwagen fährt an die noch lebenden Protagonisten vorbei. Hier verbeugt man sich vor Klassikern wie Interner Link"Phantasm" oder den Werken eines David Lynch, allerdings ohne dessen Tiefsinn zu erreichen. Einen positiven Eindruck hinterlassen auch schwarzhumorige Szenen, die den Schockmoment zu toppen versuchen. Ein Psychotrip der besonderen Sorte: ruhig - gemein - grotsek! Mit einer Riege von perfekten Darstellern und einer Atmosphäre, die einen nicht mehr los lässt. Seit Ihr schon neugierig geworden? Wir bitten darum, denn mehr wird nicht verraten. Macht Euch aber auf Willkommen in der Twillight Zone gefasst!

Die DVD bietet eine ordentliche Bild und Tonqualität, sowie etwas wenig, dafür aber sehenswertes Zusatzmaterial. Wer Thrill einmal etwas anders erleben will, kommt an dieser DVD nicht vorbei!



Bilder der DVD




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