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USA 2000
Originaltitel:Convent, The
Länge:76:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Mike Mendez
Buch:Chaton Anderson
Kamera:Jason Lowe
Musik:Joey Bishara, Joseph Bishara
SFX:Dean Jones
Darsteller:Joanna Canton, Richard Trapp, Dax Miller, Renée Graham, Liam Kyle Sullivan, Megahn Perry, Jim Golden, Chaton Anderson, Adrienne Barbeau, Kelly Mantle, David Gunn, Oakley Stevenson, Larrs Jackson, Coolio, Bill Moseley, Jennifer Buttell, Allison Dunbar
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.08.2001 (Verleih) /



Inhalt
1960; mitten in einen Gottesdienst platzt eine junge Frau - bewaffnet mit Pumpgun, Baseballschläger und Benzinkanister. Sie will nur eines: Rache. Rache für ihr abgetriebenes Kind; vom Pastor in wildem Wahn gezeugt, von der Kirche verlangt genommen zu werden. So die offizielle Version. Doch blutgierige Dämonen sind es, die sich unter die Hauben der Schwestern und den Talar des Priesters geschlichen haben und die ihr verdientes Ende fanden. Jedoch spuken angeblich immer noch die Geister in den Mauern des Klosters ... auf der Suche nach neuen Opfern. Diese finden sie in Form von ein paar Jugendlichen, die in den Klostermauern ihren Spaß in Form von Sex & Drugs finden wollen. Zwei debile Satansjünger erwecken nun Dank Opferung einer Jungfrau die Dämonen erneut und diese bemächtigen sich der Jugendlichen, für die es fortan kein Entkommen aus dem Gemäuer zu geben scheint ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Dass man hier eine Vollbild-Fassung bekommt, liegt daran, dass Universal Zugriff auf die Open Matte-Fassung hatte. Die Vorlage des überwiegend dunklen Filmes ist dahingehend leider nicht die Beste, dass dann der Kontrast nicht sonderlich viel draus machen kann und man so das Gefühl bekommt, dass viele Szenen von Schatten verschluckt werden, ist da nicht weiter verwunderlich. Ein weiteres Problem liegt in der Schärfe, denn sieht die DVD sonderlich detailliert aus, noch gelingt die Abgrenzung der Konturen. Manche Szenen, beispielsweise mit Nebeleffekten, sehen sogar unscharf aus. Mitunter leistet sich die Kompression Ausrutscher wie Blockbildung. Mit den Farben dürfte man dagegen sehr zufrieden sein. Die von Mendez eingebrachten, neonfarbenen Blut- und Schleimeffekte sehen wunderbar grell und knallig aus und auch sonst sind Hauttöne gut ausgefallen
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (fest bei engl. Sprache), Deutsch für Hörgeschädigte
 Die Front der deutschen Tonspur ist verhalten und vielleicht auch etwas leise abgemischt. Das fällt nicht nur im Vergleich zum etwas aggressiveren O-Ton auf, welcher leider deutsch zwangsuntertitelt ist und daher nur übers Hauptmenu aktivierbar ist. Die Surround-Ansteuerung ist in beiden Fällen durchaus gelungen und unterstützt die bereits gut verteilten Stereosignale durch einige kräftige Effekte. Auch die Musik ist für einige schöne Einlagen gut und lockert den Klang mitunter sogar durch Bassgebrauch auf, dessen Intensität sich natürlich in Grenzen hält. Im Deutschen gibt es zusätzlich farbige Untertitel für Hörgeschädigte, wobei diese auch wieder nur übers Menu geschaltet werden können.
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Extras
Extras
  • Trailer dt. (1:41 Min.)
  • Trailer engl. (1:43 Min.)
  • Fotogalerie (17 Bilder)
  • Auch auf DVD:
    • The Base 2 - Das Todestribunal (1:36 Min.)
    • Blutiges Spiel - 24 Stunden in der Hölle (1:39 Min.)
VerpackungKeepCase
 Hier muss ich mir wieder was abringen, um einen Punkt zu geben. Zumindest die Bildergalerie enthält nette Stills, den Rest muss man sich nicht wirklich anschauen.
 +-----

Fazit
An Mike Mendez' Filmen scheiden sich die Geister: Dünnschiss hoch 3 für die einen, gnadenloser Kult für die anderen. Ich denke beide Seiten werden diesem nicht gerecht. Zwar kann der ehemalige Werbefilmer keine besonders hochgeistigen Genrebeiträge für sich verbuchen, hat jedoch seinen ganz eigenen Stil, der bisher nur in Interner Link"Mike Mendez Killers" und "The Convent" den Weg auf die Leinwand gefunden hat.

"The Convent" ist Edel-Trash vom Feinsten, in dem kein Klischee ausgelassen wird. Der Film scheint mit diesen zu spielen und schafft es, den Genrefreund knapp 70 Minuten (ohne Abspann) sinnfrei zu unterhalten. Zwar braucht der Film nach dem stimmigen Intro etwas bis er an Fahrt gewinnt, die "hochgeistigen" Dialoge der Darsteller in der banalen Handlung können jedoch auch in den unblutigen Momenten durchaus unterhalten. Ja, die Darsteller sind wirklich ein Thema für sich. Zwar ist keiner der Darsteller wirklich schlecht, denn jeder passt in seine Rolle rein, doch die Charaktere an sich sind zum Brüllen. Vor allem die beiden Satansjünger sind DIE Brüller. Selten wurde so herrlich dieses pubertierende Gehabe auf die Schippe genommen wie hier. Neben den machohaften Jungs gibt es noch das zickige Cheerleaderlein und und und. Die einzigst ernsthafte Rolle hat wohl Christine (man beachte den Bezug zur religiösen Anhängerin, der Christin), die das totale Gegenteil des kiffenden Bullen (gespielt von Coolio) ist. Bierernst kommt sie rüber. Auch geil anzusehen sind die nachher "Besessenen", die phosphorfarbig angemalt durch die Gänge zucken - herrlich! Christines Aufräumen unter den Dämonen ist durchaus ansehenswert. Es gibt eine Vielzahl gelungener und harter Splatter-F/X, die teilweise aber durch (ungewollten) Humor oder schnelle Schnitte abgemildert wirken (oder vielleicht deshalb auch "gut" sind, weil deren billige Machart nicht sofort offensichtlich ist?). Das Blut spritzt jedenfalls reichlich, wenn auch oft in sehr grellen, phosphorartigen Farben. Mendez kann jedenfalls seinen Ursprung aus der Werbefilmbranche nicht verleugnen. Seine Schnitttechnik ist teilweise rasant und quasi stakkatoartig (wie das Fortbewegen der Dämonen). Im Zusammenspiel mit dem Techno-Soundtrack und den grellen Farben kommt "The Convent" einem teilweise wie ein Videoclip vor. Dass diese meist nur ein paar Minuten andauert, hat schon seinen Grund - sonst macht sich schlichtweg Langeweile breit. Denn die eine oder andere Köpfung oder Durchschuss werden dabei wiederholt und etwas wirklich Neues wird einem nicht geboten. Doch aufgrund der kurzen Spielzeit ist das kein wirklicher Makel, die meisten stören sich sicher an den platten Dialogen.

Man darf einfach nicht mit zu hohen Erwartungen rangehen. Wer sich aber gerne kurzweilig unterhalten lassen will und sein Gehirn genüsslich in den Taco-Dip taucht, den erwartet ein wirklich annehmbares Filmchen.



Bilder der DVD




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Convent - Biss in alle Ewigkeit
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