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USA 1955
Originaltitel:Tarantula
Länge:76:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jack Arnold
Buch:Jack Arnold, Robert M. Fresco, Martin Berkeley
Kamera:George Robinson
Musik:Henry Mancini, Herman Stein
SFX:David S. Horsley
Darsteller:John Agar, Mara Corday, Leo G. Carroll, Nestor Paiva, Ross Elliott, Edwin Rand, Raymond Bailey, Hank Patterson, Bert Holland, Steve Darrell
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5
DVD-Start:13.04.2006 (Kauf)



Inhalt
Eine hochgiftige Tarantel entweicht aus einem kalifornischen Versuchslabor, in dem sie bei Experimenten zur Wachstumsbeschleunigung eingesetzt wurde. Bald erreicht die Giftspinne gigantische Ausmaße und bedroht eine ganze Stadt. Mit Napalmbomben bewaffnet rückt die Luftwaffe an, um dem Biest den Garaus zu machen.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Natürlich gibt es die DVD nicht im anamorphen Widescreen, sondern im originalen Vollbildformat. Das s/w-Bild zeigt ein stellenweise starkes natürliches Rauschen, welches aber nicht störende Ausmaße annimmt und mir lieber ist als vor Filterung verschwimmende Szenen. Die s/w-Produktion wird hier mit sehr angenehmen Kontrast und einer fürs Alter vorbildlichen Schärfe wiedergegeben. Die Details lassen das Geschehen stets greifbar und plastisch erscheinen, was einige 10 Jahre alten Streifen nicht mal schaffen. Abgesehen von einigen Inserts wie Naturaufnahmen ist das Bild auch nur mit wenigen Verschmutzungen belegt und lässt keine Fehler in Übergängen oder an Bildrändern erkennen. Mit dieser Leistung wird man Fans des Filmes bestimmt sehr zufrieden stellen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Ungarisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch
 Beide Tonspuren sind trotz des Alters eine angenehme Sache. Im Deutschen klingen die Dialoge noch etwas verkratzt und wie üblich sehr dünn, aber im Original ist der Klang bis auf ein leichtes Zischeln erfreulich lebendig, so weit dies ein Monoton überhaupt zulässt. Die Musik ist in beiden Fassungen wohlklingend ausgefallen, auch wenn es deutlich an einem etwas runderen Gesamt-Sound hapert. Dezente Verzerrungen sind hier hörbar, was man aber sicherlich nicht bemängeln wird. Neben den beiden Tonspuren hat man Zugriff auf 10 verschiedene Untertitelsprachen aus dem europäischen Raum.
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Extras
Extras
  • Einschiebbares Hologramm-Cover
VerpackungKeepCase
 Irgendwie fürchterlich, dass Universal keinerlei Extras auf die Scheibe gebracht hat. Wäre da nicht der tolle Film und das schön anzuschauende, einlegbare 3D-Cover, wären 10 Euro noch zu viel für die Scheibe.
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Fazit
- "But what if circumstances magnified one of them in size in strength? Took it out of its primitve world and turned it loose in ours?" (Dr. Matt Hastings)
- "The expect something that's fiercer, more cruel and deadly than anything that ever walked the earth." (Doktor)

Ein echter Klassiker unter den SciFi- bzw. Tierhorror-Filmen. Nicht etwa aus nostalgischen Gründen, sondern weil die schlichte Idee nach heutigen Maßstäben noch ordentlich rockt und viele billigen Nachahmeversuche mit drittklassigen Computereffekten locker an die Wand spielt. Wenn das pelzige Krabbeltier über die Hügel steigt und aus der Ich-Perspektive über die miniaturkleinen Menschen herfällt, dann sind das Momente purer Freude, ob der reichlich naiv angehauchten Situationen, in der man sich befindet. Gut passt da die die nebenläufige Geschichte der Forscher, die eine unheimlich wirkungsvolle Nahrungsergänzung entwickelt haben, kurzerhands an sich selbst ausprobierten und nun mit heftigen Deformierungen an Händen und Gesicht dem Tod ins Antlitz schauen. Ähnlichkeiten zu meinem Lieblings-Superhelden Toxie sind da nicht abzusprechen. Natürlich ist der Ablauf etwas anders angelegt, als man es von heutigen Verfilmungen erwarten könnte: Statt schleimiger Fressorgien werden nur Ergebnisse gezeigt und die Protagonisten handeln etwas unbeholfen, doch aber wohlüberlegt und wachsen nicht zu Einzelkämpfern über sich hinaus. Trotzdem sind Szenen wie jene, in der das Monstrum über dem Haus in Stellung sitzt und durch das Fenster hineinschaut, noch heute sehr wirkungsvoll und werden wohl damals jedem Zuschauer einen ordentlichen Schreck versetzt haben. Wobei der Gedanke an sich, dass ein Spinnenviech in Monstergröße durch die Wüste jagt, schon schauderhaft sein dürfte. Das wackelt sogar auf doppelt überlagertem Filmmaterial und schönen Nachbauten durch Stromleitungen und übersteht eine mörderische Sprengung. Leicht trashige Tendenzen mag man feststellen, sind aber nicht sonderlich hervorstechend und auch nicht gewollt, zumal Arnold nicht daran gespart hat, die Effekte auch ordentlich hinzubekommen, um die Ernsthaftigkeit des Filmes zu unterstreichen. Freut euch also auf ganz besondere Unterhaltung, die trotz ihres Alters unheimlich viel Spaß macht. Zudem lockt das Ende mit dickem Feuerwerk, wenn gar die Fliegerstaffel mit Napalm bombt, um dem auf die Stadt krabbelnden Ungetüm den Rest zu geben. Einfach phantastisch!



Bilder der DVD




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NewsJack Arnold-Klassiker ab April auf DVD
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