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JP 1999/2002
Originaltitel:Monday / Kôfuku no kane
Alternativtitel:Blessing Bell - Glocken des Glücks
Länge:95:49 Minuten + 87:50 Minuten (jeweils ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sabu (Hiroyuki Tanaka)
Buch:Hiroyuki Tanaka
Kamera:Kazuto Sato / Masao Nakabori
Musik:Kenichiro Shibuya / Yasuhisa Murase
Darsteller:Monday: Shin'ichi Tsutsumi, Yasuko Matsuyuki, Ren Osugi, Masanobu Ando, Hideki Noda, Akira Yamamoto
Blessing Bell: Susumu Terajima, Naomi Nishida, Itsuji Itao, Ryoko Shinohara, Sansei Shiomi, Kazuko Shirakawa, Seijun Suzuki
Vertrieb:Rapid Eye Movie
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:27.11.2006 (Kauf)



Inhalt
Monday
Montagmorgen. Ein Mann in schwarzem Anzug wacht in einem Hotelzimmer auf. Sein Gedächtnis funktioniert nicht, er hat keine Ahnung, was mit ihm geschehen ist, obwohl er ernsthaft versucht, sich zu erinnern. Dann fällt ihm ein Päckchen Salz aus der Tasche, 'Reinigungssalz', wie es nach Totenwachen und Beerdigungen verwendet wird, um böse Geister zu bannen. Plötzlich erinnert er sich an einige Fragmente: Begräbnis ... Café ... Bar ... Yakuza ... Träumt er, oder ...?

Blessing Bell
Der Morgen erwacht über dem verlassenen Hof einer Fabrikanlage. Die Welt scheint still zu stehen: Da setzt sich ein Mann namens Igarashi in Bewegung. Wortlos lässt er sich treiben und begegnet dabei einem Yakuza, einem Mörder, einer Mutter, und einem Geist. Die Geschichten reihen sich wie Perlen einer Kette aneinander, die dann jedes Mal aufs Neue zerreißt. Und am Ende seiner Reise erkennt Igarashi, dass es in der Welt nur einen Ort für ihn gibt ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Monday
Da Sabu einen sehr eigenwilligen Stil verwendet, muss das Bild besonders beobachtet werden. Zum einen fallen die farblichen Aspekte auf, die gelegentlich recht verspielt wirken, aber durch einen (gewollt) hohen Kontrast einige Details in dunklen Bereichen verschlucken. Ein Rauschen ist vorhanden und über den gesamten Film im Hintergrund sichtbar. Leider krankt die Schärfe etwas, da das Bild recht weich wirkt. Zudem kommen gelegentlich kleinere Verunreinigungen auf.

4 Punkte

Blessing Bell
Bei diesem Film gibt’s natürliche Farben und in hellen Szenen einen guten Kontrast. Dies ändert sich allerdings in dunklen Passagen des Films. Hier wird durch einen mangelnden Kontrast einiges verschluckt, da gerade der Schwarzwert zu stark einsetzt. Auch hier ist die Schärfe des Bildes nicht optimal und wirkt etwas zu weich. Störend wirken sich kleinere Doppelkonturen, Nachzieheffekte und ein leichtes Hintergrundrauschen aus. Gerade durch das Rauschen sieht man Schwächen in der Kompression. Defekte sind kaum vorhanden.

3 Punkte
 +++---

Ton
FormateMonday: Dolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
Blessing Bell: Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheMonday: Deutsch, Japanisch
Blessing Bell: Japanisch
UntertitelDeutsch
 Monday
Die deutsche Synchronisation ist soweit gut ausgefallen was Sprachverständlichkeit und Dynamik im Bassbereich betrifft. Doch für einen 5.1-Ton ist deutlich wenig von einem räumlichen Klangbild vorhanden. Dieses konzentriert sich hauptsächlich auf den Centerlautsprecher und den Subwoofer. Gerade am Ende des Films hätte man hier mehr rausholen können. Einzig die musikalische Untermahlung schafft einen dezenten Surroundeffekt. Der O-Ton wirkt sehr monoton und dumpf. Hier sollte man wirklich der deutschen Sprachfassung den Vorzug geben. Die optionalen Untertitel sind gut leserlich und niemals störend im Bild gesetzt.

Blessing Bell
Im Gegensatz zu "Monday" wurde zu "Blessing Bell" keine Synchronisation erstellt. Dies ist im eigentlichen Sinne nicht weiter tragisch da in diesem sehr speziellen Film nicht viel gesprochen wird. Wenn aber, dann kann er mit klaren und gut verständlichen Aussprachen und einem angenehmen Raumklang überzeugen. Die optionalen Untertitel sind gut leserlich und passend in den Film eingebaut und nicht störend.
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Extras
Extras
  • Filmposter
Monday
  • Original-Trailer (1:44 Min.)
Blessing Bell
  • Original-Trailer (2:17 Min.)
  • Trailershow:
    • Tears of the Black Tiger (2:31 Min.)
    • Last Life in the Universe (2:19 Min.)
    • Mongolian Ping Pong (2:11 Min.)
    • The Glamorous Life of Sachiko Hanai (1:56 Min.)
    • Rize (1:53 Min.)
    • Hausu (1:34 Min.)
    • Duelist (2:31 Min.)
    • Vital (2:37 Min.)
VerpackungDigipack
 Monday
Außer dem Trailer zum Film hat man keine weiteren Extras auf die DVD gepackt. Schade eigentlich, denn ein Interview mit Sabu zu "Monday" wäre sicherlich interessant gewesen.

Blessing Bell
Auch hier gilt das gleiche wie bei "Monday": Leider außer Trailern nichts Weiteres vorhanden.
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Fazit
Auf 2 DVDs in einem schicken Digipack bringt uns der Kölner Anbieter REM zwei Werke von Sabu ("Postman Blues"). Die Inhaltsangaben zu den beiden Filmen befinden sich auf einer Banderole, die um das Digipack gewickelt ist. Also aufpassen beim Entsorgen der Umverpackung! Ein weiteres nettes Gimmick sind die beiden DVDs selbst, da diese transparent sind.

Zum einen befindet sich der wirklich geniale "Monday" auf der ersten DVD. Was uns der japanische Kultregisseur Hiroyuki Tanaka, besser bekannt als Sabu, hier abliefert ist eine unglaubliche Achterbahnfahrt aus schwarzem Humor, Medienkritik und dem Umgang mit Schusswaffen. In unglaublichen Bildern wird die Geschichte von Koichi Takagi erzählt, der wegen eines etwas übertriebenem Alkoholkonsum außer Kontrolle gerät, obwohl er ein sensibler und auch naiver junger Mann ist und nur das Gute im Menschen sieht. Dieser Trip wird in Rückblenden von Sabu auf gewohnt ruhige Art präsentiert, die dann urplötzlich in eine Gewalteskapade überblendet. Erzählt wird das ganze in einem episodenhaften Stil, der in Rückblenden den vergangenen Tag schildert. Das ganze hat einen Hang zu Quentin Tarantinos Erzählart und seinem Interner Link"Pulp Fiction". Aber natürlich beginnt Sabu nie damit, Szenen zu kopieren oder nachzuspielen. Er widmet sich trotz des Stils ganz seinen eigenen, teils merkwürdigen Ideen. Diese z.B. in Form einer sehr merkwürdigen Totenwache oder aber der Tanz bei der Yakuza. Ttrotzdem ist "Monday" ein Drama über einen Mann, der eigentlich ein Verlierer ist und vom Schicksal auserkoren wurde, immer einer zu sein. Der mehr als gelungene Soundtrack passt sich direkt der Handlung an und verleiht dem Film zudem eine Atmosphäre, die am Ende einen Zuschauer zurücklässt, der nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll. Dies gelingt auch durch die gut ausgewählten Darsteller, die alle in ihren Rollen fabelhaft besetzt sind. Ein Film, der eigentlich jedem gefallen sollte.

Der zweite Film des Double Features von Sabu ist "Blessing Bell". Dieser ist sehr ruhig inszeniert und erzählt ebenfalls die Geschichte eines Mannes. Dieser ist auf der Suche, aber der Grund der eigentlichen Suche wird niemals genannt. Er ist ein stiller Beobachter, redet nicht und hört stattdessen anderen Menschen in seinem Umfeld zu. Er erlebt Situationen und Geschehnisse in kürzester Zeit, die Andere nicht innerhalb ihres Lebens sich zu träumen wagen. Und immer umgibt ihn diese auf den Zuschauer wirkende, mysteriöse Aura. Doch was will er den Anderen geben oder sagen? Er hilft, zeigt jedoch dabei fast keine Gesichtsregungen und spricht niemals außer mit seinen Augen. Das Ende des Film kommt dann auch mehr als überraschend und hält dem Zuschauer ggf. sogar einen Spiegel vor das eigene Gesicht. Zuviel von der Geschichte zu erzählen würde viel von der Story und damit Sabus Grundgedanken zerstören. Daher sollte sich jeder selber ein Bild von "Blessing Bell" machen. Einzig die Ruhe, die der Film verbreitet, könnte nicht jedem gefallen. Jedoch werden auch hier nicht mit verrückten und unglaublichen Ideen gegeizt.
Qualitativ kann man mit den DVDs zufrieden sein, nur leider hapert es an interessantem Bonusmaterial. Dafür bekommt der Käufer neben dem Digipack auch noch ein Mini-Poster mitgeliefert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de (Monday)
IMDb.com OFDb.de (Blessing Bell)



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