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D 1991 / 2004
Originaltitel:Butcher, The / Butcher 2, The
Länge:58:10 + 60:39 Minuten (jeweils ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Maik Ude
Buch:Maik Ude
Kamera:Maik Ude, Boris Klemkow, Arnold Duda
Musik:Black Paradise
SFX:Maik Ude
Darsteller:1. Teil: Maik Ude, Boris Klemkow, Arnold Duda, Knut Riechmann, Marco Schröder, Tino Weege, Markus Wilde
2. Teil: Maik Ude, Boris Klemkow, Alana Engel, Marco Schröder, Nadine Depping, Carsten Althoff, Nils Reineke, Witaly Kechtler
Vertrieb:Absurd Produktion
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.01.2007 (Kauf)



Inhalt
The Butcher
Jack ist der totale Außenseiter. Eigentlich wird er von jedem gehänselt und geärgert. Als drei seiner Klassenkameraden wieder einen besonders gemeinen Plan aushecken, um ihm eins auszuwischen, geht einiges schief, und er bezahlt es mit seinem Leben. Jedoch schwört er Rache. Nun wandelt sein ruheloser Körper auf Erden. Doch ist diese Rache noch lange nicht beendet nachdem er seine Peiniger ins Jenseits befördert hat. Jeder, der ihm über den Weg läuft, ist des Todes und kehrt als Zombie ins Leben zurück. Niemand scheint Jack und sein Heer von Untoten aufhalten zu können.

The Butcher 2:
Im Jahre 1794 wird mit Hilfe eines Buches und eines Dolches eine schwarze Messe zelebriert. 206 Jahre später wird mit Hilfe dieser Reliquien der Serienmörder Jack aus seinem Grab im Wald erweckt. Und nun muss jeder der diesen Wald betritt um sein Leben fürchten. Eine Clique von jungen Leuten, die sich etwas Erholung im Wald erhoffen, oder aber ein paar Drogendealer und Skinheads. Niemand ist vor der brachialen Gewalt von Jack - The Butcher sicher.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild) / 1,85:1 (Letterbox)
NormPAL
 The Butcher
Das Bild ist wirklich schlecht, und es wird sich im Audiokommentar sogar dafür entschuldigt. Als Master diente ein VHS-Tape, das wohl auch schon bessere Zeiten gehabt hat. Oft kommt es zu Störstreifen und Farbflackern. Die Kompression weist starke Artefaktbildungen auf und auch die Farben wirken stark ausgewaschen. Zudem wirkt das Bild sehr unscharf. (1 Punkt)

The Butcher 2:
Hier ist das Bild wesentlich besser, allerdings auch nur knapper Durchschnitt. Nervig ist ein gelegentliches Farbflackern, was auf einen Masterdefekt hinweisen könnte. Die Kompression hat gerade in dunklen Szenen zu kämpfen so dass ein starkes Grieseln und Artefaktbildungen wahrzunehmen sind. Zudem ist immer ein Hintergundrauschen deutlich sichtbar. Wie auch schon beim ersten Teil ist das Bild unscharf. (2 Punkte)

 ++----

Ton
FormatePCM 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 The Butcher
Der Ton ist leider ein totaler Ausfall. Hierbei handelt es sich um den originalen Kameraton von 1991 und dieser hat wohl etwas gelitten und ist zudem sehr schwer verständlich. Die meiste Zeit über versteht man nicht wirklich, was gesprochen wird. Auch klingt alles irgendwie verrauscht und etwas dumpf. Hier sollte man wirklich direkt den Audiokommentar zuschalten, weil man diesen versteht und ein paar nette Anekdoten zum Film erfährt. (1 Punkt)

The Butcher 2:
Der Ton fällt im Gegensatz zu Teil 1 deutlich besser aus. Zwar wird auch hier wieder der originale Kameraton präsentiert, aber dieser ist nun gut verständlich. Ein Rauschen ist vorhanden, wird aber durch den Score abgeschwächt. Einzig der blecherne Effekt der Stimmen lässt etwas zu wünschen übrig. (2 Punkte)
 ++----

Extras
Extras
DVD Teil 1:
  • Audiokommentar
  • Making of (17:57 Min.)
  • Making of 2 (10:03 Min.)
  • Kurzfilm: "Devils Meat" (7:22 Min.)
  • Bildergalerie Altes Videotape (0:22 Min.)
  • Trailer "The Butcher 2" (1:13 Min.)
  • Trailer "The Butcher 3" (2:20 Min.)
  • Trailer "Janns stramme Hose" (1:19 Min.)
DVD Teil 2:
  • Making of (15:45 Min.)
  • Outtakes (6:25 Min.)
  • Bildergalerie Altes Videotape (0:22 Min.)
  • Trailer "The Butcher 2" (1:13 Min.)
  • Trailer "The Butcher 3" (2:20 Min.)
  • Trailer "Janns stramme Hose" (1:19 Min.)
VerpackungGroße Hartbox
 Auf jeder DVD wurde zum jeweiligen Film Bonusmaterial aufgespielt. Gerade bei der ersten DVD ist dieses sehr interessant, da man hier gleich 2 Making of-Filme zu sehen bekommt. Eigentlich schon sehr verwunderlich, dass ein 16 Jahre alter Junge auf die Idee kommt mit einer zweiten Kamera Material für ein Making of zu drehen. Dies war Anfang der 90er Jahre gerade im Amateurbereich nicht üblich. Im 2. Making of bekommt man dann noch zu sehen, wie die Effekte damals entstanden sind, und man muss neidlos anerkennen, dass die Jungs einiges an Ideen hatten. Danach hat der Zuschauer noch die Chance den ersten Kurzfilm, natürlich auch im Splatterbereich, von Maik Ude zu sehen. Dieser ist qualitativ nicht besonders toll, aber für einen Amateurfilm von 1989 sehr brutal und man fragt sich wann Herr Ude anfing mit Horrorfilmen. Abgerundet wird die erste DVD dann mit drei Trailern. Bevor ich es noch vergesse: Einen Audiokommentar mit Boris Klemkow und Maik Ude gibt es auch noch zu hören. Diese ist recht nett geworden und entschädigt etwas den miserablen Ton des ersten Teils. Auf der zweiten DVD gibt es neben dem Making of zu "The Butcher 2" einige Outtakes. Ebenfalls sind hier die gleichen Trailer wie auf der ersten DVD vorhanden. Zudem kann man auf der jeweiligen DVD noch eine kurze Bildergalerie mit den originalen Artworks der VHS-Tapes sehen.
 +++---

Fazit
Nachdem der dritte Teil der "The Butcher"-Trilogie schon seit einiger Zeit in einer schönen Hartbox auf dem Markt ist, entschloss man sich, die ersten beiden Teile in einer Hartbox nachzuschieben. Auch diese Hartbox ist optisch wieder sehr ansprechend und enthält für jeden Teil eine DVD. Zudem nahm Maik Ude sich das VHS-Masterband vom ersten Teil nochmals zur Brust und veränderte den Film ein wenig, indem er einige Szenen kürzte und mit neuer Musik und Effekten aufpeppte. Dadurch entstand zu Recht der Untertitel "Directors Cut". Wie gerade angesprochen existiert nur noch ein VHS-Tape, welches man als Master benutzen musste und daher darf man sich auch über die schlechte Qualität nicht wundern und den ersten Teil eher als Bonus betrachten. So hat man wenigstens die gesamte Trilogie komplett. Zudem ist der Entstehungszeitraum das Jahr 1991, und die damalige Technik, die im Amateur-Bereich benutzt wurde, mit heutigem Maßstab nicht mehr zu vergleichen. Auch darf man als Zuschauer nicht gleich erschrecken, dass man nur Jugendliche zu Gesicht bekommt, denn Regisseur Ude war 1991 erst 16 Jahre alt war und seine Crew im gleichen Alter bzw. sogar noch jünger. Verständlicherweise ist da von den schauspielerischen Qualitäten leider nichts zu erwarten, da diese durchweg miserabel sind. Hinsichtlich des Drehbuches ist die Qualität ebenfalls sehr dürftig. Man möchte möglichst viel Splatter ohne eine richtige Handlung präsentieren. Es soll wohl ein Drehbuch gegeben haben, aber dies wohl aber mit einem Umfang unter zwei Seiten. Aber, und das muss man Maik Ude anrechnen, ist er neben Andreas Schnaas ("Violent Shit"), Olaf Ittenbach (Interner Link"Black Past"), Timo Rose ("Die Rache des Mark S.") und Michael Pollklesener (Interner Link"Fuck the Devil") einer der Mitbegründer der deutschen Amateurfilm-Szene. Wahrscheinlich damals sogar der Jüngste. Man konnte das Tape von "The Butcher" sogar käuflich erwerben. Unter dem Gesichtspunkt des Nostalgie-Effekts kann man an dem Film dennoch Spaß haben. Von einem richtigen Film ist er aber weit entfernt. Die Special FX, die sich die Jungs damals ausgedacht haben, sind aber nicht von schlechten Eltern.
An dieser Stelle machen wir einen Zeitsprung in das Jahr 2004. Genau 13 Jahre später erblickte dann die Fortsetzung des Butchers das Licht der Welt. Die Technik hat sich natürlich verbessert, aber eine richtige Handlung hat der Film wieder nicht vorzuweisen. Gerade der Anfang und das Ende des Filmes können gefallen, haben aber mit dem Grundprinzip der Geschichte nicht viel zu tun. Wobei das Ende wirklich gut in dieser alten Villa angelegt ist und auch die Egoshooter-Perspektive sind richtig klasse gefilmt worden. Im Gegensatz zum ersten Butcher wirken hier keine Zombies mit und man hat sich rein auf eine Slasher-Geschichte eingelassen. Eiegntlich schade, da gerade diese Gesellen im ersten Teil für eine nette Atmosphäre sorgten. Die Effekte sind solides Amateurniveau, wobei Farbe und Konsistenz des Blutes etwas seltsam erscheinen mögen, da man einfaches Tomatenmark benutzt. Die Darsteller, die wohl wieder aus dem Freundeskreis gecastet wurden, agieren nicht wirklich schlecht, wobei es aber auch Ausnahmen gibt und man hofft, dass jene nicht in weiteren Werken von Herrn Ude zu sehen sind. Wenn man sich als Gorehound versteht und Spaß an "Violent Shit" oder "Das komabrutale Duell" hat, wird man bei der "Butcher Collection" nicht enttäuscht werden, da gerade beim zweiten Teil von 2004 der Old School-Trend spürbar ist. Back to the Roots war die Devise, keine großartige Handlung einfach nur Splatter. Dies sollte man schon deutlich sagen, da diese Filmrichtung nicht jedermanns Sache ist, und eine Enttäuschung groß sein könnte. Auch wenn die Filme nicht wirklich einen qualitativen Standart erreichen wurden die DVDs doch hervorragend gepresst und in eine sehr schöne Hartbox gesteckt. Und immer dran denken: Es handelt sich hier um Amateurproduktionen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Butcher 3, The - Zombies im Blutrausch
OFDb.de (Butcher, The [1991])
OFDb.de (Butcher 2, The [2004])



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