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USA 2003
Originaltitel:Dracula II - Ascension
Alternativtitel:Wes Craven's Dracula II
aka. Wes Craven Presents Dracula II: Ascension
aka. Dracula 2: Ascension
Länge:81:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Patrick Lussier
Buch:Patrick Lussier, Joel Soisson
Kamera:Douglas Milsome
Musik:Marco Beltrami, Kevin Kliesch
SFX:Jamison Scott Goei
Darsteller:Stephen Billington, Jason Scott Lee, Jason London, Roy Scheider, Craig Sheffer, John Light, Khary Payton, Brande Roderick, Diane Neal, Nick Phillips, Jennifer Kroll
Vertrieb:Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Bei der Obduktion einer verbrannten Leiche entdecken die Medizinstudenten schockiert, dass es sich um einen Vampir handelt. Plötzlich meldet sich ein mysteriöser Anrufer und bietet 30 Millionen Dollar für Draculas Leiche. Sie übergeben ihm eine andere Brandleiche und flüchten mit dem toten Vampir-Körper in ein entlegenes Schloss, wo sie die verbrannten Überreste in ein Blutbad tauschen. Der Vampir erstarkt, schlägt um sich, ermordet eine Studentin und ist nur mit ultraviolettem Licht zu bändigen. Nach zahlreichen Versuchen mit Vampir-und Menschenblut lüften die Studenten schließlich das dunkle Geheimnis des ewigen Lebens. Völlig fasziniert gelingt es ihnen schließlich selbst die Vorzüge des Vampirdaseins anzunehmen - mit fatalen Folgen...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Zu aller erst fällt hier die recht wechselhafte Schärfe auf. In Nahaufnahmen recht gut, aber nie überragend, wirkt das Bild insgesamt recht weich. Dies kann durchaus an einem Einsatz von diversen Filtern (Weichzeichnern) liegen, die man dem Film verpasst hat, um die Atmosphäre zu unterstreichen. Diese Verfälschung als Stilmittel bemerkt man bereits in den meist recht kalten Farbtönen, die das Bild stellenweise etwas ausgewaschen wirken lassen. Der Kontrast ist gut und gibt sich selbst in den überwiegend dunklen Szenen sehr detailfreudig, obgleich der Schwarzwert hätte besser sein dürfen, da er insgesamt etwas zu schwach ist. Die Kantenschärfe macht ein guten Eindruck, zeigt jedoch an einigen Stellen, dass das Bild nachgeschärft wurde. Dies ist nicht sonderlich schlimm und fällt auch kaum auf. Dafür bemerkt man im Hintergrund ein leichtes Bildrauschen, was in einigen Szenen recht stark auszumachen ist, in anderen wiederum kaum ins Gewicht fällt. Die Kompressionen arbeiten meist unaufällig und fallen nur selten durch leichtes Blockrauschen auf. Allerdings kann man in einigen Szenen eine leichte Bewegungsunschärfe ausmachen, was jedoch nicht sonderlich störend ist. Defekte und Verschmutzungen sind nicht auszumachen, was bei einem knapp ein Jahr alten Film auch zu erwarten war. Insgesamt gesehen bekommen wir also ein recht gutes Bild geboten, welches aber auf Kosten der Atmosphäre etwas zu stark weich gezeichnet wurde und deutlich an Schärfe vermissen lässt. Trotz der augenscheinlichen Stilmittel hätte man in puncto Detailschärfe mit sicherheit etwas mehr herausholen können. So bleiben gute 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Überraschenderweise wird uns hier eine recht gute Klangkulisse geboten, mit einer ordentlichen Stereofront und einer guten Dialogwiedergabe, sowie einer harmonischen und sehr dynamischen Musikabmischung auf sämtliche Kanäle. Allerdings hätte die Front etwas mehr Druck vertragen können und wirkt daher etwas zurückhaltend. Die Effektlautsprecher werden meist für die Umgebungsgeräusche oder die Schockeffekte genutzt. Letztere werden dann auch sehr fffektiv eingesetzt zum Teil bekommen wir auch einige direktionale Effekte geboten. In den Dialogpassagen hätten die Umgebungsgeräusche etwas dominanter aus den Rears kommen dürfen und auch der Subwoofer hätte mehr Power vertragen können. Insgesamt bekommen wir aber einen soliden Dolby-Digital-Track zu hören, dessen Stärke deutlich die Schockmomente sind. Mit einer etwas kräftigeren Front und mehr Druck im Bassbereich hätte man noch einen weiteren Punkt vergeben können. Nichtsdestotrotz bietet man uns eine von Grund auf solide Digitalabmischung, die sich gekonnt der Atmosphäre des Films anpasst. Der englische Track unterscheidet sich kaum, weist jedoch eine etwas harmonischere Front-Partie auf. Optional gibt es noch deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.
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Extras
Extras-
 Da es sich hier um eine Verleih-DVD handelt, gibt es kein Bonusmaterial zum Bewerten.
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Fazit
Es wird immer seltener, dass eine Fortsetzung besser wird als das Original, was unter anderem daran liegt, dass eine ohnehin schon dünne Story einfach nur mit mehr Action oder Gewalt gewürzt wird und ansonsten keine Neuerungen bietet. Im Falle von "Dracula II - Ascension" läuft es glückerweise einmal anders herum. So war der Vorgänger eine nette Dracula-Varinate, die der Stokerischen Vorlage neue Elemente hinzufügte, aber Regisseur Patrick Lussier, ehemaliger Cutter für Wes Craven, schaffte es nicht aus den Schatten seines Mentors zu treten, der im ersten Teil noch als Produzent fungierte. Viel mehr war Interner Link"Dracula 2000" eine Pop-Varinate eines unsterblichen Mythos, welche für das 21. Jahrhundert aufgewärmt wurde und mehr der Interner Link"Scream"-Trilogie glich, als einer klassichen Vampirstory.
Die Fortsetzung bietet dagegen aber eine positive Überraschung. Zwar baut der Regisseur mit Pater Uffizi einen mysteriösen Vampirjäger ein, dessen Kräfte man bisher nur erahnen kann und direkt zu Beginn schon wie eine Art "Daywalker" im Auftrag des Vatikan wirkt. Auch löst man sich von der klassichen Story: Vampir kommt frei und verführt hübsches Mädchen. Vielmehr spielt Dracula hier die zweite Geige und ist ein Versuchskaninchen für junge experimentierfreudige Studenten, die mit Hilfe seines Blutes sterbende Zellen heilen wollen. Dass dies gehörig nach hinten los geht, muss man hier nicht erwähnen. Da "Dracula II - Ascension" der Mittelteil einer ganzen Trilogie darstellt, darf man sich nicht wundern, wenn man sich hier sehr viel Zeit für die Enstehung der Charaktere lies und den üblichen Blutsauger-Horror auf das Nötigste beschränkt. Dafür kommt das Ende dann auch sehr überraschend und wirft eine Menge Fragen auf, die "Dracula 3 - Legacy" hoffentlich beantworten wird. Der erste Schritt ist gemacht und wenn Patrick Lussier es wirklich schafft, seine Story konsequent und überzeugend durchzusetzten, könnten wir es mit einer hervorragenden Horror-Trilogie zu tun bekommen. Nur schade, dass der dritte Teil in Deutschland noch etwas auf sich warten lassen wird.

Die diesem Test vorliegende Verleih-DVD fehlt es leider komplett an Extras, die erst auf der im Dezember erscheinenen Kauf-DVD zu gegen sein werden. Wir werden dieses Review demzufolge auch entsprechend ergänzen. Für Vampirfans ist "Dracula II - Ascension" einfach ein Muss, allerdings sollte man keine Gewaltorgie à la Interner Link"Vampires" erwarten; selbst Interner Link"Dracula 2000" war stellenweise blutiger. Dafür bietet man uns hier eine bessere Story und eine noch bessere Atmopshäre.



Bilder der DVD




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