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UK, RO, D, FR 2005
Originaltitel:House Of 9
Länge:86:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Steven R. Monroe
Buch:Philippe Vidal
Kamera:Damian Bromley
Musik:Charles Olins, Mark Ryder
SFX:Adrian Popescu
Darsteller:Dennis Hopper, Kelly Brook, Hippolyte Girardot, Peter Capaldi, Susie Amy, Raffaello Degruttola, Ashley Walters, Morven Christie, Julienne Davis, Jim Carter
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:24.08.2006 (Verleih) / 26.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Neun Menschen werden betäubt und entführt. Als sie erwachen, befinden sie sich in einem Haus, dessen Türen verriegelt und Fenster zugemauert sind. Sie sitzen in der Falle. Über eine Sprechanlage meldet sich plötzlich die Stimme ihres unsichtbaren Gastgebers. Er erklärt die Regeln: Für 5 Millionen Dollar müssen sie gegeneinander antreten. Nur einer kann gewinnen ... und das Haus wieder verlassen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Film ist bemüht, modern auszusehen, was besonders durch unterkühlte, düstere Farben zum Ausdruck gebracht wird. Die hervorstechenden Blautöne verleihen dem Haus einen etwas ungemütlichen, fast schon futuristischen Look, wobei die Beleuchtung stets etwas abgedimmt ist, was dank eines sehr guten Kontrasts keinerlei Probleme bereitet. Für eine Direct-to-Video-Produktion erscheint mir die Schärfe sogar fast erstklassig, und das, obwohl kein Rauschen das Bild stört. Richtige Perfektion wird zwar nicht erreicht, da hier und da der Detailbereich gern etwas ausgeprägter sein dürfte und eine geringe Anzahl von punktuellen Störungen auftritt, was durchaus vermeidbar wäre, die DVD setzt den Film aber sonst in vermutlich bestmöglicher Qualität um.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Leider nutzt weder der deutsche noch der englische Ton die Möglichkeiten der 5.1-Kanäle vollends aus. Klanglich setzt man eine mehr als brauchbare Basis, in dem sowohl Klarheit als auch ein hin und wieder brummiger Bass zum Einsatz kommen und man weder bei den Stimmen noch bei Umsetzung der akustischen Gegebenheiten des Hauses etwas kritisieren kann. Manchmal löst sich die frontlastige Umsetzung auch für einen geringen Effekt, aber insgesamt wird mir dahingehend zu wenig geboten. Hier etwas mehr draus zu machen, wäre eigentlich Pflicht, auch wenn es keine wirklichen Action-Szenen gibt. Dafür bleiben Suspense-Momente tonal etwas hinter den Erwartungen. Dank guten Grundeigenschaften aber noch 4 Punkte.
 ++++--

Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:45 Min.)
  • Bio- und Filmografie Dennis Hopper (7 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Havoc (1:46 Min.)
    • Elevenfourteen (1:33 Min.)
VerpackungKeepCase
 Überschaubar hier, aber zumindest kann man sich auf ein paar Seiten über das Schaffen von Dennis Hopper informieren und den Originaltrailer anschauen.
 +-----

Fazit
Experimente in abgeschotteten Anwesen wie in "Das Haus auf dem Geisterhügel" oder Interner Link"Kolobos" hatten wir schon eine Weile nicht mehr, also dürfte die Zeit reif sein, zu prüfen, ob der Zuschauer die eigentlich doch abgekaute Story noch wiedererkennt. Die auf rumänischen Boden gedrehte B-Produktion (warum muss jedes amerikanische DtV-Produktionsgesellschaft immer zum Dreh in den Ostblock ziehen?) ist, wenn man es sich genau überlegt, ein ziemlicher Reinfall. Denn vom anfangs aufgebauten Spannungslevel, natürlich rein psychologischer Natur, bleibt letzten Endes nur ein blutiger Haufen Elend übrig, den - und das wussten wir auch schon - nur einer überleben konnte. Wer das sein wird, dürfte nicht schwer zu erraten sein, denn die Charaktere gehen Slasher gerecht bei Überschreitung einer bestimmten moralischen Grenze ins Reich der Toten über. Aber zurück zum vielversprechenden Anfang: Die Ausgangssituation ist dank Vertreter verschiedenster Gesellschaftsschichten bereits ein kultureller Schmelztiegel, der nicht lange zum Überkochen benötigt. Da fällt es natürlich schwer, Ruhe und Verstand zu bewahren, auch wenn der Pater (der ruhende Pol unter den Jungdarstellern: Dennis Hopper) und der Polizist (Bauer-Martinez' Dauergast Raffaello Degruttola) sichtlich bemüht sind, die impulsiven Zwangsgäste unter Kontrolle zu halten. Die Phase des gemeinschaftlichen Ausbruchsversuches hält sich kurz, denn mit Erkennen der Ausweglosigkeit dieser Situation gibt man sich den letzten Resten der Hausbar hin - schließlich weiß man nie, wann es vorbei ist, wann der vorher noch so unscheinbare Nachbar in Gedanken an die 5 Millionen Dollar Preisgeld jedem seiner Mitbewerber ein Messer in den Rücken steckt. Das Vorhaben des Filmes, den charakterlichen Verfall der "Mitspielenden" unter hohem psychischen Druck zu dokumentieren, entflieht dem Film mit dem ersten Todesfall, wenn auch einem tragischen Unglück. Vorher hatte man es noch geschafft, die "Big Brother"-Gemeinschaft durch natürliche Verfehlungen auseinanderzubringen, die sich von der Antipathie über Hass bis hin zur Mordlust steigert. Dadurch, dass man aber dann einen (oder eine?) Psychopath(in) in die Runde steckt, der zum Austicken neigt, nimmt der natürliche Verlauf ein vorschnelles Ende.
Der Zuschauer muss dann zwar erkennen, dass "House Of 9" die Hoffnungen, die er in dieses Thema gesetzt hat, vorschnell verspielt, ein Mindestmaß an Spannung und unvorhergesehenen Wendungen verhelfen dem Film aber doch noch zu einer ganz brauchbaren Unterhaltung.



Bilder der DVD




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