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CAN, USA 2004
Originaltitel:Riverman, The
Alternativtitel:Riverman, The - Auf der Jagd nach dem Green River Killer
Länge:86:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bill Eagles
Buch:Tom Towler, Robert D. Keppel, William J. Birnes
Kamera:Steve Cosens
Musik:Jeff Rona, Gregg Lehrman
SFX:Gary Coates
Darsteller:Bruce Greenwood, Cary Elwes, Sam Jaeger, Sarah Manninen, Kathleen Quinlan, David Brown, Jeremy Akerman, Cindy Sampson, Richard Blackburn, Mark Graham, John Dunsworth, Sherry Smith
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:15.06.2006 (Verleih) / 17.08.2006 (Kauf)



Inhalt
Ein brutaler Killer terrorisiert Seattle. Eine Frau nach der anderen fällt ihm zum Opfer. Um den Unbekannten zu fassen, nimmt Kriminalprofessor Keppel die Hilfe des inhaftierten Serienmörders Ted Bundy an. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der "Green River Killer" kann jede Sekunde wieder zuschlagen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die US-TV-Produktion nutzt ein etwas seltsames Stilmittel, indem es Farbanteile entzieht, überwiegend mit Blau- und Grüntönen abkühlt und dazu einen schmuddligen, weil dunklen Look kreiert. Dass der Kontrast etwas seltsame Anwandlungen besitzt und man das Gefühl hat, es wäre hierbei die zusätzliche Beleuchtung ausgelassen worden, ist nur stellenweise für den Zuschauer verständlich. Das taghelle Licht blendet einen manchmal, während einige Gestalten im Halbdunkel kaum noch erkennbar sind. Auf gewisse Weise kann man das akzeptieren, weil es hilft, das zu saubere TV-Schema optisch aufzulösen. Der Grund für die niedrige Wertung liegt im matschigen Bildaufbau, der in anderen Szenen einem ganz pässlichen Detailgrad gegenübersteht. Da gefällt es mir besser, wenn die Schärfe etwas höher ausfällt und dafür ein starkes Rauschen zurückbleibt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Score macht mit kleineren atmosphärischen Klängen auf sich aufmerksam, die zwar nicht aggressiv, aber hörbar auf die hinteren Lautsprecher gelangen. Die deutsche Fassung kann sich da ähnlich gut wie das Original in Szene setzen. Ebenso beständig wie der Soundtrack ist leider auch der Anteil an Dialogen über die Laufzeit hinweg. Denn die Besetzung ist weder bei der Besetzung der Sprecher noch beim Klang wirklich überzeugend. Die Synchro klingt mittenlastig und übertönt den Hintergrund mit gehauchter Aussprache. Das mindert auch das Niveau des Filmes ein wenig. Zum Glück bringt eine Umschaltung auf den O-Ton einen besseren Eindruck, wobei einige Passagen hier natürlich dumpf gehalten sind und keine Untertitel beiliegen.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:34 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Attentat auf Richard Nixon (2:25 Min.)
    • Flight 93 (1:33 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.)
    • Havoc (1:46 Min.)
    • Ein Ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Dot.Kill (1:22 Min.)
    • Shadow Of Fear (1:08 Min.)
    • Ted Bundy (1:48 Min.)
    • Gacy (1:31 Min.)
VerpackungKeepCase
 Etwas schade, dass man nicht zusätzliche Hintergrundinformationen eingebracht hat, hier wäre eine Menge zu berichten gewesen, was den Fall Bundy oder den des "Green River Killers" noch näher erläutert bzw. die Ermittlungsarbeiten des Dr. Keppel sind ja auch interessant genug, um sie beispielsweise mit Texttafeln zu würdigen. So werden uns hier nur Trailer geboten.
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Fazit
Die Geschichte des "Green River Killers" ist untrennbar mit jener des US-Serienmörders Ted Bundy verbunden, dem 28 Tötungen an meist jungen Frauen nachgewiesen werden konnten. So ist auch die Suche nach dem Täter der Green River-Morde in diesem Film hier stark in die Kooperation, die der Serientäterspezialist Robert Keppel mit dem bereits auf seine Todesstrafe wartenden Bundy einging, verbunden, man könnte fast schon sagen: untergeordnet. Die Erzählung rund um den nicht nur kriminalitätswissenschaftlich höchst interessanten wie auch brisanten Bundy-Fall wurde schon zuhauf erzählt, nun geht man auf das eher weniger beleuchtete Unterkapitel ein. "The Riverman" ist zwar eine TV-Produktion, die sich im Aufbau an gängigen "Reality Crime"-Serien orientiert, dabei aber verstärkt filmischen Kontext einzubringen versucht und dadurch zusätzliche Atmosphäre erstellt. Natürlich ist die Thematik zu komplex, um sie wirklich innerhalb von anderthalb Stunden abzuklappern, aber meines Erachtens gelingt Bill Eagles doch eine spannende Verfilmung, die die Eckdaten umfasst und dank einem starken Hauptdarsteller unterhält. So wird der vielleicht uninformierte Zuschauer mittels der schleichenden Übergänge, die die Morde aus den Augen von Bundy, aus denen des Rivermans und der Vorstellung des Ermittlers zeigen, vielleicht auf eine falsche Fährte gelockt. Stellt Bundy in den Gesprächen seine eigenen Taten dar, um sich wichtig zu machen und seine Hinrichtung aufzuschieben oder kann er tatsächlich die Hergänge nachempfinden? Wer die Hintergründe kennt, muss natürlich nicht lange rätseln, wird aber sicherlich trotzdem in den Bann gezogen. Als geschickt empfand ich es auch, passagenweise Szenen von den Tatorten einzustreuen, die zwar nicht explizites Draufhalten bieten, aber doch genügend realen Horror verbreiten, der sich später innerhalb der Gespräche mit Bundy auf psychologischer Ebene fortsetzt.
Verglichen mit den auch fürs TV produzierten Serienkiller-Filmen (Interner Link"Gacy", Interner Link"Dahmer", Interner Link"Ed Gein", Interner Link"Ted Bundy") schneidet "The Riverman" etwas besser ab, weil er der Oberflächlichkeit diese zwangsläufig entstehende Oberflächlichkeit durch das Spiel mit verschiedenen Handlungsebenen ausbalancieren kann und auf mich durchweg fesselnd wirkt.



Bilder der DVD




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