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ESP 2004
Originaltitel:Rojo Sangre
Alternativtitel:Blood Red
Länge:85:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Christian Molina
Buch:Jacinto Molina
Kamera:Mischa Lluch
Musik:David San José
SFX:Óscar Aparicio, Jesús Luque, Jaume Vilaseca
Darsteller:Jacinto Molina, Menh-Wai Trinh, Miguel Del Arco, Bibiana Fernández, Guillermo Montesinos, Francisco Algora, Saturnino García, José Lifante, Teresa Manresa, Vicente Gil
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:10.02.2006 (Verleih) / 27.02.2006 (Kauf)



Inhalt
Pablo Thevenet hat eine schwere Zeit: Seine Tochter wird ermordet aufgefunden, seine Frau hat ihn verlassen und sein Agent eröffnet ihm, dass er als Schauspieler nicht mehr gefragt ist. Trotz vieler verdienstvoller Rollen in der goldenen Zeit des Kinos muss Pablo nun feststellen, dass die jungen Regisseure heutzutage noch nicht einmal seinen Namen kennen. Sein einziges Arrangement besteht darin, als lebende Statue in einem Nachtclub aufzutreten. Voller Hass und Frustration will sich Pablo nun an der Gesellschaft rächen. In der Verkleidung berühmter Mörderfiguren startet er eine blutige Mordserie an bekannten Schauspielern ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild der DVD im breiten Kinoformat hinterlässt wegen der Fehlerfreiheit und dem nur geringen Rauschen einen sehr guten Eindruck. Etwas geschmälert wird dies durch verschiedenste Filter, die den Film dunkler gestalten und so dem Kontrast die Arbeit etwas erschweren. Die Farbwahl, die vom düsteren Blaufilter bis hin zur graugelben Sepiatönung reicht, steht dem Film sehr gut zu Gesicht und trägt viel zur entstehenden Atmosphäre bei. Die Schärfe gelingt leider nicht ganz so gut, denn, ohne größere Ausfälle zu beinhalten, ist das Bild stets sehr etwas mehr weich als richtig scharf. Möglicherweise hat man hier wissentlich etwas zurückgeschaltet, denn die DVD sieht trotzdem im Gesamten sehr schön aus.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Spa)
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Der spanische Ton ist nur in Stereo aufgebracht und man könnte meinen, es wäre für den deutschen 5.1-Track abermals nur ein Upmix angefertigt worden. Aber weit gefehlt, der Originalton mit optionalen deutschen Untertiteln wird von der deutschen Vertonung bei weitem ausgestochen. Der sehr warme und füllige Klang erstreckt sich über weite Teile des Filmes und vergisst es nicht, immer wieder ein paar hörenswerte Effekte beizusteuern. Diese bestehen aus gut gemachten Stereosignalen, die den Klang bereits nett auflockern, bis hin zu kräftigen und sehr beweglichen Lauten aus den Rears. Da hierbei sowohl Bass, Abmischung der Dialoge als auch Dynamik erstaunlich gut weggekommen, sind 5 Punkte verdient.
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Extras
Extras
  • Trailer/TV-Spots (1:47 Min.)
  • Making Of (16:28 Min.)
  • Interview Christian Molina (11:00 Min.)
  • Storyboards (60 Seiten)
  • Artwork (22 Bilder)
  • Fotogalerie (51 Bilder)
  • Trailershow:
    • Alexandra's Project (2:13 Min.)
    • Aro Tobulkin: In The Mind Of A Killer (2:04 Min.)
    • Bangkok Haunted (2:00 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Cutie Honey (2:01 Min.)
    • Deadly Outlaw Rekka (1:23 Min.)
    • Hellavator (2:10 Min.)
    • In My Skin (1:36 Min.)
    • Matando Cabos (2:27 Min.)
    • Memories Of Murder (2:01 Min.)
    • No Blood No Tears (1:56 Min.)
    • Preacher - Der Haschpapst (1:53 Min.)
    • Save The Green Planet (2:18 Min.)
    • Severed - Forest Of The Dead (1:20 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:54 Min.)
    • Steal It If You Can (1:54 Min.)
    • Survive Style (1:40 Min.)
    • Suicide Circle (1:40 Min.)
    • Una De Zombies (2:02 Min.)
VerpackungKeepCase
 Bereits das Menu ist ansprechend aufbereitet. Dort hat man Zugriff auf einen Trailer und zwei nachfolgende TV-Spots, die deutsch untertitelt sind, wovon der letzte Spot aber abgeschnitten erscheint. Das Making Of ist eine gute ausbalancierte Mischung aus Interviews, Set-Aufnahmen und Filmausschnitten und es werden verschiedenste Themen angeschnitten bis hin zur Effektentstehung und die Kameraarbeit. Gleiches gilt für das Interview mit dem Regisseur, welches auch wie ein Making Of aufgebaut ist und wiederum Szenen vom Set zeigt. Zwar fehlt mir persönlich das Interview mit dem Hauptdarsteller, dafür werden aber allerhand Galerien, beginnend bei den Storyboards, über die Design bis hin zu Produktionsfotos geboten und die Trailershow enthält ganze 19 Einträge.
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Fazit
- "Herzlichen Glückwunsch, Martin. Glückwunsch dafür, wie gut du Scheiße verkaufst." (Pablo)
- "Ich verkaufe, was die Leute haben wollen. Wenn sie das wollen, dann bekommen sie das auch. Das Publikum hat nun mal recht. Wenn sie Scheiße haben wollen, geben wir ihnen auch Scheiße. Entscheiden muss jeder für sich selbst." (Martin)

Es gibt Filme wie Interner Link"Mucha Sangre", die beinhalten interessante, wenn auch nicht wichtige Wiedersehen mit der einstigen Genre-Ikone Jacinto Molina (aka Paul Naschy) und es gibt Filme wie "Rojo Sangre", die werden dem großartigen Darsteller sozusagen zur Ehre gereicht, auch wenn sie, wie die stark divergierenden Meinungen beweisen, nicht von jedem als solches anerkannt werden. "Rojo Sangre" ist nicht die grobe Schlachtenplatte, die uns mit Humor, überdrehter Stilistik und viel blutigen Effekten einmal mehr die flippige Moderne des spanischen Horror-Kinos beweisen soll, sondern eine Reflektion auf die Vorgänge im Filmbusiness, einem Hurenzirkus, der den Lebenszyklus seiner Artisten künstlich kurz hält und die Wertschätzung einstiger Stars gegen Verachtung tauscht. Natürlich lassen sich diese Vorgänge auch bestens auf den größeren gesellschaftlichen Rahmen übertragen, wie beispielsweise sich häufende Meldungen über Amokläufe und Bluttaten zeigen. Pablo Thevenet ist einer dieser einstigen Stars, an die sich niemand erinnert, der vom Nachwuchs ausgelacht wird und folglich kaum noch Chancen auf anspruchsvolle Rollen besitzt. Anmutig, aber gedemütigt beißt er sich durchs Leben steigert sich in seine Verbitterung hinein, bis sie ihm schließlich zu Mord treibt. Molinas intensives und charismatisches Portrait eines gealterten, gebrochenen Mannes, sein düster gezeichnetes Umfeld und die Bildkomposition, die klassischen Prunk und Detailverliebtheit mit gewitzten Umschnitten verbindet, erschaffen eine wahrlich dichte Atmosphäre und eine glaubhafte Entwicklung. Wie Vincent Price in Interner Link"Theater des Grauens" entlädt sich der aufgestaute Frust Thevenets schließlich. Wenn es dann letztlich auf Opfersuche geht, dann haben wir nicht unbedingt drauf gewartet, weil die Geschichte auch ohne grobe Effektspezialitäten bestens funktioniert. Aber jene Brutalität, die dann als Verkörperung von Jack The Ripper, Rasputin oder anderen klassischen Serientäterfiguren ausgeführt wird, wirkt trotz kurzem Draufhalten ungemein brutal. Mehr muss es auch nicht sein, Splatterorgien wären hier von gegenteiligem Erfolg. Tragisch und sarkastisch sind diese Szenen, unterhaltsam im Sinne von erheiternd aber sicherlich nicht. Mag sein, dass man den Schlusspunkt etwas zu lange vorbereitet, so dass man relativ früh erkennen kann, in welch diabolisches Spiel sich Thenevet hier verstrickt. Aber letztlich überwiegt doch sehr der gute Eindruck wegen der handwerklich stimmigen Umsetzung und dem Mut, dem Zuschauer hier etwas mehr als puren, schnellen Effekthorror zu bieten. So "metzelt" man sich sogar inhaltlich durch das Filmgewerbe und setzt Molina ein würdiges, ehrliches Denkmal - und wie oft sieht man das schon?



Bilder der DVD




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