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USA 1958
Originaltitel:Plan 9 from Outer Space
Alternativtitel:Plan 9 aus dem All
aka. Grave Robbers from Outer Space
aka. Vampire's Tomb
Länge:78:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Edward D. Wood Jr.
Buch:Edward D. Wood Jr.
Kamera:William C. Thompson
SFX:Charles Duncan
Darsteller:Bela Lugosi, Vampira, Gregory Walcott, Mona McKinnon, Duke Moore, Tom Keene, Carl Anthony, Paul Marco, Tor Johnson, Dudley Manlove, Joanna Lee, John Breckinridge, Lyle Talbot, Bill Ash, David De Mering, Norma McCarty, Edward D. Wood Jr.
Vertrieb:Winkler Film / Alive
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:07.02.2005 (Kauf)



Inhalt
Fliegende Untertassen über Hollywood! Was vorerst nur als Hirngespinst einzelner Beobachter abgetan wird, entwickelt sich langsam zu einer Bedrohung, der selbst das Militär mit stärkstem Waffenaufgebot nichts entgegensetzen kann. Eine außerirdische Macht rekrutiert aus den Toten eines Friedhofs gefügige Arbeitssklaven, die die Invasion der Erde vorbereiten sollen. Plan 9 sieht vor, sämtliches Leben auf dem blauen Planeten zu vernichten, um den Missbrauch einer noch bevorstehenden Erfindung, einer Superwaffe, die das gesamte Universum gefährden könnte, vorbeugend zu vereiteln. Doch die Menschheit lässt die Aliens nicht so ohne weiteres gewähren und schickt ihre besten Männer auf eine gefährliche Mission ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Die Bildqualität erweist sich als weitaus besser als ich zunächst angenommen hatte, woraus sich auch die relativ hohe Wertung ergibt. In Szenenübergängen ändert sich manchmal der Kontrast, es wird mal ein größerer Dropout angezeigt oder das Bild flackert kurz, aber abgesehen von diesen kurzen, akzeptablen Randerscheinungen ist die Reinheit des Materials erstaunlich für einen Trash-Film. Die Aufarbeitung ist deutlich an der Auflösung ersichtlich. Das Material ist zwar deutlich weicher als aktuelle Titel, bleibt dabei aber an Konturen wie im Detail gleichfalls gut. Störende Unschärfen gehören zur großen Seltenheit und der Kontrast zeichnet das Bild trotz nicht hundertprozentigem Schwarzwert in fast schon lebendig wirkenden Grautönen ab. Etwas nachteilig sind die leichten Nachzieheffekte, sonst hat man mit dieser DVD aber eine erfreulich gute Fassung vorliegen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch
 Nach so vielen Jahren noch eine deutsche Synchronisation anzufertigen, würde dem Film wohl eher schaden als helfen, weswegen man es bei der englischen Original-Monospur beließ, welche Fans des Filmes ohnehin ausreichen wird. Mit dem Klang bin ich sehr zufrieden, denn bei solch alten Filmen ist der englische Ton erfahrungsgemäß stärker in Mitleidenschaft gezogen als eine vergleichbar alte Nachsynchronisation. Die Stimmen neigen zum Übersteuern und sind relativ schlecht aufgelöst, wie es das Alter schon erwarten lies, trotzdem aber gut verständlich - dank Untertitel auch fürs deutschsprachige Publikum. Die Hintergrundmusik übersteuert ebenfalls das schmale Frequenzband, aber bis auf leises Rauschen gibt es eigentlich nichts, was wirklich stören könnte oder außergewöhnlich wäre. Nur ein Störgeräusch in der 69. Minute reißt da kurz rein.
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Extras
Extras
  • Dokumentation "Flying Saucers over Hollywood" (77:51 Min.)
  • Edward D. Wood Trailers:
    • Plan 9 From Outer Space (1:33 Min.)
    • Glen Or Glenda (2:55 Min.)
    • Bride Of The Monster (1:31 Min.)
    • Jailbait (1:36 Min.)
  • Bildergalerie (7 Bilder)
VerpackungKeepCase
 Sieht wenig aus, ist aber mehr: Die Dokumentation darf sich als solche bezeichnen, denn mit einer Spielzeit von über 70 Minuten geht sie ausführlich auf den Mann hinter "Plan 9 From Outer Space" ein: Ed D. Wood. Im Stile einer filmischen Biografie inklusive Moderator begleiten wir die Anfänge Woods von seinem "Glen or Glenda" über die Umstände, die zu seinem bekanntesten Werk führten, bis hin zu seinem Tod. Eds Leben bietet genügend Dramatik und interessante Geschichten, die von ehemaligen Darstellern, Produzenten, Filmhistorikern bis hin zu Fans vorgetragen werden. Dabei interviewt man u.a. Biografen Woods, die so einige interessante Tatsachen ans Licht bringen, widmet aber auch den Darstellern und Freunden von Ed Wood jeweils ein kleines Kapitel. Das dürfte eigentlich keine Fragen offen lassen, ist witzig aufgemacht und trotz Überlänge (Kapitel können einzeln angewählt werden) sehr kurzweilig. Nun zum Nachtteil: Diese Dokumentation sollte selbst nach Abzug der NTSC-PAL-Differenz noch eine knappe halbe Stunde länger laufen. Was da wohl passiert ist? Nachher gibt es ein vierteiliges Trailer-Aufgebot, das es natürlich in sich hat und im Originalformat, s/w-Optik und zugehörigem Monoton dargebracht wird. Danach noch eine kurze Bildergalerie mit Set-Fotos und Artworks. Sehr schön gemacht ist auch das Hauptmenu, das an das blaufarbige Artwork von der X-Rated-DVD von Interner Link"Night Of The Living Dead" erinnert.
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Fazit
Kaum einem Film eilt sein schlechter Ruf so voraus wie "Plan 9 From Outer Space", jenem spektakulärem SciFi-Horror-Flickenwerk aus den Händen Ed Wood Jr.s, welches sich gleichfalls durch seine unglaublich schlechte Machart als auch durch die höchst unterbeschäftigten Darsteller auszeichnet. Mit ein paar Aufnahmen des legendären Bela Lugosi im Kasten und alsbald einem verstorbenen Hauptdarsteller, der auf zweifelhafte Weise gedoubelt wurde, machte sich Wood auf, unter denkbar schlechtesten Umständen seine Vision von außerirdischen Invasoren zu beenden. Dass gespart werden musste an allen Ecken und Enden, macht sich nicht nur durch die unzähligen Filmfehler bemerkbar, sondern besonders durch die Theater gleiche Inszenierung, wie man sie von einer Laiengruppe erwartet. So stolzieren die Darsteller recht desorientiert durch die statischen Sets, die mehr als einmal als Studiobauten vor pappenem Hintergrund zu entlarven sind. Trotzdem oder gerade deswegen sind die Friedhofszenen, auf denen sich das Dracula-Double ebenso einfindet wie der europäische Ringer und die vom Korsett bewegungsunfähig verschnürte Vampiria, ein stimmiges und unterhaltsames Stück Filmgeschichte geworden. Zwar mögen sich diese klassischen Horrormotive, die sich auf zombiehaft auftretende Figuren beschränken, so recht gar nicht mit dem SciFi-Anteil zusammenfügen, aber selbst dieser nimmt sich nicht wirklich ernst. In einem leeren Raum mit Tisch, auf dem blinkende und blitzende Apparaturen aufgereiht sind (der Funkeninduktor darf nicht fehlen!), treffen die Außerirdischen, die sich nur durch ihre Weltraumanzüge von den Erdenbewohnern unterscheiden, zu den Einsatzbesprechungen, um sich zu beraten, wie man die Menschheit vor der Erfindung der Solarbombe schützen könnte, welche die gesamte Menschheit vernichten wird. Hemmungslos verschlampte Übergänge, Dialoge voller schwachsinnigem Geblubber und besonders der ernsthaft vorgetragene Off-Kommentar lassen jedem Fan von effektreichen, epischen Weltraumschlachten sicherlich die Haare zu Berge stehen, aber die unfreiwillige Komik kann nun niemand bestreiten, die aus dem Kuriosum einen immer noch unterhaltsamen Film gestalten. Für Lacher sorgen die Effekte wie an Fäden gezogene Untertassen, die von Archivmaterial bombardiert werden, oder die leicht zu entlarvenden Bauten, die man wohl ohne große Vorüberlegungen auswählte, ohnehin. Prädikat also: "höchst vergnüglich"!



Bilder der DVD




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