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USA 1987
Originaltitel:Silent Night, Deadly Night Part 2
Alternativtitel:Stille Nacht, Horror Nacht Teil 2
Länge:84:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft / Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Lee Harry
Buch:Lee Harry, Joseph H. Earle, Dennis Patterson, Michael Hickey, Lawrence Appelbaum, Paul Caimi
Kamera:Harvey Genkins, Henning Schellerup (Teil 1)
Musik:Michael Armstrong, Perry Botkin Jr.
SFX:Tassilo Baur
Darsteller:Eric Freeman, James L. Newman, Elizabeth Cayton, Jean Miller, Darrel Guilbeau, Brian Michael Henley, Corrine Gelfan, Michael Combatti, Kenneth Bryan James, Ron Moriarty, Frank Novak, Randy Baughman, Joanne White, Lenny Rose, Nadya Wynd
Vertrieb:X-NK
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.10.2005 (Kauf)



Inhalt
Ricky, dessen älterer Bruder vor langer Zeit als Weihnachtsmann Amok lief, wird von der Vergangenheit eingeholt. Er wird in eine Anstalt gesteckt, wo er sich mit Dr. Henry Bloom über seine Vergangenheit unterhält. Ricky erzählt über den Mord an seinen Eltern, über die brutale Mordserie seines Bruders und wie auch er zu morden begann. Als er aus der Anstalt fliehen kann, wird erneut aus der "Heiligen Nacht" eine blutige "Horrornacht"!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Im Vergleich zum ersten Teil hat "Silent Night, Deadly Night Part 2" rein bildtechnisch die Nase vorn. Neben einer satten und kräftigen Farbgebung, sowie einem guten Kontrast, der sogar mit einem guten Schwarzwert aufwarten kann, überzeugt vor allem die Schärfe mit sauberen Konturen und einer guten Detailwiedergabe, vor allem in den Nahaufnahmen. Aber selbst in den Totalen wirkt das Bild nie matschig. Lediglich das Grieseln im Hintergrund, sowie die leichten stehenden Rauschmuster und die daraus resultierende Bewegungsunschärfe mindern das Sehvergnügen etwas und greifen das ansonsten gute Schärfeverhalten an. Zudem fällt im Hintergrund noch leichtes Blockrauschen, sowie dezentes Nachziehen in Kameraschwenks auf. Defekte und Verschmutzungen lassen jedoch kaum blicken. Alles in allem ein recht guter anamorpher Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Bis auf die 40 Minuten Rückblenden wurde der Film komplett neu synchronisiert, da "Silent Night, Deadly Night Part 2" bisher noch nicht in Deutschland erschienen ist. Die Synchronisation klingt gut, teilweise jedoch etwas emotionslos und steril. Die Dialoge sind gut zu verstehen und kommen klar und deutlich aus dem Frontbreich. Auch der Score und die Umgebungsgeräusche werden fehlerfrei wiedergegeben und klingen klarer und sauberer als der deutlich dumpfere englische Track, welcher selbst in den Dialogen nur bedingt zu gefallen weiß und sehr dumpf und blechern klingt. Deutsche Untertitel gibt es zwar nicht, aber dafür auch keine Zwangsuntertitel wie in Teil 1.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Original Trailer (1:50 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:39 Min.)
  • Original Script (10:20 Min.)
  • Bildergalerie (33 Bilder)
  • Drehfotos & Skizzen (25 Bilder)
VerpackungHartbox
 Neben den obligatorischen Trailern und Bildergalerien finden wir hier noch das Original Skript zum Mitlesen, sowie den bereits auf der Anchor Bay-DVD erschienen Audiokommentar mit Lee Harry, Joseph H. Earle und James Newman. Zwar ist der Kommentar sehr interessant und bietet reichlich Informationen, doch leider fehlen deutsche Untertitel.
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Fazit
Die Produzenten von Interner Link"Silent Night, Deadly Night" beauftragten damals Lee Harry, ihren Film umzuschneiden und ihn mit ein paar neuen Szenen aufzupeppen, damit sie ihn als Re-Cut vermarkten könnten. Doch anstelle einer "Extended Version" wurde daraus "Silent Night, Deadly Night Part 2" - eine filmische Frechheit, die zur Hälfte aus Szenen des ersten Teils besteht, welche als Art Rückblick auf vergangene Ereignisse funktionieren sollen. Ganze 45 Minuten sehen wir noch einmal einen Zusammenschnitt von Charles E. Sellier Jr. X-Mas-Slasher und man darf getrost die Forward-Taste drücken, denn verpassen wird man hier nichts.
Die eigentliche Geschichte ist auch schnell erzählt: Nachdem Billy im ersten Teil Amok lief und schlussendlich im Waisenhaus vor den Augen seines kleinen Bruders Ricky erschossen wurde, hat auch dieser eine kleine Macke, wächst aber in einer wohlbehüteten Pflegefamilie auf. Seine Angst vor Nonnen macht es der Familie nicht leicht mit dem kleinen Ricky zurecht zu kommen, doch sie schenken ihm viel Liebe und Geborgenheit, wodurch er zu einem wohlerzogenen und gut aussehenden jungen Mann heranwächst. Aber er bleibt weiterhin eine tickende Zeitbombe und als er eines Tages mitbekommt wie eine Frau vergewaltigt werden soll, brennen bei ihm alle Weihnachtskerzen durch und er tötet den Vergewaltiger. Einige Jahre später hat Ricky erneut ein Schlüsselerlebnis und tötet einen Räuber mit einem Regenschirm, sowie in rasender Eifersucht den Ex-Freund seiner Freundin, bevor er sie gleich mit tötet.
Ricky landet in der Psychatrie und erzählt einem Doktor seine Geschichte, bevor er ihn ebenfalls tötet und ausbricht. Nun beginnt sein Amoklauf und sein Ziel ist die mittlerweile pensionierte Oberschwester, welche ihn und seinen Bruder in all den Jahren gepeinigt hat.
Dass bei 45 Minuten Rückblenden und ein paar weitere Minuten mit netten (Regenschirm-)Mordsequenzen nix gutes bei solch einem in 10 Tagen abgedrehter Film herum kommen kann, braucht man eigentlich nicht mehr erwähnen. Der Anfang ist ermüdend, vor allem wenn man sich direkt zuvor Teil 1 angeschaut hat. Mit Eric Freeman (Interner Link"Kinder des Zorns") hat man sich zwar einen deutlich besseren Mörder gesucht, der aber auch nicht über Schwächen des Filmes hinwegtäuschen kann. "Silent Night, Deadly Night Part 2" ist einfach stinkend langweilig. Nachdem wir mit den Rückblenden, welche von Ricky in einer Psychiatrie erzählt werden, fertig sind, folgen noch ein paar Slasher-Einlagen, welche zwar nicht unblutig sind, aber auch nicht sonderlich explizit ausfallen dürfen. Spannung und Atmosphäre suchen wir hier vergebens und es ist erstaunlich, dass hier alle Darsteller ohne Gage arbeiten, dafür legt man sich erstaunlicherweise gut ins Zeug. Trotzdem bleibt "Silent Night, Deadly Night Part 2" ein überflüssiger Aufguss, Re-Cut oder was auch immer. Einzig allein die Regenschirmsequenz dürfte auf Partys der Brüller sein. Der Rest ist eher zum Abgewöhnen und versucht zudem zwanghaft komisch zu sein.

 

Die DVD erscheint wie bereits Teil 1 in einer edlen Hartbox mit zwei Covermotiven. Technisch bekommen wir eine wesentlich bessere Bildqualität geboten und der deutsche Stereotrack sticht den englischen O-Ton aus. Die Extras sind für diese Produktion gut, doch leider fehlen deutsche Untertitel. Wäre der Film nicht so mies, würde ich jetzt glatt eine Kaufempfehlung aussprechen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Silent Night, Deadly Night
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