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AT 2006
Originaltitel:Flesh for the King
Länge:46:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Markus Wimberger
Buch:Markus Wimberger
Kamera:Marco Frensen
Musik:Parasite & Leo Rausch
SFX:Daniela Schibalsky
Darsteller:Francis Lane, Jakob Rudelstorfer, Mark Berger, Frens Mike, Julia Habiger, Wolfgang Mader, Daniela Schibalsky, Gerhard Kucera
Vertrieb:Mitternachtsfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.01.2007 (Kauf)



Inhalt
Inspektor Black untersucht eine Mordserie, bei der es noch keine heiße Spur gibt. Der Druck von seinen Vorgesetzten wächst, als wieder eine Leiche gefunden wird. Währendessen sind der Rockstar Max (Jakob Rudelstorfer) und sein Manager Tom (Frens Mike) auf dem Weg zu einem Musikproduzenten. Zu ihrem Unglück haben sie eine Autopanne mitten in der Einöde. Auf der Suche nach Hilfe, landen sie irgendwann in ein Dorf. Hier geraten sie an den ehemaligen Elvis-Imitator Frankie Payne (Francis Lane), der ihnen seine Hilfe anbietet. Zu ihrem Entsetzen müssen Tom und Max aber bald feststellen, dass sie Opfer eines wahnsinnigen Elvis-Fetischisten geworden sind. Die Fronten verhärten sich und es kommt zu einer blutigen musikalischen Folter ...

Bild
Format1,33:1 (Letterbox)
NormPAL
 Dass man nur ein geringes Budget hatte und so auch mit den zur Verfügung stehenden Mittel auskommen musste, beweist mal wieder Einfallsreichtum. Durch das schwarz/weiß-Bild wird einiges kaschiert. Jedoch ist der Kontrast wirklich gelungen und enthält einen sauberen Schwarzwert. Auch die Schärfe geht soweit in Ordnung, hätte aber stellenweise besser sein können. Negativer fällt, gerade in dunklen Szenen, das Rauschen auf. Auch ist in einigen Szenen das Bild mit Streifen versetzt. Für eine Amateurproduktion ist das Bild gut geworden.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch
 Der Ton ist sehr gut zu verstehen und klingt sehr sauber. Ein minimales Rauschen ist vorhanden, wirkt sich aber nicht auf den Hörgenuss aus. Passagenweise klingt der Ton etwas blechern aber für einen Stereoton wurde mit den zur Verfügung stehenden Mittel das Beste rausgeholt. Die Untertitel wurden gut gesetzt und sind zudem gut lesbar in der vorhandenen Schriftgröße.
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Extras
Extras
  • Audiokommentare der Macher und Francis Lane (3 Stück)
  • Neusynchronisierte Tonspur "Insp. Black" von Dennis Rohling
  • Viva Prima Special Interview mit Francis Lane (11:01 Min.)
  • Zusätzliche Szenen (1:23 Min.)
  • Hinter den Kulissen (4:50 Min.)
  • Original Trailer (2:23 Min.)
  • Kino Trailer (2:14 Min.)
  • Fotogalerie (22 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Gleich drei Audiokommentare werden auf der DVD präsent sein. Leider waren diese auf unserer Test-DVD noch nicht vorhanden, ebenso wie die neusynchronisierte Tonspur, so dass sie bei der Punktevergabe nicht berücksichtigt werden können. Das Viva Prima Interview Special mit Francis Lane ist sehr interessant und man bekommt einen kleinen Einblick in dessen Welt und sein denken. Hinter den zusätzlichen Szenen verbergen sich zwei Passagen, die es nicht in den Film geschafft haben. Als kleines Featurette kann man sich danach das Geschehen "hinter die Kulissen" von "Flesh for the King" anschauen. Abgerundet wird das ganze von zwei verschiedenen Trailern zum Film und einer Bildergalerie. Mit den Audiokommentaren und der neuen Tonspur würden die Extras auf drei Punkte anwachsen, so leider nur zwei.
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Fazit
Das Jahr 2007 fängt ja wirklich gut an. Wie weit der Fankult gehen kann, zeigen uns die Jungs von Mitternachtsfilm mit ihrem neuesten Werk. Für eine Amateurproduktion sieht der Film verdammt gut aus. In schönen schwarz/weiß-Bildern bekommt man eine Mischung zwischen Thriller und Drama mit mystischen Touch geboten. Die Darsteller agieren ausgesprochen gut vor der Kamera und harmonieren zusammen. Man möchte hoffen, dass man sie noch öfter sehen wird. Elvis-Darsteller Francis Lane ist wirklich eine Nummer für sich, dies aber im Positiven, da er einen gewissen Charme versprühen kann und wie der nette Nachbar von nebenan wirkt. Dass er dies nicht ist und eher als erster Elvis-Serienkiller der Filmgeschichte betitelt werden kann, nimmt man ihm zwar nicht zu 100 Prozent ab, aber für diese Rolle ist er genau der Richtige. Etwas nachteilig muss man die Effekte betrachten, da diese recht unecht wirken, aber in ihrer Art durch den s/w-Stil des Films etwas kaschiert werden. Gerade bei der Szene, in der eine körperliche Teilung der einzelnen Gliedmaßen durchgeführt wird, fallen die Effekte deutlich schlechter aus und passen nicht sonderlich in die Story. Man hätte sich gewünscht, das ganze nur indirekt zu sehen. Dies liegt aber zum großen Teil an dem geringen Budget, das zur Verfügung stand. Die Regie kann als durchweg gelungen betrachtet werden und sieht zum größten Teil nicht nach einer Amateurproduktion aus. Markus Wimberger, der neben der Regie auch mit für das Drehbuch verantwortlich war, kann mit seinen Ideen also deutlich überzeugen, trotz des geringen Budgets. Auch soundtechnisch macht der Film einiges her und wartet mit einem guten Soundtrack auf. "Flesh for the King" ist wirkliche frischer Wind und hebt sich deutlich vom Amateureinheitsbrei aller Wald-und Wiesen-Filme ab, kann zudem durch seine krude Genremischung deutlich Spaß beim Zuschauer aufkommen lassen. Eine klare Empfehlung für alle, die dachten, der Amateurfilm wäre gestorben. Und wer jetzt Lust auf diese kleine Entdeckung bekommen hat sollte sich die DVD unter www.Mitternachtsfilm.com schleunigst besorgen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de







 
 
Matthias Paul am 26.01.2007
Bewertung:

Hail to the King, Baby!
Dass Elvis nicht nur Herzensbrecher war, sondern gern auch krumme Sachen macht, weiß man nicht erst seit "Crime Is King". In dieser Kleinproduktion huldigt ein abgehalfteter Elvis-Imitator seinem großen Idol, indem Gestrandete und Hilfesuchende in seine Wohnung lockt, betäubt und schließlich opfert. Trotz einiger zäher Stellen - die Schauspieler sollten etwas lockerer werden und die betonenden Pausen ein wenig kürzen - entsteht mit "Flesh For The King" eine durchaus amüsante Stimmung. Hauptdarsteller Francis Lane ist nicht nur äußerlich ein unübersehbarer Blickfang, sondern sorgt auch als Psychopath für einige tolle Momente, obwohl mir andere Stellen schon etwas überzogen vorkamen. Denn im Nachhinein betrachtet sind 45 Minuten für die sehr kompakte Handlung doch etwas ausladend. Die s/w-Prägung hilft der Stilistik ordentlich auf die Sprünge und auch der blutige Eimer voller abgeschlagener Stümpfe rutscht mal durchs Bild, aber insgesamt ist es wohl eher das seltsame Szenario, das für das Gelingen des Filmes sorgt. Ob wohl die angedeutete Fortsetzung folgt?



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